1 Samuel

Das erste Buch Samuel

 

KAPITEL 1

Elkana verehrt in Silo – Er schätzt Hannah – Hannah betet in Trauer um ein Kind – Hanna gebärt Samuel – Sie stellt ihn dem Herrn vor.

1 Es war aber ein Mann von Ramathaim-Zophim, vom Gebirge Ephraim, und sein Name war Elkana, der Sohn Jerohams, der Sohn Elihus, der Sohn Tohus, der Sohn Zuphs, und Ephrathiters;

2 Und er hatte zwei Frauen; der Name der einen war Hanna und der Name der anderen Peninna; und Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder.

3 Und dieser Mann zog jedes Jahr aus seiner Stadt hinauf, um den Herrn der Heerscharen in Silo anzubeten und zu opfern. Und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas, die Priester des Herrn, waren dort.

4 Und als die Zeit gekommen war, zu der Elkana opferte, gab er Peninna, seiner Frau, und allen ihren Söhnen und Töchtern Teile;

5 Aber Hanna gab er einen würdigen Anteil; denn er liebte Hanna; aber der Herr hatte ihren Schoß verschlossen.

6 Und ihr Widersacher reizte sie auch, um sie zu ärgern, weil der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte.

7 Und wie er es Jahr für Jahr tat, als sie zum Haus des Herrn hinaufging, so provozierte sie sie; darum weinte sie und aß nicht.

8 Da sprach Elkana, ihr Mann, zu ihr: Hanna, warum weinst du? und warum isst du nicht? und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne?

9 So stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Nun saß Eli, der Priester, auf einem Sitz neben einem Pfosten des Tempels des Herrn.

10 Und sie war in bitterer Seele und betete zum Herrn und weinte sehr.

11 Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: O Herr der Heerscharen, wenn du wirklich auf das Elend deiner Magd blickst und an mich denkst und deine Magd nicht vergisst, sondern deiner Magd ein männliches Kind schenkst, dann werde ich wird ihn dem Herrn geben alle Tage seines Lebens, und kein Rasiermesser wird auf sein Haupt kommen.

12 Und es begab sich: Als sie weiter vor dem Herrn betete, kennzeichnete Eli ihren Mund.

13 Nun Hanna, sie sprach in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme wurde nicht gehört; deshalb dachte Eli, sie sei betrunken gewesen.

14 Und Eli sprach zu ihr: Wie lange willst du betrunken sein? nimm deinen Wein von dir.

15 Und Hanna antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin eine Frau von traurigem Geist; Ich habe weder Wein noch starkes Getränk getrunken, sondern meine Seele vor dem Herrn ausgeschüttet.

16 Halte deine Magd nicht für eine Tochter Belials; denn aus der Fülle meiner Klage und Trauer habe ich bisher gesprochen.

17 Und Eli antwortete und sprach: Geh in Frieden; und der Gott Israels erfülle dir deine Bitte, die du von ihm erbeten hast.

18 Und sie sprach: Deine Magd finde Gnade vor deinen Augen. Da ging die Frau ihres Weges und aß, und ihr Gesicht war nicht mehr traurig.

19 Und sie machten sich früh am Morgen auf und beteten vor dem Herrn an und kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama; und Elkana kannte Hanna, seine Frau; und der Herr dachte an sie.

20 Darum begab es sich, als die Zeit gekommen war, nachdem Hanna schwanger geworden war, gebar sie einen Sohn und nannte ihn Samuel und sprach: Weil ich ihn vom Herrn gebeten habe.

21 Und der Mann Elkana ging mit seinem ganzen Haus hinauf, um dem Herrn das jährliche Opfer und sein Gelübde darzubringen.

22 Hanna aber ging nicht hinauf; denn sie sagte zu ihrem Mann: Ich werde nicht hinaufgehen, bis das Kind entwöhnt ist, und dann werde ich es bringen, damit es vor dem Herrn erscheint und dort für immer bleibt.

23 Und Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: Tu, was dir gut erscheint; warte, bis du ihn entwöhnt hast; nur der Herr gründe sein Wort. Also blieb die Frau und säugte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte.

24 Und als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf, mit drei Farren und einem Epha Mehl und einem Krug Wein, und brachte ihn in das Haus des Herrn nach Silo; und das Kind war jung.

25 Und sie schlachteten einen Farren und brachten das Kind zu Eli.

26 Und sie sprach: O mein Herr, so wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand und zum Herrn betete.

27 Für dieses Kind habe ich gebetet; und der Herr hat mir meine Bitte gegeben, die ich von ihm erbeten habe;

28 Darum habe ich ihn auch dem Herrn geliehen; solange er lebt, soll er dem Herrn geliehen werden. Und er betete dort den Herrn an.


KAPITEL 2

Hannahs Lied – Die Sünde von Elis Söhnen – Samuels Dienst – Eli tadelt seine Söhne – Eine Prophezeiung gegen Elis Haus.

1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz freut sich im Herrn, mein Horn ist erhaben im Herrn; mein Mund ist über meine Feinde erweitert; denn ich habe mich über dein Heil gefreut.

2 Keiner ist heilig wie der Herr; denn außer dir ist niemand; Es gibt auch keinen Felsen wie unseren Gott.

3 Reden Sie nicht mehr so stolz; lass keinen Hochmut aus deinem Mund kommen; denn der Herr ist ein Gott der Erkenntnis, und nach ihm werden die Taten gewogen.

4 Die Bogen der Helden sind zerbrochen, und die Strauchelnden sind mit Stärke gegürtet.

5 Die Satten haben sich für Brot verdingt; und die Hungrigen hörten auf; so dass die Unfruchtbare sieben geboren hat; und die viele Kinder hat, wird schwach.

6 Der Herr tötet und macht lebendig; er bringt hinab ins Grab und bringt herauf.

7 Der Herr macht arm und reich; er bringt nieder und erhebt empor.

8 Er erweckt die Armen aus dem Staub und erhebt die Bettler aus dem Misthaufen, um sie unter Fürsten zu setzen und ihnen den Thron der Herrlichkeit zu erben; denn die Säulen der Erde sind des Herrn, und er hat die Welt auf sie gesetzt.

9 Er wird die Füße seiner Heiligen bewahren, und die Gottlosen werden in der Finsternis schweigen; denn durch Stärke wird niemand siegen.

10 Die Widersacher des Herrn werden zerschmettert; vom Himmel donnert er über sie; der Herr wird die Enden der Erde richten; und er wird seinem König Kraft geben und das Horn seines Gesalbten erhöhen.

11 Und Elkana ging nach Rama in sein Haus. Und das Kind diente dem Herrn vor Eli, dem Priester.

12 Nun waren die Söhne Elis Söhne Belials; sie kannten den Herrn nicht.

13 Und es war Sitte des Priesters mit dem Volk, dass, wenn jemand ein Opfer darbrachte, der Diener des Priesters kam, während das Fleisch kochte, mit einem Fleischhaken von drei Zähnen in seiner Hand;

14 Und er schlug es in die Pfanne oder den Kessel oder den Kessel oder den Topf; alles, was der Fleischhaken heraufbrachte, nahm der Priester für sich. So taten sie in Silo allen Israeliten, die dorthin kamen.

15 Auch bevor sie das Fett verbrannten, kam der Diener des Priesters und sprach zu dem Mann, der geopfert hatte: Gib dem Priester Fleisch zum Braten; denn er wird kein durchnässtes Fleisch von dir haben, sondern rohes.

16 Und wenn jemand zu ihm sagte: Lass sie es nicht versäumen, das Fett sofort zu verbrennen, und dann nimm so viel, wie deine Seele begehrt; dann würde er ihm antworten, Nein; aber du sollst es mir jetzt geben; und wenn nicht, werde ich es mit Gewalt nehmen.

17 Darum war die Sünde der Jünglinge sehr groß vor dem Herrn; denn die Menschen verabscheuten das Opfer des Herrn.

18 Aber Samuel diente vor dem Herrn, als er ein Kind war, das mit einem leinenen Ephod umgürtet war.

19 Auch seine Mutter machte ihm ein Röckchen und brachte es ihm von Jahr zu Jahr, wenn sie mit ihrem Mann heraufkam, um das jährliche Opfer darzubringen.

20 Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sprach: Der Herr gebe dir Samen von dieser Frau für das Darlehen, das dem Herrn geliehen ist. Und sie gingen nach Hause.

21 Und der Herr besuchte Hanna, sodass sie schwanger wurde und drei Söhne und zwei Töchter gebar. Und das Kind Samuel wuchs vor dem Herrn.

22 Eli war sehr alt und hörte alles, was seine Söhne für ganz Israel getan hatten; und wie sie bei den Frauen lagen, die sich vor der Tür der Stiftshütte versammelten.

23 Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr so etwas? denn ich höre von eurem bösen Handeln durch dieses ganze Volk.

24 Nein, meine Söhne; denn ich höre kein gutes Gerücht; ihr macht des Herrn Volk zur Übertretung.

25 Wenn einer gegen einen anderen sündigt, soll der Richter ihn richten; aber wenn jemand gegen den Herrn sündigt, wer wird für ihn bitten? Trotzdem hörten sie nicht auf die Stimme ihres Vaters, weil der Herr sie töten würde.

26 Und das Kind Samuel wuchs heran und war in Gunst sowohl beim Herrn als auch bei den Menschen.

27 Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Bin ich offen vor dem Haus deines Vaters erschienen, als sie in Ägypten im Haus des Pharao waren?

28 Und habe ich ihn aus allen Stämmen Israels erwählt, mein Priester zu sein, auf meinem Altar zu opfern, zu räuchern, ein Ephod vor mir zu tragen? und habe ich dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel gegeben?

29 Darum tretet nach meinem Opfer und nach meiner Gabe, die ich in meiner Wohnung geboten habe; und ehre deine Söhne mehr als mich, um dich fett zu machen mit der größten aller Opfergaben meines Volkes Israel?

30 Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe wahrlich gesagt, dass dein Haus und das Haus deines Vaters ewiglich vor mir wandeln sollen; aber jetzt spricht der Herr: Sei es fern von mir; denn die mich ehren, werde ich ehren, und die mich verachten, werden gering geachtet werden.

31 Siehe, es kommt die Zeit, dass ich deinen Arm und den Arm deines Vaterhauses abhauen werde, dass kein Greis mehr in deinem Haus sein wird.

32 Und du wirst einen Feind in meiner Wohnung sehen, in all dem Reichtum, den Gott Israel geben wird; und es wird kein Greis mehr in deinem Haus sein für immer.

33 Und dein Mann, den ich nicht von meinem Altar ausrotten werde, wird deine Augen verzehren und dein Herz betrüben; und der ganze Ertrag deines Hauses wird in der Blüte ihres Zeitalters sterben.

34 Und dies soll dir ein Zeichen sein, das über deine beiden Söhne kommen wird, über Hophni und Pinehas; an einem Tag werden sie beide sterben.

35 Und ich werde mich zum treuen Priester erheben, der tun wird, was in meinem Herzen und in meinem Sinn ist; und ich werde ihm ein sicheres Haus bauen; und er wird vor meinem Gesalbten wandeln für immer.

36 Und es wird geschehen, alle, die in deinem Haus übrig geblieben sind, werden kommen und sich vor ihm niederknien um ein Stück Silber und ein Stückchen Brot und sagen: Leg mich doch in einen der Priester! Büros, damit ich ein Stück Brot essen darf.


KAPITEL 3

Das Wort des Herrn an Samuel – Samuel, obwohl Loth, erzählt Elis Vision.

1 Und das Kind Samuel diente dem Herrn vor Eli. Und das Wort des Herrn war kostbar in jenen Tagen; es gab keine offene Vision.

2 Und es geschah zu jener Zeit, als Eli an seinem Platz niedergelegt wurde und seine Augen zu trüben begannen, dass er nicht sehen konnte;

3 Und ehe die Leuchte Gottes erlosch im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war, und Samuel schlafen gelegt wurde.

4 den der Herr Samuel nannte; und er antwortete: Hier bin ich.

5 Und er lief zu Eli und sprach: Hier bin ich; denn du hast mich gerufen. Und er sagte: Ich habe nicht gerufen; wieder hinlegen. Und er ging und legte sich hin.

6 Und der Herr rief noch einmal, Samuel. Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich; denn du hast mich gerufen. Und er antwortete: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; wieder hinlegen.

7 Nun kannte Samuel den Herrn noch nicht, noch war das Wort des Herrn, das ihr ihm offenbart habt, ihm offenbart worden.

8 Und der Herr rief Samuel zum dritten Mal wieder. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich; denn du hast mich gerufen. Und Eli merkte, dass der Herr das Kind gerufen hatte.

9 Da sprach Eli zu Samuel: Geh, leg dich hin; und wenn er dich ruft, sollst du sagen: Rede, Herr! denn dein Diener hört. Da ging Samuel hin und legte sich an seinen Platz.

10 Und der Herr kam und stand auf und rief wie zu anderen Zeiten: Samuel, Samuel. Da antwortete Samuel: Sprich! denn dein Diener hört.

11 Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe, ich will etwas tun in Israel, bei dem jedem, der es hört, beide Ohren jubeln werden.

12 An jenem Tag werde ich gegen Eli alles tun, was ich über sein Haus geredet habe; wenn ich beginne, werde ich auch ein Ende machen.

13 Denn ich habe ihm gesagt, dass ich sein Haus für immer richten werde wegen der Missetat, die er kennt; denn seine Söhne haben sich verachtet, und er hat sie nicht zurückgehalten.

14 Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen, dass die Missetat des Hauses Elis nicht mit Schlachtopfern noch Opfergaben für immer gesäubert werden soll.

15 Und Samuel lag bis zum Morgen und öffnete die Türen des Hauses des Herrn. Und Samuel fürchtete sich, Eli die Vision zu zeigen.

16 Da rief Eli Samuel und sagte: Samuel, mein Sohn. Und er antwortete: Hier bin ich.

17 Und er sprach: Was hat der Herr zu dir gesagt? Ich bitte dich, verbirg es nicht vor mir; Gott tue es mit dir, und noch mehr, wenn du mir etwas verschweigst von all dem, was er zu dir gesagt hat.

18 Und Samuel erzählte ihm alles und verheimlichte nichts vor ihm. Und er sagte: Es ist der Herr; lass ihn tun, was ihm gut erscheint.

19 Und Samuel wuchs, und der Herr war mit ihm und ließ keines seiner Worte auf die Erde fallen.

20 Und ganz Israel von Dan bis Beerscheba wusste, dass Samuel als Prophet des Herrn eingesetzt war.

21 Und der Herr erschien wieder in Silo; denn der Herr offenbarte sich Samuel in Silo durch das Wort des Herrn.


KAPITEL 4

Die Israeliten werden von den Philistern besiegt – Die Lade ein Schrecken für die Philister – Die Lade genommen – Eli stirbt.

1 Und das Wort Samuels erging an ganz Israel. Nun zog Israel gegen die Philister in den Kampf und lagerte sich neben Eben-Eser; und die Philister lagerten in Aphek.

2 Und die Philister stellten sich gegen Israel auf; und als sie in den Kampf zogen, wurde Israel vor den Philistern geschlagen; und sie erschlugen von der Armee im Feld etwa viertausend Mann.

3 Und als das Volk ins Lager kam, sagten die Ältesten Israels: Warum hat uns der Herr heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns die Lade des Bundes des Herrn aus Silo zu uns holen, damit sie, wenn sie unter uns kommt, uns aus der Hand unserer Feinde rette.

4 Da schickte das Volk nach Silo, um von dort die Lade des Bundes des Herrn der Heerscharen zu holen, die zwischen den Cherubim wohnt; und die zwei Söhne Elis, Hophni und Pinehas, waren dort mit der Lade des Bundes Gottes.

5 Und als die Lade des Bundes des Herrn ins Lager kam, jauchzte ganz Israel mit großem Jubel, sodass die Erde erbebte.

6 Und als die Philister den Lärm des Geschreis hörten, sagten sie: Was bedeutet der Lärm dieses großen Geschreis im Lager der Hebräer? Und sie verstanden, dass die Lade des Herrn in das Lager gekommen war.

7 Und die Philister fürchteten sich; denn sie sagten: Gott ist ins Lager gekommen. Und sie sagten: Wehe uns! denn so etwas hat es bisher nicht gegeben.

8 Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieser mächtigen Götter befreien? das sind die Götter, die die Ägypter mit allen Plagen in der Wüste heimgesucht haben.

9 Seid stark und verlasst euch wie Männer. O ihr Philister, dass ihr den Hebräern nicht Knechte seid, wie sie es bei euch gewesen sind; Gebt ab wie Männer und kämpft.

10 Und die Philister kämpften, und Israel wurde geschlagen, und sie flohen, ein jeder in sein Zelt; und es gab ein sehr großes Gemetzel; denn es fielen von Israel dreißigtausend Fußvolk.

11 Und die Lade Gottes wurde genommen; und die zwei Söhne Elis, Hophni und Pinehas, wurden getötet.

12 Und es lief ein Mann von Benjamin aus dem Heer und kam an demselben Tag mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt nach Silo.

13 Und als er kam, siehe, Eli saß auf einem Sitz am Wegesrand und sah zu; denn sein Herz zitterte für die Lade Gottes. Und als der Mann in die Stadt kam und es sagte, schrie die ganze Stadt auf.

14 Und als Eli den Lärm des Geschreis hörte, sagte er: Was bedeutet der Lärm dieses Tumults? Und der Mann kam eilig herein und sagte es Eli.

15 Eli war nun achtundneunzig Jahre alt; und seine Augen waren trüb, dass er nicht sehen konnte.

16 Und der Mann sprach zu Eli: Ich bin es, der aus dem Heer gekommen ist, und bin heute vor dem Heer geflohen. Und er sagte: Was ist da getan, mein Sohn?

17 Und der Bote antwortete und sprach: Israel ist vor den Philistern geflohen, und es hat auch ein großes Gemetzel unter dem Volk gegeben, und auch deine beiden Söhne Hophni und Pinehas sind tot, und die Lade Gottes ist genommen.

