Das Buch Jarom

Das Buch Jarom

Kapitel 1

1 Nun siehe, ich, Jarom, schreibe ein paar Worte nach dem Befehl meines Vaters Enos, damit unser Stammbaum geführt werde.
2 Und da diese Platten klein sind und da diese Dinge zum Nutzen unserer Brüder, der Lamaniten, geschrieben wurden, muss es daher notwendig sein, dass ich ein wenig schreibe; aber ich werde die Dinge meiner Prophezeiungen und meiner Offenbarungen nicht niederschreiben.
3 Denn was könnte ich mehr schreiben, als meine Väter geschrieben haben?
4 Denn haben sie nicht den Heilsplan offenbart?
5 Ich sage euch: Ja; und dies genügt mir.
6 Siehe, es ist ratsam, dass unter diesem Volk viel getan wird wegen seiner Herzenshärte und der Taubheit seiner Ohren und der Blindheit seines Sinnes und der Steifheit seines Nackens;
7 Dennoch ist Gott ihnen überaus gnädig und hat sie noch nicht vom Antlitz des Landes hinweggefegt.
8 Und es gibt viele unter uns, die viele Offenbarungen haben; denn sie sind nicht alle halsstarrig.
9 Und so viele nicht halsstarrig sind und Glauben haben, haben Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, der den Menschenkindern gemäß ihrem Glauben kundtut.
10 Und nun siehe, zweihundert Jahre waren vergangen, und das Volk Nephi war im Land stark geworden.
11 Sie achteten darauf, das Gesetz des Mose zu halten und den Sabbattag dem Herrn heilig zu halten.
12 Und sie entweihten nicht; sie lästerten auch nicht.
13 Und die Gesetze des Landes waren überaus streng.
14 Und sie wurden über weite Teile des Landes zerstreut; und auch die Lamaniten.
15 Und sie waren überaus zahlreicher als sie von den Nephiten waren; und sie liebten Mord und tranken das Blut der Tiere.
16 Und es begab sich: Sie kamen viele Male gegen uns, die Nephiten, in den Kampf.
17 Aber unsere Könige und unsere Führer waren mächtige Männer im Glauben an den Herrn; und sie lehrten das Volk die Wege des Herrn;
18 Darum widerstanden wir den Lamaniten und fegten sie aus unseren Ländern hinweg und begannen, unsere Städte oder jeden anderen Ort unseres Erbes zu befestigen.
19 Und wir vermehrten uns über die Maßen und breiteten uns über das ganze Land aus und wurden überaus reich an Gold und Silber und an Kostbarkeiten und an feiner Holzverarbeitung, an Gebäuden und an Maschinen und auch an Eisen, und Kupfer und Messing und Stahl, um alle Arten von Werkzeugen jeder Art zu machen, um den Boden zu bestellen, und Waffen des Krieges;
20 ja, den spitzen Pfeil und den Köcher und den Wurfspieß und den Wurfspieß und alle Kriegsvorbereitungen;
21 Und da sie so darauf vorbereitet waren, den Lamaniten zu begegnen, hatten sie keinen Erfolg gegen uns.
22 Aber das Wort des Herrn hat sich bewahrheitet, das er zu unseren Vätern gesagt hat: Wenn ihr meine Gebote haltet, wird es euch wohl ergehen im Land.
23 Und es begab sich: Die Propheten des Herrn drohten dem Volk Nephi gemäß dem Wort Gottes, dass es von Angesicht zu Angesicht vernichtet werden würde, wenn es die Gebote nicht halten, sondern in Übertretung verfallen sollte das Land;
24 Darum arbeiteten die Propheten und die Priester und die Lehrer eifrig und ermahnten mit aller Langmut das Volk zum Eifer; das Lehren des Gesetzes Moses und die Absicht, für die es gegeben wurde;
25 Sie zu überreden, sich auf den Messias zu freuen und an sein Kommen zu glauben, als wäre er bereits da.
26 Und so lehrten sie sie.
27 Und es begab sich: Dadurch bewahrten sie sie davor, auf dem Antlitz des Landes vernichtet zu werden:
28 Denn sie stachen ihr Herz mit dem Wort und stachelten sie ständig zur Umkehr an.
29 Und es begab sich: Zweihundertachtunddreißig Jahre waren vergangen, nach der Art von Kriegen und Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten für den Großteil der Zeit.
30 Und ich, Jarom, schreibe nicht mehr, denn die Platten sind klein.
31 Aber siehe, meine Brüder, ihr könnt zu den anderen Platten Nephis gehen: denn siehe, auf ihnen sind die Aufzeichnungen unserer Kriege eingraviert, gemäß den Schriften der Könige oder denen, die sie schreiben ließen.
32 Und ich übergebe diese Platten in die Hände meines Sohnes Omni, damit sie gemäß den Geboten meiner Väter aufbewahrt werden.

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