Deuteronomium

KAPITEL 1

Moses Rede.

1 Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel diesseits des Jordan in der Wüste gesprochen hat, in der Ebene gegenüber dem Roten Meer, zwischen Paran und Tophel und Laban und Hazeroth und Disahab.

2 (Es sind elf Tagereisen vom Horeb über den Berg Seir bis nach Kadesch-Barnea.)

3 Und es begab sich: Im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am ersten Tag des Monats, redete Mose zu den Kindern Israel gemäß allem, was der Herr ihm als Gebot für sie gegeben hatte;

4 nachdem er Sihon, den König der Amoriter, der zu Heschbon wohnte, und Og, den König von Baschan, der zu Astaroth in Edrei wohnte, getötet hatte;

5 Auf dieser Seite des Jordan, im Land Moab, fing Mose an, dieses Gesetz zu verkünden, indem er sprach:

6 Der Herr, unser Gott, hat am Horeb zu uns geredet und gesagt: Ihr habt lange genug auf diesem Berge gewohnt;

7 Kehrt um und macht euch auf den Weg und geht zum Berg der Amoriter und zu allen Orten in der Nähe davon, in der Ebene, in den Bergen und im Tal und im Süden und am Meer das Land der Kanaaniter und bis zum Libanon, bis zum großen Strom, dem Strom Euphrat.

8 Siehe, ich habe das Land vor dich gestellt; Geh hinein und nimm das Land in Besitz, das der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen und ihren Nachkommen zu geben.

9 Und ich habe damals zu euch gesprochen und gesagt: Ich kann euch nicht allein tragen;

10 Der Herr, euer Gott, hat euch vervielfacht, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels vor lauter Menge.

11 (Der Herr, der Gott eurer Väter, mache euch tausendmal mehr, als ihr seid, und segnet euch, wie er euch verheißen hat!)

12 Wie kann ich allein deine Last und deine Last und deinen Streit tragen?

13 Nehmt euch weise und verständige und bekannte Männer in euren Stämmen, und ich werde sie zu Herrschern über euch machen.

14 Und ihr habt mir geantwortet und gesagt: Das, was du geredet hast, ist gut für uns.

15 Also nahm ich die Häupter eurer Stämme, Weise und Bekannte, und machte sie zu Häuptern über euch, zu Obersten über tausend und zu Obersten über hundert und zu Obersten über fünfzig und zu Obersten über zehn und zu Obersten unter euren Stämmen.

16 Und ich befahl damals euren Richtern und sprach: Hört die Rechtsstreitigkeiten zwischen euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem jeden und seinem Bruder und dem Fremdling, der bei ihm ist.

17 Ihr sollt niemanden achten im Gericht; aber ihr werdet sowohl die Kleinen als auch die Großen hören; ihr sollt euch nicht vor dem Angesicht der Menschen fürchten; denn das Gericht ist Gottes; und die Sache, die dir zu schwer ist, bring sie zu mir, und ich will sie hören.

18 Und ich habe euch damals alles geboten, was ihr tun sollt.

19 Und als wir den Horeb verließen, gingen wir durch die ganze große und schreckliche Wildnis, die ihr am Weg des Berges der Amoriter gesehen habt, wie der Herr, unser Gott, uns geboten hat; und wir kamen nach Kadesch-Barnea.

20 Und ich sagte euch: Ihr seid zum Berg der Amoriter gekommen, den der Herr, unser Gott, uns geben wird.

21 Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land vor Augen gestellt; Zieh hinauf und nimm es in Besitz, wie der Herr, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat; Fürchte dich nicht, sei auch nicht entmutigt.

22 Und ihr kamt alle zu mir und sagtet: Wir werden Männer vor uns aussenden, und sie sollen uns das Land durchsuchen und uns noch einmal sagen, auf welchem Weg wir hinauf und in welche Städte wir gehen sollen Kommen Sie.

23 Und das Wort gefiel mir gut; und ich nahm zwölf Männer von euch, einen von einem Stamm;

24 Und sie kehrten um und stiegen auf das Gebirge und kamen in das Tal Eschol und durchsuchten es.

25 Und sie nahmen von der Frucht des Landes in ihre Hände und brachten es zu uns hinab und brachten es uns wieder und sagten: Es ist ein gutes Land, das uns der Herr, unser Gott, geben wird.

26 Trotzdem wolltet ihr nicht hinaufziehen, sondern habt euch widersetzt gegen das Gebot des Herrn, eures Gottes;

27 Und ihr habt in euren Zelten gemurrt und gesagt: Weil der Herr uns hasst, hat er uns aus dem Land Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter zu liefern, um uns zu vernichten.

28 Wohin sollen wir hinaufgehen? Unsere Brüder haben unser Herz entmutigt und gesagt: Das Volk ist größer und größer als wir; die Städte sind groß und bis zum Himmel zugemauert; und außerdem haben wir dort die Söhne der Anakim gesehen.

29 Da habe ich zu euch gesagt: Fürchtet euch nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen.

30 Der Herr, dein Gott, der vor dir hergeht, der wird für dich streiten nach allem, was er für dich in Ägypten vor deinen Augen getan hat;

31 Und in der Wüste, wo du gesehen hast, wie dich der Herr, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gegangen seid, bis ihr an diesen Ort gekommen seid.

32 Doch darin glaubtet ihr dem Herrn, eurem Gott, nicht,

33 die vor euch den Weg gegangen sind, um euch einen Ort zu suchen, wo ihr eure Zelte aufschlagen könnt, bei Nacht im Feuer, um euch zu zeigen, welchen Weg ihr gehen sollt, und bei Tag in einer Wolke.

34 Und der Herr hörte die Stimme deiner Worte und wurde zornig und schwor und sprach:

35 Gewiss, keiner von diesen Männern dieser bösen Generation wird das gute Land sehen, das ich geschworen habe, euren Vätern zu geben,

36 Außer Kaleb, dem Sohn Jephunnes; er wird es sehen, und ich werde ihm das Land geben, das er betreten hat, und seinen Kindern, weil er dem Herrn ganz nachgefolgt ist.

37 Auch der Herr zürnte mir um euretwillen und sprach: Auch du sollst nicht hineingehen.

38 Aber Josua, der Sohn Nuns, der vor dir steht, soll dorthin gehen; ermutige ihn; denn er wird es Israel erben.

39 Auch deine Kleinen, von denen du gesagt hast, dass sie Beute sein sollten, und deine Kinder, die zu jener Zeit zwischen Gut und Böse keine Erkenntnis hatten, werden dorthin gehen, und ihnen werde ich es geben, und sie werden es besitzen.

40 Aber was dich betrifft, wende dich um und nimm deine Reise in die Wildnis auf dem Weg des Roten Meeres.

41 Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben gegen den Herrn gesündigt, wir wollen hinaufziehen und kämpfen, wie uns der Herr, unser Gott, befohlen hat. Und als ihr jedem seine Kriegswaffen umgürtet hattet, wart ihr bereit, auf den Hügel zu steigen.

42 Und der Herr sprach zu mir: Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht; denn ich bin nicht unter euch; damit ihr nicht von euren Feinden geschlagen werdet.

43 Also habe ich zu euch geredet; und ihr wolltet nicht hören, sondern widersetzte euch dem Gebot des Herrn und stiegt anmaßend auf den Hügel hinauf.

44 Und die Amoriter, die auf jenem Berg wohnen, zogen gegen dich aus und jagten dich wie die Bienen und vernichteten dich in Seir bis nach Horma.

45 Und ihr kamt zurück und weinte vor dem Herrn; aber der Herr wollte nicht auf deine Stimme hören noch auf dich hören.

46 So verweilt ihr viele Tage in Kadesch, entsprechend der Tage, die ihr dort verweilt.  


KAPITEL 2

Moses Rede ging weiter.

1 Dann kehrten wir um und machten uns auf den Weg durch das Rote Meer in die Wildnis, wie der Herr zu mir geredet hatte; und wir umkreisten den Berg Seir viele Tage.

2 Und der Herr sprach zu mir und sprach:

3 Ihr habt diesen Berg lange genug umrundet; wende dich nach Norden.

4 Und befehle dem Volk und sprich: Ihr sollt die Küste eurer Brüder, der Kinder Esaus, durchziehen, die in Seir wohnen; und sie werden sich vor dir fürchten; Passt daher auf euch auf;

5 Mische dich nicht mit ihnen ein; denn ich werde euch nicht von ihrem Land geben, nein, nicht einmal einen Fußbreit; denn ich habe Esau das Gebirge Seir zum Besitz gegeben.

6 Fleisch sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr esst; und ihr sollt auch Wasser von ihnen für Geld kaufen, damit ihr trinkt.

7 Denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hand; er kennt deinen Gang durch diese große Wildnis; diese vierzig Jahre ist der Herr, dein Gott, mit dir gewesen; dir hat nichts gefehlt.

8 Und als wir an unseren Brüdern, den Kindern Esaus, die in Seir wohnten, vorbeikamen, durch den Weg der Ebene von Elath und von Ezion-Gaber, kehrten wir um und gingen auf dem Weg der Wüste von Moab.

9 Und der Herr sprach zu mir: Beunruhige die Moabiter nicht, und streite nicht mit ihnen im Kampf; denn ich werde dir von ihrem Land nicht zum Besitz geben; denn ich habe Ar den Kindern Lot zum Besitz gegeben.

10 In vergangenen Zeiten wohnten darin die Emim, ein Volk, groß und zahlreich und groß wie die Anakim;

11 die auch als Riesen galten, wie die Anakim; aber die Moabiter nennen sie Emim.

12 Auch die Horim wohnten früher in Seir; aber die Kinder Esaus folgten ihnen nach, als sie sie vor ihnen vernichtet hatten, und wohnten an ihrer Stelle; wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der Herr ihnen gegeben hat.

13 Nun steh auf, sagte ich, und bring dich über den Bach Zered. Und wir gingen über den Bach Zered.

14 Und die Zeit, in der wir von Kadesch-Barnea kamen, bis wir über den Bach Zered kamen, war achtunddreißig Jahre; bis die ganze Generation der Kriegsleute aus dem Heer verwüstet war, wie der Herr ihnen geschworen hatte.

15 Denn die Hand des Herrn war gegen sie, um sie aus dem Heer zu vertilgen, bis sie vertilgt waren.

16 So geschah es, als alle Kriegsleute aus dem Volk verzehrt und tot waren,

17 Dass der Herr zu mir geredet hat, nämlich:

18 Du sollst heute durch Ar ziehen, die Küste von Moab;

19 Und wenn du dich den Kindern Ammon näherst, beunruhige sie nicht und misch dich nicht mit ihnen ein; denn ich werde dir vom Land der Kinder Ammon keinen Besitz geben; denn ich habe es den Kindern Lots zum Besitz gegeben.

20 (Auch das galt als ein Land der Riesen; in alter Zeit wohnten Riesen darin; und die Ammoniter nennen sie Zamzummim;

21 Ein Volk, groß und zahlreich und groß wie die Anakim; aber der Herr hat sie vor ihnen vernichtet; und sie folgten ihnen nach und wohnten an ihrer Stelle;

22 wie er es mit den Kindern Esau tat, die in Seir wohnten, als er die Horim vor ihnen vernichtete; und sie folgten ihnen nach und wohnten an ihrer Stelle bis auf diesen Tag;

23 Und die Avim, die in Hazerim wohnten, ja bis Asa, die Kaphtorim, die aus Kaphtor herauskamen, vernichteten sie und wohnten an ihrer Stelle.)

24 Macht euch auf, macht euch auf den Weg und überquert den Fluss Arnon; siehe, ich habe Sihon, den Amoriter, den König von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben; Fange an, es zu besitzen, und kämpfe mit ihm im Kampf.

25 An diesem Tag werde ich beginnen, die Furcht vor dir und die Furcht vor dir auf die Nationen zu legen, die unter dem ganzen Himmel sind, die von dir hören und zittern und in Angst sein werden deinetwegen.

26 Und ich sandte Boten aus der Wüste Kedemoth zu Sihon, dem König von Heschbon, mit Friedensworten und ließ sagen:

27 Lass mich durch dein Land ziehen; Ich werde die Landstraße entlanggehen, ich werde weder nach rechts noch nach links abbiegen.

28 Fleisch sollst du mir für Geld verkaufen, damit ich esse; und gib mir Wasser für Geld, damit ich trinke; nur ich werde auf meinen Füßen hindurchgehen;

29 (wie die Kinder Esau, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen, mir getan haben;) bis ich über den Jordan ziehen werde in das Land, das der Herr, unser Gott, uns gibt.

30 Aber Sihon, der König von Heschbon, ließ uns nicht an ihm vorbei; denn er hat seinen Geist verhärtet und sein Herz hartnäckig gemacht, damit ihn der Herr, dein Gott, in deine Hand überliefere, wie er es heute getan hat.

31 Und der Herr sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir zu geben; Fang an zu besitzen, damit du sein Land erben kannst.

32 Da zog Sihon gegen uns aus, er und sein ganzes Volk, um bei Jahaz zu kämpfen.

33 Und der Herr, unser Gott, hat ihn vor uns errettet; und wir schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes Volk.

34 Und wir nahmen alle seine Städte zu jener Zeit ein und vernichteten die Männer und die Frauen und die Kleinen jeder Stadt völlig, wir ließen keine übrig;

35 Nur das Vieh haben wir uns zum Raub genommen und die Beute der Städte, die wir genommen haben.

36 Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, und von der Stadt, die am Fluss liegt, bis nach Gilead, war uns keine Stadt zu stark; der Herr, unser Gott, hat uns alles übergeben;

37 Nur in das Land der Kinder Ammon kamst du nicht, noch an irgendeinen Ort am Fluss Jabbok, noch in die Städte in den Bergen, noch zu allem, was der Herr, unser Gott, uns verboten hat.  


KAPITEL 3

Moses Rede endete.

1 Dann kehrten wir um und gingen den Weg hinauf nach Baschan; und Og, der König von Baschan, zog gegen uns aus, er und sein ganzes Volk, um bei Edrei zu kämpfen.

2 Und der Herr sprach zu mir: Fürchte ihn nicht; denn ich werde ihn und sein ganzes Volk und sein Land in deine Hand geben; Und du sollst mit ihm tun wie mit Sihon, dem König der Amoriter, der zu Heschbon wohnte.

3 So gab der Herr, unser Gott, auch Og, den König von Baschan, und sein ganzes Volk in unsere Hand; und wir schlugen ihn, bis ihm nichts mehr übrig blieb.

4 Und wir nahmen alle seine Städte zu jener Zeit, es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht weggenommen hätten, sechzig Städte, die ganze Gegend von Argob, das Königreich von Og in Baschan.

5 Alle diese Städte waren umzäunt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; neben unbefestigten Städten sehr viele.

6 Und wir haben sie völlig vernichtet, wie wir es bei Sihon, dem König von Heschbon, getan haben, indem wir die Männer, Frauen und Kinder jeder Stadt völlig vernichtet haben.

7 Aber alles Vieh und die Beute der Städte nahmen wir uns zum Raub.

8 Und wir nahmen damals aus der Hand der beiden Könige der Amoriter das Land, das diesseits des Jordan war, vom Fluss Arnon bis zum Gebirge Hermon;

9 (welchen Hermon die Sidonier Sirion nennen; und die Amoriter nennen ihn Shenir;)

10 Alle Städte der Ebene und ganz Gilead und ganz Baschan bis Salcha und Edrei, Städte des Königreichs Og in Baschan.

11 Denn nur Og, der König von Baschan, war von den Riesen übriggeblieben; siehe, sein Bettgestell war ein Bettgestell aus Eisen; ist es nicht in Rabbat der Kinder Ammon? neun Ellen war seine Länge und vier Ellen seine Breite, nach der Elle eines Menschen.

12 Und dieses Land, das wir damals besaßen, von Aroer, das am Fluss Arnon liegt, und das halbe Gebirge Gilead und seine Städte, gab ich den Rubenitern und Gaditern.

13 Und den Rest von Gilead und ganz Baschan, das das Königreich Og ist, gab ich dem halben Stamm Manasse; die ganze Gegend von Argob mit ganz Baschan, das Land der Riesen genannt wurde.

14 Jair, der Sohn Manasses, eroberte das ganze Land Argob bis an die Küsten von Geschuri und Maachathi; und nannte sie bis zum heutigen Tag nach seinem eigenen Namen, Bashan-havoth-jair.

15 Und ich gab Machir Gilead.

16 Und den Rubenitern und Gaditern gab ich von Gilead bis zum Fluss Arnon die Hälfte des Tals und die Grenze bis zum Fluss Jabbok, das ist die Grenze der Kinder Ammon;

17 Auch die Ebene und der Jordan und seine Küste, von Kinnereth bis an das Meer der Ebene, bis an das Salzmeer, unter Aschdoth-Pisga, ostwärts.

18 Und ich habe euch damals geboten und gesagt: Der Herr, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen; Bewaffnet sollt ihr vor euren Brüdern, den Kindern Israel, hinübergehen, allen, die zum Kriege gerüstet sind.

19 Aber eure Frauen und eure Kinder und euer Vieh (denn ich weiß, dass ihr viel Vieh habt) sollen in euren Städten wohnen, die ich euch gegeben habe;

20 bis der Herr deinen Brüdern und dir Ruhe gegeben hat und bis sie auch das Land besitzen, das der Herr, dein Gott, ihnen jenseits des Jordan gegeben hat; und dann sollt ihr einem jeden seinen Besitz zurückgeben, den ich euch gegeben habe.

21 Und ich gebot Josua damals und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was der Herr, dein Gott, diesen beiden Königen getan hat; so wird der Herr mit allen Königreichen tun, wohin du ziehst.

22 Ihr sollt sie nicht fürchten; denn der Herr, dein Gott, wird für dich kämpfen.

23 Und ich flehte damals den Herrn an und sprach:

24 Herr, Gott, du hast begonnen, deinem Knecht deine Größe und deine mächtige Hand zu zeigen; denn welcher Gott ist im Himmel oder auf Erden, der nach deinen Werken und nach deiner Macht handeln könnte?

25 Ich bitte dich, lass mich hinübergehen und das gute Land jenseits des Jordan sehen, diesen schönen Berg und den Libanon.

26 Aber der Herr war zornig auf mich um euretwillen und wollte mich nicht hören; und der Herr sprach zu mir: Lass es dir genügen; sprich nicht mehr zu mir von dieser Sache.

27 Steig hinauf auf den Gipfel des Pisga, und hebe deine Augen auf nach Westen und Norden und Süden und Osten und sieh es mit deinen Augen; denn du sollst nicht über diesen Jordan gehen.

28 Aber beauftrage Josua und ermutige ihn und stärke ihn; denn er wird vor diesem Volk hinüberziehen und ihnen das Land als Erbe geben, das du sehen wirst.

29 So blieben wir im Tal gegenüber von Beth-Peor.  


KAPITEL 4

Eine Ermahnung zum Gehorsam – Mose bestimmt die drei Zufluchtsstädte jenseits des Jordan.

1 Nun höre nun, o Israel, auf die Satzungen und auf die Rechte, die ich dich lehre, damit du sie tust, damit du lebst und hineinziehst und das Land einnimmst, das dir der Herr, der Gott deiner Väter, gibt.

2 Dem Wort, das ich euch gebiete, sollt ihr nichts hinzufügen und nichts davon verringern, damit ihr die Gebote des Herrn, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete.

3 Eure Augen haben gesehen, was der Herr wegen Baal-Peor getan hat; denn alle Männer, die Baal-Peor nachfolgten, hat der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte vernichtet.

4 Ihr aber, die ihr an dem Herrn, eurem Gott, festgehalten habt, lebt heute jeder von euch.

5 Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, so wie mir der Herr, mein Gott, geboten hat, dass ihr es tun sollt in dem Land, wohin ihr geht, um es in Besitz zu nehmen.

6 Darum behalte es und tue es; denn das ist deine Weisheit und dein Verstand vor den Nationen, die all diese Satzungen hören und sagen werden: Diese große Nation ist wahrlich ein weises und verständiges Volk.

7 Denn welches Volk ist so groß, zu wem ist Gott so nahe, wie der Herr, unser Gott, in allem, wofür wir ihn anrufen?

8 Und welches Volk ist so groß, das so gerechte Satzungen und Rechte hat wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?

9 Achte nur auf dich selbst und bewahre deine Seele fleißig, damit du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht von deinem Herzen weicht alle Tage deines Lebens; sondern lehre sie deine Söhne und die Söhne deiner Söhne.