18 Und es begab sich: Als er die Lade Gottes erwähnte, fiel er rückwärts vom Sitz neben dem Tor, und sein Genick brach, und er starb; denn er war ein alter Mann und schwer. Und er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet.

19 Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war schwanger und stand kurz vor der Entbindung; und als sie die Nachricht hörte, dass die Lade Gottes genommen wurde und dass ihr Schwiegervater und ihr Mann tot waren, beugte sie sich und war in Wehen; denn ihre Schmerzen kamen über sie.

20 Und um die Zeit ihres Todes sagten die Frauen, die bei ihr standen, zu ihr: Fürchte dich nicht; denn du hast einen Sohn geboren. Aber sie antwortete nicht, sie beachtete es auch nicht.

21 Und sie nannte das Kind Ichabod und sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen; weil die Lade Gottes genommen wurde, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes.

22 Und sie sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen; denn die Lade Gottes ist genommen.


KAPITEL 5

Die Philister stellten die Lade in das Haus Dagons – Der Fluch Gottes folgt.  

1 Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie von Eben-Eser nach Asdod.

2 Als die Philister die Lade Gottes nahmen, brachten sie sie in das Haus Dagons und stellten sie bei Dagon auf.

3 Und als die von Asdod am Morgen früh aufstanden, siehe, da fiel Dagon auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des Herrn. Und sie nahmen Dagon und setzten ihn wieder an seinen Platz.

4 Und als sie am nächsten Morgen früh aufstanden, siehe, da war Dagon vor der Lade des Herrn auf sein Angesicht zu Boden gefallen; und der Kopf von Dagon und beide Handflächen wurden auf der Schwelle abgeschnitten; nur der Stumpf von Dagon war ihm geblieben.

5 Deshalb betreten bis heute weder die Priester von Dagon noch alle, die in Dagons Haus kommen, die Schwelle von Dagon in Ashdod.

6 Aber die Hand des Herrn war schwer über ihnen von Asdod, und er vernichtete sie und schlug sie mit Smaragden, sogar Asdod und seine Küsten.

7 Und als die Männer von Asdod sahen, dass es so war, sagten sie: Die Lade des Gottes Israels wird nicht bei uns bleiben; denn seine Hand ist wund auf uns und auf Dagon, unserem Gott.

8 Da sandten sie hin und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels tun? Und sie antworteten: Lasst die Lade des Gottes Israels nach Gat herumtragen. Und sie trugen die Lade des Gottes Israels dorthin.

9 Und es geschah, nachdem sie es herumgetragen hatten, kam die Hand des Herrn mit einer sehr großen Zerstörung gegen die Stadt; und er schlug die Männer der Stadt, kleine und große, und sie hatten Smaragden in ihren geheimen Teilen.

10 Darum schickten sie die Lade Gottes nach Ekron. Und es begab sich: Als die Lade Gottes nach Ekron kam, riefen die Ekroniter und sprachen: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu uns gebracht, um uns und unser Volk zu töten.

11 Da sandten sie hin und versammelten alle Fürsten der Philister und sprachen: Schickt die Lade des Gottes Israels weg und bringt sie wieder an ihren Ort, damit sie uns und unser Volk nicht tötet; denn in der ganzen Stadt war eine tödliche Zerstörung; die Hand Gottes war dort sehr schwer.

12 Und die Männer, die nicht starben, wurden mit den Smaragden geschlagen; und der Ruf der Stadt stieg zum Himmel empor.


KAPITEL 6

Die Philister schicken die Bundeslade zurück – Die Leute sind hingerissen, weil sie hineingeschaut haben.

1 Und die Lade des Herrn war sieben Monate im Land der Philister.

2 Und die Philister riefen die Priester und Wahrsager und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Herrn tun? sagen Sie uns, womit wir es zu ihm schicken sollen.

3 Und sie sagten: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels wegschickt, so schickt sie nicht leer; aber gib ihm auf jeden Fall ein Schuldopfer zurück; dann werdet ihr geheilt, und es wird euch bekannt werden, warum seine Hand nicht von euch genommen wird.

4 Da sprachen sie: Was soll das Schuldopfer sein, das wir ihm erstatten sollen? Sie antworteten: Fünf goldene Smaragde und fünf goldene Mäuse, nach der Zahl der Fürsten der Philister; denn eine Plage kam über euch alle und über eure Herren.

5 Darum sollt ihr Bilder machen von euren Smaragden und Bilder von euren Mäusen, die das Land verderben; und ihr sollt dem Gott Israels Ehre geben; Vielleicht wird er seine Hand erleichtern von dir und von deinen Göttern und von deinem Land.

6 Warum verhärtet ihr denn euer Herz, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verhärtet haben? als er wunderbar unter ihnen gewirkt hatte, ließen sie das Volk nicht gehen, und sie zogen ab?

7 So baut nun einen neuen Karren und nehmt zwei Milchkühe, auf die kein Joch kommt, und bindet die Kühe an den Karren und bringt ihre Kälber von ihnen nach Hause;

8 Und nimm die Lade des Herrn und lege sie auf den Karren; und legt die goldenen Juwelen, die ihr ihm als Schuldopfer zurückgebt, in eine Schatulle daneben; und schicke es fort, damit es gehe.

9 Und siehe, wenn es auf dem Weg seiner eigenen Küste nach Beth-Schemesch hinaufgeht, dann hat er uns dieses große Übel zugefügt; aber wenn nicht, dann werden wir wissen, dass es nicht seine Hand ist, die uns geschlagen hat; es war ein Zufall, der uns passiert ist.

10 Und die Männer taten es; und nahm zwei Milchkühe und band sie an den Karren und schloss ihre Kälber zu Hause ein.

11 Und sie legten die Lade des Herrn auf den Karren und die Kiste mit den goldenen Mäusen und den Bildern ihrer Smaragde.

12 Und die Kühe nahmen den geraden Weg zum Weg von Beth-Schemesch und gingen die Landstraße entlang, brüllten dabei und wichen weder nach rechts noch nach links aus; und die Fürsten der Philister zogen ihnen nach bis an die Grenze von Beth-Schemesch.

13 Und die von Beth-Schemesch brachten ihre Weizenernte im Tal ein; und sie hoben ihre Augen auf und sahen die Lade und freuten sich, sie zu sehen.

14 Und der Karren kam auf das Feld von Josua, einem Beth-Semiten, und blieb dort stehen, wo ein großer Stein war; und sie spalteten das Holz des Karrens und opferten die Kühe als Brandopfer dem Herrn.

15 Und die Leviten nahmen die Lade des Herrn herunter und das Kästchen, das mit ihr war, worin die goldenen Juwelen waren, und legten sie auf den großen Stein; und die Männer von Beth-Schemesch brachten Brandopfer und Schlachtopfer an demselben Tag dem Herrn dar.

16 Und als die fünf Fürsten der Philister es gesehen hatten, kehrten sie noch am selben Tag nach Ekron zurück.

17 Und dies sind die goldenen Smaragde, die die Philister dem Herrn als Schuldopfer erstatteten; für Ashdod einen, für Gaza einen, für Askalon einen, für Gath einen, für Ekron einen;

18 und die goldenen Mäuse, nach der Zahl aller Städte der Philister, die den fünf Herren gehören, sowohl der umzäunten Städte als auch der Landdörfer, bis an den großen Stein Abels, auf den sie die Lade des Herrn stellen ; welcher Stein bleibt bis heute im Feld von Josua, dem Beth-Schemiten.

19 Und er schlug die Männer von Beth-Schemesch, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten, ja er schlug vom Volk fünfundsechzigtausend Mann; und das Volk klagte, weil der Herr viele des Volkes mit einem großen Gemetzel geschlagen hatte.

20 Und die Männer von Beth-Schemesch sprachen: Wer kann vor diesem heiligen Herrn Gott bestehen? und zu wem soll er von uns aufsteigen?

21 Und sie sandten Boten zu den Einwohnern von Kirjath-Jearim und ließen sagen: Die Philister haben die Lade des Herrn zurückgebracht; Kommt herunter und holt es zu euch herauf.


KAPITEL 7

Die Lade, die im Haus Eleasars aufbewahrt wird – Die Israeliten bereuen in Mizpa Samuel betet – Die Philister sind unterworfen – Samuel richtet Israel.

1 Und die Männer von Kirjath-Jearim kamen und holten die Lade des Herrn und brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hügel und weihten seinen Sohn Eleasar, damit er die Lade des Herrn bewahre.

2 Und es begab sich: Als die Lade in Kirjath-Jearim weilte, war die Zeit lang; denn es waren zwanzig Jahre; und das ganze Haus Israel klagte über den Herrn.

3 Und Samuel sprach zum ganzen Haus Israel und sprach: Wenn ihr mit ganzem Herzen zum Herrn umkehrt, dann entfernt die fremden Götter und Ashtaroth von euch und bereitet eure Herzen auf den Herrn vor und dient ihm allein; und er wird dich aus der Hand der Philister erretten.

4 Dann taten die Kinder Israel Baalim und Astaroth weg und dienten allein dem Herrn.

5 Und Samuel sagte: Versammle ganz Israel nach Mizpa, und ich werde für dich zum Herrn beten.

6 Und sie versammelten sich nach Mizpa und schöpften Wasser und gossen es vor dem Herrn aus und fasteten an jenem Tag und sprachen dort: Wir haben gegen den Herrn gesündigt. Und Samuel richtete die Kinder Israel in Mizpa.

7 Und als die Philister hörten, dass die Kinder Israel nach Mizpa versammelt waren, zogen die Fürsten der Philister hinauf gegen Israel. Und als die Kinder Israel das hörten, fürchteten sie sich vor den Philistern.

8 Und die Kinder Israel sprachen zu Samuel: Höre nicht auf, den HERRN, unseren Gott, für uns anzurufen, dass er uns errette aus der Hand der Philister.

9 Und Samuel nahm ein junges Lamm und opferte es ganz dem Herrn als Brandopfer; und Samuel schrie zum Herrn für Israel; und der Herr hörte ihn.

10 Und als Samuel das Brandopfer darbrachte, rückten die Philister zum Kampf gegen Israel heran; aber der Herr donnerte an jenem Tag mit großem Donner über die Philister und brachte sie aus der Fassung; und sie wurden vor Israel geschlagen.

11 Und die Männer von Israel zogen aus von Mizpa und jagten den Philistern nach und schlugen sie, bis sie unter Bet-Kar kamen.

12 Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Schen und nannte ihn Eben-Eser und sprach: Bis hierher hat uns der Herr geholfen.

13 So wurden die Philister unterworfen, und sie kamen nicht mehr an die Küste Israels; und die Hand des Herrn war gegen die Philister alle Tage Samuels.

14 Und die Städte, die die Philister Israel genommen hatten, wurden Israel zurückgegeben, von Ekron bis Gath; und seine Küsten errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es herrschte Frieden zwischen Israel und den Amoritern.

15 Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens.

16 Und er zog von Jahr zu Jahr im Kreis nach Beth-El und Gilgal und Mizpa und richtete Israel an allen diesen Orten.

17 Und er kehrte nach Rama zurück; denn dort war sein Haus; und dort richtete er Israel; und dort baute er dem Herrn einen Altar.


KAPITEL 8

Die Israeliten fragen einen König – Samuel erzählt die Weise eines Königs.

1 Und es begab sich: Als Samuel alt war, machte er seine Söhne zu Richtern über Israel.

2 Der Name seines Erstgeborenen aber war Joel; und der Name seines Stellvertreters, Abiah; sie waren Richter in Beerscheba.

3 Und seine Söhne wandelten nicht auf seinen Wegen, sondern wandten sich vom Gewinn ab und nahmen Bestechungsgelder und verkehrten das Urteil.

4 Da versammelten sich alle Ältesten Israels und kamen zu Samuel nach Rama,

5 und sprach zu ihm: Siehe, du bist alt, und deine Söhne wandeln nicht auf deinen Wegen; nun mache uns zu einem König, der uns richtet wie alle Völker.

6 Aber das gefiel Samuel nicht, als sie sagten: Gib uns einen König, der uns richtet! Und Samuel betete zum Herrn.

7 Und der Herr sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir sagen; denn sie haben dich nicht verworfen, sondern mich haben sie verworfen, damit ich nicht über sie herrsche.

8 Nach all den Werken, die sie getan haben seit dem Tag, als ich sie aus Ägypten herausführte, bis auf den heutigen Tag, womit sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, so tun sie es auch dir.

9 Darum hört nun auf ihre Stimme; aber protestiere doch feierlich bei ihnen und zeige ihnen die Weise des Königs, der über sie regieren wird.

10 Und Samuel erzählte dem Volk, das einen König von ihm verlangte, alle Worte des Herrn.

11 Und er sprach: Das wird die Weise des Königs sein, der über euch regieren wird: Er wird eure Söhne nehmen und sie sich zu seinen Streitwagen und zu seinen Reitern machen; und einige werden vor seinen Streitwagen herlaufen.

12 Und er wird ihn zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Fünfzig setzen; und er wird sie dazu bringen, seinen Acker zu bestellen und seine Ernte einzubringen und seine Kriegsgeräte und seine Streitwagen zu machen.

13 Und er wird deine Töchter zu Zuckerbäckerinnen, Köchinnen und Bäckerinnen machen.

14 Und er wird deine Felder und deine Weinberge und deine Olivenhaine nehmen, sogar die besten davon, und sie seinen Knechten geben.

15 Und er wird den Zehnten von deiner Nachkommenschaft und von deinen Weinbergen nehmen und seinen Fürsten und Knechten geben.

16 Und er wird deine Knechte und deine Mägde und deine besten jungen Männer und deine Esel nehmen und sie seiner Arbeit geben.

17 Er wird das zehnte deiner Schafe nehmen; und ihr sollt seine Knechte sein.

18 Und ihr werdet an jenem Tag schreien wegen eures Königs, den ihr euch erwählt haben werdet; und der Herr wird dich an jenem Tag nicht hören.

19 Doch das Volk weigerte sich, der Stimme Samuels zu gehorchen; und sie sagten: Nein; aber wir werden einen König über uns haben;

20 damit auch wir seien wie alle Nationen; und dass unser König uns richten und vor uns ausziehen und unsere Schlachten schlagen kann.

21 Und Samuel hörte alle Worte des Volkes und hörte sie dem Herrn vor.

22 Und der Herr sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme und mache sie zum König! Und Samuel sprach zu den Männern Israels: Geht, jeder in seine Stadt!


KAPITEL 9

Saul kommt zu Samuel – Samuel bringt Saul auf seinen Weg.

1 Nun war da ein Mann aus Benjamin, dessen Name Kisch war, der Sohn Abiels, der Sohn Zerors, der Sohn Bechoraths, der Sohn Aphiahs, ein Benjaminiter, ein mächtiger Mann.

2 Und er hatte einen Sohn, dessen Name Saul war, ein auserlesener junger Mann und ein Edelmann; und unter den Kindern Israel war kein besserer Mensch als er; von den Schultern aufwärts war er höher als alle anderen.

3 Und die Esel von Kish Sauls Vater gingen verloren. Und Kish sprach zu Saul, seinem Sohn: Nimm nun einen von den Dienern mit dir und mache dich auf, suche die Esel.

4 Und er ging durch das Gebirge Ephraim und durch das Land Schalischa, aber sie fanden sie nicht; dann zogen sie durch das Land Schalim, und dort waren sie nicht; und er zog durch das Land der Benjaminiter, aber sie fanden sie nicht.

5 Und als sie in das Land Zuph kamen, sagte Saul zu seinem Diener, der bei ihm war: Komm, und lass uns zurückkehren; damit mein Vater sich nicht um die Esel kümmert und an uns denkt.

6 Und er sprach zu ihm: Siehe doch, es gibt in dieser Stadt einen Mann Gottes, und er ist ein ehrbarer Mann; alles, was er sagt, wird sicher geschehen; jetzt lass uns dorthin gehen; Vielleicht kann er uns den Weg zeigen, den wir gehen sollten.

7 Da sprach Saul zu seinem Diener: Aber siehe, wenn wir gehen, was sollen wir dem Mann bringen? denn das Brot ist in unseren Gefäßen verbraucht, und es gibt kein Geschenk, das wir dem Mann Gottes bringen könnten; was haben wir

8 Und der Knecht antwortete Saul wiederum und sprach: Siehe, ich habe hier den vierten Teil eines Sekels Silber; das werde ich dem Mann Gottes geben, um uns unseren Weg zu weisen.

9 (Früher in Israel, als ein Mann ging, um Gott zu befragen, so sprach er: Komm, und lass uns zum Seher gehen; denn wer jetzt Prophet genannt wird, wurde früher Seher genannt.)

10 Da sagte Saul zu seinem Diener: Gut gesagt; komm, lass uns gehen. So gingen sie in die Stadt, wo der Mann Gottes war.

11 Und als sie den Hügel zur Stadt hinaufgingen, fanden sie junge Mädchen, die hinausgingen, um Wasser zu schöpfen, und sprachen zu ihnen: Ist die Seherin hier?

12 Und sie antworteten ihnen und sprachen: Er ist; siehe, er ist vor dir; beeile dich jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen; denn es gibt heute ein Opfer des Volkes auf der Höhe;

13 Sobald ihr in die Stadt gekommen seid, sollt ihr ihn sofort finden, bevor er zum Essen auf die Höhe hinaufgeht; denn das Volk wird nicht essen, bis er kommt, weil er das Opfer segnet; und danach essen sie, was geboten wird. Nun also steh auf; denn um diese Zeit werdet ihr ihn finden.

14 Und sie gingen hinauf in die Stadt; und als sie in die Stadt kamen, siehe, da zog Samuel ihnen entgegen, um auf die Höhe zu steigen.