10 Besonders an dem Tag, an dem du vor dem Herrn, deinem Gott, am Horeb standest, als der Herr zu mir sprach: Versammle mir das Volk, und ich werde sie meine Worte hören lassen, damit sie lernen, mich zu fürchten alle Tage, die sie werden auf der Erde leben und ihre Kinder lehren.

11 Und ihr kamt näher und stelltet euch unter den Berg; und der Berg brannte mit Feuer bis mitten in den Himmel, mit Finsternis, Wolken und dichter Finsternis.

12 Und der Herr hat zu euch mitten aus dem Feuer geredet; ihr habt die Stimme der Worte gehört, aber kein Gleichnis gesehen; nur ihr habt eine Stimme gehört.

13 Und er verkündete euch seinen Bund, den zu erfüllen er euch geboten hat, nämlich zehn Gebote; und er schrieb sie auf zwei Steintafeln.

14 Und der Herr befahl mir damals, euch Satzungen und Rechte zu lehren, damit ihr sie in dem Land tut, wohin ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen.

15 Nehmt daher gut auf euch acht; denn ihr habt kein Gleichnis gesehen an dem Tag, da der Herr am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch geredet hat;

16 damit ihr euch nicht verderbt und euch ein geschnitztes Bild macht, das Ebenbild irgendeiner Figur, das Abbild eines Mannes oder einer Frau,

17 Das Abbild aller Tiere auf der Erde, das Abbild aller geflügelten Vögel, die in der Luft fliegen.

18 das Abbild von allem, was auf der Erde kriecht, das Abbild von allen Fischen, die in den Wassern unter der Erde sind;

19 Und damit du deine Augen nicht zum Himmel aufhebst, und wenn du die Sonne und den Mond und die Sterne siehst, sogar das ganze Heer des Himmels, sich dazu treiben lasse, sie anzubeten und ihnen zu dienen, was der Herr, dein Gott, hat verteilt auf alle Völker unter dem ganzen Himmel.

20 Der Herr aber hat euch genommen und aus dem eisernen Ofen herausgeführt, nämlich aus Ägypten, damit sie ihm ein Erbvolk seien, wie ihr es heute seid.

21 Außerdem war der Herr zornig auf mich um deinetwillen und schwor, dass ich nicht über den Jordan ziehen und nicht in das gute Land kommen sollte, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbteil gibt;

22 Aber ich muss in diesem Land sterben, ich darf nicht über den Jordan gehen; aber ihr werdet hinüberziehen und dieses gute Land in Besitz nehmen.

23 Hütet euch davor, den Bund des Herrn, eures Gottes, zu vergessen, den er mit euch geschlossen hat, und macht euch ein Bildnis oder ein Abbild dessen, was der Herr, euer Gott, euch verboten hat.

24 Denn der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ja ein eifersüchtiger Gott.

25 Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und lange im Land geblieben bist und dich verderbst und ein Götzenbild oder ein Abbild von irgendetwas machst und Böses tust in den Augen deines Herrn Gott, um ihn zum Zorn zu provozieren;

26 Ich rufe heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch, dass ihr bald völlig aus dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen, umkommen werdet; ihr werdet eure Tage darauf nicht verlängern, sondern werdet völlig vernichtet werden.

27 Und der Herr wird euch unter die Nationen zerstreuen, und ihr werdet unter den Heiden an Zahl gering bleiben, wohin der Herr euch führen wird.

28 Und dort werdet ihr Göttern dienen, das Werk von Menschenhänden, Holz und Stein, die weder sehen noch hören noch essen noch riechen.

29 Wenn du aber von dort aus den Herrn, deinen Gott, suchst, wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchst.

30 Wenn du in Trübsal bist und all diese Dinge über dich kommen, sogar in den Letzten Tagen, wenn du dich zum Herrn, deinem Gott, bekehrst und seiner Stimme gehorchst;

31 (Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott;) er wird dich nicht verlassen, dich nicht verderben noch den Bund deiner Väter vergessen, den er ihnen geschworen hat.

32 Denn frage nun nach den vergangenen Tagen, die vor dir lagen, seit Gott den Menschen auf der Erde erschaffen hat, und frage von einer Seite des Himmels zur anderen, ob es so etwas Großes gegeben hat ist oder hat man so gehört?

33 Haben die Menschen jemals die Stimme Gottes gehört, die mitten aus dem Feuer sprach, wie du es gehört hast, und sind sie am Leben geblieben?

34 Oder hat Gott versucht, hinzugehen und ihm eine Nation aus der Mitte einer anderen Nation zu nehmen, durch Versuchungen, durch Zeichen und durch Wunder und durch Krieg und durch eine starke Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch große Schrecken, nach allem, was der Herr, dein Gott, für dich in Ägypten vor deinen Augen getan hat?

35 Dir wurde es gezeigt, damit du erkennst, dass der Herr Gott ist; außer ihm ist niemand.

36 Aus dem Himmel ließ er dich seine Stimme hören, um dich zu unterweisen; und auf Erden zeigte er dir sein großes Feuer; und du hörtest seine Worte mitten aus dem Feuer.

37 Und weil er deine Väter liebte, erwählte er ihre Nachkommen nach ihnen und führte dich vor seinen Augen mit seiner mächtigen Macht aus Ägypten heraus;

38 Völker vor dir zu vertreiben, die größer und mächtiger sind als du, dich einzuführen, dir ihr Land zum Erbteil zu geben, wie es heute ist.

39 Darum erkenne heute und bedenke es in deinem Herzen, dass der Herr Gott ist oben im Himmel und unten auf der Erde; es gibt keinen anderen.

40 Darum sollst du seine Satzungen und seine Gebote halten, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht und du lange lebst auf Erden, die der Herr, dein Gott, hat gibt dir für immer.

41 Dann trennte Mose drei Städte diesseits des Jordan gegen Sonnenaufgang;

42 Dass der Totschläger dorthin fliehen könnte, der seinen Nächsten unversehens töten würde und ihn in vergangenen Zeiten nicht hasste; und dass er auf der Flucht in eine dieser Städte leben könnte;

43 Nämlich Bezer in der Wüste, in der Ebene, der Rubeniter; und Ramoth in Gilead von den Gaditern; und Golan in Baschan, der Manassiten.

44 Und dies ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte;

45 Dies sind die Zeugnisse und Satzungen und Rechte, die Mose zu den Kindern Israel geredet hat, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren.

46 Diesseits des Jordan, im Tal gegenüber von Beth-Peor, im Land Sihons, des Königs der Amoriter, der in Heschbon wohnte, den Mose und die Kinder Israel schlugen, nachdem du aus Ägypten gezogen warst;

47 Und sie nahmen sein Land ein und das Land Ogs, des Königs von Baschan, zweier Könige der Amoriter, die gegen Sonnenaufgang diesseits des Jordan waren;

48 Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, bis zum Gebirge Sion, das Hermon ist,

49 Und die ganze Ebene diesseits des Jordan gegen Osten, bis an das Meer der Ebene, unter den Quellen von Pisga.  


KAPITEL 5

Der Bund am Horeb – Die zehn Gebote – Mose empfängt das Gesetz.

1 Und Mose rief ganz Israel und sprach zu ihnen: Hört, Israel, die Satzungen und Vorschriften, die ich euch heute zu Ohren rede, damit ihr sie lernt und haltet und tut.

2 Der Herr, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen.

3 Der Herr hat diesen Bund nicht mit unseren Vätern geschlossen, sondern mit uns, sogar mit uns, die wir heute alle hier am Leben sind.

4 Der Herr hat von Angesicht zu Angesicht auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit dir geredet,

5 (Ich stand damals zwischen dem Herrn und euch, um euch das Wort des Herrn zu zeigen; denn ihr hattet Angst vor dem Feuer und stiegt nicht auf den Berg) und sprach:

6 Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, geführt hat.

7 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

8 Du sollst dir kein Bildnis machen noch irgendein Abbild von irgendetwas, das oben im Himmel oder unten auf der Erde oder in den Wassern unter der Erde ist;

9 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Missetat der Väter an den Kindern heimsucht bis zur dritten und vierten Generation unter denen, die mich hassen,

10 und erbarme dich Tausenden von denen, die mich lieben und meine Gebote halten.

11 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht schuldlos lassen, der seinen Namen missbraucht.

12 Halte den Sabbattag, um ihn zu heiligen, wie der Herr, dein Gott, dir geboten hat.

13 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun;

14 Aber der siebte Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; Darin sollst du keine Arbeit tun, du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Rind, noch dein Esel, noch irgendetwas von deinem Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist; dass dein Knecht und deine Magd so gut ruhen wie du.

15 Und denk daran, dass du ein Knecht im Land Ägypten warst und dass der Herr, dein Gott, dich von dort mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm herausgeführt hat; darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, den Sabbattag zu halten.

16 Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat; damit deine Tage verlängert werden und es dir gut geht in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

17 Du sollst nicht töten.

18 Du sollst auch nicht die Ehe brechen.

19 Du sollst auch nicht stehlen.

20 Auch sollst du gegen deinen Nächsten kein falsches Zeugnis ablegen.

21 Du sollst auch nicht die Frau deines Nächsten begehren, noch sollst du das Haus deines Nächsten begehren, seinen Acker oder seinen Knecht oder seine Magd, seinen Ochsen oder seinen Esel oder irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

22 Diese Worte sprach der Herr zu deiner ganzen Versammlung auf dem Berg mitten aus dem Feuer, aus der Wolke und aus der dichten Finsternis mit großer Stimme; und er fügte nichts mehr hinzu. Und er schrieb sie auf zwei Steintafeln und übergab sie mir.

23 Und es begab sich: Als ihr die Stimme aus der Mitte der Dunkelheit hörtet (denn der Berg brannte mit Feuer), da kamt ihr zu mir, nämlich alle Häupter eurer Stämme und eure Ältesten;

24 Und ihr sagtet: Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe gezeigt, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört; Wir haben heute gesehen, dass Gott mit den Menschen spricht und er lebt.

25 Warum sollen wir nun sterben? denn dieses große Feuer wird uns verzehren; Wenn wir die Stimme des Herrn, unseres Gottes, noch hören, werden wir sterben.

26 Denn wer von allem Fleisch hat die Stimme des lebendigen Gottes gehört, die mitten aus dem Feuer gesprochen hat, wie wir, und gelebt hat?

27 Tritt näher und höre alles, was der Herr, unser Gott, sagen wird; und rede zu uns alles, was der Herr, unser Gott, zu dir reden wird; und wir werden es hören und es tun.

28 Und der Herr hörte die Stimme deiner Worte, als du zu mir redest; und der Herr sprach zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehört, die sie zu dir geredet haben; sie haben alles, was sie gesprochen haben, gut gesagt.

29 O wäre doch ein solches Herz in ihnen, dass sie mich fürchten und alle meine Gebote immer halten würden, damit es ihnen und ihren Kindern wohl gehe für immer!

30 Geht zu ihnen und sagt: Geht wieder in eure Zelte!

31 Aber was dich betrifft, steh hier bei mir, und ich werde dir alle Gebote und Satzungen und Rechte sagen, die du sie lehren sollst, damit sie sie in dem Land tun, das ich ihnen zum Besitz gebe es.

32 Darum sollt ihr tun, was euch der Herr, euer Gott, geboten hat; ihr sollt nicht zur Rechten oder zur Linken abbiegen.

33 Ihr sollt auf allen Wegen wandeln, die euch der Herr, euer Gott, geboten hat, damit ihr lebt und es euch gut geht und ihr eure Tage verlängert in dem Land, das ihr in Besitz nehmen werdet.  


KAPITEL 6

Das Ende des Gesetzes ist Gehorsam – Eine Ermahnung dazu.

1 Dies sind nun die Gebote, Satzungen und Rechte, die der Herr, euer Gott, euch zu lehren geboten hat, damit ihr sie tut in dem Land, wohin ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen;

2 damit du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du alle seine Satzungen und seine Gebote hältst, die ich dir gebiete, du und dein Sohn und der Sohn deines Sohnes alle Tage deines Lebens; und dass deine Tage verlängert werden.

3 Darum höre, Israel, und achte darauf, es zu tun; damit es dir wohl gehe und du stark wachse, wie der Herr, der Gott deiner Väter, dir verheißen hat in dem Land, das von Milch und Honig fließt.

4 Höre, Israel! Der Herr, unser Gott, ist ein Herr;

5 Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deiner Kraft.

6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein;

7 Und du sollst sie deinen Kindern eifrig lehren und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du unterwegs bist, und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.

8 Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen ein Stirnband sein zwischen deinen Augen.

9 und schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und auf deine Tore.

10 Und wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land gebracht hat, das er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dir große und schöne Städte zu geben, die du nicht gebaut hast,

11 und Häuser voll aller guten Dinge, die du nicht gefüllt hast, und Brunnen gegraben, die du nicht gegraben hast, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast; wenn du gegessen hast und satt bist;

12 So hüte dich, den Herrn zu vergessen, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, geführt hat.

13 Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören.

14 Ihr sollt nicht anderen Göttern nachlaufen, von den Göttern der Völker, die um euch her sind;

15 (Denn der Herr, dein Gott, ist ein eifersüchtiger Gott unter euch;) damit der Zorn des Herrn, deines Gottes, nicht gegen dich entbrennt und dich vom Antlitz der Erde vertilgt.

16 Ihr sollt den Herrn, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versucht habt in Massa.

17 Die Gebote des Herrn, eures Gottes, und seine Zeugnisse und Satzungen, die er euch geboten hat, sollt ihr eifrig halten.

18 Und du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen des Herrn; damit es dir gut gehe und du hineinziehst und das gute Land in Besitz nimmst, das der Herr deinen Vätern geschworen hat.

19 um alle deine Feinde vor dir zu vertreiben, wie der Herr geredet hat.

20 Und wenn dich dein Sohn einst fragt und sagt: Was bedeuten die Zeugnisse und Satzungen und Rechte, die dir der Herr, unser Gott, geboten hat?

21 Dann sollst du zu deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten; und der Herr hat uns mit starker Hand aus Ägypten geführt;

22 Und der Herr tat große und schlimme Zeichen und Wunder an Ägypten, am Pharao und an seinem ganzen Haus vor unseren Augen;

23 Und er führte uns von dort heraus, um uns hineinzubringen, um uns das Land zu geben, das er unseren Vätern geschworen hat.

24 Und der Herr hat uns geboten, alle diese Satzungen zu tun, den Herrn, unseren Gott, zu fürchten allezeit zu unserem Besten, damit er uns am Leben erhält, wie es heute ist.

25 Und es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten, alle diese Gebote vor dem Herrn, unserem Gott, zu tun, wie er uns geboten hat.  


KAPITEL 7

Jede Gemeinschaft mit den Nationen verboten.

1 Wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land bringen wird, in das du ziehen wirst, um es in Besitz zu nehmen, und viele Nationen vor dir vertrieben hat, die Hethiter und die Girgashiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hiviter und die Jebusiter, sieben Nationen, größer und mächtiger als du;

2 und wenn der Herr, dein Gott, sie vor dir erretten wird; du wirst sie schlagen und sie völlig vernichten; du sollst keinen Bund mit ihnen schließen noch ihnen Barmherzigkeit erweisen;

3 Du sollst dich auch nicht mit ihnen verheiraten; deine Tochter sollst du seinem Sohn nicht geben, und seine Tochter sollst du deinem Sohn nicht nehmen.

4 Denn sie werden deinen Sohn davon abbringen, mir zu folgen, damit sie anderen Göttern dienen können; so wird der Zorn des Herrn gegen dich entflammen und dich plötzlich vernichten.

5 Aber so sollt ihr mit ihnen verfahren; ihr sollt ihre Altäre zerstören und ihre Bilder zerbrechen und ihre Haine abholzen und ihre geschnitzten Bilder mit Feuer verbrennen.

6 Denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott; Der Herr, dein Gott, hat dich erwählt, ein besonderes Volk für sich selbst zu sein, über allen Völkern, die auf Erden sind.

7 Der Herr hat euch nicht liebgewonnen und euch nicht erwählt, weil ihr an Zahl mehr wart als alle Völker; denn ihr wart die Geringsten unter allen Menschen;

8 Aber weil der Herr dich liebte und weil er den Eid halten wollte, den er deinen Vätern geschworen hatte, hat der Herr dich mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechte, aus der Hand des Königs Pharao von Ägypten.

9 So wisse nun, dass der Herr, dein Gott, Gott ist, der treue Gott, der Bund und Barmherzigkeit hält mit denen, die ihn lieben und seine Gebote halten auf tausend Generationen;

10 und vergeltet denen, die ihn hassen, ins Angesicht, um sie zu vernichten; wer ihn hasst, dem wird er nicht nachgeben, er wird es ihm ins Angesicht heimzahlen.

11 Darum sollst du die Gebote und Satzungen und Rechte halten, die ich dir heute gebiete, sie zu tun.

12 Darum wird es geschehen, wenn ihr auf diese Gerichte hört und sie haltet und tut, wird der Herr, euer Gott, euch den Bund und die Barmherzigkeit bewahren, die er euren Vätern geschworen hat;

13 Und er wird dich lieben und dich segnen und dich mehren; auch die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Wein und dein Öl, den Wurf deiner Kühe und die Herden deiner Schafe wird er segnen in dem Land, das er deinen Vätern geschworen hat dir zu geben.

14 Gesegnet seist du vor allen Völkern; es soll unter euch und unter eurem Vieh kein unfruchtbares Männchen oder Weibchen geben.

15 Und der Herr wird von dir alle Krankheiten hinwegnehmen und wird dir keine der bösen Seuchen Ägyptens auferlegen, die du kennst; sondern wird sie auf alle legen, die dich hassen.

16 Und du wirst alles Volk vertilgen, das dir der Herr, dein Gott, erretten wird; dein Auge wird sich ihrer nicht erbarmen; auch sollst du nicht ihren Göttern dienen; denn das wird dir ein Fallstrick sein.

17 Wenn du in deinem Herzen sagen wirst: Diese Nationen sind mehr als ich; wie kann ich sie enteignen?

18 Du sollst dich nicht vor ihnen fürchten; sondern gedenke dessen, was der Herr, dein Gott, dem Pharao und ganz Ägypten getan hat;

19 die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, und die Zeichen und Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, wodurch der Herr, dein Gott, dich herausgeführt hat; so wird der Herr, dein Gott, mit allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest.

20 Auch wird der Herr, dein Gott, die Hornisse unter sie senden, bis die Übriggebliebenen, die sich vor dir verbergen, vertilgt sind.

21 Du sollst dich nicht vor ihnen fürchten; denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein mächtiger und schrecklicher Gott.

22 Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir vertreiben; du darfst sie nicht auf einmal verzehren, damit die wilden Tiere des Feldes nicht über dich kommen.

23 Aber der Herr, dein Gott, wird sie dir übergeben und sie mit gewaltiger Vernichtung vernichten, bis sie vernichtet sind.

24 Und er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihren Namen unter dem Himmel vertilgen; Niemand wird vor dir bestehen können, bis du sie vernichtet hast.

25 Die geschnitzten Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen; du sollst das Silber oder Gold, das darin ist, nicht begehren, noch sollst du es dir nehmen, damit du nicht darin verstrickt wirst; denn es ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel.

26 Du sollst auch keinen Greuel in dein Haus bringen, damit du nicht so ein verfluchtes Ding wirst; aber du wirst es äußerst verabscheuen, und du wirst es äußerst verabscheuen; denn es ist ein verfluchtes Ding.  


KAPITEL 8

Eine Ermahnung zum Gehorsam.

1 Alle Gebote, die ich euch heute gebiete, sollt ihr halten, damit ihr lebt und euch mehrt und einzieht und das Land einnehmt, das der Herr euren Vätern geschworen hat.

2 Und du sollst all den Weg gedenken, den der Herr, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wildnis geführt hat, um dich zu demütigen und dich zu prüfen, um zu wissen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

3 Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Manna, das du nicht kanntest und deine Väter auch nicht kannten; damit er dich wissen lasse, dass der Mensch nicht nur vom Brot lebt, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund des Herrn hervorgeht, lebt der Mensch.

4 Deine Kleider sind dir nicht alt geworden, und dein Fuß ist nicht geschwollen in diesen vierzig Jahren.

5 Du sollst auch in deinem Herzen bedenken, dass der Herr, dein Gott, dich züchtigt, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt.