15 Nun hatte der Herr Samuel einen Tag, bevor Saul kam, ins Ohr gesagt:

16 Morgen um diese Zeit sende ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir, den sollst du zum Hauptmann über mein Volk Israel salben, damit er mein Volk errette aus der Hand der Philister; denn ich habe auf mein Volk geschaut, weil ihr Geschrei zu mir gekommen ist.

17 Und als Samuel Saul sah, sprach der Herr zu ihm: Siehe, der Mann, von dem ich dir geredet habe! dieser soll über mein Volk herrschen.

18 Da trat Saul im Tor zu Samuel und sagte: Sag mir doch, wo das Haus des Sehers ist!

19 Und Samuel antwortete Saul und sprach: Ich bin der Seher; Steige vor mir herauf auf die Höhe; denn ihr werdet heute mit mir essen, und morgen werde ich euch gehen lassen und euch alles sagen, was in eurem Herzen ist.

20 Und was deine Esel betrifft, die vor drei Tagen verloren gegangen sind, denke nicht an sie; denn sie werden gefunden. Und auf wen richtet sich all die Begierde Israels? Liegt es nicht an dir und an deinem ganzen Vaterhaus?

21 Saul antwortete und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter aus dem kleinsten Stamm Israels? und meine Familie die geringste aller Familien des Stammes Benjamin? warum redest du denn so zu mir?

22 Und Samuel nahm Saul und seinen Knecht und führte sie in die Stube und setzte sie auf den obersten Platz unter den Geladenen, die etwa dreißig Personen waren.

23 Und Samuel sprach zum Koch: Bring das Teil her, das ich dir gegeben habe, von dem ich dir gesagt habe: Setz es dir!

24 Und der Koch nahm die Schulter und das, was darauf war, und legte sie vor Saul. Und Samuel sagte: Siehe, was übrig ist! stell es dir vor und iss; denn bis auf diese Zeit ist es dir verwahrt, seit ich gesagt habe: Ich habe das Volk eingeladen. Also aß Saul an diesem Tag mit Samuel.

25 Und als sie von der Höhe in die Stadt hinabgestiegen waren, sprach Samuel mit Saul auf dem Dach des Hauses.

26 Und sie machten sich früh auf; Und es begab sich etwa im Frühling des Tages, da rief Samuel Saul auf das Dach des Hauses und sprach: Auf, damit ich dich fortschicken kann. Und Saul machte sich auf, und sie gingen beide hinaus, er und Samuel, in die Fremde.

27 Und als sie zum Ende der Stadt hinuntergingen, sagte Samuel zu Saul: Bitte den Diener, vor uns herzugehen (und er ging weiter), aber bleib noch eine Weile stehen, damit ich dir das Wort Gottes zeigen kann .


KAPITEL 10

Samuel salbt Saul und bestätigt ihn – Sauls Herz ist verändert, und er prophezeit – Saul wird durch das Los in Mizpa ausgewählt.

1 Da nahm Samuel eine Schale Öl und goss es auf sein Haupt und küßte ihn und sprach: Ist es nicht so, weil der Herr dich gesalbt hat zum Hauptmann über sein Erbe?

2 Wenn du heute von mir gehst, dann wirst du zwei Männer beim Grab Rahels in der Grenze von Benjamin in Zelza finden; und sie werden zu dir sagen: Die Esel, die du suchst, sind gefunden; und siehe, dein Vater hat die Pflege der Esel verlassen und trauert um dich und spricht: Was soll ich für meinen Sohn tun?

3 Von dort sollst du weitergehen und in die Ebene von Tabor kommen, und dort werden dir drei Männer begegnen, die zu Gott nach Beth-El hinaufziehen, der eine mit drei Zicklein und der andere mit drei Brotlaiben, und ein anderer trägt eine Flasche Wein;

4 Und sie werden dich grüßen und dir zwei Brote geben; die du von ihren Händen empfangen wirst.

5 Danach sollst du zum Hügel Gottes kommen, wo die Garnison der Philister ist; und es wird sich begeben, wenn du dorthin in die Stadt kommst, wirst du eine Schar von Propheten treffen, die mit einem Psalter und einem Tabret und einer Pfeife und einer Harfe von der Höhe herabkommen; und sie werden prophezeien;

6 Und der Geist des Herrn wird über dich kommen, und du wirst mit ihnen weissagen und in einen anderen Menschen verwandelt werden.

7 Und lass es sein, wenn diese Zeichen zu dir kommen, tue die Gelegenheit, dir zu dienen; denn Gott ist mit dir.

8 Und du sollst vor mir nach Gilgal hinabsteigen; und siehe, ich werde zu dir herabsteigen, um Brandopfer darzubringen und Friedensopfer darzubringen; sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir zeige, was du tun sollst.

9 Und es geschah, als er sich von Samuel abwandte, gab ihm Gott ein anderes Herz; und all diese Zeichen geschahen an jenem Tag.

10 Und als sie dorthin zu dem Hügel kamen, siehe, da begegnete ihm eine Schar von Propheten; und der Geist Gottes kam über ihn, und er weissagte unter ihnen.

11 Und es begab sich: Als alle, die ihn zuvor kannten, sahen, siehe, er prophezeite unter den Propheten, da sprachen die Leute untereinander: Was ist dem Sohn Kish widerfahren? Gehört Saulus auch zu den Propheten?

12 Und einer von demselben Ort antwortete und sprach: Aber wer ist ihr Vater? Daher wurde es zu einem Sprichwort: Gehört Saulus auch zu den Propheten?

13 Und als er mit dem Prophezeien fertig war, kam er zur Höhe.

14 Und Sauls Onkel sprach zu ihm und seinem Diener: Wo seid ihr hingegangen? Und er sagte: Um die Esel zu suchen; und als wir sahen, dass sie nirgendwo waren, kamen wir zu Samuel.

15 Und Sauls Onkel sagte: Sag mir doch, was Samuel zu dir gesagt hat.

16 Und Saul sagte zu seinem Onkel: Er hat uns deutlich gesagt, dass die Esel gefunden wurden. Aber von der Angelegenheit des Königreichs, wovon Samuel sprach, sagte er ihm nichts.

17 Und Samuel rief das Volk zum Herrn nach Mizpa zusammen;

18 und sprach zu den Kindern Israel: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand aller Königreiche und der Unterdrückten Sie;

19 Und ihr habt heute euren Gott verworfen, der euch aus all euren Widrigkeiten und Drangsalen errettet hat; und ihr habt zu ihm gesagt: Nein, sondern setzt einen König über uns. Nun stellt euch also mit euren Stämmen und mit euren Tausenden vor den Herrn.

20 Und als Samuel alle Stämme Israels nahen ließ, wurde der Stamm Benjamin eingenommen.

21 Als er den Stamm Benjamin mit ihren Familien nahen ließ, wurde die Familie von Matri genommen, und Saul, der Sohn von Kisch, wurde genommen; und als sie ihn suchten, konnte er nicht gefunden werden.

22 Darum fragten sie den Herrn weiter, ob der Mann noch dorthin kommen sollte. Und der Herr antwortete: Siehe, er hat sich in dem Zeug verborgen.

23 Und sie liefen und holten ihn von dort; und wenn er unter den Leuten stand, war er von seinen Schultern und aufwärts höher als alle anderen.

24 Und Samuel sprach zu dem ganzen Volk: Seht ihr den, den der Herr erwählt hat, dass seinesgleichen unter dem ganzen Volk nicht ist? Und das ganze Volk schrie und sprach: Gott schütze den König.

25 Da erzählte Samuel dem Volk die Weise des Königreichs und schrieb es in ein Buch und legte es vor den Herrn. Und Samuel schickte das ganze Volk fort, einen jeden in sein Haus.

26 Und Saul ging auch heim nach Gibea; und es ging mit ihm eine Schar von Männern, deren Herzen Gott berührt hatte.

27 Aber die Kinder Belials sagten: Wie kann uns dieser Mann retten? Und sie verachteten ihn und brachten ihm keine Geschenke. Aber er schwieg.


KAPITEL 11

Die Intrige von Nahash – Sauls Königreich erneuert.

1 Da zog Nahasch, der Ammoniter, herauf und lagerte gegen Jabesch in Gilead; Und alle Männer von Jabesch sprachen zu Nahasch: Schließe einen Bund mit uns, und wir werden dir dienen.

2 Und Nahasch, der Ammoniter, antwortete ihnen: Unter dieser Bedingung will ich einen Bund mit euch schließen, dass ich alle eure rechten Augen ausstoßen und es zur Schmach über ganz Israel legen kann.

3 Und die Ältesten von Jabesch sprachen zu ihm: Gib uns sieben Tage Aufschub, damit wir Boten an alle Küsten Israels senden können; und dann, wenn es keinen Mann gibt, der uns rettet, werden wir zu dir herauskommen.

4 Da kamen die Boten Sauls nach Gibea und verkündeten die Nachricht vor den Ohren des Volkes; und alles Volk erhob seine Stimme und weinte.

5 Und siehe, Saul kam der Herde vom Feld nach; und Saul sprach: Was ist dem Volk, dass es weint? Und sie sagten ihm die Kunde von den Männern von Jabesch.

6 Und der Geist Gottes kam über Saul, als er diese Nachricht hörte, und sein Zorn entbrannte sehr.

7 Und er nahm ein Joch von Ochsen und zerhaue sie und sandte sie durch Boten an alle Küsten Israels und ließ sagen: Wer Saul und Samuel nicht nachzieht, dem soll man mit seinen Ochsen tun . Und die Furcht des Herrn befiel das Volk, und sie gingen einmütig aus.

8 Und als er sie in Besek zählte, waren die Kinder Israel dreihunderttausend und die Männer von Juda dreißigtausend.

9 Und sie sagten zu den Boten, die kamen: Also sagt zu den Männern von Jabesch-Gilead: Morgen, wenn die Sonne heiß wird, werdet ihr Hilfe haben. Und die Boten kamen und zeigten es den Männern von Jabesch; und sie waren froh.

10 Da sagten die Männer von Jabesch: Morgen werden wir zu euch ausziehen, und ihr sollt mit uns alles tun, was euch gut erscheint.

11 Und es geschah am Morgen, dass Saul das Volk in drei Gruppen aufteilte; und sie kamen in der Morgenwache mitten in das Heer und erschlugen die Ammoniter bis zur Hitze des Tages; und es begab sich: Die Übriggebliebenen zerstreuten sich, so dass nicht zwei von ihnen beisammen blieben.

12 Und das Volk sprach zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Soll Saul über uns herrschen? Bring die Männer, damit wir sie töten können.

13 Und Saul sprach: Niemand soll heute getötet werden; denn heute hat der Herr in Israel Heil gewirkt.

14 Da sprach Samuel zum Volk: Kommt, lasst uns nach Gilgal ziehen und dort das Königreich erneuern.

15 Und das ganze Volk ging nach Gilgal; und dort machten sie Saul zum König vor dem Herrn in Gilgal; und dort opferten sie Friedensopfer vor dem Herrn; und dort freuten sich Saul und alle Männer Israels sehr.


KAPITEL 12

Samuels Integrität – Die Undankbarkeit des Volkes – Er erschreckt und tröstet sie.

1 Und Samuel sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe auf deine Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt habt, und habe einen König über euch gemacht.

2 Und nun siehe, der König geht vor euch her; und ich bin alt und grauhaarig; und siehe, meine Söhne sind bei euch; und ich bin von meiner Kindheit bis heute vor dir gegangen.

3 Siehe, hier bin ich; zeugt gegen mich vor dem Herrn und vor seinem Gesalbten; Wessen Ochsen habe ich genommen? oder wessen Arsch habe ich genommen? oder wen habe ich betrogen? Wen habe ich unterdrückt? oder von wessen Hand habe ich Bestechungsgeld erhalten, um meine Augen damit zu blenden? und ich werde es dir wiederherstellen.

4 Und sie sagten: Du hast uns nicht betrogen noch bedrückt, noch hast du jemandes Hand genommen.

5 Und er sprach zu ihnen: Der Herr ist Zeuge gegen euch, und sein Gesalbter ist heute Zeuge, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt. Und sie antworteten: Er ist Zeuge.

6 Und Samuel sprach zum Volk: Der Herr ist es, der Mose und Aaron vorangebracht und eure Väter aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.

7 So haltet nun still, damit ich mit euch vor dem Herrn über alle gerechten Taten des Herrn reden kann, die er an euch und euren Vätern getan hat.

8 Als Jakob nach Ägypten kam und eure Väter zum Herrn schrien, sandte der Herr Mose und Aaron, die eure Väter aus Ägypten herausführten, und ließen sie an diesem Ort wohnen.

9 Und als sie den Herrn, ihren Gott, vergaßen, verkaufte er sie in die Hand Siseras, des Hauptmanns des Heeres von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab, und sie kämpften gegen sie.

10 Und sie schrien zum Herrn und sprachen: Wir haben gesündigt, weil wir den Herrn verlassen und den Baalim und Astaroth gedient haben; aber jetzt befreie uns aus der Hand unserer Feinde, und wir werden dir dienen.

11 Und der Herr sandte Jerubbaal und Bedan und Jeftah und Samuel und errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, und ihr bliebt sicher.

12 Und als ihr saht, dass Nahasch, der König der Kinder Ammon, gegen euch kam, sagtet ihr zu mir: Nein; aber ein König wird über uns regieren; als der Herr, dein Gott, dein König war.

13 Nun seht nun den König, den ihr erwählt und begehrt habt! und siehe, der Herr hat einen König über euch eingesetzt.

14 Wenn ihr den Herrn fürchten und ihm dienen und seiner Stimme gehorchen und euch nicht widersetzen werdet gegen das Gebot des Herrn; dann werdet ihr und auch der König, der über euch regiert, fortfahren, dem Herrn, eurem Gott, nachzufolgen;

15 Wenn ihr aber der Stimme des Herrn nicht gehorcht, sondern euch widersetzt gegen das Gebot des Herrn; dann wird die Hand des Herrn gegen dich sein, wie sie gegen deine Väter war.

16 So steht nun und seht euch dieses Große an, das der Herr vor euren Augen tun wird.

17 Ist heute nicht Weizenernte? Ich werde den Herrn rufen, und er wird Donner und Regen senden; damit ihr erkennt und seht, wie groß eure Bosheit ist, die ihr vor dem Herrn getan habt, indem ihr euch einen König erbittet.

18 Da rief Samuel den Herrn an; und der Herr sandte an jenem Tag Donner und Regen; und das ganze Volk fürchtete den Herrn und Samuel sehr.

19 Und das ganze Volk sprach zu Samuel: Bete für deine Knechte zum Herrn, deinem Gott, dass wir nicht sterben; denn wir haben zu all unseren Sünden dieses Übel hinzugefügt, einen König von uns zu verlangen.

20 Und Samuel sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht; ihr habt all diese Bosheit getan; Doch weicht nicht von der Nachfolge des Herrn ab, sondern dient dem Herrn von ganzem Herzen.

21 Und wendet euch nicht ab; denn dann solltet ihr vergeblichen Dingen nachjagen, die weder nützen noch helfen können; denn sie sind eitel.

22 Denn der Herr wird sein Volk nicht verlassen um seines großen Namens willen; denn es hat dem Herrn gefallen, euch zu seinem Volk zu machen.

23 Und Gott bewahre mich davor, gegen den Herrn zu sündigen, wenn ich aufhöre, für euch zu beten; aber ich werde dich den guten und rechten Weg lehren;

24 Fürchte nur den Herrn und diene ihm in Wahrheit von ganzem Herzen; denn bedenke, wie große Dinge er für dich getan hat.

25 Wenn ihr aber dennoch Böses tut, werdet ihr vertilgt, ihr und euer König.


KAPITEL 13

Sauls Bande – Das große Heer der Philister – Die Not der Israeliten – Saul opfert – Samuel tadelt ihn – Die Politik der Philister.

1 Saul regierte ein Jahr; und als er zwei Jahre über Israel regiert hatte,

2 Saul erwählte sich dreitausend Männer aus Israel; davon zweitausend bei Saul in Michmas und auf dem Gebirge Beth-el und tausend bei Jonathan in Gibea in Benjamin; und das übrige Volk schickte er jeden in sein Zelt.

3 Und Jonatan schlug die Garnison der Philister, die in Geba war, und die Philister hörten davon. Und Saul blies die Posaune im ganzen Land und sprach: Laß die Hebräer hören!

4 Und ganz Israel hörte sagen, Saul habe eine Garnison der Philister geschlagen, und auch Israel sei mit den Philistern verabscheut worden. Und das Volk wurde nach Saul nach Gilgal gerufen.

5 Und die Philister versammelten sich, um gegen Israel zu kämpfen, dreißigtausend Streitwagen und sechstausend Reiter und ein Volk wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, in Menge; und sie kamen herauf und lagerten in Michmas, östlich von Beth-Awen.

6 Als die Männer von Israel sahen, dass sie in einer Notlage waren (denn das Volk war bestürzt), da verbargen sich die Leute in Höhlen und Gestrüpp und in Felsen und auf Höhen und in Gruben.

7 Und ein Teil der Hebräer zog über den Jordan in das Land Gad und Gilead. Saul aber war noch in Gilgal, und alles Volk folgte ihm zitternd.

8 Und er zögerte sieben Tage, gemäß der festgesetzten Zeit, die Samuel festgesetzt hatte; aber Samuel kam nicht nach Gilgal; und das Volk wurde von ihm zerstreut.

9 Und Saul sprach: Bring mir hierher ein Brandopfer und Heilsopfer! Und er brachte das Brandopfer dar.

10 Und es begab sich: Sobald er mit dem Brandopfer fertig war, siehe, da kam Samuel; und Saul ging ihm entgegen, um ihn zu grüßen.

11 Und Samuel sprach: Was hast du getan? Und Saul sprach: Weil ich gesehen habe, dass sich das Volk von mir zerstreut hat und du nicht zu den festgesetzten Tagen gekommen bist und sich die Philister zu Michmas versammelt haben;

12 Darum habe ich gesagt: Die Philister werden jetzt über mich nach Gilgal herabkommen, und ich habe nicht zum Herrn gebetet; Ich zwang mich daher und brachte ein Brandopfer dar.