6 Darum sollst du die Gebote des Herrn, deines Gottes, halten, auf seinen Wegen wandeln und ihn fürchten.

7 Denn der Herr, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land der Wasserbäche, der Quellen und Tiefen, die aus Tälern und Hügeln entspringen;

8 Ein Land des Weizens und der Gerste und der Reben und der Feigenbäume und der Granatäpfel; ein Land von Öloliven und Honig;

9 Ein Land, in dem du ohne Mangel Brot essen wirst, in dem es dir an nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine aus Eisen sind und aus dessen Hügeln du Erz graben kannst.

10 Wenn du gegessen hast und satt bist, dann sollst du den Herrn, deinen Gott, preisen für das gute Land, das er dir gegeben hat.

11 Hüte dich, dass du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, indem du seine Gebote und seine Rechte und seine Satzungen nicht hältst, die ich dir heute gebiete;

12 Wenn du nicht gegessen hast und satt bist und schöne Häuser baust und darin wohnst;

13 Und wenn sich deine Rinder und Schafe mehren und dein Silber und dein Gold sich mehren und alles, was du hast, sich mehrt;

14 Dann erhebe dich dein Herz und vergiss den Herrn, deinen Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, geführt hat;

15 der dich durch diese große und schreckliche Wildnis geführt hat, in der feurige Schlangen und Skorpione und Dürre waren, wo es kein Wasser gab; der dir Wasser aus dem Feuersteinfelsen brachte;

16 der dich in der Wildnis mit Manna gespeist hat, das deine Väter nicht kannten, um dich zu demütigen und um dich zu prüfen, dir am Ende Gutes zu tun;

17 Und du sprichst in deinem Herzen: Meine Kraft und die Kraft meiner Hand hat mir diesen Reichtum verschafft.

18 Aber du sollst des Herrn, deines Gottes, gedenken; denn er ist es, der dir Macht gibt, Reichtum zu erlangen, damit er seinen Bund erfülle, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.

19 Und es soll geschehen, wenn du den Herrn, deinen Gott, vergisst und anderen Göttern nachläufst und ihnen dienst und sie anbetest, so bezeuge ich heute gegen dich, dass du gewiss zugrunde gehen wirst.

20 Wie die Nationen, die der Herr vor eurem Angesicht vernichtet, so werdet ihr umkommen; denn ihr wolltet der Stimme des Herrn, eures Gottes, nicht gehorchen.  


KAPITEL 9

Mose wiederholt ihre Rebellionen.   

1 Höre, Israel; Du wirst heute über den Jordan gehen, um hineinzuziehen, um Nationen zu besitzen, die größer und mächtiger sind als du selbst, große Städte, die bis zum Himmel eingezäunt sind,

2 Ein großes und hochgewachsenes Volk, die Kinder der Anakim, die du kennst und von denen du sagen gehört hast: Wer kann vor den Kindern der Anak bestehen!

3 So erkenne heute, dass der Herr, dein Gott, der ist, der vor dir hinüberzieht; wie ein verzehrendes Feuer wird er sie vernichten und sie vor deinem Angesicht niederreißen; so sollst du sie austreiben und schnell vernichten, wie der Herr zu dir geredet hat.

4 Rede nicht in deinem Herzen, nachdem der Herr, dein Gott, sie vor dir vertrieben hat und sprich: Um meiner Gerechtigkeit willen hat mich der Herr hereingebracht, dieses Land in Besitz zu nehmen; aber wegen der Bosheit dieser Nationen vertreibt der Herr sie vor dir.

5 Nicht wegen deiner Gerechtigkeit oder deines aufrichtigen Herzens ziehst du aus, um ihr Land in Besitz zu nehmen; Aber wegen der Bosheit dieser Nationen vertreibt der Herr, dein Gott, sie vor dir, damit er das Wort erfülle, das der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.

6 So verstehe nun, dass der Herr, dein Gott, dir dieses gute Land nicht gibt, damit du es um deiner Gerechtigkeit willen in Besitz nimmst; denn du bist ein halsstarriges Volk.

7 Denk daran und vergiss nicht, wie du den Herrn, deinen Gott, in der Wüste zum Zorn erregt hast; Von dem Tag an, da ihr aus dem Land Ägypten gezogen seid, bis zu eurer Ankunft an diesem Ort seid ihr widerspenstig gegen den Herrn gewesen.

8 Auch am Horeb habt ihr den Herrn erzürnt, sodass der Herr zornig auf euch war, euch vernichtet zu haben.

9 Als ich auf den Berg stieg, um die Steintafeln zu empfangen, nämlich die Tafeln des Bundes, den der Herr mit euch gemacht hat, da blieb ich vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg; Ich habe weder Brot gegessen noch Wasser getrunken;

10 Und der Herr übergab mir zwei steinerne Tafeln, die mit dem Finger Gottes beschrieben waren; und darauf war geschrieben nach allen Worten, die der Herr mit euch geredet hat auf dem Berge mitten aus dem Feuer am Tag der Versammlung.

11 Und es begab sich: Am Ende von vierzig Tagen und vierzig Nächten gab mir der Herr die beiden steinernen Tafeln, nämlich die Tafeln des Bundes.

12 Und der Herr sprach zu mir: Steh auf, komm schnell von hier herunter; denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat sich verdorben; sie werden schnell von dem Weg abgebracht, den ich ihnen befohlen habe; sie haben sie zu einem geschmolzenen Bild gemacht.

13 Weiter sprach der Herr zu mir und sprach: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk.

14 Lass mich in Ruhe, damit ich sie vertilge und ihren Namen unter dem Himmel auslösche; und ich werde aus dir ein Volk machen, das mächtiger und größer ist als sie.

15 Da wandte ich mich um und stieg vom Berg herab, und der Berg brannte mit Feuer; und die zwei Tafeln des Bundes waren in meinen zwei Händen.

16 Und ich sah, und siehe, ihr hattet gegen den Herrn, euren Gott, gesündigt und euch zu einem gegossenen Kalb gemacht; ihr wart schnell von dem Weg abgewichen, den der Herr euch geboten hatte.

17 Und ich nahm die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden Händen und zerbrach sie vor deinen Augen.

18 Und ich fiel vor dem Herrn nieder, wie in den ersten vierzig Tagen und vierzig Nächten; Ich habe weder Brot gegessen noch Wasser getrunken wegen all eurer Sünden, die ihr begangen habt, indem ihr Böses tatet in den Augen des Herrn, um ihn zu erzürnen.

19 Denn ich fürchtete den Zorn und den heißen Zorn, womit der Herr gegen dich zornig war, dich zu vernichten. Aber der Herr hat auch damals auf mich gehört.

20 Und der Herr war sehr zornig auf Aaron, weil er ihn vernichtet hatte; und ich betete auch gleichzeitig für Aaron.

21 Und ich nahm eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, und verbrannte es mit Feuer und stampfte es und zerstampfte es sehr klein, bis es so klein war wie Staub; und ich warf seinen Staub in den Bach, der vom Berg herabkam.

22 Und in Tabera und Massa und in Kibroth-Hattaawa habt ihr den Herrn zum Zorn erregt.

23 Desgleichen, als der Herr dich von Kadesch-Barnea sandte und sprach: Zieh hinauf und nimm das Land in Besitz, das ich dir gegeben habe! da seid ihr widerspenstig gegen das Gebot des Herrn, eures Gottes, und habt ihm nicht geglaubt und seiner Stimme nicht gehorcht.

24 Ihr seid widerspenstig gegen den Herrn seit ich euch kannte.

25 So fiel ich nieder vor dem Herrn vierzig Tage und vierzig Nächte, wie ich am Anfang niedergefallen war; weil der Herr gesagt hatte, er würde dich vernichten.

26 Darum betete ich zum Herrn und sprach: Herr, Gott, zerstöre nicht dein Volk und dein Erbe, das du erlöst hast durch deine Größe, das du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast.

27 Denk an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob; schau nicht auf den Eigensinn dieses Volkes, noch auf seine Bosheit, noch auf seine Sünde;

28 Damit das Land, aus dem du uns geführt hast, nicht sagt: Weil der Herr sie nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen verheißen hat, und weil er sie hasst, hat er sie herausgeführt, um sie in der Wüste zu töten.

29 Aber sie sind dein Volk und dein Erbe, die du mit deiner Macht und mit deinem ausgestreckten Arm herausgebracht hast.  


KAPITEL 10

Moses Probe ging weiter – Eine Ermahnung zum Gehorsam.     

1 Zu jener Zeit sprach der Herr zu mir: Haue dir zwei weitere steinerne Tafeln gleich der ersten und komm zu mir auf den Berg herauf und mache dir eine Lade aus Holz.

2 Und ich werde die Worte auf die Tafeln schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast, außer den Worten des ewigen Bundes der heiligen Priesterschaft, und du sollst sie in die Lade legen.

3 Und ich machte eine Arche aus Akazienholz und behaue zwei steinerne Tafeln wie die ersten und stieg auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meiner Hand.

4 Und er schrieb auf die Tafeln gemäß der ersten Schrift die zehn Gebote, die der Herr zu euch gesprochen hatte auf dem Berg mitten aus dem Feuer am Tag der Versammlung; und der Herr hat sie mir gegeben.

5 Und ich wandte mich um und stieg vom Berg herab und stellte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und da sind sie, wie mir der Herr befohlen hat.

6 Und die Kinder Israel machten sich auf den Weg von Beerot der Kinder Jaakan nach Mosera; dort starb Aaron, und dort wurde er begraben; und Eleasar, sein Sohn, diente an seiner Stelle im Priesteramt.

7 Von dort zogen sie nach Gudgodah; und von Gudgodah bis Jotbath, ein Land mit Wasserbächen.

8 Zu jener Zeit sonderte der Herr den Stamm Levi ab, damit er die Lade des Bundes des Herrn trage und vor dem Herrn stehe, um ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.

9 Darum hat Levi kein Teil noch Erbe mit seinen Brüdern; der Herr ist sein Erbe, wie ihm der Herr, dein Gott, verheißen hat.

10 Und ich blieb auf dem Berg nach der ersten Zeit vierzig Tage und vierzig Nächte; und der Herr hat auch damals auf mich gehört, und der Herr wollte dich nicht vernichten.

11 Und der Herr sprach zu mir: Mache dich auf, ziehe vor dem Volk her, damit sie hineinziehen und das Land in Besitz nehmen, das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu geben.

12 Und nun, Israel, was verlangt der Herr, dein Gott, von dir, als den Herrn, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu lieben und dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und mit allem zu dienen? deine Seele,

13 Die Gebote des Herrn und seine Satzungen zu halten, die ich dir heute gebiete, zu deinem Besten?

14 Siehe, der Himmel und die Himmel der Himmel ist des Herrn, dein Gott, auch die Erde mit allem, was darauf ist.

15 Nur der Herr hatte ein Wohlgefallen an deinen Vätern, sie zu lieben, und er hat ihre Nachkommen nach ihnen erwählt, auch dich vor allen Menschen, wie es heute der Fall ist.

16 Beschneide nun die Vorhaut deines Herzens und sei nicht mehr halsstarrig.

17 Denn der Herr, dein Gott, ist ein Gott der Götter und ein Herr der Herren, ein großer Gott, ein mächtiger und ein schrecklicher, der sich nicht um Personen kümmert und keinen Lohn nimmt;

18 Er vollzieht das Gericht der Waisen und Witwen und liebt den Fremden, indem er ihm Speise und Kleidung gibt.

19 Liebet also den Fremden; denn ihr wart Fremdlinge im Land Ägypten.

20 Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten; ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwören.

21 Er ist dein Lob und dein Gott, der all diese großen und schrecklichen Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.

22 Deine Väter zogen mit sechzig und zehn Personen nach Ägypten hinab; und nun hat dich der Herr, dein Gott, für viele zu Sternen am Himmel gemacht.  


KAPITEL 11

Eine Ermahnung zum Gehorsam – Ein sorgfältiges Studium der Worte Gottes, die geboten sind – Der Segen und der Fluch.

1 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben und seine Rechte und seine Satzungen und seine Rechte und seine Gebote allezeit halten.

2 Und kennt diesen Tag; denn ich rede nicht mit deinen Kindern, die nicht erkannt und die Züchtigung des Herrn, deines Gottes, seine Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm nicht gesehen haben,

3 und seine Wundertaten und seine Taten, die er mitten in Ägypten an dem Pharao, dem König von Ägypten, und an seinem ganzen Land getan hat;

4 und was er dem Heer Ägyptens getan hat, ihren Pferden und ihren Streitwagen; wie er sie überflutete, als sie euch nachjagten, und wie der Herr sie vernichtet hat bis auf diesen Tag;

5 und was er euch in der Wildnis getan hat, bis ihr an diesen Ort gekommen seid;

6 und was er Datan und Abiram, den Söhnen Eliabs, des Sohnes Rubens, tat; wie die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang und ihre Wohnungen und ihre Zelte und all ihre Habe, die sie besaßen, mitten in ganz Israel;

7 Aber eure Augen haben alle großen Taten des Herrn gesehen, die er getan hat.

8 Darum sollt ihr alle Gebote halten, die ich euch heute gebiete, damit ihr stark seid und hineinzieht und das Land einnehmt, wohin ihr geht, um es einzunehmen;

9 und damit ihr eure Tage in dem Land verlängert, das der Herr euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihren Nachkommen zu geben, einem Land, das von Milch und Honig fließt.

10 Denn das Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, aus dem du ausgezogen bist, wo du deinen Samen gesät und es mit deinem Fuß begossen hast, wie ein Kräutergarten;

11 Aber das Land, wohin ihr geht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land der Hügel und Täler und trinkt Wasser des Regens des Himmels;

12 ein Land, das dem Herrn, deinem Gott, am Herzen liegt; die Augen des Herrn, deines Gottes, sind immer darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.

13 Und es wird geschehen, wenn ihr eifrig auf meine Gebote hört, die ich euch heute gebiete, den Herrn, euren Gott, zu lieben und ihm von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dienen,

14 damit ich dir den Regen deines Landes zur rechten Zeit gebe, den ersten Regen und den späten Regen, damit du dein Korn und deinen Wein und dein Öl einsammeln kannst.

15 Und ich schicke Gras auf deine Felder für dein Vieh, damit du isst und satt wirst.

16 Seht zu, dass euer Herz nicht getäuscht wird und ihr euch abwendet und anderen Göttern dient und sie anbetet;

17 Und dann entbrannte der Zorn des Herrn gegen dich, und er verschloss den Himmel, dass es nicht regne und das Land seine Frucht nicht bringe; und damit ihr nicht schnell umkommt von dem guten Land, das der Herr euch gibt.

18 Darum sollt ihr diese meine Worte in euer Herz und in eure Seele aufnehmen und sie zum Zeichen auf eure Hand binden, dass sie wie ein Stirnband zwischen euren Augen seien.

19 Und ihr sollt sie eure Kinder lehren, indem ihr von ihnen sprecht, wenn ihr in eurem Haus sitzt und wenn ihr unterwegs seid, wenn ihr euch niederlegt und wenn ihr aufsteht.

20 und schreibe sie an die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore;

21 damit sich deine Tage vermehren und die Tage deiner Kinder in dem Land, das der Herr deinen Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels auf Erden.

22 Denn wenn ihr alle diese Gebote, die ich euch gebiete, eifrig haltet, sie zu tun, den Herrn, euren Gott, zu lieben, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihm anzuhangen;

23 Dann wird der Herr alle diese Nationen vor euch vertreiben, und ihr werdet größere Nationen besitzen und mächtiger sein als ihr selbst.

24 Jeder Ort, den eure Fußsohlen betreten, soll euer sein; von der Wüste und dem Libanon, vom Strom, dem Strom Euphrat, bis zum äußersten Meer soll deine Küste sein.

25 Kein Mensch wird vor dir bestehen können; denn der Herr, euer Gott, wird Furcht vor euch und Furcht vor euch auf das ganze Land legen, das ihr betreten werdet, wie er zu euch geredet hat.

26 Siehe, ich lege euch heute einen Segen und einen Fluch vor;

27 Ein Segen, wenn ihr die Gebote des Herrn, eures Gottes, befolgt, die ich euch heute gebiete;

28 Und ein Fluch, wenn ihr die Gebote des Herrn, eures Gottes, nicht befolgt, sondern von dem Weg abweicht, den ich euch heute gebiete, um anderen Göttern nachzulaufen, die ihr nicht kennt.

29 Und es wird geschehen, wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land gebracht hat, in das du ziehen wirst, um es in Besitz zu nehmen, wirst du den Segen auf den Berg Garizim legen und den Fluch auf den Berg Ebal.

30 Sind sie nicht jenseits des Jordan, am Weg, wo die Sonne untergeht, im Land der Kanaaniter, die im Champaign gegenüber von Gilgal wohnen, neben den Ebenen von Moreh?

31 Denn ihr werdet über den Jordan gehen, um hineinzuziehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das euch der Herr, euer Gott, gibt, und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.

32 Und ihr sollt darauf achten, alle Satzungen und Urteile zu tun, die ich euch heute vorlege.  


KAPITEL 12

Götzendienst verboten – Der Ort des Dienstes Gottes ist zu wahren – Blut ist verboten – Der Levit darf nicht verlassen werden.

1 Dies sind die Satzungen und Rechte, die ihr in dem Land zu tun habt, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch zum Besitz gibt, alle Tage, die ihr auf Erden lebt.

2 Ihr werdet alle Orte, auf den hohen Bergen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum, völlig zerstören, wo die Nationen, die ihr besitzen werdet, ihren Göttern gedient haben;

3 Und ihr werdet ihre Altäre umstürzen und ihre Säulen zerbrechen und ihre Haine mit Feuer verbrennen; und ihr sollt die geschnitzten Bilder ihrer Götter niederhauen und ihre Namen von diesem Ort vertilgen.

4 Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr das nicht tun.

5 Aber an den Ort, den der Herr, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, ja, bis zu seiner Wohnung sollt ihr suchen, und dorthin werdet ihr kommen;

6 Und dorthin sollt ihr eure Brandopfer bringen und eure Schlachtopfer und eure Zehnten und Hebopfer eurer Hand und eure Gelübde und eure freiwilligen Opfer und die Erstlinge eurer Rinder und Schafe;

7 Und dort sollt ihr vor dem Herrn, eurem Gott, essen und euch über alles freuen, was ihr und eure Familien mit eurer Hand anfasst, worin der Herr, euer Gott, euch gesegnet hat.

8 Ihr sollt nach allem, was wir heute hier tun, nicht tun, was auch immer ein Mensch in seinen eigenen Augen recht hat.

9 Denn ihr seid noch nicht zur Ruhe gekommen und zum Erbe, das euch der Herr, euer Gott, gibt.

10 Wenn ihr aber über den Jordan zieht und in dem Land wohnt, das euch der Herr, euer Gott, zum Erbe gibt, und wenn er euch Ruhe verschafft vor all euren Feinden ringsumher, damit ihr in Sicherheit wohnt;

11 Dann wird es einen Ort geben, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen; dorthin sollt ihr alles bringen, was ich euch befehle; eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und alle eure erwählten Gelübde, die ihr dem Herrn gelobt;

12 Und ihr sollt euch freuen vor dem Herrn, eurem Gott, ihr und eure Söhne und eure Töchter und eure Knechte und eure Mägde und der Levit, der in euren Toren ist; denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir.

13 Pass auf dich auf, dass du deine Brandopfer nicht an jedem Ort darbringst, den du siehst;

14 Aber an dem Ort, den der Herr in einem deiner Stämme erwählen wird, dort sollst du deine Brandopfer darbringen, und dort sollst du alles tun, was ich dir gebiete.

15 Ungeachtet dessen darfst du Fleisch schlachten und essen in allen deinen Toren, wonach deine Seele verlangt, gemäß dem Segen des Herrn, deines Gottes, den er dir gegeben hat; der Unreine und der Reine dürfen davon essen, wie vom Reh und wie vom Hirsch.

16 Nur das Blut sollt ihr nicht essen; wie Wasser sollt ihr es auf die Erde gießen.

17 Du darfst in deinen Toren nicht essen den Zehnten deines Getreides oder Weins oder Öls oder die Erstlinge deines Viehs oder deiner Herde, noch irgendetwas von deinen Gelübden, die du gelobt hast, noch deine freiwilligen Gaben oder Heb das Opfer deiner Hand;

18 sondern du sollst sie vor dem Herrn, deinem Gott, essen an dem Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, der in deinen Toren ist; und du wirst dich freuen vor dem Herrn, deinem Gott, über alles, was du mit deinen Händen machst.

19 Pass auf dich auf, dass du den Leviten nicht verlässt, solange du auf der Erde lebst.

20 Wenn der Herr, dein Gott, deine Grenze erweitern wird, wie er es dir verheißen hat, und du sagen wirst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch essen will; du darfst Fleisch essen, wonach deine Seele verlangt.

21 Wenn der Ort, den der Herr, dein Gott, erwählt hat, um seinen Namen dorthin zu setzen, zu weit von dir entfernt ist, dann sollst du schlachten von deinem Vieh und von deinem Kleinvieh, das dir der Herr gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und du sollst es tun iss in deinen Toren, wonach deine Seele verlangt.

22 Wie Reh und Hirsch gegessen werden, so sollst du sie essen; die Unreinen und die Reinen werden gleichermaßen davon essen.

23 Sei nur sicher, dass du das Blut nicht isst; denn das Blut ist das Leben; und du darfst das Leben nicht mit dem Fleisch essen.

24 Du sollst es nicht essen; wie Wasser sollst du es auf die Erde gießen.

25 Du sollst es nicht essen; damit es dir gut geht und deinen Kindern nach dir, wenn du tust, was recht ist in den Augen des Herrn.

26 Nur deine heiligen Dinge, die du hast, und deine Gelübde sollst du nehmen und an den Ort gehen, den der Herr erwählen wird;

27 Und deine Brandopfer, Fleisch und Blut, sollst du opfern auf dem Altar des HERRN, deines Gottes; und das Blut deiner Opfer soll auf den Altar des Herrn, deines Gottes, gegossen werden, und du sollst das Fleisch essen.

28 Beobachte und höre alle diese Worte, die ich dir gebiete, damit es gut gehe

mit dir und mit deinen Kindern nach dir in Ewigkeit, wenn du das tust, was gut und recht ist in den Augen des Herrn, deines Gottes.

29 Wenn der Herr, dein Gott, die Nationen vor dir ausrotten wird, wohin du ziehst, um sie in Besitz zu nehmen, und du ihnen nachfolgst und in ihrem Land wohnst;

30 Pass auf dich auf, dass du nicht verstrickt wirst, indem du ihnen nachfolgst, nachdem sie vor dir vernichtet wurden; und dass du nicht nach ihren Göttern fragst und sprichst: Wie haben diese Nationen ihren Göttern gedient? trotzdem werde ich es ebenso tun.

31 Du sollst dem Herrn, deinem Gott, nicht so tun; denn jeden Greuel, den er dem Herrn haßt, haben sie ihren Göttern angetan; denn selbst ihre Söhne und ihre Töchter haben sie ihren Göttern im Feuer verbrannt.

32 Was immer ich dir befehle, befolge es; du sollst nichts hinzufügen und nichts davon verringern.  


KAPITEL 13

Götzendienst verboten.  

1 Wenn unter euch ein Prophet oder ein Träumer auftaucht und dir ein Zeichen oder ein Wunder gibt,

2 Und das Zeichen oder Wunder geschah, wovon er zu dir geredet hatte, nämlich: Laß uns andern Göttern nachgehen, die du nicht kennst, und ihnen dienen;

3 Du sollst nicht auf die Worte dieses Propheten oder dieses Träumers hören; denn der Herr, dein Gott, prüft dich, ob du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

4 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen, ihm dienen und ihm anhangen.

5 Und dieser Prophet oder Träumer soll getötet werden; denn er hat geredet, dich abzuwenden von dem Herrn, deinem Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt und dich aus dem Haus der Knechtschaft erlöst hat, dich von dem Weg abzubringen, den der Herr, dein Gott, dir geboten hat zu gehen in. So sollst du das Böse aus deiner Mitte entfernen.

6 Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter oder dein Sohn oder deine Tochter oder die Frau deines Busens oder dein Freund, der wie deine eigene Seele ist, dich heimlich lockt und sagt: Lass uns gehen und anderen Göttern dienen! , die du nicht gekannt hast, du noch deine Väter;

7 Nämlich von den Göttern der Völker, die um dich herum sind, nah bei dir oder fern von dir, vom einen Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde;

8 Du sollst ihm nicht zustimmen noch auf ihn hören; dein Auge soll ihn nicht bemitleiden, noch sollst du ihn verschonen, noch sollst du ihn verbergen;

9 Aber du wirst ihn sicher töten; deine Hand soll zuerst über ihm sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes.

10 Und du sollst ihn mit Steinen steinigen, dass er sterbe; denn er hat versucht, dich von dem Herrn, deinem Gott, zu verstoßen, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, geführt hat.

11 Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten und nicht mehr solche Bosheit tun, wie sie unter euch ist.

12 Wenn du in einer deiner Städte sagen hörst, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, dort zu wohnen,

13 Einige Männer, die Kinder Belials, sind aus eurer Mitte ausgezogen und haben die Bewohner ihrer Stadt weggezogen und gesagt: Lasst uns gehen und anderen Göttern dienen, die ihr nicht kennt;

14 Dann sollst du forschen und forschen und fleißig fragen; und siehe, wenn es wahr und gewiss ist, dass ein solcher Greuel unter euch begangen wird;

15 Du wirst die Bewohner dieser Stadt gewiss mit der Schärfe des Schwertes schlagen und sie und alles, was darin ist, und ihr Vieh mit der Schärfe des Schwertes vernichten.

16 Und all ihre Beute sollst du mitten auf ihre Gasse sammeln und die Stadt und all ihre Beute mit Feuer verbrennen für den Herrn, deinen Gott; und es wird ein ewiger Haufen sein; es soll nicht wieder gebaut werden.

17 Und nichts von dem Verfluchten wird deiner Hand anhaften; damit der Herr sich von der Heftigkeit seines Zorns abwende und dir Barmherzigkeit erzeige und Mitleid mit dir habe und dich mehre, wie er deinen Vätern geschworen hat;

18 Wenn du auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst, alle seine Gebote zu halten, die ich dir heute gebiete, das zu tun, was recht ist in den Augen des Herrn, deines Gottes.  


KAPITEL 14

Einschränkungen bei der Trauer – Was darf gegessen werden und was nicht – Vom Zehnten.

1 Ihr seid die Kinder des Herrn, eures Gottes; ihr sollt euch nicht schneiden und keine Glatze zwischen eure Augen machen für die Toten.

2 Denn du bist dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk, und der Herr hat dich erwählt, dir ein besonderes Volk zu sein, vor allen Völkern, die auf Erden sind.

3 Du sollst nichts Abscheuliches essen.

4 Das sind die Tiere, die ihr essen sollt; der Ochse, das Schaf und die Ziege,

5 Der Hirsch und der Rehbock und der Damhirsch und die wilde Ziege und der Pygarg und der wilde Ochse und die Gämse.

6 Und jedes Tier, das die Klauen spaltet und die Klauen in zwei Klauen spaltet und unter den Tieren wiederkäut, sollt ihr essen.

7 Diese aber sollt ihr nicht essen, von denen, die Wiederkäuer sind, oder von denen, die gespaltene Klauen teilen; wie das Kamel und der Hase und der Hase; denn sie kauen wieder, aber spalten nicht die Hufe; darum sind sie euch unrein.

8 Und das Schwein ist euch unrein, weil es die Klauen spaltet, aber nicht wiederkäut; Ihr sollt nicht von ihrem Fleisch essen und ihre toten Kadaver nicht anrühren.

9 Diese sollt ihr essen von allem, was im Wasser ist; alles, was Flossen und Schuppen hat, sollt ihr essen;

10 Und was keine Flossen und Schuppen hat, dürft ihr nicht essen; es ist euch unrein.

11 Von allen reinen Vögeln sollt ihr essen.

12 Aber das sind sie, von denen ihr nicht essen sollt; der Adler und das Ossifrage und das Ospray.

13 und der Gled und der Milan und der Geier nach seiner Art,

14 Und jeder Rabe nach seiner Art,

15 und die Eule und der Nachthabicht und der Kuckuck und der Habicht nach seiner Art,

16 die Steinkauz und die große Eule und der Schwan,

17 und der Pelikan und der Riesenadler und der Kormoran,

18 und den Storch und den Reiher nach seiner Art und den Kiebitz und die Fledermaus.

19 Und alles Gewürm, das fliegt, ist euch unrein; sie dürfen nicht gegessen werden.

20 Aber von allem reinen Geflügel dürft ihr essen.

21 Ihr sollt nichts essen, was von selbst abgestorben ist; du sollst es nicht dem Fremdling geben, der in deinen Toren ist, damit er es esse; oder du darfst es nicht an einen Fremden verkaufen; denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott. Du sollst ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen.

22 Du sollst den ganzen Ertrag deiner Saat, den das Feld Jahr für Jahr hervorbringt, wahrhaftig verzehnten.

23 Und du sollst vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort essen, den er erwählen wird, um seinen Namen dort aufzubewahren, den Zehnten von deinem Getreide, von deinem Wein und von deinem Öl und von den Erstlingen deiner Rinder und Schafe; damit du lernst, den Herrn, deinen Gott, allezeit zu fürchten.

24 Und wenn dir der Weg zu lang ist, dass du ihn nicht tragen kannst; oder wenn der Ort zu weit von dir entfernt ist, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um dort seinen Namen zu setzen, wenn der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat;

25 Dann sollst du es in Geld verwandeln und das Geld in deine Hand binden und an den Ort gehen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird;

26 Und du sollst dieses Geld für alles geben, wonach deine Seele verlangt, für Ochsen oder für Schafe oder für Wein oder für starkes Getränk oder für alles, was deine Seele begehrt; und du sollst dort essen vor dem Herrn, deinem Gott, und dich freuen, du und dein Haus,

27 und der Levit, der in deinen Toren ist; du sollst ihn nicht verlassen; denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir.

28 Am Ende der drei Jahre sollst du den ganzen Zehnten deines Ertrags desselben Jahres einbringen und in deinen Toren auflagern;

29 Und der Levit (weil er weder Anteil noch Erbe mit dir hat) und der Fremdling und die Waisen und die Witwe, die in deinen Toren sind, werden kommen und werden essen und sich sättigen; damit der Herr, dein Gott, dich segne in allem Werk deiner Hände, das du tust.  


KAPITEL 15

Das Jahr der Freilassung — zu weihende männliche Erstlinge.

1 Am Ende von sieben Jahren sollst du eine Freigabe vornehmen.

2 Und dies ist die Art und Weise der Befreiung; jeder Gläubiger, der seinem Nächsten etwas leiht, soll es freigeben; er soll es nicht von seinem Nächsten oder seinem Bruder fordern; weil es die Erlösung des Herrn genannt wird.

3 Von einem Fremden darfst du es wieder fordern; aber was dein Bruder mit deiner Hand ist, sollst du loslassen;

4 Außer wenn es unter euch keine Armen mehr geben wird; denn der Herr wird dich reichlich segnen in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt, es in Besitz zu nehmen;

5 Nur wenn du sorgfältig auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst, um darauf zu achten, alle diese Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete.

6 Denn der Herr, dein Gott, segnet dich, wie er dir verheißen hat; und du wirst vielen Nationen leihen, aber du wirst nicht borgen; und du wirst über viele Nationen herrschen, aber sie werden nicht über dich herrschen.

7 Wenn unter dir ein armer Mann von einem deiner Brüder in einem deiner Tore in deinem Land ist, das der Herr, dein Gott, dir gibt, sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand nicht vor deinem armen Bruder verschließen;

8 Aber du sollst ihm deine Hand weit öffnen und ihm gewiss genug leihen für seine Bedürfnisse, in dem, was er braucht.

9 Hüte dich, dass in deinem bösen Herzen kein Gedanke ist, der sagt: Das siebte Jahr, das Jahr der Erlösung, ist nahe; und dein Auge sei böse gegen deinen armen Bruder, und du gibst ihm nichts; und er schreit zum Herrn gegen dich, und es sei dir Sünde.

10 Du wirst ihm bestimmt geben, und dein Herz wird nicht betrübt sein, wenn du ihm gibst; denn darum wird dich der Herr, dein Gott, segnen in all deinen Werken und in allem, woran du deine Hand legst.

11 Denn die Armen werden niemals aus dem Land verschwinden; darum befehle ich dir und sage: Du sollst deine Hand weit öffnen für deinen Bruder, für deine Armen und für deine Bedürftigen in deinem Land.

12 Und wenn dein Bruder, ein hebräischer Mann oder eine hebräische Frau, an dich verkauft wird und dir sechs Jahre dient; dann sollst du ihn im siebten Jahr frei von dir lassen.

13 Und wenn du ihn loslässt von dir, sollst du ihn nicht leer gehen lassen;

14 Du sollst ihn großzügig von deiner Herde und von deinem Boden und von deiner Kelter ausstatten; von dem, wo dich der Herr, dein Gott, gesegnet hat, sollst du ihm geben.

15 Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave im Land Ägypten warst und der Herr, dein Gott, dich erlöst hat; darum befehle ich dir dies heute.

16 Und es soll sein, wenn er zu dir sagt: Ich werde nicht von dir weichen, weil er dich und dein Haus liebt, weil er wohl bei dir ist;

17 Dann sollst du eine Ahle nehmen und sie durch sein Ohr bis zur Tür stoßen, und er soll dein Diener sein für immer. Und mit deiner Magd sollst du ebenso tun.

18 Es wird dir nicht schwer fallen, wenn du ihn frei von dir schickst; denn er ist dir ein doppelter Tagelöhner wert gewesen, indem er dir sechs Jahre gedient hat; und der Herr, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.

19 Alle männlichen Erstlinge deines Viehs und deiner Herde sollst du dem Herrn, deinem Gott, heiligen; Du sollst den Erstling deines Farren nicht bearbeiten und den Erstling deiner Schafe nicht scheren.

20 Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du es Jahr für Jahr essen an dem Ort, den der HERR erwählt, du und dein Haus.

21 Und wenn es irgendeinen Makel hat, als ob es lahm oder blind wäre oder irgendeinen schlechten Makel hätte, sollst du es nicht dem Herrn, deinem Gott, opfern.

22 In deinen Toren sollst du es essen; der Unreine und der Reine sollen es essen wie Rehbock und Hirsch.

23 Nur sein Blut sollst du nicht essen; wie Wasser sollst du es auf die Erde gießen.  


KAPITEL 16

Von Festen – Jeder Mann muss anbieten – Von Richtern und Gerechtigkeit – Haine und Bilder verboten.

1 Halte den Monat Abib und halte das Passah dem Herrn, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten geführt.

2 Darum sollst du dem Herrn, deinem Gott, das Passah opfern, von Schafen und Rindern, an dem Ort, den der Herr erwählt, seinen Namen dort niederzulegen.

3 Du sollst kein gesäuertes Brot dazu essen; sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot dazu essen, das Brot der Trübsal; denn du bist in Eile aus dem Land Ägypten gezogen; damit du des Tages gedenkst, an dem du aus dem Land Ägypten gezogen bist, alle Tage deines Lebens.

4 Und es soll sieben Tage lang kein gesäuertes Brot an deiner ganzen Küste gesehen werden; Auch soll nichts von dem Fleisch, das du am Abend des ersten Tages geopfert hast, die ganze Nacht bis zum Morgen bleiben.

5 Du darfst das Passah nicht opfern in irgendeinem deiner Tore, die dir der Herr, dein Gott, gibt;

6 Aber an dem Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen zu setzen, dort sollst du das Passah opfern am Abend, bei Sonnenuntergang, zur Zeit deines Auszugs aus Ägypten.

7 Und du sollst es braten und essen an dem Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird; und du wirst am Morgen umkehren und zu deinen Zelten gehen.

8 Sechs Tage sollst du ungesäuertes Brot essen; und am siebten Tag soll eine feierliche Versammlung dem Herrn, deinem Gott, sein; du sollst darin keine Arbeit tun.

9 Sieben Wochen sollst du dir zählen; Beginne, die sieben Wochen zu zählen, von dem Zeitpunkt an, an dem du anfängst, die Sichel an das Korn zu legen.

10 Und du sollst dem Herrn, deinem Gott, das Fest der Wochen feiern mit einer freiwilligen Abgabe deiner Hand als Abgabe, die du dem Herrn, deinem Gott, geben sollst, wie dich der Herr, dein Gott, gesegnet hat;

11 Und du sollst dich freuen vor dem Herrn, deinem Gott, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, der in deinen Toren ist, und der Fremdling und der Waise und die Witwe, die unter euch sind, an dem Ort, den der Herr, dein Gott, erwählt hat, um seinen Namen dort niederzulegen.

12 Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave in Ägypten warst; und du sollst diese Satzungen beobachten und tun.

13 Sieben Tage lang sollst du das Laubhüttenfest feiern, nachdem du dein Korn und deinen Wein eingebracht hast;

14 Und du sollst dich über dein Fest freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind.

15 Sieben Tage sollst du dem Herrn, deinem Gott, ein Fest feiern an dem Ort, den der Herr erwählen wird; denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allen Werken deiner Hände, darum sollst du dich freuen.

16 Dreimal im Jahr sollen alle deine Männer vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen an dem Ort, den er erwählen wird; am Fest der ungesäuerten Brote und am Wochenfest und am Laubhüttenfest; und sie werden nicht leer vor dem Herrn erscheinen;

17 Jeder soll geben, was er kann, nach dem Segen des Herrn, deines Gottes, den er dir gegeben hat.

18 Richter und Aufseher sollst du dir machen in allen deinen Toren, die dir der Herr, dein Gott, gibt, in allen deinen Stämmen; und sie werden das Volk mit gerechtem Urteil richten.

19 Du sollst kein Gericht erzwingen; du sollst keine Personen respektieren und keine Gaben annehmen; denn eine Gabe verblendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten.

20 Dem, was vollkommen gerecht ist, sollst du folgen, damit du lebst und das Land ererbst, das dir der Herr, dein Gott, gibt.

21 Du sollst dir keinen Hain von irgendwelchen Bäumen pflanzen neben dem Altar des Herrn, deines Gottes, den du dir machen sollst.

22 Du sollst dir auch kein Bildnis aufstellen; die der Herr, dein Gott, hasst.  


KAPITEL 17

Die Opfergaben müssen gesund sein – Götzendiener müssen getötet werden – Schwere Streitigkeiten sind von den Priestern und Richtern zu entscheiden – Wahl und Pflicht eines Königs.

1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, keinen Ochsen oder Schaf opfern, das einen Makel oder etwas Böses hat; denn das ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel.

2 Wenn unter euch in einem deiner Tore, die der Herr, dein Gott, dir gibt, ein Mann oder eine Frau gefunden wird, der vor dem Herrn, deinem Gott, gottlos ist, indem er seinen Bund übertritt,

3 und ist hingegangen und hat anderen Göttern gedient und sie angebetet, entweder die Sonne oder den Mond oder irgendeines der himmlischen Heerscharen, die ich nicht geboten habe;

4 Und es ist dir gesagt worden, und du hast davon gehört und eifrig nachgeforscht, und siehe, es ist wahr und die Sache gewiss, dass ein solcher Gräuel in Israel begangen wird;

5 Dann sollst du den Mann oder die Frau, die das Böse begangen haben, zu deinen Toren führen, diesen Mann oder diese Frau, und sollst sie mit Steinen steinigen, bis sie sterben,

6 Auf den Mund zweier oder dreier Zeugen soll der Todeswürdige hingerichtet werden; aber auf den Mund eines Zeugen soll er nicht getötet werden.

7 Die Hände der Zeugen sollen zuerst auf ihn kommen, um ihn zu töten, und danach die Hände des ganzen Volkes. So sollst du das Böse aus deiner Mitte entfernen.

8 Wenn dir im Gericht eine Sache zu schwer wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Klage und Klage und zwischen Schlag und Schlag, Streitsachen in deinen Toren; dann wirst du aufstehen und dich hinaufbringen an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird.

9 Und du sollst zu den Priestern, den Leviten, und zu dem Richter kommen, der in jenen Tagen sein wird, und dich erkundigen; und sie werden dir das Gerichtsurteil zeigen;

10 Und du sollst nach dem Urteil handeln, das dir von dem Ort, den der Herr erwählen wird, zeigen wird; und du sollst alles tun, was sie dir mitteilen;

11 Nach dem Satz des Gesetzes, den sie dich lehren, und nach dem Urteil, das sie dir sagen werden, sollst du tun; du sollst nicht von dem Urteil absehen, das sie dir zeigen werden, weder zur Rechten noch zur Linken.