13 Und Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt; du hast das Gebot des Herrn, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat; denn jetzt hätte der Herr dein Königreich für immer auf Israel errichtet.

14 Aber jetzt wird dein Reich nicht bestehen; Der Herr hat ihm einen Mann nach seinem Herzen gesucht, und der Herr hat ihm befohlen, Hauptmann über sein Volk zu sein, weil du nicht gehalten hast, was der Herr dir geboten hat.

15 Und Samuel machte sich auf und brachte ihn von Gilgal hinauf nach Gibea von Benjamin. Und Saul zählte das Volk, das bei ihm war, etwa sechshundert Mann.

16 Und Saul und Jonatan, sein Sohn, und das Volk, das bei ihnen war, wohnten in Gibea von Benjamin; aber die Philister lagerten in Michmas.

17 Und die Plünderer kamen aus dem Lager der Philister in drei Scharen; eine Schar wandte sich auf den Weg, der nach Ophra führt, in das Land Schual;

18 Und eine andere Schar machte sich auf den Weg nach Beth-Horon; und eine andere Gruppe wandte sich dem Weg der Grenze zu, der zum Tal Zeboim in die Wildnis blickt.

19 Nun war im ganzen Land Israel kein Schmied zu finden; denn die Philister sagten: Damit die Hebräer ihnen keine Schwerter oder Speere machen;

20 Aber alle Israeliten zogen hinab zu den Philistern, um jeder seinen Anteil zu schärfen und sein Sä und seine Axt und seine Hacke.

21 Aber sie hatten eine Feile für die Hacken und für die Säscharen und für die Gabeln und für die Äxte und um die Stacheln zu schärfen.

22 So begab es sich am Tage des Kampfes, dass weder Schwert noch Speer in der Hand eines der Leute gefunden wurden, die bei Saul und Jonatan waren; aber bei Saul und Jonatan wurde sein Sohn dort gefunden.

23 Und die Garnison der Philister zog aus zum Durchgang von Michmas.


KAPITEL 14

Jonathan zerschmettert die Garnison der Philister – Ein göttlicher Schrecken – Sauls unbedachte Beschwörung – Er baut einen Altar – Jonathan wird vom Volk gerettet – Sauls Familie.

1 Nun begab es sich eines Tages, da sprach Jonatan, der Sohn Sauls, zu dem jungen Mann, der seine Rüstung trug: Komm, lass uns zur Garnison der Philister hinübergehen, die auf der anderen Seite liegt. Aber er sagte es seinem Vater nicht.

2 Und Saul verweilte im äußersten Teil von Gibea unter einem Granatapfelbaum, der in Migron ist; und das Volk, das bei ihm war, war etwa sechshundert Mann;

3 Und Ahiah, der Sohn von Ahitub, Ichabods Bruder, der Sohn von Pinehas, dem Sohn von Eli, dem Priester des Herrn in Silo, trug ein Ephod. Und die Leute wussten nicht, dass Jonathan gegangen war.

4 Und zwischen den Gängen, durch die Jonathan zur Garnison der Philister hinübergehen wollte, war auf der einen Seite ein scharfer Felsen und auf der anderen Seite ein scharfer Felsen; und der Name des einen war Bozez und der Name des anderen Seneh.

5 Die Spitze der einen lag nordwärts gegenüber Michmas, die andere südwärts gegenüber Gibea.

6 Und Jonatan sprach zu dem jungen Mann, der seine Rüstung trug: Komm, und lass uns zu der Garnison dieser Unbeschnittenen hinübergehen; es kann sein, dass der Herr für uns arbeitet; denn der Herr hat kein Zwang, durch viele oder durch wenige zu retten.

7 Und sein Waffenträger sprach zu ihm: Tue alles, was in deinem Herzen ist; dreh dich um; siehe, ich bin mit dir nach deinem Herzen.

8 Da sprach Jonathan: Siehe, wir werden zu diesen Männern hinübergehen und uns ihnen offenbaren.

9 Wenn sie so zu uns sagen: Warte, bis wir zu dir kommen; dann werden wir an unserem Ort stehen bleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen.

10 Wenn sie aber so sagen: Komm herauf zu uns! dann gehen wir hinauf; denn der Herr hat sie in unsere Hand gegeben; und dies soll uns ein Zeichen sein.

11 Und beide entdeckten sich der Garnison der Philister; und die Philister sprachen: Siehe, die Hebräer kommen aus den Löchern heraus, in denen sie sich versteckt hatten.

12 Und die Männer der Garnison antworteten Jonatan und seinem Waffenträger und sagten: Komm herauf zu uns, wir wollen dir etwas zeigen. Und Jonatan sprach zu seinem Waffenträger: Komm mir nach! denn der Herr hat sie in die Hand Israels gegeben.

13 Und Jonatan kletterte auf seine Hände und auf seine Füße und sein Waffenträger hinter ihm; und sie fielen vor Jonathan; und sein Waffenträger jagte hinter ihm her.

14 Und das erste Gemetzel, das Jonatan und sein Waffenträger anrichteten, umfasste etwa zwanzig Mann auf einem halben Morgen Land, das ein Joch Ochsen pflügen könnte.

15 Und es entstand ein Zittern im Heer, auf dem Feld und unter allem Volk; die Garnison und die Plünderer, sie zitterten auch, und die Erde bebte; so war es ein sehr großes Zittern.

16 Und die Wächter Sauls in Gibea von Benjamin schauten; und siehe, die Menge schmolz dahin, und sie schlugen einander weiter nieder.

17 Da sprach Saul zu dem Volk, das bei ihm war: Zähle jetzt und sieh, wer von uns gegangen ist! Und als sie gezählt hatten, siehe, Jonatan und sein Waffenträger waren nicht da.

18 Und Saul sprach zu Ahiah: Bring die Lade Gottes hierher! Denn die Lade Gottes war damals bei den Kindern Israel.

19 Und es begab sich: Während Saul mit dem Priester sprach, wurde der Lärm, der im Heer der Philister war, immer lauter und stärker; und Saul sprach zu dem Priester: Ziehe deine Hand zurück.

20 Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich und kamen zum Kampf; und siehe, das Schwert eines jeden war gegen den anderen, und es entstand ein sehr großes Unbehagen.

21 Auch die Hebräer, die vor dieser Zeit bei den Philistern waren, die mit ihnen ins Lager aus der Umgebung heraufgezogen waren, wandten sich auch zu den Israeliten, die mit Saul und Jonathan waren.

22 Auch alle Männer Israels, die sich auf dem Gebirge Ephraim versteckt hatten, jagten ihnen nach, als sie hörten, dass die Philister flohen, im Kampf.

23 So rettete der Herr Israel an jenem Tag; und die Schlacht ging nach Beth-Aven über.

24 Und die Männer Israels waren an jenem Tag betrübt; denn Saul hatte das Volk beschworen und gesagt: Verflucht sei der Mann, der bis zum Abend etwas isst, damit ich mich an meinen Feinden räche! Also hat keiner der Leute etwas gegessen.

25 Und alle im Land kamen zu einem Wald; und es war Honig auf der Erde.

26 Und als die Leute in den Wald kamen, siehe, der Honig tropfte; aber niemand legte seine Hand an seinen Mund; denn das Volk fürchtete den Eid.

27 Jonatan aber hörte nicht, als sein Vater das Volk mit dem Eid anklagte; darum streckte er das Ende des Stabes aus, das er in der Hand hatte, und tauchte es in eine Honigwabe und führte seine Hand an seinen Mund; und seine Augen wurden erleuchtet.

28 Da antwortete einer aus dem Volk und sprach: Dein Vater hat dem Volk einen strengen Eid auferlegt und gesagt: Verflucht sei der Mann, der heute etwas zu essen hat! Und die Leute waren schwach.

29 Da sprach Jonathan: Mein Vater hat das Land beunruhigt; Sieh, ich bitte dich, wie meine Augen erleuchtet wurden, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.

30 Wie viel mehr, wenn das Volk heute frei von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hatte? denn hatte es jetzt nicht ein viel größeres Gemetzel unter den Philistern gegeben?

31 Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis Ajalon; und die Leute waren sehr schwach.

32 Und das Volk flog auf die Beute und nahm Schafe und Rinder und Kälber und erschlug sie auf der Erde; und die Leute aßen sie mit dem Blut.

33 Da sagten sie es Saul und sprachen: Siehe, das Volk sündigt gegen den Herrn, indem es mit dem Blut isst. Und er sagte: Ihr habt übertreten; wälze heute einen großen Stein zu mir.

34 Und Saul sprach: Zerstreut euch unter das Volk und sagt zu ihnen: Bringt mir ein jeglicher sein Rind und ein jeglicher seine Schafe und schlachtet sie hier und esst; und sündige nicht gegen den Herrn, indem du mit dem Blut isst. Und das ganze Volk brachte in jener Nacht jedem seinen Ochsen mit und erschlug sie dort.

35 Und Saul baute dem Herrn einen Altar; Dasselbe war der erste Altar, den er dem Herrn baute.

36 Und Saul sprach: Lasst uns bei Nacht den Philistern nachziehen und sie plündern bis zum Morgengrauen und keinen Mann von ihnen zurücklassen. Und sie sagten: Tue, was dir gut erscheint. Da sprach der Priester: Lasst uns hierher zu Gott kommen.

37 Und Saul fragte Gott um Rat: Soll ich den Philistern nachziehen? Willst du sie in die Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm an diesem Tag nicht.

38 Und Saul sprach: Nähert euch hierher, alle Fürsten des Volkes; und erkenne und sehe, worin diese Sünde heute gewesen ist.

39 Denn so wahr der Herr lebt, der Israel rettet, wenn es auch in Jonathan, meinem Sohn, geschehen ist, er wird gewiss sterben. Aber es gab keinen Mann unter all den Leuten, die ihm antworteten.

40 Dann sprach er zu ganz Israel: Seid auf der einen Seite, und ich und mein Sohn Jonathan werden auf der anderen Seite sein. Und das Volk sprach zu Saul: Tu, was dir gut erscheint.

41 Da sprach Saul zum HERRN, dem Gott Israels: Gib ein vollkommenes Los! Und Saul und Jonathan wurden genommen; aber die Leute entkamen.

42 Und Saul sprach: Wirf das Los zwischen mir und meinem Sohn Jonathan. Und Jonathan wurde genommen.

43 Da sagte Saul zu Jonatan: Sag mir, was du getan hast. Und Jonatan erzählte es ihm und sagte: Ich habe nur ein wenig Honig mit dem Ende des Stabes geschmeckt, den ich in der Hand hatte, und siehe, ich muss sterben.

44 Und Saul antwortete: Gott tue dies und noch mehr; denn du wirst gewiss sterben, Jonathan.

45 Und das Volk sprach zu Saul: Soll Jonatan sterben, der diese große Rettung in Israel bewirkt hat? Gott bewahre; so wahr der Herr lebt, es soll nicht ein Haar von seinem Haupt zur Erde fallen; denn er hat heute mit Gott gearbeitet. So retteten die Leute Jonathan, damit er nicht starb.

46 Da zog Saul herauf, nachdem er den Philistern gefolgt war; und die Philister gingen an ihren Ort.

47 So eroberte Saul das Königreich über Israel und kämpfte gegen alle seine Feinde von allen Seiten, gegen Moab und gegen die Kinder Ammon und gegen Edom und gegen die Könige von Zoba und gegen die Philister; und wohin er sich auch wandte, er ärgerte sie.

48 Und er sammelte ein Heer und schlug die Amalekiter und errettete Israel aus der Hand der Plünderer.

49 Die Söhne Sauls aber waren Jonathan, Ishui und Melchishua; und die Namen seiner zwei Töchter waren diese; der Name des erstgeborenen Merab und der Name des jüngeren Michal;

50 Und der Name von Sauls Frau war Ahinoam, die Tochter von Ahimaaz; und der Name des Hauptmanns seines Heeres war Abner, der Sohn von Ner, Sauls Onkel.

51 Und Kisch war der Vater Sauls; und Ner, der Vater von Abner, war der Sohn von Abiel.

52 Und es gab einen heftigen Krieg gegen die Philister alle Tage Sauls; und wann

Saul sah jeden starken Mann oder jeden tapferen Mann, er nahm ihn zu sich.


KAPITEL 15

Samuel schickt Saul, um Amalek zu vernichten – Er verschont Agag und das Beste aus der Beute – Gottes Zurückweisung von ihm wegen seines Ungehorsams – Sauls Demütigung – Samuel tötet Agag – Samuel und Saul scheiden sich.

1 Samuel sprach auch zu Saul: Der Herr hat mich gesandt, dich zum König zu salben über sein Volk, über Israel; nun höre also auf die Stimme der Worte des Herrn.

2 So spricht der Herr der Heerscharen: Ich gedenke dessen, was Amalek Israel angetan hat, wie er ihn auf dem Weg lauerte, als er aus Ägypten heraufzog.

3 Nun geh und schlage Amalek und vernichte alles, was sie haben, und schone sie nicht; sondern tötet Mann und Frau, Säugling und Säugling, Rind und Schaf, Kamel und Esel.

4 Und Saul versammelte das Volk und zählte es zu Telaim, zweihunderttausend Fußvolk und zehntausend Mann von Juda.

5 Und Saul kam in die Stadt Amalek und lauerte im Tal.

6 Und Saul sprach zu den Kenitern: Geht, zieht weg, holt euch von den Amalekitern herunter, damit ich euch nicht mit ihnen vernichte; denn ihr habt allen Kindern Israels Güte erwiesen, als sie aus Ägypten zogen. So verließen die Keniter die Amalekiter.

7 Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila, bis du nach Schur kommst, das gegenüber Ägypten liegt.

8 Und er nahm Agag, den König der Amalekiter, lebendig und tötete das ganze Volk mit der Schärfe des Schwertes.

9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und Rinder und Mastvieh und Lämmer und alles, was gut war, und wollten sie nicht völlig vernichten; aber alles, was gemein war und Unrat, das zerstörten sie ganz und gar.

10 Da geschah das Wort des Herrn zu Samuel und sprach:

11 Ich habe Saul zum König eingesetzt, und er bereut nicht, dass er gesündigt hat, denn er hat sich von mir abgewandt und hat meine Gebote nicht erfüllt. Und es bekümmerte Samuel; und er schrie die ganze Nacht zum Herrn.

12 Und als Samuel am Morgen früh aufstand, um Saul zu begegnen, wurde Samuel gesagt, Saul sei nach Karmel gekommen, und siehe, er hat ihm eine Stätte errichtet und ist umhergegangen und weitergezogen und nach Gilgal hinabgegangen .

13 Und Samuel kam zu Saul; und Saul sprach zu ihm: Gesegnet seist du vom Herrn; Ich habe das Gebot des Herrn erfüllt.

14 Und Samuel sprach: Was bedeutet denn dieses Blöken der Schafe in meinen Ohren und das Brüllen der Rinder, das ich höre?

15 Und Saul sagte: Sie haben sie von den Amalekitern gebracht; denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um sie dem Herrn, deinem Gott, zu opfern; und den Rest haben wir völlig zerstört.

16 Da sagte Samuel zu Saul: Bleib, und ich will dir sagen, was der Herr heute Nacht zu mir gesagt hat. Und er sprach zu ihm: Sprich weiter.

17 Und Samuel sprach: Als du klein warst in deinen eigenen Augen, wurdest du nicht zum Haupt der Stämme Israels gemacht, und der Herr salbte dich zum König über Israel?

18 Und der Herr schickte dich auf eine Reise und sprach: Geh hin und vernichte die Sünder, die Amalekiter, und kämpfe gegen sie, bis sie vertilgt sind.

19 Warum hast du denn der Stimme des Herrn nicht gehorcht, sondern bist auf der Beute geflogen und hast Böses getan in den Augen des Herrn?

20 Und Saul sprach zu Samuel: Ja, ich habe der Stimme des Herrn gehorcht und bin den Weg gegangen, den der Herr mich gesandt hat, und habe Agag, den König von Amalek, gebracht und die Amalekiter völlig vernichtet.

21 Aber das Volk nahm von der Beute, Schafe und Rinder, das Wichtigste der Dinge, die völlig zerstört werden sollten, um sie dem Herrn, deinem Gott, in Gilgal zu opfern.

22 Und Samuel sprach: Hat der Herr ein ebenso großes Gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, der Stimme des Herrn zu gehorchen? Siehe, Gehorchen ist besser als Opfern und Hören als das Fett von Widdern.

23 Denn Widerspenstigkeit ist wie Hexensünde, und Widerspenstigkeit ist wie Ungerechtigkeit und Götzendienst. Weil du das Wort des Herrn verworfen hast, hat er dich auch als König verworfen.

24 Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe gesündigt; denn ich habe das Gebot des Herrn und deine Worte übertreten; weil ich das Volk fürchtete und ihrer Stimme gehorchte.

25 So bitte ich dich nun, vergib mir meine Sünde und kehre wieder mit mir um, damit ich den Herrn anbete.

26 Und Samuel sprach zu Saul: Ich werde nicht mit dir zurückkehren; denn du hast das Wort des Herrn verworfen, und der Herr hat dich verworfen, König über Israel zu sein.

27 Und als Samuel sich umdrehte, um wegzugehen, ergriff er den Saum seines Mantels, und er zerriss.

28 Und Samuel sprach zu ihm: Der Herr hat heute das Königreich Israel von dir gerissen und hat es deinem Nächsten gegeben, der besser ist als du.

29 Und auch die Stärke Israels wird nicht lügen noch Buße tun; denn er ist kein Mann, den er bereuen sollte.

30 Da sagte er: Ich habe gesündigt; doch ehre mich jetzt, ich bitte dich, vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel, und kehre wieder mit mir um, damit ich den Herrn, deinen Gott, anbete.