12 Und der Mann, der anmaßend handelt und nicht auf den Priester hört, der dort steht, um dort vor dem Herrn, deinem Gott, zu dienen, oder auf den Richter, selbst dieser Mann wird sterben; und du sollst das Böse von Israel wegtun.

13 Und das ganze Volk wird es hören und sich fürchten und nicht mehr anmaßend handeln.

14 Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, gibt, und es in Besitz nimmst und darin wohnst und sprichst: Ich will einen König über mich setzen wie alle Völker, die um mich herum sind;

15 Du sollst den zum König über dich machen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird; einen von deinen Brüdern sollst du zum König über dich setzen; du darfst keinen Fremden über dich setzen, der nicht dein Bruder ist.

16 Aber er soll sich keine Pferde mehren und das Volk nicht nach Ägypten zurückkehren lassen, um sich Pferde zu mehren; Denn wie der Herr zu euch gesagt hat: Ihr werdet von nun an nicht mehr diesen Weg zurückkehren.

17 Er soll sich auch keine Frauen mehren, damit sein Herz sich nicht abwende; auch soll er sich Silber und Gold nicht sehr mehren.

18 Und wenn er auf dem Thron seines Königreichs sitzt, soll er ihm eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben aus dem, was den Priestern, den Leviten, vorliegt;

19 Und es soll bei ihm sein, und er soll darin lesen alle Tage seines Lebens; damit er lerne, den Herrn, seinen Gott, zu fürchten, alle Worte dieses Gesetzes und dieser Satzungen zu halten, sie zu tun;

20 dass sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebe und dass er sich nicht von dem Gebot abwende, weder zur Rechten noch zur Linken; damit er seine Tage in seinem Königreich verlängern kann, er und seine Kinder inmitten Israels.  


KAPITEL 18

Der Herr ist das Erbe der Priester und Leviten – Die Greuel der Nationen sind zu meiden – Christus, der Prophet, soll erhört werden – Der anmaßende Prophet soll sterben.

1 Die Priester, die Leviten, und der ganze Stamm Levi, sollen kein Teil noch Erbteil mit Israel haben; Sie sollen die Feueropfer des Herrn und sein Erbe essen.

2 Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brüdern haben; der Herr ist ihr Erbe, wie er zu ihnen geredet hat.

3 Und das soll dem Priester vom Volk zustehen, von denen, die ein Schlachtopfer darbringen, es seien Rinder oder Schafe; und sie sollen dem Priester die Schulter und die beiden Wangen und den Rachen geben.

4 Auch die Erstlinge deines Korns, deines Weins und deines Öls und die Erstlinge von der Wolle deiner Schafe sollst du ihm geben.

5 Denn der Herr, dein Gott, hat ihn aus allen deinen Stämmen erwählt, damit er dasteht, um im Namen des Herrn zu dienen, ihm und seinen Söhnen für immer.

6 Und wenn ein Levit aus irgendeinem deiner Tore kommt, aus ganz Israel, wo er Fremdling war, und mit allem Verlangen seines Sinns an den Ort kommt, den der Herr erwählen wird;

7 Dann soll er im Namen des Herrn, seines Gottes, dienen wie alle seine Brüder, die Leviten, die dort vor dem Herrn stehen.

8 Sie sollen gleiche Portionen zu essen haben, außer dem, was aus dem Verkauf seines Erbes kommt.

9 Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, gibt, wirst du nicht lernen, nach den Greueln jener Völker zu trachten.

10 Es soll sich niemand unter euch finden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder der Wahrsagerei gebraucht noch ein Zeitwächter oder ein Zauberer oder eine Hexe,

11 Oder ein Beschwörer oder ein Berater mit vertrauten Geistern oder ein Zauberer oder ein Nekromant.

12 Denn alle, die solches tun, sind dem Herrn ein Gräuel; und wegen dieser Gräuel vertreibt sie der Herr, dein Gott, vor dir.

13 Du sollst vollkommen sein vor dem Herrn, deinem Gott.

14 Denn diese Nationen, die du besitzen wirst, haben auf Beobachter der Zeit und auf Wahrsager gehört; Aber dich hat der Herr, dein Gott, nicht zugelassen.

15 Der Herr, dein Gott, wird dir aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, einen Propheten erwecken, gleich mir; auf ihn sollt ihr hören;

16 nach allem, was du vom HERRN, deinem Gott, am Horeb am Tag der Versammlung verlangt hast, indem du sprachst: Lass mich nicht mehr hören die Stimme des HERRN, meines Gottes, und lass mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe! .

17 Und der Herr sprach zu mir: Sie haben gut geredet, was sie geredet haben.

18 Ich werde ihnen einen Propheten aus ihren Brüdern erwecken, gleich dir, und werde meine Worte in seinen Mund legen; und er soll ihnen alles sagen, was ich ihm befehlen werde.

19 Und es wird sich begeben: Wer auch immer nicht auf meine Worte hören will, die er in meinem Namen sprechen wird, von dem werde ich es fordern.

20 Der Prophet aber, der sich anmaßt, in meinem Namen ein Wort zu sprechen, das ich ihm nicht befohlen habe, oder der im Namen anderer Götter spricht, auch dieser Prophet wird sterben.

21 Und wenn du in deinem Herzen sprichst: Wie sollen wir das Wort erkennen, das der Herr nicht gesprochen hat?

22 Wenn ein Prophet im Namen des Herrn spricht, wenn die Sache nicht folgt und nicht eintrifft, so hat der Herr nicht geredet, sondern der Prophet hat es anmaßend geredet; du sollst dich nicht vor ihm fürchten.  


KAPITEL 19

Die Zufluchtsstädte – Das nicht zu entfernende Wahrzeichen – Mindestens zwei Zeugen – Die Bestrafung eines falschen Zeugen.

1 Wenn der Herr, dein Gott, die Nationen ausgerottet hat, deren Land dir der Herr, dein Gott, gibt, und du ihnen nachfolgst und in ihren Städten und in ihren Häusern wohnst;

2 Du sollst dir drei Städte aussondern inmitten deines Landes, das der Herr, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen.

3 Du sollst dir einen Weg bereiten und die Küsten deines Landes, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt, in drei Teile teilen, damit jeder Totschläger dorthin fliehen kann.

4 Und dies ist der Fall des Totschlägers, der dorthin flieht, damit er leben kann: Wer seinen Nächsten unwissentlich tötet, den er in der Vergangenheit nicht gehasst hat;

5 Wie wenn ein Mann mit seinem Nächsten in den Wald geht, um Holz zu hauen, und seine Hand einen Hieb mit der Axt holt, um den Baum zu fällen, und der Kopf aus dem Ast rutscht und seinen Nächsten trifft, dass er stirbt; er wird in eine dieser Städte fliehen und leben;

6 damit der Bluträcher den Mörder nicht verfolgt, solange sein Herz heiß ist, und ihn einholt, weil der Weg lang ist, und ihn tötet; während er des Todes nicht würdig war, da er ihn nicht in der Vergangenheit hasste.

7 Darum befehle ich dir und sage: Du sollst dir drei Städte aussondern.

8 Und wenn der Herr, dein Gott, deine Küste erweitert, wie er deinen Vätern geschworen hat, und dir das ganze Land gibt, das er deinen Vätern zu geben versprochen hat;

9 Wenn du all diese Gebote halten wirst, um sie zu tun, die ich dir heute gebiete, den Herrn, deinen Gott, zu lieben und immer auf seinen Wegen zu wandeln; dann sollst du dir noch drei Städte hinzufügen außer diesen drei;

10 Dass unschuldiges Blut nicht vergossen werde in deinem Land, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbteil gibt, und so sei Blut auf dir.

11 Wenn aber jemand seinen Nächsten hasst und ihm auflauert und sich gegen ihn auflehnt und ihn tödlich schlägt, dass er stirbt, und in eine dieser Städte flieht;

12 Dann sollen die Ältesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dort holen und ihn in die Hand des Bluträchers ausliefern, damit er sterbe.

13 Dein Auge soll ihn nicht bemitleiden, sondern die Schuld des unschuldigen Blutes sollst du von Israel abtun, damit es dir wohlgehe.

14 Du sollst das Zeichen deines Nächsten nicht entfernen, das sie in alter Zeit in deinem Erbe gesetzt haben, das du erben sollst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen.

15 Ein Zeuge soll sich nicht gegen einen Menschen wegen irgendeiner Missetat oder wegen irgendeiner Sünde erheben, wegen irgendeiner Sünde, die er sündigt; aus dem Munde zweier Zeugen oder aus dem Munde dreier Zeugen soll die Sache festgestellt werden.

16 Wenn sich ein falscher Zeuge gegen einen Menschen erhebt, um etwas Unrechtes gegen ihn auszusagen;

17 Dann sollen beide Männer, zwischen denen der Streit ist, vor den Herrn treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen sein werden;

18 Und die Richter sollen eine sorgfältige Untersuchung durchführen; und siehe, wenn der Zeuge ein falscher Zeuge ist und gegen seinen Bruder falsch ausgesagt hat;

19 Dann sollt ihr ihm tun, was er gedacht hatte, seinem Bruder zu tun; so sollst du das Böse aus deiner Mitte entfernen.

20 Und die Übriggebliebenen werden es hören und sich fürchten und von nun an kein solches Übel mehr unter euch begehen.

21 Und dein Auge wird sich nicht erbarmen; aber Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß.  


KAPITEL 20

Aufruf zum Kampf – Wer aus dem Krieg entlassen werden soll – Die Verkündigung des Friedens – Bäume von Menschenfleisch dürfen nicht zerstört werden.

1 Wenn du gegen deine Feinde in den Kampf ziehst und Rosse und Streitwagen siehst und ein Volk, das größer ist als du, fürchte dich nicht vor ihnen; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.

2 Und es soll geschehen, wenn ihr dem Kampf nahe seid, soll der Priester herantreten und mit dem Volk sprechen,

3 und wird zu ihnen sagen: Hört, Israel, ihr zieht heute zum Kampf gegen eure Feinde heran; Lasst euer Herz nicht schwach werden, fürchtet euch nicht und erzittert nicht, und erschrickt nicht vor ihnen;

4 Denn der Herr, dein Gott, ist es, der mit dir geht, um für dich zu kämpfen gegen deine Feinde, um dich zu retten.

5 Und die Aufseher sollen zum Volk sprechen und sagen: Wer hat ein neues Haus gebaut und es nicht eingeweiht? lass ihn gehen und in sein Haus zurückkehren, damit er nicht in der Schlacht stirbt, und ein anderer Mann es weihe.

6 Und wer ist der, der einen Weinberg gepflanzt und noch nicht davon gegessen hat? auch er gehe und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht im Kampf sterbe und ein anderer davon esse.

7 Und welcher Mann hat sich mit einer Frau verlobt und sie nicht genommen? lass ihn gehen und in sein Haus zurückkehren, damit er nicht im Kampf stirbt und ein anderer Mann sie holt.

8 Und die Beamten sollen weiter zum Volk sprechen und sagen: Welcher Mensch ist ängstlich und kleinmütig? Lass ihn gehen und in sein Haus zurückkehren, damit nicht das Herz seiner Brüder so schwach wird wie sein Herz.

9 Und es soll geschehen, wenn die Aufseher damit fertig sind, mit dem Volk zu sprechen, sollen sie Heerführer machen, um das Volk zu führen.

10 Wenn du dich einer Stadt näherst, um gegen sie zu kämpfen, dann verkünde ihr Frieden.

11 Und es soll geschehen, wenn es dir Frieden antwortet und sich dir öffnet, dann soll es geschehen, dass alles Volk, das darin gefunden wird, dir zinspflichtig sein und dir dienen werden.

12 Und wenn es keinen Frieden mit dir schließt, sondern Krieg gegen dich führt, dann sollst du es belagern;

13 Und wenn der Herr, dein Gott, es in deine Hände gegeben hat, sollst du alles Männliche darin mit der Schärfe des Schwertes schlagen;

14 Aber die Frauen und die Kleinen und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, samt all ihrer Beute, sollst du zu dir nehmen; und du sollst die Beute deiner Feinde essen, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.

15 So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Nationen gehören.

16 Aber von den Städten dieses Volkes, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbteil geben wird, sollst du nichts Lebendiges am Leben erhalten;

17 Aber du wirst sie völlig vernichten; nämlich die Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter und die Perisiter, die Hiviter und die Jebusiter; wie der Herr, dein Gott, dir geboten hat;

18 dass sie euch lehren, nicht zu tun nach all ihren Greueln, die sie ihren Göttern angetan haben; so solltet ihr gegen den Herrn, euren Gott, sündigen.

19 Wenn du eine Stadt lange Zeit belagerst, um sie zu erobern, sollst du ihre Bäume nicht zerstören, indem du ihnen eine Axt aufzwingst; denn du darfst davon essen, und du sollst sie nicht fällen (denn der Baum des Feldes ist das Leben des Menschen), um sie für die Belagerung zu verwenden;

20 Nur die Bäume, von denen du weißt, dass sie keine Speisebäume sind, sollst du zerstören und fällen; und du sollst Bollwerke gegen die Stadt bauen, die mit dir Krieg führt, bis sie unterworfen ist.  


KAPITEL 21

Von ungewissem Mord – Gefangener zur Frau genommen – Der Erstgeborene, der nicht enterbt werden soll – Von einem widerspenstigen Sohn – Der Übeltäter.

1 Wenn jemand in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir zum Besitz gibt, erschlagen gefunden wird, auf dem Feld liegend, und man weiß nicht, wer ihn getötet hat;

2 Dann sollen deine Ältesten und deine Richter ausziehen und in den Städten rings um den Erschlagenen messen;

3 Und es soll geschehen, dass die Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten liegt, selbst die Ältesten dieser Stadt eine junge Kuh nehmen sollen, die nicht bearbeitet ist und die das Joch nicht gezogen hat;

4 Und die Ältesten jener Stadt sollen die Färse in ein steiles Tal bringen, das weder Ähren noch Saat hat, und dort im Tal der Färse den Hals abschlagen.

5 Und die Priester, die Söhne Levis, sollen herantreten; denn sie hat der Herr, dein Gott, erwählt, ihm zu dienen und im Namen des Herrn zu segnen; und durch ihr Wort soll jede Kontroverse und jeder Schlag geprüft werden;

6 Und alle Ältesten jener Stadt, die neben dem Erschlagenen stehen, sollen ihre Hände über der jungen Kuh waschen, die im Tal geköpft wird;

7 Und sie werden antworten und sagen: Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben es nicht gesehen.

8 Sei gnädig, o Herr, zu deinem Volk Israel, das du erlöst hast, und lege kein unschuldiges Blut auf die Anklage deines Volkes Israel. Und das Blut wird ihnen vergeben werden.

9 So sollst du die Schuld des unschuldigen Blutes von dir tun, wenn du tust, was recht ist in den Augen des Herrn.

10 Wenn du gegen deine Feinde in den Krieg ziehst und der Herr, dein Gott, sie in deine Hand gegeben hat, und du sie gefangen genommen hast,

11 und siehst unter den Gefangenen eine schöne Frau und hast ein Verlangen nach ihr, dass du sie zu deiner Frau haben möchtest;

12 Dann sollst du sie in dein Haus bringen; und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Nägel kürzen;

13 Und sie soll die Kleider ihrer Gefangenschaft ablegen und in deinem Haus bleiben und ihren Vater und ihre Mutter einen ganzen Monat lang beklagen; und danach sollst du zu ihr einziehen und ihr Mann sein, und sie soll deine Frau sein.

14 Und es soll sein, wenn du kein Gefallen an ihr hast, dann sollst du sie gehen lassen, wohin sie will; aber du sollst sie gar nicht um Geld verkaufen, du sollst sie nicht vermarkten, weil du sie gedemütigt hast.

15 Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine geliebt und eine verhasst, und sie ihm Kinder geboren haben, sowohl die geliebten als auch die verhassten; und wenn der erstgeborene Sohn ihr war, der gehasst wurde;

16 Wenn er seinen Söhnen das Erbe zuteil werden lässt, was er hat, soll er nicht den Sohn des geliebten Erstgeborenen vor dem Sohn des Verhaßten machen, der ja der Erstgeborene ist;

17 Aber er soll den Sohn des verhaßten Erstgeborenen anerkennen, indem er ihm von allem, was er hat, einen doppelten Anteil gibt; denn er ist der Anfang seiner Kraft; das Recht des Erstgeborenen ist sein.

18 Wenn jemand einen widerspenstigen und widerspenstigen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters oder der Stimme seiner Mutter nicht gehorcht und der, nachdem sie ihn gezüchtigt haben, nicht auf sie hört;

19 Dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tor seiner Stätte führen;

20 Und sie werden zu den Ältesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und widerspenstig, er wird unserer Stimme nicht gehorchen; er ist ein Vielfraß und ein Säufer.

21 Und alle Männer seiner Stadt sollen ihn mit Steinen steinigen, dass er sterbe; so sollst du das Böse aus deiner Mitte entfernen; und ganz Israel wird es hören und sich fürchten.

22 Und wenn jemand eine todeswürdige Sünde begangen hat, soll er getötet werden, und du hängst ihn an ein Holz;

23 Sein Leichnam soll nicht die ganze Nacht auf dem Baum bleiben, aber du sollst ihn auf jeden Fall an diesem Tag begraben; (Denn der Gehängte ist von Gott verflucht;) damit dein Land nicht verunreinigt werde, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbteil gibt.  


KAPITEL 22

Von Menschlichkeit gegenüber Brüdern – Das Geschlecht ist durch Kleidung zu unterscheiden – Verwirrung ist zu vermeiden – Die Bestrafung dessen, der seine Frau verleumdet – Von Ehebruch, von Vergewaltigung, von Unzucht – Inzest.

1 Du sollst das Rind deines Bruders und seine Schafe nicht irregehen sehen und dich vor ihnen verstecken; du sollst sie deinem Bruder auf jeden Fall wieder bringen.

2 Und wenn dein Bruder dir nicht nahe ist oder du ihn nicht kennst, dann sollst du es in dein Haus bringen, und es soll bei dir sein, bis dein Bruder danach sucht, und du sollst es ihm wieder zurückgeben.

3 Ebenso sollst du es mit seinem Esel tun; und so sollst du es mit seinem Gewand tun; und mit allen verlorenen Sachen deines Bruders, die er verloren hat, und die du gefunden hast, sollst du ebenso tun; du darfst dich nicht verstecken.

4 Du sollst den Esel oder das Rind deines Bruders nicht auf dem Weg fallen sehen und dich vor ihnen verstecken; du sollst ihm sicher helfen, sie wieder aufzurichten.

5 Die Frau soll nicht das tragen, was einem Mann gehört, noch soll ein Mann das Gewand einer Frau anziehen; denn alle, die das tun, sind dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel.

6 Wenn zufällig ein Vogelnest auf irgendeinem Baum oder auf der Erde vor dir liegt, seien es Junge oder Eier, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst du die Mutter nicht nehmen mit den Jungen;

7 Aber du sollst die Mutter auf jeden Fall gehen lassen und die Jungen zu dir nehmen; damit es dir wohl gehe und du deine Tage verlängerst.

8 Wenn du ein neues Haus baust, dann sollst du einen Zinnenkranz für dein Dach machen, damit du kein Blut auf dein Haus bringst, wenn jemand von dort fällt.

9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei Samen besäen; damit nicht die Frucht deines Samens, die du gesät hast, und die Frucht deines Weinbergs verunreinigt wird.

10 Du sollst nicht mit einem Ochsen und einem Esel zusammen pflügen.

11 Du sollst kein Gewand von verschiedener Art tragen, wie von Wolle und Leinen zusammen.

12 Du sollst dir Fransen an die vier Seiten deines Gewandes machen, womit du dich bedeckst.

13 Wenn jemand eine Frau nimmt und zu ihr eingeht und sie hasst,

14 und macht Anlaß zum Reden gegen sie und bringt einen bösen Namen über sie und sagt: Ich habe diese Frau genommen, und als ich zu ihr kam, fand ich sie nicht als Magd;

15 Dann sollen der Vater des Mädchens und ihre Mutter die Zeichen der Jungfräulichkeit des Mädchens nehmen und den Ältesten der Stadt im Tor bringen;

16 Und der Vater des Mädchens soll zu den Ältesten sagen: Ich habe diesem Mann meine Tochter zur Frau gegeben, und er hasst sie;

17 Und siehe, er hat Anlaß zum Reden gegen sie gegeben, indem er sagte: Ich habe deine Tochter nicht als Magd gefunden; und doch sind dies die Zeichen der Jungfräulichkeit meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor den Ältesten der Stadt ausbreiten.

18 Und die Ältesten jener Stadt sollen diesen Mann nehmen und ihn züchtigen;

19 Und sie sollen ihn in hundert Sekel Silber umtauschen und sie dem Vater des Mädchens geben, weil er einen bösen Namen über eine Jungfrau Israels gebracht hat; und sie soll seine Frau sein; er darf sie nicht alle seine Tage wegstecken.

20 Wenn dies aber wahr ist und die Zeichen der Jungfräulichkeit für das Mädchen nicht gefunden werden;

21 Dann sollen sie das Mädchen vor die Tür des Hauses ihres Vaters führen, und die Männer ihrer Stadt sollen sie mit Steinen steinigen, damit sie sterbe; weil sie in Israel Torheit begangen hat, um in ihres Vaters Haus die Hure zu spielen; so sollst du das Böse von dir entfernen.

22 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt, die mit einem Mann verheiratet ist, dann sollen sie beide sterben, sowohl der Mann, der bei der Frau gelegen hat, als auch die Frau; so sollst du das Böse von Israel fernhalten.

23 Wenn eine Jungfrau mit einem Mann verlobt ist und ein Mann sie in der Stadt findet und bei ihr liegt;

24 Dann sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausführen und sie mit Steinen steinigen, daß sie sterben; das Mädchen, weil sie nicht weinte, weil sie in der Stadt war; und der Mann, weil er die Frau seines Nächsten gedemütigt hat; so sollst du das Böse von dir tun.

25 Wenn aber ein Mann auf dem Feld ein verlobtes Mädchen findet und der Mann sie zwingt und bei ihr liegt; dann soll nur der Mann sterben, der bei ihr lag;

26 Aber dem Mädchen sollst du nichts tun; es gibt in der Jungfrau keine des Todes würdige Sünde; denn wie wenn jemand sich gegen seinen Nächsten erhebt und ihn erschlägt, so ist es auch hier;

27 Denn er fand sie auf dem Feld, und das verlobte Mädchen schrie, und niemand war da, um sie zu retten.

28 Wenn ein Mann eine Jungfrau findet, die nicht verlobt ist, und sie festhält und bei ihr liegt, und sie gefunden werden;

29 Dann soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, dem Vater des Mädchens fünfzig Schekel Silber geben, und sie soll seine Frau sein; weil er sie gedemütigt hat, darf er sie nicht sein ganzes Leben lang ausschließen.

30 Ein Mann soll nicht die Frau seines Vaters nehmen, noch den Rock seines Vaters entdecken.  


KAPITEL 23

Diverse Verbote. 

1 Wer von den Steinen verwundet ist oder dessen Glied abgehauen ist, der soll nicht in die Versammlung des Herrn eintreten.

2 Ein Bastard soll nicht in die Versammlung des Herrn kommen; auch in seiner zehnten Generation soll er nicht in die Versammlung des Herrn eintreten.

3 Ein Ammoniter oder Moabiter soll nicht in die Versammlung des Herrn eintreten; selbst in ihrer zehnten Generation werden sie nicht für immer in die Versammlung des Herrn eintreten;

4 weil sie euch auf dem Weg nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen sind, als ihr aus Ägypten gezogen seid; und weil sie Bileam, den Sohn Beors aus Pethor von Mesopotamien, gegen dich angeheuert haben, um dich zu verfluchen.

5 Dennoch wollte der Herr, dein Gott, nicht auf Bileam hören; aber der Herr, dein Gott, hat den Fluch für dich in einen Segen verwandelt, weil der Herr, dein Gott, dich geliebt hat.

6 Du sollst weder ihren Frieden noch ihr Wohlergehen suchen dein ganzes Leben lang für immer.

7 Einen Edomiter sollst du nicht verabscheuen; denn er ist dein Bruder; du sollst einen Ägypter nicht verabscheuen; denn du warst ein Fremdling in seinem Land.

8 Ihre Nachkommen sollen in der dritten Generation in die Versammlung des Herrn eintreten.

9 Wenn das Heer gegen deine Feinde ausbricht, dann bewahre dich vor allem Bösen.

10 Wenn jemand unter euch ist, der wegen Unreinheit, die ihn nachts trifft, nicht rein ist, so soll er aus dem Lager hinausgehen, er soll nicht ins Lager kommen;

11 Aber wenn es Abend wird, soll er sich mit Wasser waschen; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager kommen.

12 Auch außerhalb des Lagers sollst du einen Ort haben, wohin du hinausziehen sollst;

13 Und du sollst ein Paddel an deiner Waffe haben, und es soll sein, wenn du dich in der Ferne beruhigen willst, sollst du damit graben und umkehren und das, was von dir kommt, bedecken;

14 Denn der Herr, dein Gott, wandelt mitten in deinem Lager, um dich zu befreien und deine Feinde vor dir preiszugeben; darum soll dein Lager heilig sein; dass er nichts Unreines an dir sieht und sich von dir abwendet.

15 Du sollst den Knecht, der seinem Herrn zu dir entflohen ist, seinem Herrn nicht ausliefern;

16 Er wird mit dir wohnen, sogar unter dir, an dem Ort, den er in einem deiner Tore erwählt, wo es ihm am besten gefällt; du sollst ihn nicht unterdrücken.

17 Es soll keine Hure unter den Töchtern Israels geben, noch einen Sodomiten unter den Söhnen Israels.

18 Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen für irgendein Gelübde; denn auch diese beiden sind dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel.

19 Du sollst deinem Bruder nicht gegen Wucher leihen; Wucher von Geld, Wucher von Lebensmitteln, Wucher von allem, was auf Wucher verliehen wird;

20 Einem Fremden darfst du gegen Wucher leihen; aber deinem Bruder sollst du nicht gegen Wucher leihen; damit der Herr, dein Gott, dich in allem segne, woran du in dem Land, wohin du ziehst, um es in Besitz zu nehmen, deine Hand anlegst.

21 Wenn du dem Herrn, deinem Gott, ein Gelübde tust, sollst du nicht nachlassen, es zu erfüllen; denn der Herr, dein Gott, wird es gewiss von dir verlangen; und es wäre Sünde in dir.

22 Wenn du es aber unterlässt zu schwören, so soll es dir keine Sünde sein.

23 Was von deinen Lippen kommt, sollst du bewahren und tun; auch eine freiwillige Gabe, wie du dem Herrn, deinem Gott, gelobt hast, was du mit deinem Mund verheißen hast.

24 Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, dann darfst du dich nach Belieben satt essen; aber du sollst nichts in dein Gefäß tun.

25 Wenn du in das stehende Korn deines Nächsten kommst, dann darfst du die Ähren mit deiner Hand ausreißen; aber du sollst keine Sichel zum stehenden Korn deines Nächsten bewegen.  


KAPITEL 24

Von Scheidung, Versprechen, Menschendieben, Lepra, Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

1 Wenn ein Mann eine Frau genommen und sie geheiratet hat, und es begibt sich: Sie findet keine Gunst in seinen Augen, weil er etwas Unreines an ihr gefunden hat; dann soll er ihr einen Scheidungsbrief schreiben und ihn ihr in die Hand geben und sie aus seinem Hause schicken.

2 Und wenn sie aus seinem Haus weggegangen ist, darf sie gehen und die Frau eines anderen Mannes werden.

3 Und wenn der letztere Ehemann sie hasst und ihr einen Scheidungsbrief schreibt und ihn ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Haus schickt; oder wenn der letztere Ehemann stirbt, was sie zu seiner Frau machte;

4 Ihr früherer Mann, der sie wegschickte, darf sie nicht wieder zur Frau nehmen, nachdem sie verunreinigt ist; denn das ist ein Gräuel vor dem Herrn; und du sollst das Land nicht verderben, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt.

5 Wenn ein Mann eine neue Frau genommen hat, soll er nicht in den Krieg ziehen und ihm keine Geschäfte machen; aber er soll ein Jahr frei zu Hause sein und seine Frau aufheitern, die er genommen hat.

6 Niemand soll den unteren oder oberen Mühlstein als Pfand nehmen; denn er verpfändet das Leben eines Menschen.

7 Wenn jemand ertappt wird, wie er einen seiner Brüder von den Kindern Israel stiehlt und Handel mit ihm macht oder ihn verkauft; dann wird dieser Dieb sterben; und du sollst das Böse von dir entfernen.

8 Achte auf die Plage des Aussatzes, dass du eifrig achtest und alles befolgst, was die Priester, die Leviten, dich lehren werden; wie ich ihnen befohlen habe, so sollt ihr es tun.

9 Denkt daran, was der Herr, euer Gott, übrigens mit Mirjam getan hat, nachdem ihr aus Ägypten gezogen wart.

10 Wenn du deinem Bruder etwas leihst, sollst du nicht in sein Haus gehen, um sein Pfand zu holen.

11 Du wirst im Ausland stehen, und der Mann, dem du leihst, wird dir das Pfand im Ausland herausbringen.

12 Und wenn der Mann arm ist, sollst du nicht mit seinem Pfand schlafen;

13 Auf jeden Fall sollst du ihm das Pfand wieder geben, wenn die Sonne untergeht, damit er in seinem eigenen Gewand schlafen und dich segnen kann; und es wird dir Gerechtigkeit sein vor dem Herrn, deinem Gott.

14 Du sollst keinen armen und bedürftigen Tagelöhner unterdrücken, sei er von deinen Brüdern oder von deinen Fremdlingen, die in deinem Land, in deinen Toren sind;

15 An seinem Tage sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll nicht untergehen; denn er ist arm und setzt sein Herz darauf; damit er nicht gegen dich zum Herrn schreie und es dir Sünde sei.

16 Die Väter sollen nicht wegen der Kinder getötet werden, noch sollen die Kinder wegen der Väter getötet werden; jeder Mensch soll für seine eigene Sünde getötet werden.

17 Du sollst das Urteil des Fremdlings und des Waisen nicht verkehren; noch das Gewand einer Witwe zum Pfand nehmen;

18 Aber du sollst daran denken, dass du ein Knecht in Ägypten warst, und der Herr, dein Gott, dich von dort erlöst hat; darum befehle ich dir, dies zu tun.

19 Wenn du deine Ernte auf deinem Feld abgeholzt und eine Garbe auf dem Feld vergessen hast, sollst du nicht wieder hingehen, um sie zu holen; es soll für den Fremdling, für die Waisen und für die Witwe sein; damit der Herr, dein Gott, dich segne in allem Werk deiner Hände.

20 Wenn du deinen Ölbaum klopfst, sollst du nicht mehr über die Zweige gehen; es soll für den Fremden, für den Waisen und für die Witwe sein.

21 Wenn du die Trauben deines Weinbergs erntest, sollst du sie nicht nachlesen; es soll für den Fremden, für den Waisen und für die Witwe sein.

22 Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave im Land Ägypten warst; darum befehle ich dir, dies zu tun.  


KAPITEL 25

Streifen dürfen nicht mehr als vierzig sein – Der Ochse darf keinen Maulkorb tragen – Der Samen zu einem Bruder aufziehen – Die unbescheidene Frau – Ungerechte Gewichte – Die Erinnerung an Amalek soll ausgelöscht werden.

1 Wenn es einen Streit zwischen Menschen gibt und sie zum Gericht kommen, damit die Richter sie richten; dann werden sie die Gerechten rechtfertigen und die Gottlosen verurteilen.

2 Und wenn der Gottlose es wert ist, geschlagen zu werden, soll der Richter ihn niederlegen und vor seinem Angesicht schlagen lassen, entsprechend seiner Schuld, von einer bestimmten Zahl.

3 Vierzig Striemen darf er ihm geben und nicht überschreiten; damit er dich nicht überschreite und ihn mit vielen Hieben übertreffe, so würde dir dein Bruder gemein erscheinen.

4 Du sollst dem Ochsen keinen Maulkorb anlegen, wenn er das Korn austritt.

5 Wenn Brüder zusammenwohnen und einer von ihnen stirbt und kein Kind hat, soll die Frau des Toten nicht draußen mit einem Fremden heiraten; der Bruder ihres Mannes soll zu ihr eintreten und sie ihm zur Frau nehmen und ihr gegenüber die Pflicht eines Ehemannsbruders erfüllen.

6 Und es soll geschehen, dass der Erstgeborene, den sie gebiert, den Namen seines verstorbenen Bruders erben soll, damit sein Name nicht aus Israel ausgelöscht wird.

7 Und wenn der Mann die Frau seines Bruders nicht nehmen möchte, dann soll die Frau seines Bruders zu den Ältesten zum Tor hinaufgehen und sagen: Der Bruder meines Mannes weigert sich, seinem Bruder einen Namen in Israel zu machen, er wird das nicht tun Pflicht des Bruders meines Mannes.

8 Dann sollen ihn die Ältesten seiner Stadt rufen und mit ihm reden; und wenn er dazu steht und sagt: Ich möchte sie nicht nehmen;

9 Dann soll die Frau seines Bruders vor den Ältesten zu ihm kommen und ihm den Schuh vom Fuß lösen und ihm ins Gesicht spucken und antworten und sagen: Also soll man dem Mann tun, der nicht aufbauen will das Haus seines Bruders.

10 Und sein Name soll in Israel heißen: Das Haus dessen, dem der Schuh ausgeht.

11 Wenn Männer miteinander streiten, und die Frau des einen sich nähert, um ihren Mann aus der Hand dessen zu befreien, der ihn schlägt, und ihre Hand ausstreckt und ihn bei den Geheimnissen packt;

12 Dann sollst du ihr die Hand abhauen, dein Auge wird sie nicht bemitleiden.

13 Du sollst nicht mehrere Gewichte in deiner Tasche haben, ein großes und ein kleines;

14 Du sollst kein großes und kleines Maß in deinem Hause haben;

15 Aber du sollst ein vollkommenes und gerechtes Gewicht haben, ein vollkommenes und gerechtes Maß sollst du haben; damit deine Tage verlängert werden in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

16 Denn alle, die solches tun, und alle, die Unrecht tun, sind dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel.

17 Bedenke, was Amalek dir übrigens getan hat, als ihr aus Ägypten gezogen seid;

18 Wie er dir auf dem Weg begegnete und den Hintersten von dir schlug, sogar alle Schwachen hinter dir, als du schwach und müde warst; und er fürchtete Gott nicht.

19 Darum sollst du, wenn der Herr, dein Gott, dir Ruhe verschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt, es in Besitz zu nehmen, so sollst du die Erinnerung an Amalek auslöschen Himmel; du sollst es nicht vergessen.  


KAPITEL 26

Von Erstlingsfrüchten – Zehnten des dritten Jahres – Der Bund zwischen Gott und den Menschen.

1 Und es soll sein, wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbteil gibt, und es in Besitz nimmst und darin wohnst;

2 dass du von den allerersten Früchten der Erde nimmst, die du von deinem Land bringst, das dir der Herr, dein Gott, gibt, und es in einen Korb tue und an den Ort gehe, den der Herr, dein Gott, hat wählt, seinen Namen dort zu platzieren.

3 Und du sollst zu dem Priester gehen, der in jenen Tagen sein wird, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem Herrn, deinem Gott, dass ich in das Land gekommen bin, das der Herr unseren Vätern geschworen hat, uns zu geben.

4 Und der Priester soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar des Herrn, deines Gottes, stellen.

5 Und du sollst vor dem Herrn, deinem Gott, reden und sagen: Ein Syrer, der dem Tod nahe war, war mein Vater; und er zog hinab nach Ägypten und hielt sich dort mit wenigen auf und wurde dort eine Nation, groß, mächtig und volkreich;

6 Und die Ägypter flehten uns an und bedrängten uns und legten uns harte Knechtschaft auf;

7 Und als wir zum Herrn, dem Gott unserer Väter, schrien, hörte der Herr unsere Stimme und sah auf unsere Bedrängnis und unsere Arbeit und unsere Unterdrückung;

8 Und der Herr führte uns aus Ägypten heraus mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken und mit Zeichen und mit Wundern;

9 Und er hat uns an diesen Ort gebracht und uns dieses Land gegeben, nämlich ein Land, das von Milch und Honig fließt.

10 Und nun siehe, ich habe die Erstlinge des Landes gebracht, die du, o Herr, mir gegeben hast. Und du sollst es vor den Herrn, deinen Gott, stellen und anbeten vor dem Herrn, deinem Gott;

11 Und du sollst dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremde, der unter dir ist.

12 Wenn du im dritten Jahr, das das Jahr des Zehnten ist, alle Zehnten deines Einkommens zu Ende gezehntet und es dem Leviten, dem Fremdling, den Waisen und der Witwe gegeben hast, damit sie in deinen Toren essen , und gefüllt werden;

13 Dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sagen: Ich habe das Heiligtum aus meinem Hause weggenommen und habe es auch dem Leviten und dem Fremdling, den Waisen und der Witwe gegeben, nach allem, was dir gehört Gebote, die du mir geboten hast; Ich habe deine Gebote nicht übertreten und habe sie nicht vergessen;

14 Ich habe nichts davon gegessen in meiner Trauer, noch habe ich etwas davon weggenommen für einen unreinen Gebrauch, noch etwas davon für die Toten gegeben; sondern ich habe auf die Stimme des Herrn, meines Gottes, gehört und alles getan, was du mir geboten hast.

15 Blick herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unseren Vätern geschworen hast, ein Land, das von Milch und Honig fließt.

16 Heute hat dir der Herr, dein Gott, geboten, diese Satzungen und Rechte zu tun; darum sollst du sie halten und tun mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.

17 Du hast dem Herrn heute geschworen, dein Gott zu sein und auf seinen Wegen zu wandeln und seine Satzungen und seine Gebote und seine Rechte zu halten und auf seine Stimme zu hören;

18 Und der Herr hat dich heute verbürgt, sein besonderes Volk zu sein, wie er dir verheißen hat, und dass du alle seine Gebote halten sollst;

19 und dich hoch zu machen über alle Nationen, die er gemacht hat, in Lob und Namen und in Ehre; und dass du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er geredet hat.  


KAPITEL 27

Das Volk, um das Gesetz auf Steine zu schreiben und einen Altar zu bauen – Die Stämme geteilt – Die Flüche ausgesprochen.

1 Und Mose gebot dem Volk mit den Ältesten Israels und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete!

2 Und an dem Tag, da ihr über den Jordan in das Land ziehen werdet, das der Herr, euer Gott, euch geben wird, sollt ihr euch große Steine aufrichten und sie mit Lehm bestreichen;

3 Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes darauf schreiben, wenn du hinüberziehst, damit du in das Land hineingehst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig fließt; wie der Herr, der Gott deiner Väter, dir verheißen hat.

4 Darum sollt ihr, wenn ihr über den Jordan gezogen seid, diese Steine, die ich euch heute gebiete, auf dem Berg Ebal aufrichten und sie mit Gips verputzen.

5 Und dort sollst du dem Herrn, deinem Gott, einen Altar aus Steinen bauen; du sollst kein eisernes Werkzeug über sie erheben.

6 Du sollst den Altar des HERRN, deines Gottes, aus ganzen Steinen bauen; und Brandopfer sollst du darauf dem Herrn, deinem Gott, opfern;

7 Und du sollst Heilsopfer darbringen und dort essen und fröhlich sein vor dem Herrn, deinem Gott.

8 Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes sehr deutlich auf die Steine schreiben.

9 Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten zu ganz Israel und sprachen: Seht zu und hört zu, Israel! Heute bist du das Volk des Herrn, deines Gottes, geworden.

10 Darum sollst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und seine Gebote und Satzungen tun, die ich dir heute gebiete.

11 Und Mose befahl dem Volk am selben Tag und sprach:

12 Diese werden auf dem Berg Garizim stehen, um das Volk zu segnen, wenn ihr über den Jordan kommt; Simeon und Levi und Juda und Issachar und Joseph und Benjamin;

13 Und diese werden auf dem Berg Ebal stehen, um zu fluchen; Ruben, Gad und Asser und Sebulon, Dan und Naphtali.

14 Und die Leviten sollen reden und mit lauter Stimme zu allen Männern Israels sagen:

15 Verflucht sei der Mann, der irgendein geschnitztes oder gegossenes Bild macht, ein Gräuel für den Herrn, ein Werk von Handwerkerhänden, und es an einem geheimen Ort aufstellt; und alles Volk wird antworten und sagen: Amen.