31 So wandte sich Samuel wieder Saul nach; und Saul betete den Herrn an.

32 Da sprach Samuel: Bringt her zu mir Agag, den König der Amalekiter. Und Agag kam sanft zu ihm. Und Agag sagte: Sicherlich ist die Bitterkeit des Todes vorbei.

33 Und Samuel sprach: Wie dein Schwert die Frauen kinderlos gemacht hat, so wird deine Mutter unter den Frauen kinderlos bleiben. Und Samuel zerhaue Agag in Stücke vor dem Herrn in Gilgal.

34 Dann ging Samuel nach Rama; und Saul ging hinauf in sein Haus nach Gibea von Saulus.

35 Und Samuel kam nicht mehr, um Saul zu sehen bis zum Tag seines Todes; dennoch trauerte Samuel um Saul; und der Herr zerriß das Königreich von Saul, den er zum König über Israel gemacht hatte.


KAPITEL 16

Samuel kommt nach Bethlehem – Sein menschliches Urteil wird zurechtgewiesen – Er salbt David – Saul schickt nach David.

1 Und der Herr sprach zu Samuel: Wie lange willst du um Saul trauern, da ich ihn verworfen habe, nicht über Israel zu regieren? Fülle dein Horn mit Öl und geh, ich sende dich zu Isai, dem Bethlehemiten; denn ich habe mir einen König unter seinen Söhnen verschafft.

2 Und Samuel sagte: Wie kann ich gehen? Wenn Saul es hört, wird er mich töten. Und der Herr sprach: Nimm eine Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, dem Herrn zu opfern.

3 Und rufe Isai zum Opfer, und ich werde dir zeigen, was du tun sollst; und du sollst mir den salben, den ich dir nenne.

4 Und Samuel tat, was der Herr gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Und die Ältesten der Stadt zitterten bei seiner Ankunft und sprachen: Kommst du in Frieden?

5 Und er sprach: Friedlich; Ich bin gekommen, um dem Herrn zu opfern; Heiligt euch und kommt mit mir zum Opfer. Und er heiligte Isai und seine Söhne und rief sie zum Opfer.

6 Und es begab sich: Als sie gekommen waren, sah er Eliab an und sprach: Wahrlich, der Gesalbte des Herrn ist vor ihm.

7 Aber der Herr sprach zu Samuel: Schau nicht auf sein Antlitz oder auf seine Größe; weil ich ihn abgelehnt habe; denn der Herr sieht nicht, wie der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das Äußere, aber der Herr sieht auf das Herz.

8 Da rief Isai Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorbeigehen. Und er sagte: Das hat der Herr auch nicht erwählt.

9 Dann ließ Isai Schamma vorbeigehen. Und er sagte: Das hat der Herr auch nicht erwählt.

10 Wieder ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel vorbeiziehen. Und Samuel sprach zu Isai: Der Herr hat diese nicht erwählt.

11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind alle deine Kinder hier? Und er sprach: Es bleibt noch der Jüngste, und siehe, er hütet die Schafe. Und Samuel sprach zu Isai: Sende und hole ihn; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hierher kommt.

12 Und er schickte hin und brachte ihn herein. Jetzt war er rötlich und hatte außerdem ein schönes Gesicht und war hübsch anzusehen. Und der Herr sprach: Steh auf, salbe ihn; denn das ist er.

13 Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten seiner Brüder; und der Geist des Herrn kam von jenem Tag an über David. Da machte sich Samuel auf und ging nach Rama.

14 Aber der Geist des Herrn wich von Saul, und ein böser Geist, der nicht vom Herrn war, beunruhigte ihn.

15 Und Sauls Knechte sprachen zu ihm: Siehe doch, ein böser Geist, der nicht von Gott ist, beunruhigt dich.

16 Unser Herr befiehl nun deinen Knechten, die vor dir stehen, einen Mann aufzusuchen, der ein schlauer Harfenspieler ist; und es wird geschehen, wenn der böse Geist, der nicht von Gott ist, über dich kommt, wird er mit seiner Hand spielen, und du wirst gesund werden.

17 Und Saul sprach zu seinen Knechten: Beschafft mir jetzt einen Mann, der gut spielen kann, und bringt ihn zu mir.

18 Da antwortete einer der Knechte und sprach: Siehe, ich habe einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, gesehen, der ist gerissen im Spiel und ein starker, tapferer Mann und ein Krieger und klug in Sachen und eine schöne Person , und der Herr ist mit ihm.

19 Darum sandte Saul Boten zu Isai und sprach: Sende mir deinen Sohn David, der bei den Schafen ist!

20 Und Isai nahm einen mit Brot beladenen Esel und eine Flasche Wein und ein Zicklein und sandte sie durch seinen Sohn David zu Saul.

21 Und David kam zu Saul und trat vor ihn; und er liebte ihn sehr; und er wurde sein Waffenträger.

22 Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Lass David, ich bitte dich, vor mir stehen; denn er hat Gunst gefunden in meinen Augen.

23 Und es begab sich: Als der böse Geist, der nicht von Gott war, über Saul kam, nahm David eine Harfe und spielte mit seiner Hand; So wurde Saul erquickt und gesund, und der böse Geist wich von ihm.


KAPITEL 17

Goliaths Herausforderung – David nimmt die Herausforderung an – Durch Glauben tötet er den Riesen.

1 Und die Philister versammelten ihre Heere zum Kampf und versammelten sich bei Schocho, das zu Juda gehört, und lagerten zwischen Schocho und Asehka in Ephes-Dammim.

2 Und Saul und die Männer Israels versammelten sich und lagerten am Tal von Ela und stellten sich zum Kampf gegen die Philister auf.

3 Und die Philister standen auf einem Berg auf der einen Seite, und Israel stand auf einem Berg auf der anderen Seite; und es war ein Tal zwischen ihnen.

4 Und es ging aus aus dem Lager der Philister ein Feldherr namens Goliath aus Gath, der sechs Ellen und eine Spanne hoch war.

5 Und er hatte einen ehernen Helm auf dem Kopf und war mit einem Panzerhemd bewaffnet; und das Gewicht des Rocks war fünftausend Schekel Erz.

6 Und er hatte Beinschienen aus Messing an seinen Beinen und eine Zielscheibe aus Messing zwischen seinen Schultern.

7 Und der Stab seines Speeres war wie ein Weberbaum; und die Spitze seines Speers wog sechshundert Schekel Eisen; und einer mit einem Schild ging vor ihm her.

8 Und er stand auf und rief den Heeren Israels zu und sprach zu ihnen: Warum seid ihr ausgezogen, um eure Schlacht in Stellung zu bringen? Bin ich nicht ein Philister und ihr Knechte Sauls? Wähle dir einen Mann für dich aus und lass ihn zu mir herunterkommen.

9 Wenn er imstande ist, mit mir zu kämpfen und mich zu töten, dann werden wir deine Knechte sein; aber wenn ich ihn überwältige und ihn töte, dann sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.

10 Und der Philister sprach: Ich trotze heute den Heeren Israels; Gib mir einen Mann, dass wir zusammen kämpfen können.

11 Als Saul und ganz Israel diese Worte des Philisters hörten, erschraken sie und fürchteten sich sehr.

12 David aber war der Sohn jenes Ephrathiers von Bethlehem-Juda, dessen Name Issai war; und er hatte acht Söhne; und der Mann ging unter die Menschen für einen alten Mann in den Tagen Sauls.

13 Und die drei ältesten Söhne Isais gingen und folgten Saul in den Kampf; und die Namen seiner drei Söhne, die in den Kampf zogen, waren Eliab, der Erstgeborene, und neben ihm Abinadab und der dritte Shamma.

14 Und David war der Jüngste; und die drei ältesten folgten Saul.

15 Aber David ging hin und kehrte von Saul zurück, um die Schafe seines Vaters in Bethlehem zu weiden.

16 Und der Philister nahte morgens und abends und stellte sich vierzig Tage vor.

17 Und Isai sprach zu seinem Sohn David: Nimm nun für deine Brüder ein Efa von diesem gerösteten Korn und diese zehn Brote und lauf ins Lager zu deinen Brüdern;

18 Und bring diese zehn Käse zum Hauptmann ihrer Tausend, und schau, wie es deinen Brüdern geht, und nimm ihr Pfand.

19 Saul und sie und alle Männer Israels waren im Tal Ela und kämpften mit den Philistern.

20 Und David machte sich früh am Morgen auf und ließ die Schafe bei einem Hüter und nahm und ging, wie Isai ihm geboten hatte; und er kam zum Graben, als das Heer zum Kampf auszog, und rief zum Kampf.

21 Denn Israel und die Philister hatten sich zum Kampf aufgestellt, Heer gegen Heer.

22 Und David ließ seine Kutsche in der Hand des Kutschenwärters und lief ins Heer und kam und grüßte seine Brüder.

23 Und als er mit ihnen redete, siehe, kam der Vorkämpfer, der Philister von Gat, mit Namen Goliath, aus den Heeren der Philister und sprach nach denselben Worten; und David hörte sie.

24 Und alle Männer von Israel, als sie den Mann sahen, flohen vor ihm und fürchteten sich sehr.

25 Und die Männer von Israel sprachen: Habt ihr diesen Mann gesehen, der heraufgekommen ist? sicherlich ist er heraufgekommen, um Israel zu trotzen; und der König wird den Mann, der ihn tötet, mit großen Reichtümern bereichern und ihm seine Tochter geben und seines Vaters Haus in Israel frei machen.

26 Und David redete zu den Männern, die bei ihm standen, und sprach: Was soll mit dem Mann geschehen, der diesen Philister tötet und die Schmach von Israel wegnimmt? denn wer ist dieser unbeschnittene Philister, dass er den Heerscharen des lebendigen Gottes trotzt?

27 Und das Volk antwortete ihm auf diese Weise und sprach: So soll man mit dem tun, der ihn tötet.

28 Und Eliab, sein ältester Bruder, hörte es, als er zu den Männern sprach; und Eliabs Zorn entbrannte gegen David, und er sprach: Warum bist du hierher herabgekommen? und bei wem hast du diese wenigen Schafe in der Wüste gelassen? Ich kenne deinen Stolz und die Frechheit deines Herzens; denn du bist herabgekommen, um den Kampf zu sehen.

29 Und David sprach: Was habe ich jetzt getan? Gibt es keine Ursache?

30 Und er wandte sich von ihm zu einem anderen und redete in derselben Weise; und das Volk antwortete ihm wieder auf die frühere Weise.

31 Und als die Worte gehört wurden, die David geredet hatte, wiederholten sie sie vor Saul; und er schickte nach ihm.

32 Und David sprach zu Saul: Niemand verzage seinetwegen; dein Diener wird gehen und mit diesem Philister kämpfen.

33 Und Saul sprach zu David: Du kannst nicht gegen diesen Philister ziehen, um mit ihm zu kämpfen; denn du bist noch ein Jüngling und er ein Kriegsmann von Jugend auf.

34 Und David sprach zu Saul: Dein Knecht hütete die Schafe seines Vaters, und da kam ein Löwe und ein Bär und nahm ein Lamm von der Herde;

35 Und ich ging ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Mund; und als er sich gegen mich erhob, packte ich ihn an seinem Bart und schlug ihn und tötete ihn.

36 Dein Diener hat sowohl den Löwen als auch den Bären erschlagen; und dieser unbeschnittene Philister wird wie einer von ihnen sein, da er die Heere des lebendigen Gottes herausgefordert hat.

37 David sprach weiter: Der Herr, der mich aus der Tatze des Löwen und aus der Tatze des Bären errettet hat, wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten. Und Saul sprach zu David: Geh, und der Herr sei mit dir.

38 Und Saul rüstete David mit seiner Rüstung aus und setzte ihm einen ehernen Helm auf; auch bewaffnete er ihn mit einem Kettenhemd.

39 Und David gürtete sein Schwert um seine Rüstung und versuchte zu gehen; denn er hatte es nicht bewiesen. Und David sprach zu Saul: Ich kann nicht mit ihnen gehen; denn ich habe sie nicht geprüft. Und David legte sie ihm ab.

40 Und er nahm seinen Stab in seine Hand und suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach aus und tat sie in eine Hirtentasche, die er hatte, sogar in einem Beutel; und seine Schleuder war in seiner Hand; und er näherte sich dem Philister.

41 Und der Philister kam und näherte sich David; und der Mann, der den Schild trug, ging vor ihm her.

42 Und als der Philister sich umsah und David sah, verachtete er ihn; denn er war noch ein Jüngling und rötlich und von schönem Gesicht.

43 Und der Philister sprach zu David: Bin ich ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst? Und der Philister verfluchte David bei seinen Göttern.

44 Und der Philister sprach zu David: Komm zu mir, und ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes geben.

45 Da sprach David zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Schild; aber ich komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Heere Israels, den du herausgefordert hast.

46 Heute wird dich der Herr in meine Hand geben; und ich werde dich schlagen und dir den Kopf abnehmen, und ich werde die Leichname des Heeres der Philister heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben; damit die ganze Erde erkenne, dass es einen Gott in Israel gibt.

47 Und diese ganze Versammlung soll wissen, dass der Herr nicht mit Schwert und Speer rettet; denn der Kampf ist des Herrn, und er wird euch in unsere Hände geben.

48 Und es begab sich: Als der Philister sich aufmachte und kam und David entgegenkam, eilte David und rannte dem Heer entgegen, dem Philister entgegen.

49 Und David steckte seine Hand in seine Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und schlug den Philister an seine Stirn, dass der Stein in seine Stirn eindrang; und er fiel auf sein Angesicht zur Erde.

50 So überwältigte David die Philister mit Schleuder und Stein und schlug den Philister und tötete ihn; aber David hatte kein Schwert in der Hand.

51 Da lief David und stellte sich auf den Philister und nahm sein Schwert und zog es aus seiner Scheide und tötete ihn und hieb ihm damit den Kopf ab. Und als die Philister sahen, dass ihr Held tot war, flohen sie.

52 Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und jauchzten und jagten den Philistern nach, bis man in das Tal und an die Tore von Ekron kam. Und die Verwundeten der Philister fielen auf dem Weg nach Schaaraim, ja nach Gath und nach Ekron.

53 Und die Kinder Israel kehrten von der Verfolgung der Philister zurück und plünderten ihre Zelte.

54 Und David nahm das Haupt des Philisters und brachte es nach Jerusalem; aber er legte seine Rüstung in sein Zelt.

55 Und als Saul David gegen die Philister ausziehen sah, sprach er zu Abner, dem Hauptmann des Heeres: Abner, wessen Sohn ist dieser Jüngling? Und Abner sagte: So wahr deine Seele lebt, oh König, ich kann es nicht sagen.

56 Und der König sprach: Erkundige dich, wessen Sohn der Jüngling ist.

57 Und als David von der Schlachtung des Philisters zurückkehrte, nahm ihn Abner und brachte ihn mit dem Haupt des Philisters in seiner Hand vor Saul.

58 Und Saul sprach zu ihm: Wessen Sohn bist du, du junger Mann? Und David antwortete: Ich bin der Sohn deines Dieners Isai, des Bethlehemiten.


KAPITEL 18

Jonathan liebt David – Saul will ihn töten – David überredet, der Schwiegersohn des Königs zu sein – Davids Ruhm wächst.  

1 Und es begab sich: Als er mit Saul zu Ende gesprochen hatte, verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids, und Jonathan liebte ihn wie seine eigene Seele.

2 Und Saul nahm ihn an jenem Tag und ließ ihn nicht mehr heim in seines Vaters Haus.

3 Da schlossen Jonatan und David einen Bund, weil er ihn liebte wie seine eigene Seele.

4 Und Jonatan zog das Gewand aus, das er anhatte, und gab es David und seine Kleider, sogar sein Schwert und seinen Bogen und seinen Gürtel.

5 Und David zog aus, wohin Saul ihn schickte, und benahm sich weise; und Saul setzte ihn über die Kriegsleute, und er wurde angenommen in den Augen des ganzen Volkes und auch in den Augen von Sauls Knechten.

6 Und es begab sich: Als David vom Gemetzel der Philister zurückgekehrt war, kamen die Frauen aus allen Städten Israels und sangen und tanzten, um König Saul entgegenzukommen, mit Tabrets, mit Freude und mit Instrumenten Der Musik.

7 Und die Frauen antworteten einander beim Spielen und sprachen: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausend.

8 Und Saul wurde sehr zornig, und die Rede missfiel ihm; und er sagte: Sie haben David zehntausend zugeschrieben, und mir haben sie nur Tausende zugeschrieben; und was kann er mehr haben als das Königreich?

9 Und Saul beäugte David von diesem Tag an und von da an.

10 Und es begab sich: Am Morgen kam der böse Geist, der nicht von Gott war, über Saul, und er prophezeite mitten im Haus; und David spielte mit seiner Hand wie zu anderen Zeiten; und da war ein Speer in Sauls Hand.

11 Und Saul warf den Speer; denn er sagte: Ich werde David damit bis an die Wand schlagen. Und David wich zweimal aus seiner Gegenwart aus.

12 Und Saul fürchtete sich vor David, weil der Herr mit ihm war und von Saul gewichen war.

13 Darum entfernte ihn Saul von ihm und machte ihn zu seinem Hauptmann über tausend; und er ging aus und ein vor dem Volk.

14 Und David benahm sich weise in all seinen Wegen; und der Herr war mit ihm.

15 Als Saul sah, dass er sich sehr weise benahm, fürchtete er sich vor ihm.

16 Aber ganz Israel und Juda liebten David, weil er vor ihnen aus- und einging.

17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab, sie will ich dir zur Frau geben; Sei nur tapfer für mich und kämpfe die Schlachten des Herrn. Denn Saul hat gesagt: Meine Hand komme nicht über ihn, sondern die Hand der Philister komme über ihn.

18 Und David sprach zu Saul: Wer bin ich? und was ist mein Leben oder die Familie meines Vaters in Israel, dass ich des Königs Schwiegersohn sein sollte?