16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter anzündet! und das ganze Volk soll sagen: Amen.

17 Verflucht sei, wer seines Nächsten Wahrzeichen entfernt; und das ganze Volk soll sagen: Amen.

18 Verflucht sei, wer den Blinden vom Wege abweicht; und das ganze Volk soll sagen: Amen.

19 Verflucht sei, wer das Urteil der Fremdlinge, Waisen und Witwen verkehrt! und das ganze Volk soll sagen: Amen.

20 Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt! weil er seines Vaters Rock aufdeckt; und das ganze Volk soll sagen: Amen.

21 Verflucht sei, wer bei irgendwelchen Tieren liegt; und das ganze Volk soll sagen: Amen.

22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter; und das ganze Volk soll sagen: Amen.

23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! und das ganze Volk wird sagen: Amen.

24 Verflucht sei, wer seinen Nächsten heimlich schlägt! und das ganze Volk soll sagen: Amen.

25 Verflucht sei, wer dafür belohnt wird, einen Unschuldigen zu töten; und das ganze Volk soll sagen: Amen.

26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes bestätigt, um sie zu tun; und das ganze Volk soll sagen: Amen.  


KAPITEL 28

Die Segnungen für Gehorsam – Die Flüche für Ungehorsam.

1 Und es wird sich begeben, wenn du eifrig auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst und alle seine Gebote hältst und befolgst, die ich dir heute gebiete, wird der Herr, dein Gott, dich über alle Nationen erhaben setzen der Erde;

2 Und all diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst.

3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du auf dem Feld sein.

4 Gesegnet sei die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackers und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Kühe und die Herden deiner Schafe.

5 Gesegnet sei dein Korb und dein Vorrat.

6 Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, und gesegnet wirst du sein, wenn du hinausgehst.

7 Der Herr wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, vor deinem Angesicht schlagen lassen; Auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen und auf sieben Wegen vor dir fliehen.

8 Der Herr gebietet dir den Segen in deinen Vorratshäusern und in allem, woran du deine Hand legst; und er wird dich segnen in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt.

9 Der Herr wird dir ein heiliges Volk errichten, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote des Herrn, deines Gottes, hältst und auf seinen Wegen wandelst.

10 Und alle Völker der Erde werden sehen, dass du mit dem Namen des Herrn gerufen bist; und sie werden sich vor dir fürchten.

11 Und der Herr wird dich reich machen an Gütern, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehs und an der Frucht deines Ackers in dem Land, das der Herr deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.

12 Der Herr wird dir seinen guten Schatz öffnen, den Himmel, um deinem Land Regen zu geben zu seiner Zeit und alle Werke deiner Hände zu segnen; und du wirst vielen Völkern leihen und nicht borgen.

13 Und der Herr wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz; und du wirst nur oben sein, und du wirst nicht unten sein; wenn du auf die Gebote des Herrn, deines Gottes, hörst, die ich dir heute gebiete, sie zu halten und zu tun;

14 Und du sollst von keinem der Worte, die ich dir heute gebiete, abweichen, weder zur Rechten noch zur Linken, um anderen Göttern nachzulaufen, um ihnen zu dienen.

15 Aber es wird sich begeben, wenn du nicht auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst und darauf achtest, alle seine Gebote und Satzungen zu tun, die ich dir heute gebiete, werden alle diese Flüche über dich kommen und eintreffen dich;

16 Verflucht seist du in der Stadt und verflucht auf dem Feld.

17 Verflucht sei dein Korb und dein Vorrat.

18 Verflucht sei die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes, der Wurf deiner Kühe und die Herden deiner Schafe.

19 Verflucht seist du, wenn du eingehst, und verflucht, wenn du ausziehst,

20 Der Herr wird Fluch, Ärger und Zurechtweisung über dich senden in allem, was du zu tun anstrengst, bis du vernichtet wirst und bis du schnell umkommst; wegen der Bosheit deines Tuns, wodurch du mich verlassen hast.

21 Der Herr wird die Pest an dir festhalten, bis er dich aus dem Land vertilgt hat, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.

22 Der Herr wird dich schlagen mit Schwindsucht und mit Fieber und mit Entzündungen und mit starkem Brennen und mit dem Schwert und mit Brandstiftung und mit Mehltau; und sie werden dich verfolgen, bis du umkommst.

23 Und dein Himmel, der über deinem Haupt ist, wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, wird Eisen sein.

24 Der Herr wird den Regen deines Landes zu Pulver und Staub machen; vom Himmel soll es auf dich herabfallen, bis du vernichtet wirst.

25 Der Herr wird dich vor deinen Feinden schlagen lassen; Auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen und auf sieben Wegen vor ihnen fliehen; und werden in alle Königreiche der Erde entfernt werden.

26 Und dein Leichnam soll allen Vögeln des Himmels und allen Tieren der Erde als Speise dienen, und niemand wird sie verjagen.

27 Der Herr wird dich schlagen mit ägyptischem Mist und mit Smaragden und mit Grind und Krätze, wovon du nicht geheilt werden kannst.

28 Der Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn und Blindheit und Entsetzen des Herzens;

29 Und du wirst am Mittag tappen, wie der Blinde in der Finsternis tastet, und es wird dir nicht gelingen auf deinen Wegen; und du wirst immer nur unterdrückt und verdorben sein, und niemand wird dich retten.

30 Du wirst eine Frau verloben, und ein anderer Mann wird bei ihr liegen; du sollst ein Haus bauen und nicht darin wohnen; du sollst einen Weinberg pflanzen und seine Trauben nicht ernten.

31 Dein Rind soll vor deinen Augen geschlachtet werden, und du sollst nicht davon essen; Dein Esel wird gewaltsam vor deinem Angesicht weggenommen und dir nicht zurückgegeben werden; deine Schafe werden deinen Feinden gegeben, und du wirst niemanden haben, der sie rettet.

32 Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volk gegeben werden, und deine Augen werden den ganzen Tag lang vor Sehnsucht nach ihnen blicken; und es wird keine Macht in deiner Hand sein.

33 Die Frucht deines Landes und all deine Arbeit wird ein Volk auffressen, das du nicht kennst; und du sollst immer nur unterdrückt und zerschmettert werden;

34 damit du wahnsinnig wirst vor dem Anblick deiner Augen, den du sehen wirst.

35 Der Herr wird dich an den Knien und an den Beinen schlagen mit einem unheilbaren Geschwür von der Fußsohle bis zum Scheitel.

36 Der Herr wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einem Volk führen, das weder du noch deine Väter gekannt haben; und dort sollst du anderen Göttern dienen, Holz und Stein.

37 Und du wirst zum Entsetzen, zum Sprichwort und zum Sprichwort werden unter allen Völkern, wohin dich der Herr führen wird.

38 Du wirst viel Saat auf das Feld hinaustragen und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden es verzehren.

39 Du sollst Weinberge pflanzen und bebauen, aber weder Wein trinken noch Trauben lesen; denn die Würmer werden sie fressen.

40 Ölbäume sollst du an allen deinen Küsten haben, aber du sollst dich nicht mit Öl salben; denn dein Ölbaum wird seine Frucht werfen.

41 Du wirst Söhne und Töchter zeugen, aber du wirst sie nicht genießen; denn sie werden in Gefangenschaft gehen.

42 Alle deine Bäume und Früchte deines Landes werden die Heuschrecken verzehren.

43 Der Fremde, der in dir ist, wird sehr hoch über dich steigen; und du wirst sehr tief herunterkommen.

44 Er wird dir leihen, und du sollst ihm nicht leihen; er soll das Haupt sein, und du wirst der Schwanz sein.

45 Außerdem werden alle diese Flüche über dich kommen und dich verfolgen und einholen, bis du vernichtet bist; denn du hast nicht auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, gehört, seine Gebote und Satzungen zu halten, die er dir geboten hat.

46 Und sie werden zum Zeichen und Wunder über dir sein und über deinen Nachkommen für immer.

47 Weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht mit Freude und mit Freude des Herzens gedient hast wegen der Fülle aller Dinge;

48 Darum wirst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich senden wird, in Hunger und Durst und in Blöße und in Mangel an allem; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vernichtet hat.

49 Der Herr wird ein Volk gegen dich bringen von ferne, vom Ende der Erde, so schnell wie der Adler fliegt; ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehen sollst;

50 Eine Nation mit grimmigem Antlitz, die die Person der Alten nicht ansieht und den Jungen keine Gunst erweist;

51 Und er wird die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes essen, bis du vernichtet wirst; der dir auch weder Korn noch Wein noch Öl noch den Ertrag deiner Kühe oder Herden deiner Schafe überlassen wird, bis er dich vernichtet hat.

52 Und er wird dich in all deinen Toren belagern, bis deine hohen und eingezäunten Mauern niederfallen, denen du vertrautest, in deinem ganzen Land; und er wird dich belagern in all deinen Toren in deinem ganzen Land, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.

53 Und du sollst die Frucht deines eigenen Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, in der Belagerung und in der Enge, womit deine Feinde dich bedrängen werden;

54 So dass der zärtliche Mann unter euch und sehr zarte Augen böse sein werden gegen seinen Bruder und gegen die Frau seines Busens und gegen den Überrest seiner Kinder, die er zurücklassen wird;

55 damit er keinem von ihnen etwas vom Fleisch seiner Kinder gibt, die er essen soll; denn er hat nichts übrig in der Belagerung und in der Enge, womit deine Feinde dich in all deinen Toren bedrängen werden.

56 Die zarte und zarte Frau unter euch, die es nicht wagen würde, ihre Fußsohle vor Zartheit und Zärtlichkeit auf den Boden zu setzen, ihr Auge wird böse sein gegen den Ehemann ihrer Brust und gegen ihren Sohn und gegen ihre Tochter.

57 und zu ihrem Jungen, der zwischen ihren Füßen hervorkommt, und zu ihren Kindern, die sie gebären wird; denn sie wird sie aus Mangel an allem heimlich in der Belagerung und Enge essen, womit dein Feind dich in deinen Toren bedrängen wird.

58 Wenn du nicht darauf achten wirst, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buch geschrieben stehen, damit du diesen herrlichen und furchtbaren Namen, den Herrn, deinen Gott, fürchtest;

59 Dann wird der Herr deine Plagen wunderbar machen und die Plagen deiner Nachkommen, selbst große Plagen und von langer Dauer, und schlimme Krankheiten und von langer Dauer.

60 Außerdem wird er alle Seuchen Ägyptens über dich bringen, vor denen du dich gefürchtet hast; und sie werden an dir festhalten.

61 Auch jede Krankheit und jede Plage, die nicht im Buch dieses Gesetzes geschrieben steht, wird der Herr über dich bringen, bis du vertilgt bist.

62 Und ihr werdet wenige an Zahl übrig bleiben, wohingegen ihr wie die Sterne des Himmels für die Menge wart; weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorchen wolltest.

63 Und es wird sich begeben: Wie der Herr sich über dich freute, dir Gutes zu tun und dich zu mehren; so freut sich der Herr über dich, dich zu verderben und dich zunichte zu machen; und ihr werdet aus dem Land gerissen werden, wohin ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen.

64 Und der Herr wird dich unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen; und dort wirst du anderen Göttern dienen, die weder du noch deine Väter gekannt haben, sogar Holz und Stein.

65 Und unter diesen Nationen wirst du keine Ruhe finden, noch wird deine Fußsohle Ruhe haben; aber der Herr wird dir dort ein zitterndes Herz geben und ein schwaches Auge und einen bekümmerten Sinn;

66 Und dein Leben wird in Zweifel vor dir hängen; und du wirst dich Tag und Nacht fürchten und deines Lebens nicht sicher sein;

67 Am Morgen wirst du sagen: Ach, wäre es doch gleich! und am Abend sollst du sagen: Möchte Gott, es wäre Morgen! vor der Furcht deines Herzens, wovor du dich fürchten wirst, und vor dem Anblick deiner Augen, den du sehen wirst.

68 Und der Herr wird dich mit Schiffen wieder nach Ägypten bringen, auf dem Weg, von dem ich zu dir geredet habe: Du wirst es nicht mehr sehen; und dort werdet ihr für Knechte und Knechte an eure Feinde verkauft, und niemand wird euch kaufen.  


KAPITEL 29

Mose ermahnt zum Gehorsam – Alle werden vor den Herrn gestellt, um in seinen Bund einzutreten – Geheime Dinge gehören Gott.

1 Dies sind die Worte des Bundes, den der Herr Mose mit den Kindern Israel im Land Moab zu schließen geboten hat, außer dem Bund, den er mit ihnen am Horeb geschlossen hat.

2 Und Mose rief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gesehen, was der Herr vor euren Augen getan hat im Land Ägypten an dem Pharao und an allen seinen Knechten und in seinem ganzen Land;

3 die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, die Zeichen und diese großen Wunder;

4 Doch der Herr hat euch bis auf diesen Tag kein Herz gegeben zu sehen und Augen zu sehen und Ohren zu hören.

5 Und ich habe dich vierzig Jahre in der Wildnis geführt; deine Kleider sind nicht alt an dir, und deine Schuhe sind nicht alt an deinem Fuß.

6 Ihr habt kein Brot gegessen, noch Wein oder starkes Getränk getrunken; damit ihr wisst, dass ich der Herr, euer Gott bin.

7 Und als ihr an diesen Ort kamt, zogen Sihon, der König von Heschbon, und Og, der König von Baschan, gegen uns zum Kampf aus, und wir schlugen sie;

8 Und wir nahmen ihr Land und gaben es den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm Manasse zum Erbteil.

9 Darum haltet die Worte dieses Bundes und tut sie, damit es euch in allem, was ihr tut, gelingen möge.

10 Ihr steht heute alle vor dem Herrn, eurem Gott; deine Fürsten deiner Stämme, deine Ältesten und deine Ältesten mit allen Männern Israels,

11 deine Kleinen, deine Frauen und deine Fremdlinge, die in deinem Lager sind, vom Holzfäller bis zum Wasserschöpfer;

12 dass du mit dem Herrn, deinem Gott, einen Bund schließen und seinen Eid eingehen sollst, den der Herr, dein Gott, heute mit dir macht;

13 damit er dich heute zu einem eigenen Volk mache und dir ein Gott sei, wie er dir gesagt und deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.

14 Ich schließe diesen Bund und diesen Eid nicht nur mit dir;

15 Sondern mit dem, der heute hier bei uns steht vor dem Herrn, unserem Gott, und auch mit dem, der heute nicht hier bei uns ist;

16 (Denn ihr wisst, wie wir im Land Ägypten gewohnt haben und wie wir durch die Nationen gekommen sind, an denen ihr vorbeigezogen seid;

17 Und ihr habt ihre Gräuel gesehen und ihre Götzen, Holz und Stein, Silber und Gold, die unter ihnen waren;)

18 damit es nicht unter euch einen Mann oder eine Frau oder eine Familie oder einen Stamm gibt, deren Herz sich heute von dem Herrn, unserem Gott, abwendet, um hinzugehen und den Göttern dieser Nationen zu dienen; damit nicht eine Wurzel unter euch sei, die Galle und Wermut trägt;

19 Und es begab sich: Wenn er die Worte dieses Fluchs hört, segnet er sich in seinem Herzen und spricht: Ich werde Frieden haben, obwohl ich in der Einbildung meines Herzens wandle, um Trunkenheit zum Durst hinzuzufügen;

20 Der Herr wird ihn nicht verschonen, aber dann wird der Zorn des Herrn und seine Eifersucht gegen diesen Mann rauchen, und alle Flüche, die in diesem Buch geschrieben sind, werden auf ihm liegen, und der Herr wird seinen Namen unter dem Himmel auslöschen .

21 Und der Herr wird ihn zum Bösen aus allen Stämmen Israels aussondern nach allen Flüchen des Bundes, die in diesem Buch des Gesetzes geschrieben sind;

22 damit die kommende Generation deiner Kinder, die nach dir aufstehen wird, und der Fremde, der aus einem fernen Land kommen wird, sagen wird, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, die der Herr ihm auferlegt hat ;

23 und dass sein ganzes Land Schwefel und Salz ist und brennt, dass es weder gesät noch gedeiht noch Gras darin wächst, wie die Zerstörung von Sodom und Gomorra, Adma und Zeboim, die der Herr in seinem Zorn zerstörte , und in seinem Zorn;

24 Sogar alle Nationen werden sagen: Warum hat der Herr diesem Land so getan? Was bedeutet die Hitze dieses großen Zorns?

25 Dann werden die Leute sagen: Weil sie den Bund des Herrn, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen gemacht hat, als er sie aus Ägyptenland geführt hat;

26 Denn sie gingen hin und dienten anderen Göttern und beteten sie an, Götter, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht gegeben hatte;

27 Und der Zorn des Herrn entbrannte gegen dieses Land, um alle Flüche darüber zu bringen, die in diesem Buch geschrieben stehen;

28 Und der Herr vertrieb sie aus ihrem Land im Zorn und im Zorn und im großen Zorn und warf sie in ein anderes Land, wie es heute ist.

29 Das Verborgene gehört dem Herrn, unserem Gott; aber das, was offenbart wird, gehört uns und unseren Kindern für immer, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun können.  


KAPITEL 30

Den Bußfertigen verheißene Barmherzigkeiten – Das manifestierte Gebot – Tod und Leben stehen ihnen bevor.

1 Und es wird geschehen, wenn all dies über dich kommt, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du wirst sie unter allen Nationen in Erinnerung rufen, wohin der Herr, dein Gott, vertrieben hat dich,

2 und sollst zu dem Herrn, deinem Gott, zurückkehren und seiner Stimme gehorchen, ganz nach allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele;

3 dass dann der Herr, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und zurückkehren und dich aus allen Nationen sammeln wird, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat.

4 Wenn jemand von dir bis an die äußersten Enden des Himmels vertrieben wird, wird dich der Herr, dein Gott, von dort sammeln und von dort holen;

5 Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen; und er wird dir wohltun und dich mehren als deine Väter.

6 Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den Herrn, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, damit du lebst.

7 Und der Herr, dein Gott, wird all diese Flüche auf deine Feinde legen und auf deine Hasser, die dich verfolgt haben.

8 Und du sollst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen und alle seine Gebote tun, die ich dir heute gebiete.

9 Und der Herr, dein Gott, wird dich reichlich machen an allem Werk deiner Hände, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehs und an der Frucht deines Landes zum Guten; denn der Herr wird sich wieder zum Guten über dich freuen, wie er sich über deine Väter freute;

10 Wenn du auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst, seine Gebote und Satzungen zu halten, die in diesem Buch des Gesetzes geschrieben stehen, und wenn du dich mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zum Herrn, deinem Gott, bekehrst .

11 Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen und nicht fern.

12 Es ist nicht im Himmel, dass du sagen solltest: Wer wird für uns in den Himmel hinaufsteigen und es uns bringen, dass wir es hören und es tun?

13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer wird für uns über das Meer gehen und es zu uns bringen, dass wir es hören und tun?

14 Aber das Wort ist dir sehr nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen, damit du es tust.

15 Siehe, ich habe dir heute Leben und Gutes und Tod und Böses vorgelegt;

16 Indem ich dir heute gebiete, den Herrn, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und seine Rechte zu halten, damit du lebst und dich mehrst; und der Herr, dein Gott, wird dich segnen in dem Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.

17 Wenn sich aber dein Herz abwendet, so dass du es nicht hörst, sondern abgezogen wirst und andere Götter anbetest und ihnen dienst;

18 Ich verkünde euch heute, dass ihr sicherlich umkommen werdet und dass ihr eure Tage in dem Land nicht verlängern werdet, wohin ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

19 Himmel und Erde rufe ich heute gegen euch zur Rechenschaft, dass ich euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt habe; darum wähle das Leben, damit sowohl du als auch deine Nachkommen leben können;

20 damit du den Herrn, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage; dass du in dem Land wohnst, das der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.  


KAPITEL 31

Moses ermutigt Josua und das Volk – Seine Anklage an Josua – Moses übergibt das Buch des Gesetzes den Leviten, damit sie es halten – Er protestiert bei den Ältesten.

1 Und Mose ging hin und sprach diese Worte zu ganz Israel.

2 Und er sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertzwanzig Jahre alt; Ich kann nicht mehr aus- und eintreten; Auch der Herr hat zu mir gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen.