19 Aber es begab sich: Zu der Zeit, als Merab Sauls Tochter David hätte gegeben werden sollen, wurde sie Adriel, dem Meholatiter, zur Frau gegeben.

20 Und Michal Sauls Tochter liebte David; und sie sagten es Saul, und die Sache gefiel ihm.

21 Und Saul sprach: Ich werde sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick werde und die Hand der Philister gegen ihn sei. Darum sagte Saul zu David: Du sollst heute mein Schwiegersohn sein in dem der zwei.

22 Und Saul befahl seinen Knechten und sprach: Verständige dich heimlich mit David und sprich: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte lieben dich; Sei nun also des Königs Schwiegersohn.

23 Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor Davids Ohren. Und David sprach: Findest du es leicht, eines Königs Schwiegersohn zu sein, da ich ein armer und gering angesehener Mann bin?

24 Und die Knechte Sauls sagten es ihm und sprachen: So hat David geredet.

25 Und Saul sprach: So sollt ihr zu David sagen: Der König will keine Mitgift, sondern hundert Vorhäute der Philister, um sich an den Feinden des Königs zu rächen. Aber Saul dachte daran, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen.

26 Und als seine Knechte David diese Worte sagten, gefiel es David gut, des Königs Schwiegersohn zu sein; und die Tage waren nicht abgelaufen.

27 Darum machte sich David auf und ging hin, er und seine Männer, und erschlugen von den Philistern zweihundert Mann; und David brachte ihre Vorhäute, und sie gaben sie dem König in voller Zahl, damit er des Königs Schwiegersohn sei. Und Saul gab ihm seine Tochter Michal zur Frau.

28 Und Saul sah und erkannte, dass der Herr mit David war und dass Michal Sauls Tochter ihn liebte.

29 Und Saul fürchtete sich noch mehr vor David; und Saul wurde beständig Davids Feind.

30 Da zogen die Fürsten der Philister aus; und es begab sich: Nachdem sie ausgezogen waren, benahm sich David klüger als alle Knechte Sauls; so dass sein Name viel durchgesetzt wurde.


KAPITEL 19

Jonathan enthüllt die Absicht seines Vaters, David zu töten – Sauls böswillige Wut – Michal betrügt ihren Vater – David kommt zu Samuel – Saul prophezeit.

1 Und Saul redete zu seinem Sohn Jonatan und zu allen seinen Knechten, sie sollten David töten.

2 Aber Jonatan Sauls Sohn hatte große Freude an David; und Jonatan sagte es David und sprach: Saul, mein Vater, will dich töten; Nun, ich bitte dich, hüte dich bis zum Morgen und bleibe an einem geheimen Ort und verstecke dich;

3 Und ich werde hinausgehen und neben meinem Vater auf dem Feld stehen, wo du bist, und ich werde mit meinem Vater von dir sprechen; und was ich sehe, das will ich dir sagen.

4 Und Jonatan redete zu seinem Vater Saul Gutes von David und sprach zu ihm: Der König sündige nicht gegen seinen Knecht, gegen David; weil er nicht gegen dich gesündigt hat und weil seine Werke dir sehr gut getan haben;

5 Denn er hat sein Leben in seine Hand gegeben und den Philister erschlagen, und der Herr hat eine große Rettung für ganz Israel bewirkt; du hast es gesehen und dich gefreut; warum willst du denn gegen unschuldiges Blut sündigen, um David ohne Grund zu töten?

6 Und Saul hörte auf die Stimme Jonathans; und Saul schwor: So wahr der Herr lebt, er soll nicht getötet werden.

7 Und Jonatan rief David, und Jonatan zeigte ihm all diese Dinge. Und Jonatan brachte David zu Saul, und er war wie in vergangenen Zeiten in seiner Gegenwart.

8 Und es war wieder Krieg; und David zog aus und kämpfte mit den Philistern und tötete sie mit einem großen Gemetzel; und sie flohen vor ihm.

9 Und der böse Geist, der nicht vom Herrn war, war über Saul, als er mit seinem Speer in der Hand in seinem Haus saß; und David spielte mit seiner Hand.

10 Und Saul suchte David mit dem Wurfspieß bis an die Wand zu schlagen; aber er entschlüpfte Sauls Gegenwart und rammte den Speer in die Wand; und David floh und entkam in jener Nacht.

11 Saul sandte auch Boten in Davids Haus, um ihn zu bewachen und ihn am Morgen zu töten; und Michal Davids Frau sagte zu ihm und sprach: Wenn du heute Nacht nicht dein Leben rettest, wirst du morgen erschlagen werden.

12 Da ließ Michal David durch ein Fenster herunter; und er ging und floh und entkam.

13 Und Michal nahm ein Standbild und legte es auf das Bett und legte ein Kissen aus Ziegenhaar als Polster darauf und bedeckte es mit einem Tuch.

14 Und als Saul Boten schickte, um David abzuholen, sagte sie: Er ist krank.

15 Und Saul schickte die Boten wieder zu David und ließ ihm sagen: Bring ihn herauf zu mir ins Bett, damit ich ihn töte!

16 Und als die Boten hereinkamen, siehe, da war ein Bild auf dem Bett, mit einem Kissen aus Ziegenhaar als Polster.

17 Und Saul sprach zu Michal: Warum hast du mich so getäuscht und meinen Feind weggeschickt, dass er entkommen ist? Und Michal antwortete Saul: Er sprach zu mir: Lass mich gehen; warum sollte ich dich töten?

18 Da floh David und entkam und kam zu Samuel nach Rama und erzählte ihm alles, was Saul ihm angetan hatte. Und er und Samuel gingen und wohnten in Naioth.

19 Und Saul wurde gesagt: Siehe, David ist in Naioth in Rama.

20 Und Saul sandte Boten, um David zu holen; und als sie die Schar der Propheten prophezeien sahen und Samuel, wie bestimmt, über ihnen stand, war der Geist Gottes auf den Boten Sauls, und auch sie prophezeiten.

21 Und als es Saul gesagt wurde, sandte er andere Boten, und sie prophezeiten ebenfalls. Und Saul sandte zum dritten Mal wieder Boten, und sie prophezeiten auch.

22 Dann ging er auch nach Rama und kam zu einem großen Brunnen, der in Sechu ist; und er fragte und sprach: Wo sind Samuel und David? Und einer sagte: Siehe, sie sind in Naioth in Rama.

23 Und er ging dorthin nach Naioth in Rama; und der Geist Gottes war auch auf ihm, und er ging weiter und prophezeite, bis er nach Naioth in Rama kam.

24 Und er zog auch seine Kleider aus und prophezeite in gleicher Weise vor Samuel und legte sich den ganzen Tag und die ganze Nacht nackt hin. Darum sagen sie: Ist Saul auch unter den Propheten?


KAPITEL 20

David berät sich mit Jonathan – Ihr Bund – Jonathans Zeichen für David – Saul sucht Jonathan zu töten.

1 Und David floh vor Naioth in Rama und kam und sprach vor Jonathan: Was habe ich getan? Was ist meine Ungerechtigkeit? und was ist meine Sünde vor deinem Vater, dass er mein Leben trachtet?

2 Und er sprach zu ihm: Gott bewahre! du sollst nicht sterben; siehe, mein Vater wird nichts Großes oder Kleines tun, außer dass er es mir zeigt; und warum sollte mein Vater dieses Ding vor mir verbergen? es ist nicht so.

3 Und David schwor weiter und sprach: Dein Vater weiß gewiss, dass ich Gnade in deinen Augen gefunden habe; und er spricht: Laß Jonathan dies nicht wissen, damit er nicht betrübt werde; aber wahrlich, so wahr der Herr lebt und wie deine Seele lebt, zwischen mir und dem Tod ist nur ein Schritt.

4 Jonatan sprach zu David: Was immer deine Seele begehrt, das will ich dir auch tun.

5 Und David sprach zu Jonatan: Siehe, morgen ist Neumond, und ich werde es nicht versäumen, mit dem König beim Essen zu sitzen; aber lass mich gehen, dass ich mich bis zum dritten Tag abends im Feld verstecken kann.

6 Wenn dein Vater mich vermisst, dann sag: David hat mich ernsthaft um Erlaubnis gebeten, nach Bethlehem, seiner Stadt, zu laufen; denn es gibt dort ein jährliches Opfer für die ganze Familie.

7 Wenn er so sagt: Es ist gut; dein Diener wird Frieden haben; aber wenn er sehr wütend ist, dann sei gewiss, dass das Böse von ihm bestimmt wird.

8 Darum sollst du deinem Knecht gnädig sein; denn du hast deinen Knecht in einen Bund des Herrn mit dir gebracht; dennoch, wenn in mir Ungerechtigkeit ist, töte mich selbst; denn warum solltest du mich zu deinem Vater bringen?

9 Jonatan sprach: Das sei ferne von dir! denn wenn ich sicher wüsste, dass Böses von meinem Vater über dich kommen soll, würde ich es dir dann nicht sagen?

10 Da sprach David zu Jonatan: Wer soll es mir sagen? oder was, wenn dein Vater dir grob antwortet?

11 Und Jonatan sprach zu David: Komm, lass uns aufs Feld hinausgehen. Und sie gingen beide hinaus aufs Feld.

12 Und Jonatan sprach zu David: Herr, Gott Israels, wenn ich etwa morgen oder am dritten Tag meinen Vater ertönen lasse, und siehe, wenn etwas Gutes gegen David ist, und ich dann nicht zu dir sende und zeige es dir;

13 Der Herr tue dies und noch viel mehr mit Jonathan; aber wenn es meinem Vater gefällt, dir Böses zu tun, so werde ich es dir zeigen und dich fortschicken, damit du in Frieden gehen kannst; und der Herr sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist.

14 Und du sollst mir nicht nur, solange ich lebe, die Güte des Herrn zeigen, dass ich nicht sterbe;

15 Aber auch du sollst deine Güte nicht für immer von meinem Haus tilgen; nein, nicht, wenn der Herr die Feinde Davids alle vom Antlitz der Erde ausgerottet hat.

16 Da schloss Jonatan mit dem Hause David einen Bund und sprach: Der Herr fordere es auch von den Feinden Davids.

17 Und Jonatan ließ David erneut schwören, weil er ihn liebte; denn er liebte ihn, wie er seine eigene Seele liebte.

18 Jonatan sprach zu David: Morgen ist Neumond; und du wirst vermisst werden, weil dein Sitz leer sein wird.

19 Und wenn du drei Tage geblieben bist, dann sollst du schnell hinabsteigen und an den Ort kommen, wo du dich versteckt hast, als das Geschäft in der Hand war, und sollst beim steinernen Ezel bleiben.

20 Und ich werde drei Pfeile in die Seite schießen, als ob ich auf ein Ziel geschossen hätte.

21 Und siehe, ich schicke einen Knaben und sage: Geh, finde die Pfeile heraus! Wenn ich dem Jungen ausdrücklich sage: Siehe, die Pfeile sind auf dieser Seite von dir, nimm sie; dann komm du; denn du hast Frieden und kein Leid; so wahr der Herr lebt.

22 Wenn ich aber so zu dem jungen Mann sage: Siehe, die Pfeile sind jenseits von dir; geh deinen Weg; denn der Herr hat dich fortgeschickt.

23 Und was die Sache betrifft, von der du und ich gesprochen haben, siehe, der Herr sei zwischen dir und mir für immer.

24 So versteckte sich David im Feld; und als der Neumond gekommen war, setzte ihn der König nieder, um Fleisch zu essen.

25 Und der König saß auf seinem Sitz, wie zu anderen Zeiten, sogar auf einem Sitz an der Wand; und Jonatan stand auf, und Abner setzte sich an Sauls Seite, und Davids Platz war leer.

26 Trotzdem sprach Saul an jenem Tag nichts; denn er dachte: Ihm ist etwas widerfahren, er ist nicht rein; sicher ist er nicht sauber.

27 Und es begab sich am Morgen, das war der zweite Tag des Monats, da war Davids Platz leer; und Saul sprach zu seinem Sohn Jonathan: Warum kommt der Sohn Isais nicht zum Essen, weder gestern noch heute?

28 Und Jonatan antwortete Saul: David bat mich ernsthaft um Erlaubnis, nach Bethlehem zu gehen;

29 Und er sprach: Lass mich gehen, ich bitte dich; denn unsere Familie hat ein Opfer in der Stadt; und mein Bruder, er hat mir befohlen, dort zu sein; und jetzt, wenn ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, lass mich fort, ich bitte dich, und sieh meine Brüder. Darum kommt er nicht an den Tisch des Königs.

30 Da entbrannte Sauls Zorn gegen Jonathan, und er sprach zu ihm: Du Sohn der widerspenstigen widerspenstigen Frau, weiß ich nicht, dass du den Sohn Isais zu deiner eigenen Verwirrung und zur Verwirrung der Blöße deiner Mutter erwählt hast?

31 Denn solange Isais Sohn auf Erden lebt, wirst du und dein Reich nicht bestehen. Darum sende ihn jetzt und hole ihn zu mir, denn er wird gewiss sterben.

32 Jonatan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er getötet werden? was hat er getan?

33 Und Saul warf einen Speer nach ihm, um ihn zu schlagen; wodurch Jonathan wusste, dass es von seinem Vater bestimmt war, David zu töten.

34 Da stand Jonatan in heftigem Zorn vom Tisch auf und aß am zweiten Tag des Monats kein Fleisch; denn er war betrübt über David, weil sein Vater ihn beschämt hatte.

35 Und es begab sich am Morgen, da ging Jonatan zur bestimmten Zeit mit David aufs Feld und ein kleiner Junge mit ihm.

36 Und er sprach zu seinem Knaben: Lauf, finde jetzt die Pfeile heraus, die ich abschieße! Und als der Junge rannte, schoss er einen Pfeil an sich vorbei.

37 Und als der Knabe an die Stelle des Pfeils kam, den Jonatan abgeschossen hatte, rief Jonatan dem Knaben nach und sprach: Ist der Pfeil nicht hinter dir?

38 Und Jonatan rief dem Knaben nach: Eile, eile, bleib nicht! Und Jonatans Knabe sammelte die Pfeile ein und kam zu seinem Herrn.

39 Aber der Junge wusste nichts; nur Jonathan und David wussten Bescheid.

40 Und Jonatan gab seinem Knaben seine Artillerie und sprach zu ihm: Geh, trage sie in die Stadt!

41 Und sobald der Knabe weg war, stand David von einer Stelle gegen Süden auf und fiel auf sein Angesicht zur Erde und verneigte sich dreimal; und sie küßten einander und weinten miteinander, bis David überstieg.

42 Jonatan sprach zu David: Geh hin in Frieden, denn wir haben uns beide im Namen des Herrn geschworen und gesagt: Der Herr sei zwischen mir und dir und zwischen meinem Samen und deinem Samen in Ewigkeit. Und er stand auf und ging; und Jonathan ging in die Stadt.


KAPITEL 21

David bekommt geheiligtes Brot – Doeg war dabei – David nimmt Goliaths Schwert – David stellt sich verrückt.

1 Da kam David nach Nob zu Ahimelech, dem Priester; und Ahimelech fürchtete sich vor Davids Zusammenkunft und sprach zu ihm: Warum bist du allein und niemand bei dir?

2 Und David sprach zu Ahimelech, dem Priester: Der König hat mir ein Geschäft befohlen und zu mir gesagt: Lass niemand etwas wissen von dem Geschäft, wohin ich dich sende, und was ich dir geboten habe; und ich habe meine Knechte zu diesem und jenem Ort ernannt.

3 Was ist nun unter deiner Hand? gib mir fünf Brote in meine Hand oder was da ist.

4 Und der Priester antwortete David und sprach: Unter meiner Hand ist kein gewöhnliches Brot, sondern geheiligtes Brot; wenn sich die jungen Männer wenigstens von den Frauen ferngehalten haben.

5 Und David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: Wahrlich, die Frauen sind uns diese drei Tage, seit ich herausgekommen bin, ferngehalten worden, und die Geräte der jungen Männer sind heilig, und das Brot ist allgemein üblich, ja, obwohl es heute im Gefäß geheiligt wurde.

6 Da gab ihm der Priester geheiligtes Brot; denn es war kein Brot da als die Schaubrote, die vor dem HERRN weggenommen wurden, um warmes Brot an den Tag zu legen, an dem es weggenommen wurde.

7 Nun war an jenem Tag ein gewisser Mann von den Knechten Sauls dort, der vor dem Herrn festgehalten wurde; und sein Name war Doeg, ein Edomiter, der oberste der Hirten, die Saulus gehörten.

8 Und David sprach zu Ahimelech: Ist hier nicht ein Speer oder ein Schwert unter deiner Hand? denn ich habe weder mein Schwert noch meine Waffen mitgebracht, weil des Königs Geschäfte Eile erforderten.

9 Und der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliath, den du im Tal Elah erschlagen hast, siehe, es ist hier hinter dem Ephod in ein Tuch gewickelt; wenn du das nehmen willst, nimm es; denn es gibt nichts anderes als das hier. Und David sagte: So etwas gibt es nicht; Gib es mir.

10 Und David machte sich auf und floh an jenem Tag aus Furcht vor Saul und ging zu Achisch, dem König von Gath.

11 Und die Knechte Achischs sprachen zu ihm: Ist dieser nicht David, der König des Landes? Singen sie nicht einander in Tänzen von ihm und sprachen: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausend?

12 Und David nahm diese Worte in sein Herz und fürchtete sich sehr vor Achisch, dem König von Gath.

13 Und er änderte sein Verhalten vor ihnen und täuschte vor, er sei verrückt in ihren Händen; und kratzte an den Türen des Tores und ließ seinen Speichel auf seinen Bart fallen.

14 Da sprach Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, der Mann ist verrückt; warum habt ihr ihn denn zu mir gebracht?

15 Brauche ich Verrückte, dass ihr diesen Burschen dazu gebracht habt, in meiner Gegenwart den Verrückten zu spielen? soll dieser Bursche in mein Haus kommen?