3 Der Herr, dein Gott, wird vor dir herziehen und diese Nationen vor dir vertilgen, und du wirst sie in Besitz nehmen; und Josua, er wird vor dir hinübergehen, wie der Herr gesagt hat.

4 Und der Herr wird mit ihnen tun, was er getan hat mit Sihon und Og, den Königen der Amoriter, und mit ihrem Land, das er vernichtet hat.

5 Und der Herr wird sie vor eurem Angesicht hingeben, damit ihr mit ihnen tut nach allen Geboten, die ich euch geboten habe.

6 Sei stark und mutig, fürchte dich nicht und fürchte dich nicht vor ihnen; denn der Herr, dein Gott, ist es, der mit dir geht; Er wird dich nicht im Stich lassen und dich nicht verlassen.

7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei stark und mutig! denn du musst mit diesem Volk in das Land gehen, das der Herr ihren Vätern geschworen hat, es ihnen zu geben; und du sollst es ihnen erben.

8 Und der Herr, er ist es, der vor dir hergeht; er wird mit dir sein, er wird dich nicht enttäuschen und dich nicht verlassen; Fürchte dich nicht, sei auch nicht bestürzt.

9 Und Mose schrieb dieses Gesetz und übergab es den Priestern, den Söhnen Levis, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und allen Ältesten Israels.

10 Und Mose gebot ihnen und sprach: Am Ende aller sieben Jahre, am Hochfest des Jahres der Freilassung, am Laubhüttenfest,

11 Wenn ganz Israel kommt, um vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort zu erscheinen, den er erwählen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel vor ihren Ohren lesen.

12 Versammle das Volk, Männer und Frauen und Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren ist, damit sie hören und lernen und den Herrn, deinen Gott, fürchten und darauf achten, alle diese Worte zu tun Gesetz;

13 und damit ihre Kinder, die nichts gewusst haben, den Herrn, deinen Gott, hören und fürchten lernen, solange ihr in dem Land lebt, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

14 Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, deine Tage nähern sich, dass du sterben musst; Ruft Josua und stellt euch in der Stiftshütte vor, damit ich ihm einen Auftrag erteile. Und Mose und Josua gingen hin und stellten sich in der Stiftshütte vor.

15 Und der Herr erschien in der Stiftshütte in einer Wolkensäule; und die Wolkensäule stand über der Tür der Stiftshütte.

16 Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vätern; und dieses Volk wird sich erheben und hinter den Göttern der Fremdlinge des Landes herziehen, wohin sie ziehen, um unter ihnen zu sein, und wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe.

17 Dann wird mein Zorn an jenem Tag gegen sie entbrannt sein, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen, und sie werden verschlungen werden, und viele Übel und Schwierigkeiten werden sie treffen; sodass sie an jenem Tag sagen werden: Sind diese Übel nicht über uns gekommen, weil unser Gott nicht unter uns ist?

18 Und ich werde an jenem Tag gewiss mein Angesicht verbergen vor all dem Bösen, das sie angerichtet haben werden, indem sie sich anderen Göttern zuwenden.

19 So schreibt nun dieses Lied für euch und lehrt es die Kinder Israels; lege es in ihren Mund, damit dieses Lied für mich ein Zeuge gegen die Kinder Israel sei.

20 Denn wenn ich sie in das Land gebracht habe, das ich ihren Vätern geschworen habe, das von Milch und Honig fließt; und sie werden gegessen und sich gesättigt haben und wächsernes Fett; dann werden sie sich anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen und mich herausfordern und meinen Bund brechen.

21 Und es wird sich begeben, wenn ihnen viele Übel und Schwierigkeiten widerfahren, wird dieses Lied als Zeuge gegen sie zeugen; denn aus dem Mund ihrer Nachkommen soll es nicht vergessen werden; denn ich kenne ihre Fantasien, denen sie nachgehen, sogar jetzt, bevor ich sie in das Land gebracht habe, das ich geschworen habe.

22 Darum schrieb Mose dieses Lied am selben Tag und lehrte es die Kinder Israel.

23 Und er gab Josua, dem Sohn Nuns, einen Auftrag und sprach: Sei stark und mutig; denn du sollst die Kinder Israel in das Land bringen, das ich ihnen geschworen habe; und ich werde mit dir sein.

24 Und es begab sich: Als Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes in ein Buch zu schreiben, bis sie fertig waren,

25 Mose befahl den Leviten, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und sprach:

26 Nimm dieses Buch des Gesetzes und lege es neben die Lade des Bundes des Herrn, deines Gottes, damit es dort als Zeuge gegen dich sei.

27 Denn ich kenne deine Auflehnung und deinen steifen Hals; siehe, während ich heute noch mit euch lebe, seid ihr gegen den Herrn rebellisch gewesen; und wie viel mehr nach meinem Tod?

28 Versammle alle Ältesten deiner Stämme und deine Offiziere zu mir, damit ich ihnen diese Worte ins Ohr sprechen und Himmel und Erde gegen sie zur Rechenschaft ziehen kann.

29 Denn ich weiß, dass ihr euch nach meinem Tod völlig verderben und von dem Weg abbringen werdet, den ich euch geboten habe; und Böses wird dich in den Letzten Tagen treffen; denn ihr werdet Böses tun in den Augen des Herrn, um ihn zu erzürnen durch das Werk eurer Hände.

30 Und Mose redete vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel die Worte dieses Liedes, bis sie zu Ende waren.  


KAPITEL 32

Moses Lied – Gott schickt ihn auf den Berg Nebo, um das Land zu sehen und zu sterben.

1 Hört zu, ihr Himmel, und ich werde sprechen; und höre, o Erde, die Worte meines Mundes.

2 Meine Lehre wird tropfen wie der Regen, meine Rede wird tropfen wie der Tau, wie der kleine Regen auf das zarte Kraut und wie die Schauer auf das Gras;

3 Weil ich den Namen des Herrn veröffentlichen werde; schreibt unserem Gott Größe zu.

4 Er ist der Fels, sein Werk ist vollkommen; denn alle seine Wege sind Gericht; ein Gott der Wahrheit und ohne Ungerechtigkeit, gerecht und recht ist er.

5 Sie haben sich verdorben, ihr Platz ist nicht der Platz seiner Kinder; Sie sind eine perverse und krumme Generation.

6 Vergeltet ihr also dem Herrn, ihr törichten und unverständigen Menschen? Ist er nicht dein Vater, der dich gekauft hat? Hat er dich nicht gemacht und dich gegründet?

7 Denk an die alten Tage, bedenke die Jahre vieler Geschlechter; Frag deinen Vater, und er wird es dir zeigen; deine Ältesten, und sie werden es dir sagen.

8 Als der Höchste sein Erbe unter die Nationen verteilte, als er die Söhne Adams sonderte, setzte er die Grenzen des Volkes nach der Zahl der Kinder Israel.

9 Denn des Herrn Teil ist sein Volk; Jakob ist das Los seines Erbes.

10 Er fand ihn in einem öden Land und in der Wüste, in der heulenden Wildnis; er führte ihn herum, er belehrte ihn, er hielt ihn wie seinen Augapfel.

11 Wie ein Adler sein Nest aufwühlt, über seinen Jungen flattert, seine Flügel ausbreitet, sie ergreift, sie auf seinen Flügeln trägt;

12 So führte ihn allein der Herr, und kein fremder Gott war bei ihm.

13 Er ließ ihn auf den Höhen der Erde reiten, damit er den Ertrag der Felder aß; und er ließ ihn Honig aus dem Felsen saugen und Öl aus dem Kieselstein;

14 Butter von Kühen und Milch von Schafen mit Fett von Lämmern und Widdern der Rasse Baschan und Ziegen mit Fett von Weizennieren; und du hast das reine Blut der Traube getrunken.

15 Aber Jeshurun wurde fett und trat aus; du bist wächsernes Fett, du bist dick geworden, du bist mit Fett bedeckt; dann verließ er Gott, der ihn gemacht hatte, und schätzte den Felsen seiner Errettung gering.

16 Mit fremden Göttern reizten sie ihn zur Eifersucht, mit Greueln reizten sie ihn.

17 Sie opferten den Teufeln, nicht Gott; zu Göttern, die sie nicht kannten, zu neuen Göttern, die neu auftauchten, die eure Väter nicht fürchteten.

18 An den Felsen, der dich gezeugt hat, denkst du nicht und hast Gott vergessen, der dich geformt hat.

19 Und als der Herr das sah, verabscheute er sie wegen der Reizung seiner Söhne und seiner Töchter.

20 Und er sprach: Ich werde mein Angesicht vor ihnen verbergen, ich werde sehen, was ihr Ende sein wird; denn sie sind eine sehr fortschrittliche Generation, Kinder, an die kein Glaube ist.

21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt mit dem, was nicht Gott ist; sie haben mich mit ihren Eitelkeiten zum Zorn gereizt; und ich werde sie zur Eifersucht mit denen bewegen, die kein Volk sind; Ich werde sie mit einer törichten Nation zum Zorn provozieren.

22 Denn ein Feuer ist entzündet in meinem Zorn und wird bis zur untersten Hölle brennen und die Erde mit ihrem Ertrag verzehren und die Grundfesten der Berge in Brand setzen.

23 Ich werde Unheil über sie häufen; Ich werde meine Pfeile für sie ausgeben.

24 Sie werden von Hunger verbrannt und von brennender Hitze und bitterer Vernichtung verzehrt; Ich werde ihnen auch die Zähne der Tiere schicken mit dem Gift der Staubschlangen.

25 Äußeres Schwert und innerer Schrecken wird sowohl den jungen Mann als auch die Jungfrau vernichten, auch den Säugling mit dem Mann mit den grauen Haaren.

26 Ich sagte: Ich würde sie in Ecken zerstreuen, ich würde dafür sorgen, dass die Erinnerung an sie unter den Menschen aufhört;

27 Hätte ich nicht den Zorn der Feinde gefürchtet, damit ihre Widersacher sich nicht sonderbar benehmen und sagen: Unsere Hand ist hoch, und der Herr hat das alles nicht getan.

28 Denn sie sind ein ratloses Volk, noch ist Verstand bei ihnen.

29 O wären sie doch weise, wenn sie dies wüssten, dass sie ihr letztes Ende bedenken würden!

30 Wie sollte einer tausend jagen und zwei zehntausend in die Flucht schlagen, wenn ihr Fels sie nicht verkauft und der Herr sie eingeschlossen hätte?

31 Denn ihr Fels ist nicht wie unser Fels, selbst unsere Feinde sind Richter.

32 Denn ihr Weinstock stammt vom Weinstock von Sodom und von den Feldern von Gomorra; ihre Trauben sind Galltrauben, ihre Trauben sind bitter;

33 Ihr Wein ist das Gift der Drachen und das grausame Gift der Nattern.

34 Ist das nicht bei mir aufbewahrt und unter meinen Schätzen versiegelt?

35 Mir gehört Rache und Vergeltung; ihr Fuß wird zur rechten Zeit gleiten; denn der Tag ihres Unglücks ist nahe, und die Dinge, die über sie kommen werden, eilen herbei.

36 Denn der Herr wird sein Volk richten und sich für seine Knechte bereuen, wenn er sieht, dass ihre Macht dahin ist und niemand eingeschlossen oder übrig ist.

37 Und er wird sagen: Wo sind ihre Götter, ihr Fels, auf den sie vertrauten,

38 Welche haben das Fett ihrer Schlachtopfer gegessen und den Wein ihrer Trankopfer getrunken? Lass sie aufstehen und dir helfen und dein Schutz sein.

39 Siehe nun, dass ich, ja ich, es bin, und es gibt keinen Gott mit mir; Ich töte und mache lebendig; Ich verwunde und ich heile; auch gibt es niemanden, der aus meiner Hand befreien kann.

40 Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und sage: Ich lebe ewig.

41 Wenn ich mein glänzendes Schwert wetz und meine Hand das Gericht ergreife; Ich werde mich an meinen Feinden rächen und die belohnen, die mich hassen.

42 Ich mache meine Pfeile trunken von Blut, und mein Schwert wird Fleisch verzehren; und das mit dem Blut der Erschlagenen und der Gefangenen, vom Beginn der Rache an den Feinden.

43 Freut euch, ihr Nationen, mit seinem Volk; denn er wird das Blut seiner Knechte rächen und seine Widersacher rächen und seinem Land und seinem Volk gnädig sein.

44 Und Mose kam und sprach alle Worte dieses Liedes vor die Ohren des Volkes, er und Hosea, der Sohn Nuns.

45 Und Mose machte ein Ende, alle diese Worte zu ganz Israel zu sagen;

46 Und er sprach zu ihnen: Richtet euer Herz auf all die Worte, die ich heute unter euch bezeuge, die zu tun ihr euren Kindern gebieten sollt, alle Worte dieses Gesetzes.

47 Denn es ist dir nicht eitel; weil es dein Leben ist; und dadurch werdet ihr eure Tage in dem Land verlängern, wohin ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

48 Und der Herr redete an demselben Tag zu Mose und sprach:

49 Steig auf dieses Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der im Land Moab liegt, das Jericho gegenüberliegt; und siehe das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Besitz gebe;

50 und stirb auf dem Berg, wohin du steigst, und sammle dich zu deinem Volk; wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor starb und zu seinem Volk versammelt wurde;

51 Weil ihr euch unter den Kindern Israel an den Wassern von Meribah-Kadesch in der Wüste Zin gegen mich verstoßen habt; denn ihr habt mich nicht inmitten der Kinder Israel geheiligt.

52 Doch du wirst das Land vor dir sehen; aber du sollst nicht dorthin gehen in das Land, das ich den Kindern Israel geben werde.  


KAPITEL 33

Die Majestät Gottes – Die Segnungen der Stämme.

1 Und dies ist der Segen, mit dem der Mann Gottes mit Mose die Kinder Israel vor seinem Tod segnete.

2 Und er sprach: Der Herr ist vom Sinai gekommen und ist ihnen von Seir aufgegangen; er strahlte vom Berg Paran und kam mit zehntausend Heiligen; von seiner Rechten ging ein feuriges Gesetz für sie aus.

3 Ja, er liebte die Menschen; alle seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie setzten sich zu deinen Füßen; Jeder wird von deinen Worten empfangen.

4 Mose hat uns ein Gesetz geboten, nämlich das Erbe der Gemeinde Jakobs.

5 Und er war König in Jeschurun, als die Häupter des Volkes und der Stämme Israels versammelt waren.

6 Lass Ruben leben und nicht sterben; und seine Männer seien nicht wenige.

7 Und dies ist der Segen Judas; und er sprach: Höre, Herr, die Stimme Judas, und bringe ihn zu seinem Volk; lass ihm seine Hände genügen; und sei ihm eine Hilfe von seinen Feinden.

8 Und von Levi sprach er: Lass deine Tummim und deine Urim bei deinem Heiligen sein, den du in Massa geprüft und mit dem du an den Wassern von Meriba gekämpft hast;

9 der zu seinem Vater und seiner Mutter sagte: Ich habe ihn nicht gesehen; weder erkannte er seine Brüder an, noch kannte er seine eigenen Kinder; denn sie haben dein Wort gehalten und deinen Bund gehalten.

10 Sie werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz; sie werden Räucherwerk vor dich legen und ganze Brandopfer auf deinen Altar.

11 Segne, Herr, sein Eigentum, und nimm das Werk seiner Hände an; zerschlage die Lenden derer, die sich gegen ihn erheben, und derer, die ihn hassen, damit sie sich nicht wieder erheben.

12 Und von Benjamin sagte er: Der Geliebte des Herrn wird sicher bei ihm wohnen; und der Herr wird ihn den ganzen Tag bedecken, und er wird zwischen seinen Schultern wohnen.

13 Und von Joseph sagte er: Gesegnet sei der Herr sein Land, wegen der Kostbarkeiten des Himmels, wegen des Taus und wegen der Tiefe, die darunter liegt,

14 und für die kostbaren Früchte, die die Sonne hervorbringt, und für die Kostbarkeiten, die der Mond hervorbringt,

15 und für die wichtigsten Dinge des alten Berges und für die Kostbarkeiten der ewigen Hügel,

16 und für die Kostbarkeiten der Erde und ihre Fülle und für das Wohlwollen dessen, der im Busch wohnt; Der Segen komme auf Josephs Haupt und auf den Scheitel dessen, der von seinen Brüdern getrennt war.

17 Seine Herrlichkeit ist wie der Erstling seines Farren, und seine Hörner sind wie die Hörner von Einhörnern; mit ihnen wird er die Völker zusammenstoßen bis an die Enden der Erde; und es sind die Zehntausend von Ephraim, und es sind die Tausende von Manasse.

18 Und von Sebulon sagte er: Freue dich, Sebulon, dass du ausziehst; und, Issachar, in deinen Zelten.

19 Sie werden das Volk auf den Berg rufen; dort werden sie Opfer der Gerechtigkeit darbringen; denn sie werden aus der Fülle der Meere saugen und aus den im Sand verborgenen Schätzen.

20 Und von Gad sagte er: Gesegnet sei, wer Gad erweitert; er wohnt wie ein Löwe und zerreißt den Arm mit der Krone des Hauptes.

21 Und er besorgte sich den ersten Teil, weil er dort in einem Teil des Gesetzgebers saß; und er kam mit den Häuptern des Volkes, er vollzog das Recht des Herrn und seine Gerichte mit Israel.

22 Und von Dan sagte er: Dan ist ein junger Löwe; er wird von Baschan springen.

23 Und von Naphtali sprach er: O Naphtali, zufrieden mit Gunst und erfüllt mit dem Segen des Herrn, besitze den Westen und den Süden.

24 Und von Asser sprach er: Aser sei mit Kindern gesegnet; er sei seinen Brüdern angenehm und tauche seinen Fuß in Öl.

25 Deine Schuhe sollen aus Eisen und Erz sein; und wie deine Tage, so soll deine Kraft sein.

26 Es gibt keinen wie den Gott von Jeshurun, der mit deiner Hilfe auf dem Himmel reitet und in seiner Herrlichkeit am Himmel.

27 Der ewige Gott ist deine Zuflucht, und darunter sind die ewigen Arme; und er wird den Feind vor dir vertreiben; und wird sagen: Zerstöre sie.

28 Israel wird dann allein in Sicherheit wohnen; der Jakobsbrunnen wird auf einem Land von Korn und Wein sein; auch seine Himmel werden Tau tropfen.

29 Glücklich bist du, Israel; Wer ist dir gleich, o Volk, gerettet durch den Herrn, der Schild deiner Hilfe, und wer ist das Schwert deiner Erhabenheit? und deine Feinde werden für dich als Lügner befunden werden; und du wirst auf ihre Höhen treten.  


KAPITEL 34

Mose sieht das Land – er stirbt – sein Alter – trauert um ihn – Josua folgt ihm nach.

1 Und Mose stieg von den Ebenen Moabs hinauf auf den Berg Nebo, auf den Gipfel des Pisga, der Jericho gegenüberliegt; und der Herr zeigte ihm das ganze Land Gilead bis Dan,

2 und ganz Naphtali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis ans äußerste Meer,

3 und den Süden und die Ebene des Tals von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar.

4 Und der Herr sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, indem ich sprach: Deinen Nachkommen will ich es geben; Ich habe dich es mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht hinübergehen.

5 Mose, der Knecht des Herrn, starb dort im Land Moab nach dem Wort des Herrn.

6 Denn der Herr brachte ihn zu seinen Vätern in ein Tal im Land Moab, gegenüber von Beth-Peor; darum weiß bis heute niemand von seinem Grab.

7 Und Mose war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb; sein Auge war nicht trübe, noch ließ seine natürliche Kraft nach.

8 Und die Kinder Israel weinten um Mose in den Ebenen von Moab dreißig Tage; so waren die Tage des Weinens und Trauerns um Moses beendet.

9 Und Josua, der Sohn Nuns, war voller Weisheit; denn Mose hatte ihm die Hände aufgelegt; und die Kinder Israel hörten auf ihn und taten, wie der Herr Mose geboten hatte.

10 Und seither stand in Israel kein Prophet auf wie Mose, den der Herr von Angesicht zu Angesicht kannte,

11 Bei allen Zeichen und Wundern, die der HERR zu tun gesandt hat im Land Ägypten, am Pharao und an allen seinen Knechten und in seinem ganzen Land,

12 und in all dieser mächtigen Hand und in all dem großen Schrecken, den Mose vor den Augen von ganz Israel zeigte.

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