KAPITEL 22

Kompanien wenden sich an David – Er befiehlt seine Eltern dem König von Moab – Saul verfolgt ihn – Saul befiehlt, die Priester zu töten – Abiathar entkommt, bringt David die Nachricht.  

1 David zog daher von dort fort und entfloh in die Höhle Adullam; und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters es hörten, gingen sie zu ihm hinab.

2 Und alle, die in Not waren, und alle, die Schulden hatten, und alle, die unzufrieden waren, versammelten sich zu ihm; und er wurde ein Hauptmann über sie; und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann.

3 Und David ging von dort nach Mizpa in Moab; und er sprach zum König von Moab: Lass meinen Vater und meine Mutter, ich bitte dich, herauskommen und mit dir sein, bis ich weiß, was Gott für mich tun wird.

4 Und er brachte sie vor den König von Moab; und sie blieben bei ihm, solange David im Laderaum war.

5 Und der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht in der Festung; Zieh hin und komm in das Land Juda! Da brach David auf und kam in den Wald von Hareth.

6 Als Saul hörte, dass David entdeckt wurde, und die Männer, die bei ihm waren (Saul aber wohnte in Gibea unter einem Baum in Rama, seinen Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen um ihn herum;)

7 Da sprach Saul zu seinen Dienern, die um ihn herumstanden: Hört nun, ihr Benjaminiter! wird der Sohn Isais einem jeden von euch Äcker und Weinberge geben und euch alle zu Obersten über tausend und zu Obersten über hundert machen;

8 Dass ihr alle gegen mich verschworen habt und keiner mir zeigt, dass mein Sohn mit dem Sohn Isais einen Bund geschlossen hat, und keiner von euch tut mir leid oder zeigt mir, dass mein Sohn es getan hat Meinen Diener gegen mich aufgewiegelt, um mir aufzulauern, wie heute?

9 Da antwortete Doeg, der Edomiter, der über die Knechte Sauls gesetzt war, und sprach: Ich sah den Sohn Isais nach Nob kommen, zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs.

10 Und er bat den Herrn für ihn und gab ihm Speise und gab ihm das Schwert Goliaths, des Philisters.

11 Da schickte der König hin, den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, und das ganze Haus seines Vaters, die Priester in Nob, zu rufen; und sie kamen alle zum König.

12 Und Saul sprach: Höre nun, du Sohn Ahitubs. Und er antwortete: Hier bin ich, mein Herr.

13 Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, indem du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn gebeten hast, er solle sich gegen mich erheben, um zu lügen? auf der Lauer, wie heute?

14 Da antwortete Ahimelech dem König und sprach: Und wer ist unter all deinen Knechten so treu wie David, der Schwiegersohn des Königs, und geht auf dein Geheiß und ist ehrenwert in deinem Hause?

15 Habe ich dann angefangen, Gott für ihn zu befragen? sei es fern von mir; Der König soll seinem Diener und dem ganzen Haus meines Vaters nichts anrechnen; denn dein Diener wusste von all dem nichts, mehr oder weniger.

16 Und der König sprach: Du wirst des Todes sterben, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters.

17 Und der König sprach zu der Lakaien, die um ihn herumstanden: Kehrt um und tötet die Priester des Herrn! denn auch ihre Hand ist mit David, und weil sie wussten, dass er floh, und es mir nicht zeigten. Aber die Diener des Königs würden ihre Hand nicht ausstrecken, um auf die Priester des Herrn zu fallen.

18 Und der König sprach zu Doeg: Kehre um und überfalle die Priester! Und Doeg, der Edomiter, wandte sich um und fiel über die Priester her und tötete an jenem Tag sechzig und fünf Personen, die ein leinenes Ephod trugen.

19 Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schärfe des Schwertes, Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge und Rinder und Esel und Schafe mit der Schärfe des Schwertes.

20 Und einer der Söhne Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, namens Abjathar, entkam und floh hinter David her.

21 Und Abjathar zeigte David, dass Saul die Priester des Herrn getötet hatte.

22 Und David sprach zu Abjathar: Ich wusste es an jenem Tag, als Doeg, der Edomiter, dort war, dass er es Saul gewiss sagen würde; Ich habe den Tod aller Personen des Hauses deines Vaters verursacht.

23 Bleibe bei mir, fürchte dich nicht; denn wer mein Leben sucht, sucht dein Leben; aber bei mir bist du sicher.


KAPITEL 23

David rettet Keilah – Gott zeigt die Ankunft Sauls – Jonathan tröstet ihn. 

1 Da sagten sie es David und sprachen: Siehe, die Philister streiten wider Keila und berauben die Tennen.

2 Da fragte David den Herrn und sprach: Soll ich hingehen und diese Philister erschlagen? Und der Herr sprach zu David: Geh hin und schlage die Philister und rette Keila!

3 Und Davids Männer sprachen zu ihm: Siehe, wir fürchten uns hier in Juda; wie viel mehr dann, wenn wir gegen die Heere der Philister nach Keila kommen?

4 Dann befragte David den Herrn noch einmal. Und der Herr antwortete ihm und sprach: Steh auf, geh hinab nach Keila; denn ich will die Philister in deine Hand geben.

5 Da zog David mit seinen Männern nach Keila und kämpfte mit den Philistern und führte ihr Vieh weg und schlug sie mit einem großen Gemetzel. So rettete David die Bewohner von Keila.

6 Und es begab sich: Als Abjathar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keila floh, kam er mit einem Ephod in der Hand herunter.

7 Und es wurde Saul gesagt, dass David nach Keila gekommen sei. Und Saul sprach: Gott hat ihn in meine Hand gegeben; denn er ist eingeschlossen, indem er in eine Stadt eindringt, die Tore und Riegel hat.

8 Und Saul rief das ganze Volk zum Krieg zusammen, um nach Keila hinabzuziehen, um David und seine Männer zu belagern.

9 Und David wusste, dass Saul heimlich Unheil gegen ihn trieb; und er sagte zu Abjathar, dem Priester: Bring das Ephod her!

10 Da sprach David: O Herr, Gott Israels, dein Diener hat gewiss gehört, dass Saul nach Keila kommen will, um die Stadt um meinetwillen zu zerstören.

11 Werden mich die Männer von Keila in seine Hand geben? Wird Saul herabsteigen, wie dein Diener gehört hat? O Herr, Gott Israels, ich flehe dich an, sage es deinem Diener. Und der Herr sagte: Er wird herabsteigen.

12 Da sprach David: Werden die Männer von Keila mich und meine Männer in die Hand Sauls liefern? Und der Herr sprach: Sie werden dich ausliefern.

13 Da machten sich David und seine Männer, etwa sechshundert, auf und zogen von Keila weg und schickten, wohin sie konnten. Und es wurde Saul gesagt, dass David aus Keila entflohen sei; und er unterließ es, hinauszugehen.

14 Und David blieb in der Wüste in Festungen und blieb auf einem Gebirge in der Wüste Siph. Und Saul suchte ihn jeden Tag, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.

15 Und David sah, dass Saul herausgekommen war, um sein Leben zu suchen; und David war in der Wüste Siph in einem Wald.

16 Und Jonatan Sauls Sohn machte sich auf und ging zu David in den Wald und stärkte seine Hand in Gott.

17 Und er sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden; und du sollst König über Israel sein, und ich werde neben dir sein; und das weiß auch Saul, mein Vater.

18 Und die beiden schlossen einen Bund vor dem Herrn; und David blieb im Wald, und Jonathan ging in sein Haus.

19 Da kamen die Sihiter zu Saul nach Gibea herauf und sprachen: Versteckt sich David nicht mit uns in Festungen im Wald, auf dem Hügel Hachila, der südlich von Jeschimon liegt?

20 Nun, o König, steige herab, wie es deiner Seele gefällt, herabzukommen; und unsere Aufgabe wird es sein, ihn in die Hand des Königs zu liefern.

21 Und Saul sprach: Gesegnet seid ihr vom Herrn; denn ihr habt Mitleid mit mir.

22 Geh, ich bitte dich, bereite dich noch vor und erkenne und sehe seinen Ort, wo sein Aufenthaltsort ist, und wer ihn dort gesehen hat; denn es wird mir gesagt, dass er sehr raffiniert handelt.

23 Seht daher und macht euch mit all den versteckten Orten vertraut, wo er sich verbirgt, und kommt mit der Gewissheit wieder zu mir, und ich werde mit euch gehen; und es wird sich begeben, wenn er im Land ist, werde ich ihn in ganz Juda ausfindig machen.

24 Und sie machten sich auf und gingen vor Saul nach Siph; aber David und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Ebene südlich von Jeschimon.

25 Auch Saul und seine Männer suchten ihn. Und sie sagten es David; darum stieg er auf einen Felsen hinab und blieb in der Wildnis von Maon. Und als Saul das hörte, jagte er David in der Wüste Maon nach.

26 Und Saul ging auf diesseits des Berges und David und seine Männer auf diesseits des Berges; und David beeilte sich zu entkommen aus Furcht vor Saul; denn Saul und seine Männer umringten David und seine Männer, um sie zu nehmen.

27 Es kam aber ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm! denn die Philister sind in das Land eingedrungen.

28 Darum kehrte Saul von der Verfolgung Davids zurück und zog gegen die Philister; deshalb nannten sie diesen Ort Sela-ham-mahlekoth.

29 Und David zog von dort hinauf und wohnte in Festungen bei En-Gedi.


KAPITEL 24

David verschont Sauls Leben – Saul leistet einen Eid von David und geht.

1 Und es begab sich: Als Saul von den Philistern zurückkehrte, wurde ihm gesagt: Siehe, David ist in der Wüste En-Gedi.

2 Da nahm Saul dreitausend auserwählte Männer aus ganz Israel und zog aus, um David und seine Männer auf den Felsen der wilden Ziegen zu suchen.

3 Und er kam auf dem Weg zu den Schafställen, wo eine Höhle war; und Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken; und David und seine Männer blieben an den Seiten der Höhle.

4 Und die Männer Davids sprachen zu ihm: Siehe, der Tag, von dem der Herr zu dir gesagt hat: Siehe, ich will deinen Feind in deine Hand geben, damit du mit ihm tust, was dir gut gefällt. Da stand David auf und schnitt heimlich den Saum von Sauls Gewand ab.

5 Und es geschah danach, dass ihn Davids Herz traf, weil er Sauls Rock abgeschnitten hatte.

6 Und er sprach zu seinen Männern: Der Herr bewahre mich davor, dass ich meinem Herrn, dem Gesalbten des Herrn, dies antun sollte, meine Hand gegen ihn auszustrecken, da er der Gesalbte des Herrn ist.

7 So hielt David seine Knechte mit diesen Worten zurück und ließ sie sich nicht gegen Saul erheben. Saul aber erhob sich aus seiner Höhle und ging seines Weges.

8 David stand danach auch auf und ging aus der Höhle hinaus und rief Saul nach und sprach: Mein Herr, der König! Und als Saul sich umsah, neigte sich David mit seinem Angesicht zur Erde und neigte sich.

9 Und David sprach zu Saul: Warum hörst du die Worte der Menschen, die sagen: Siehe, David sucht deinen Schaden?

10 Siehe, heute haben deine Augen gesehen, wie der Herr dich heute in der Höhle in meine Hand gegeben hat; und einige befahlen mir, dich zu töten; aber mein Auge verschonte dich; und ich sagte: Ich werde meine Hand nicht gegen meinen Herrn erheben; denn er ist der Gesalbte des Herrn.

11 Außerdem, mein Vater, sieh, ja, sieh den Saum deines Gewandes in meiner Hand; denn dadurch, dass ich den Saum deines Gewandes abgeschnitten und dich nicht getötet habe, erkenne und sieh, dass weder Böses noch Übertretung in meiner Hand ist und ich nicht gegen dich gesündigt habe; doch du jagst meine Seele, um sie zu nehmen.

12 Der Herr richte zwischen mir und dir, und der Herr räche mich an dir; aber meine Hand soll nicht über dir sein.

13 Wie das Sprichwort der Alten sagt: Von den Gottlosen geht Bosheit aus; aber meine Hand soll nicht über dir sein.

14 Nach wem ist der König von Israel ausgezogen? wem verfolgst du nach? nach einem toten Hund, nach einem Floh.

15 Darum sei der Herr Richter und Richter zwischen mir und dir, und sieh zu und verteidige meine Sache und errette mich aus deiner Hand.

16 Und es begab sich: Als David diese Worte zu Saul zu Ende gesprochen hatte, sprach Saul: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte.

17 Und er sprach zu David: Du bist gerechter als ich; denn du hast mich mit Gutem belohnt, während ich dich mit Bösem belohnt habe.

18 Und du hast heute gezeigt, wie gut du an mir gehandelt hast; denn als der Herr mich in deine Hand gegeben hatte, hast du mich nicht getötet.

19 Denn wenn jemand seinen Feind findet, wird er ihn dann weit gehen lassen? darum vergelte dir der Herr Gutes für das, was du heute an mir getan hast.

20 Und nun siehe, ich weiß wohl, dass du gewiss König sein wirst und dass das Königreich Israel in deiner Hand aufgerichtet werden wird.

21 So schwöre mir nun beim Herrn, dass du meinen Samen nach mir nicht ausrotten und meinen Namen nicht aus meines Vaters Haus vertilgen wirst.

22 Und David schwor Saul. Und Saul ging nach Hause; aber David und seine Männer brachten sie in den Laderaum.


KAPITEL 25

Samuel stirbt – David wird von Nabal provoziert – Nabal stirbt – David nimmt Abigail und Ahinoam zu seinen Frauen – Michal wird Phalti gegeben.

1 Und Samuel starb; und alle Israeliten versammelten sich und beklagten ihn und begruben ihn in seinem Haus in Rama. Und David machte sich auf und ging hinab in die Wüste Paran.

2 Und es war ein Mann in Maon, dessen Besitz in Karmel war; und der Mann war sehr groß, und er hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen; und er scherte seine Schafe im Karmel.

3 Der Name des Mannes aber war Nabal und der Name seiner Frau Abigail; und sie war eine Frau von Verstand und von schönem Gesicht; aber der Mann war grob und böse in seinen Taten; und er war vom Geschlecht Kalebs.

4 Und David hörte in der Wüste, dass Nabal seine Schafe scherte.

5 Und David sandte zehn junge Männer aus, und David sprach zu den jungen Männern: Geht hinauf zum Karmel und geht zu Nabal und grüßt ihn in meinem Namen;

6 Und so sollt ihr zu dem sagen, der in Wohlstand lebt: Friede sei mit dir und Friede mit deinem Haus und Friede mit allem, was du hast.

7 Und nun habe ich gehört, dass du Scherer hast; nun deinen Hirten, die bei uns waren, wir haben ihnen nichts getan, und es hat ihnen auch nichts gefehlt, während sie im Karmel waren.

8 Frag deine jungen Männer, und sie werden es dir zeigen. Darum sollen die jungen Männer Gunst in deinen Augen finden; denn wir kommen an einem guten Tag; Gib, ich bitte dich, alles, was dir in die Hände kommt, deinen Knechten und deinem Sohn David.

9 Und als Davids junge Männer kamen, redeten sie mit Nabal gemäß all diesen Worten im Namen Davids und hörten auf.

10 Und Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist David? und wer ist der Sohn Isais? Heutzutage gibt es viele Diener, die jeden Mann von seinem Herrn trennen.

11 Soll ich dann mein Brot und mein Wasser und mein Fleisch, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, nehmen und es Männern geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind?

12 Da wandten sich die jungen Männer Davids ab und gingen wieder und kamen und sagten ihm alle diese Worte.

13 Und David sprach zu seinen Männern: Gürtet einem jeden sein Schwert! Und sie gürteten einem jeden sein Schwert um; und auch David gürtete sein Schwert um; und es zogen nach David hinauf etwa vierhundert Mann; und zweihundert Aufenthalt durch das Zeug.

14 Aber einer der jungen Männer sagte zu Abigail, der Frau Nabals, und sprach: Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn zu grüßen; und er schimpfte auf sie.

15 Aber die Männer waren sehr gut zu uns, und wir wurden nicht verletzt, noch vermissten wir etwas, solange wir mit ihnen vertraut waren, als wir auf den Feldern waren.

16 Sie waren uns Tag und Nacht eine Mauer, während wir bei ihnen die Schafe hüteten.

17 So wisse nun und bedenke, was du tun willst; denn Böses ist gegen unseren Herrn und sein ganzes Haus bestimmt; denn er ist ein solcher Sohn von Belial, dass ein Mann nicht mit ihm sprechen kann.

18 Da beeilte sich Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Flaschen Wein und fünf fertig zubereitete Schafe und fünf Maß geröstetes Korn und hundert Rosinen und zweihundert Feigenkuchen und legte sie auf Esel .

19 Und sie sprach zu ihren Knechten: Geht vor mir her; Siehe, ich komme dir nach. Aber sie sagte es ihrem Mann Nabal nicht.

20 Und es geschah, als sie auf der Eselin ritt, kam sie durch das Versteck des Hügels herunter, und siehe, David und seine Männer kamen gegen sie herab; und sie traf sie.

21 Nun hatte David gesagt: Wahrlich, ich habe alles, was dieser hat, vergeblich in der Wüste aufbewahrt, sodass nichts von allem, was ihm gehörte, fehlte; und er hat mir Böses mit Gutem vergolten.

22 So und noch mehr tut Gott den Feinden Davids, wenn ich von allem, was ihm gehört, im Morgenlicht einen zurücklasse, der an die Wand pisst.

23 Und als Abigail David sah, eilte sie und sprang von dem Esel und fiel vor David auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde.

24 und fiel ihm zu Füßen und sprach: Auf mir, mein Herr, lass diese Ungerechtigkeit auf mir sein; und lass deine Magd, ich bitte dich, in deiner Zuhörerschaft sprechen und die Worte deiner Magd hören.

25 Mein Herr, ich bitte dich, achte nicht auf diesen Mann von Belial, nämlich Nabal; denn wie sein Name ist, so ist er; Nabal ist sein Name, und Torheit ist mit ihm; aber ich, deine Magd, habe die jungen Männer meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.

26 Nun, mein Herr, so wahr der Herr lebt und wie deine Seele lebt, da der Herr dich davon abgehalten hat, zu kommen, Blut zu vergießen, und dich mit deiner eigenen Hand zu rächen, laß nun deine Feinde und die, die Böses suchen Mein Herr, sei wie Nabal.

27 Und nun soll dieser Segen, den deine Magd meinem Herrn gebracht hat, auch den jungen Männern gegeben werden, die meinem Herrn folgen.

28 Ich bitte dich, vergib deiner Magd die Schuld; denn der Herr wird meinem Herrn bestimmt ein sicheres Haus machen; denn mein Herr kämpft die Schlachten des Herrn, und Böses ist nicht an dir gefunden worden all deine Tage.

29 Und doch ist ein Mann auferstanden, dir nachzujagen und deine Seele zu suchen; aber die Seele meines Herrn wird gebunden sein in das Bündel des Lebens mit dem Herrn, deinem Gott; und die Seelen deiner Feinde soll er wie aus einer Schleuder herausschleudern.

30 Und es wird geschehen, wenn der Herr meinem Herrn alles Gute getan hat, was er über dich geredet hat, und dich zum Fürsten über Israel eingesetzt hat;

31 Dass dies dir kein Kummer und meinem Herrn kein Ärgernis sein soll, sei es, dass du grundlos Blut vergossen hast, oder dass sich mein Herr gerächt hat; aber wenn der Herr meinem Herrn Gutes getan hat, dann gedenke deiner Magd.

32 Und David sprach zu Abigail: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der dich mir heute entgegengesandt hat;

33 Und gesegnet sei dein Rat, und gesegnet seist du, der mich heute davon abgehalten hat, Blut zu vergießen und mich mit meiner eigenen Hand zu rächen.

34 Denn wahrlich, so wahr der Herr, der Gott Israels lebt, der mich davon abgehalten hat, dir zu schaden, wenn du nicht geeilt wärest und mir entgegengekommen wärest, hätte Nabal im Morgenlicht sicher niemand übriggeblieben, der an die pisst Mauer.

35 Da nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Zieh in Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe auf deine Stimme gehört und deine Person angenommen.

36 Und Abigail kam zu Nabal; und siehe, er hielt in seinem Haus ein Fest wie das Fest eines Königs; und Nabals Herz war fröhlich in ihm, denn er war sehr betrunken; darum sagte sie ihm nichts, weniger oder mehr, bis zum Morgenlicht.

37 Aber es geschah am Morgen, als der Wein von Nabal ausgegangen war und seine Frau ihm dies gesagt hatte, da starb sein Herz in ihm, und er wurde wie ein Stein;

38 Und es begab sich ungefähr zehn Tage danach, als der Herr Nabal schlug, dass er starb.

39 Und als David hörte, dass Nabal tot war, sprach er: Gesegnet sei der Herr, der die Ursache meiner Schmach aus der Hand Nabals geführt und seinen Knecht vor dem Bösen bewahrt hat; denn der Herr hat die Bosheit Nabals auf sein eigenes Haupt zurückgeworfen. Und David sandte hin und unterhielt sich mit Abigail, um sie ihm zur Frau zu nehmen.

40 Und als die Knechte Davids zu Abigail zum Karmel kamen, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu ihm zur Frau zu nehmen.

41 Und sie stand auf und neigte sich auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, deine Magd sei eine Magd, um den Knechten meines Herrn die Füße zu waschen.

42 Und Abigail eilte und machte sich auf und ritt auf einem Esel mit ihren fünf Mädchen, die ihr nachgingen; und sie ging den Boten Davids nach und wurde seine Frau.

43 David nahm auch Ahinoam von Jesreel; und sie waren auch beide seine Frauen.

44 Saul aber hatte seine Tochter Michal, die Frau Davids, Phalti, dem Sohn Lais, der aus Gallim stammte, gegeben.


KAPITEL 26

Saul kommt gegen David – David hält Abischai davon ab, Saul zu töten – David tadelt Abner und ermahnt Saul – Saul erkennt seine Sünde an.

1 Und die Sihiter kamen zu Saul nach Gibea und sprachen: Versteckt sich David nicht auf dem Hügel Hachila, der vor Jeschimon liegt?

2 Da machte sich Saul auf und zog hinab in die Wüste Siph und hatte dreitausend auserwählte Männer Israels bei sich, um David in der Wüste Siph zu suchen.

3 Und Saul lagerte übrigens auf dem Hügel von Hachila, der vor Jeschimon liegt. Aber David blieb in der Wüste, und er sah, dass Saul ihm in die Wüste folgte.

4 David sandte daher Kundschafter aus und erkannte, dass Saul tatsächlich gekommen war.

5 Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul gelagert hatte; und David sah den Ort, wo Saul lag, und Abner, den Sohn Ners, den Hauptmann seines Heeres; und Saul lag im Graben, und das Volk drängte sich um ihn herum.

6 Da antwortete David und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs, und sprach: Wer wird mit mir zu Saul ins Lager hinabziehen? Und Abischai sagte: Ich werde mit dir hinuntergehen.

7 So kamen David und Abischai des Nachts zum Volk; und siehe, Saul lag schlafend im Graben, und sein Speer steckte an seinem Polster im Boden; aber Abner und das Volk lagen um ihn herum.

8 Da sprach Abischai zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand gegeben; nun lass mich ihn doch gleich mit dem Speer bis auf die Erde schlagen, und ich werde ihn nicht zum zweiten Mal schlagen.

9 Und David sprach zu Abischai: Vernichte ihn nicht; denn wer kann seine Hand gegen den Gesalbten des Herrn ausstrecken und ohne Schuld sein?

10 David sagte weiter: So wahr der Herr lebt, der Herr wird ihn schlagen; oder sein Tag wird kommen, um zu sterben; oder er wird in die Schlacht hinabsteigen und zugrunde gehen.

11 Der Herr bewahre mich davor, meine Hand gegen den Gesalbten des Herrn auszustrecken; aber ich bitte dich, nimm jetzt den Speer, der an seinem Polster ist, und den Wasserkrug, und lass uns gehen.

12 Da nahm David den Speer und den Wasserkrug aus Sauls Nackenrolle; und sie entführten sie, und niemand sah es, noch wusste es, noch wachte es auf; denn sie schliefen alle; denn ein tiefer Schlaf vom Herrn war auf sie gefallen.

13 Da ging David hinüber auf die andere Seite und stellte sich auf die Spitze eines fernen Hügels; ein großer Raum ist zwischen ihnen;

14 Und David rief dem Volk und Abner, dem Sohn Ners, zu und sprach: Antwortest du nicht, Abner? Da antwortete Abner und sprach: Wer bist du, der zu den schreit?

König?

15 Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein tapferer Mann? und wer ist dir gleich in Israel? warum hast du denn deinen Herrn, den König, nicht bewahrt? denn es kam einer aus dem Volk, um den König, deinen Herrn, zu vernichten.

16 Das ist nicht gut, was du getan hast. So wahr der Herr lebt, ihr seid würdig zu sterben, weil ihr euren Herrn, den Gesalbten des Herrn, nicht bewahrt habt. Und jetzt seht, wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug, der an seinem Polster war.

17 Und Saul erkannte die Stimme Davids und sprach: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und David sagte: Es ist meine Stimme, mein Herr, o König.

18 Und er sprach: Warum verfolgt mein Herr seinen Knecht so? denn was habe ich getan? oder welches Übel ist in meiner Hand?

19 Nun, ich bitte dich, lass meinen Herrn, den König, die Worte seines Dieners hören. Wenn der Herr dich gegen mich aufgestachelt hat, soll er ein Opfer annehmen; aber wenn sie Menschenkinder sind, verflucht seien sie vor dem Herrn; denn sie haben mich heute aus dem Erbe des Herrn vertrieben und gesagt: Geh hin, diene anderen Göttern!

20 Nun lass mein Blut nicht auf die Erde fallen vor dem Angesicht des Herrn; denn der König von Israel ist ausgezogen, um einen Floh zu suchen, wie wenn man in den Bergen ein Rebhuhn jagt.

21 Da sprach Saul: Ich habe gesündigt; Kehre zurück, mein Sohn David; denn ich werde dir kein Leid mehr tun, denn heute war meine Seele in deinen Augen kostbar; siehe, ich habe den Narren gespielt und mich sehr geirrt.

22 Und David antwortete und sprach: Siehe, des Königs Speer! und lass einen der jungen Männer herüberkommen und es holen.

23 Der Herr gibt einem jeden seine Gerechtigkeit und seine Treue; denn der Herr hat dich heute in meine Hand gegeben, aber ich wollte meine Hand nicht gegen den Gesalbten des Herrn ausstrecken.

24 Und siehe, wie dein Leben bis heute in meinen Augen sehr verkümmert war, so lass mein Leben in den Augen des Herrn sehr verfallen sein, und lass ihn mich aus aller Bedrängnis befreien.

25 Da sprach Saul zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David; du wirst große Dinge tun und auch noch obsiegen. Also zog David weiter, und Saul kehrte an seinen Ort zurück.


KAPITEL 27

Saul sucht nicht mehr nach David – David bittet Ziklag von Achisch – Er überredet Achisch, er habe gegen Juda gekämpft.

1 Und David sprach in seinem Herzen: Ich werde eines Tages durch die Hand Sauls umkommen; es gibt nichts Besseres für mich, als schnell in das Land der Philister zu entkommen; und Saul wird an mir verzweifeln, um mich weiter an irgendeiner Küste Israels zu suchen; so werde ich seiner Hand entrinnen.

2 Und David machte sich auf und ging mit den sechshundert Mann, die bei ihm waren, hinüber zu Achisch, dem Sohn Maochs, dem König von Gath.

3 Und David wohnte bei Achisch in Gat, er und seine Männer, ein jeder mit seinem Haus, David mit seinen zwei Frauen, Ahinoam, der Jesreelitin, und Abigail, der Karmeliterin, Nabals Frau.

4 Und Saul wurde gesagt, David sei nach Gath geflohen; und er suchte nicht mehr nach ihm.

5 Und David sprach zu Achisch: Wenn ich nun Gnade in deinen Augen gefunden habe, sollen sie mir in einer Stadt auf dem Lande eine Bleibe geben, damit ich dort wohnen kann; denn warum sollte dein Diener mit dir in der Königsstadt wohnen?

6 Da gab Achisch ihm an jenem Tag Ziklag; darum gehört Ziklag den Königen von Juda bis auf diesen Tag.

7 Und die Zeit, die David im Land der Philister wohnte, war ein volles Jahr und vier Monate.

8 Und David und seine Männer zogen hinauf und drangen ein bei den Geschuritern, Gezritern und Amalekitern; denn diese Nationen waren von alters her die Bewohner des Landes bis nach Schur, sogar bis ins Land Ägypten.

9 Und David schlug das Land und ließ weder Mann noch Frau am Leben und nahm die Schafe und die Rinder und Esel und die Kamele und die Kleider weg und kehrte zurück und kam zu Achisch.

10 Und Achisch sprach: Wohin habt ihr heute einen Weg gemacht? Und David sprach: Gegen den Süden von Juda und gegen den Süden der Jerachmeeliter und gegen den Süden der Keniter.

11 Und David rettete weder Mann noch Frau am Leben, um Gath Nachricht zu bringen, indem er sagte: Damit sie uns nicht verraten und sagen: So hat es David getan, und so wird sein Verhalten sein, solange er im Land der Philister wohnt.

12 Und Achisch glaubte David und sprach: Er hat sein Volk Israel dazu gebracht, ihn zu verabscheuen; darum soll er mein Diener sein für immer.


KAPITEL 28

Achisch vertraut auf David – Saul, nachdem er die Hexen vernichtet hat, sucht eine Hexe – Die Hexe bringt das Wort von Samuel – Saul fällt in Ohnmacht.

1 Und es begab sich in jenen Tagen, dass die Philister ihre Heere zum Krieg versammelten, um gegen Israel zu kämpfen. Und Achisch sprach zu David: Wisse gewiss, dass du mit mir in den Kampf ziehen wirst, du und deine Männer.

2 Und David sprach zu Achisch: Sicherlich wirst du wissen, was dein Knecht kann. Und Achisch sprach zu David: Darum will ich dich für immer zum Hüter meines Hauptes machen.

3 Nun war Samuel tot, und ganz Israel hatte ihn beklagt und ihn in Rama, ja in seiner eigenen Stadt, begraben. Und Saul hatte diejenigen, die vertraute Geister hatten, und die Zauberer aus dem Land vertrieben.

4 Und die Philister versammelten sich und kamen und lagerten in Sunem; und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten in Gilboa.

5 Und als Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz zitterte sehr.

6 Und als Saul den Herrn befragte, antwortete ihm der Herr nicht, weder durch Träume, noch durch Urim, noch durch Propheten.

7 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sucht mir eine Frau, die einen vertrauten Geist hat, damit ich zu ihr gehen und sie fragen kann. Und seine Diener sagten zu ihm: Siehe, in En-dor ist eine Frau, die einen vertrauten Geist hat.

8 Und Saul verkleidete sich und zog andere Kleider an, und er ging hin und zwei Männer mit ihm, und sie kamen bei Nacht zu der Frau; und er sagte: Ich bitte dich, erzähle mir durch den vertrauten Geist, und bringe mir den herauf, den ich dir nennen werde.

9 Und die Frau sprach zu ihm: Siehe, du weißt, was Saul getan hat, wie er die vertrauten Geister und die Zauberer aus dem Land ausgerottet hat; warum legst du denn meinem Leben eine Schlinge, um auch mich sterben zu lassen, wer hat nicht einen vertrauten Geist?

10 Und Saul schwor ihr bei dem Herrn und sprach: So wahr der Herr lebt, dir soll wegen dieser Sache keine Strafe widerfahren.

11 Da sprach die Frau: Wen soll ich dir sagen? Und er sagte: Bring mir das Wort von Samuel herauf.

12 Und als die Frau die Worte Samuels sah, schrie sie mit lauter Stimme; und die Frau sprach zu Saul und sprach: Warum hast du mich betrogen? denn du bist Saulus.

13 Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht; denn was hast du gesehen? Und die Frau sprach zu Saul: Ich sah die Worte Samuels aus der Erde aufsteigen. Und sie sagte: Ich habe auch Samuel gesehen.

14 Und er sprach zu ihr: Welche Gestalt hat er? Und sie sagte: Ich sah einen alten Mann heraufkommen, der mit einem Mantel bedeckt war. Und Saul merkte, dass es Samuel war, und er neigte sich mit dem Angesicht zur Erde und neigte sich.

15 Und dies sind die Worte Samuels an Saul: Warum hast du mich beunruhigt, um mich heraufzubringen? Und Saul antwortete: Ich bin sehr betrübt; denn die Philister führen Krieg gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Träume; darum habe ich dich gerufen, dass du mir kundtun mögest, was ich tun werde.

16 Da sprach Samuel: Warum fragst du mich denn, da der Herr von dir gewichen und dein Feind geworden ist?

17 Und der Herr hat ihm getan, wie er durch mich geredet hat; denn der Herr hat das Königreich aus deiner Hand gerissen und es deinem Nächsten gegeben, nämlich David;

18 Weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht und seinen grimmigen Zorn nicht an Amalek vollbracht hast, darum hat der Herr dir dies heute getan.

19 Außerdem wird der Herr mit dir auch Israel in die Hand der Philister geben; und morgen wirst du und deine Söhne bei mir sein; Der Herr wird auch das Heer Israels in die Hand der Philister geben.

20 Da fiel Saul die ganze Zeit über auf die Erde und fürchtete sich sehr vor den Worten Samuels; und es war keine Kraft in ihm; denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht kein Brot gegessen.

21 Und die Frau kam zu Saul und sah, dass er sehr betrübt war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorcht, und ich habe mein Leben in meine Hand gelegt und auf deine Worte gehorcht, die du gesprochen hast mich.

22 Nun, ich bitte dich, höre auch auf die Stimme deiner Magd, und lass mich dir einen Bissen Brot vorsetzen; und iss, damit du Kraft hast, wenn du deinen Weg gehst.

23 Aber er weigerte sich und sagte: Ich werde nicht essen. Aber seine Diener, zusammen mit der Frau, zwangen ihn; und er hörte auf ihre Stimme. Also erhob er sich von der Erde und setzte sich auf das Bett.

24 Und die Frau hatte ein fettes Kalb im Haus; und sie eilte und schlachtete es und nahm Mehl und knetete es und buk ungesäuertes Brot daraus;

25 Und sie brachte es vor Saul und vor seine Knechte; und sie haben gegessen. Dann machten sie sich auf und gingen in jener Nacht fort.


KAPITEL 29

Achisch entlässt David mit Belobigungen seiner Treue.

1 Nun versammelten die Philister all ihre Heere nach Aphek; und die Israeliten lagerten an einer Quelle, die in Jesreel ist.

2 Und die Fürsten der Philister zogen zu Hunderten und zu Tausenden hin; aber David und seine Männer gingen hinten mit Achisch weiter.

3 Da sprachen die Fürsten der Philister: Was machen diese Hebräer hier? Und Achisch sprach zu den Fürsten der Philister: Ist das nicht David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der diese Tage oder diese Jahre bei mir war, und ich habe keine Schuld an ihm gefunden, seit er mir zugefallen ist? dieser Tag?

4 Und die Fürsten der Philister waren zornig auf ihn; und die Fürsten der Philister sprachen zu ihm: Bringe diesen Burschen zurück, damit er wieder an seinen Ort gehe, den du ihm bestimmt hast; und lass ihn nicht mit uns in den Kampf hinabziehen, damit er uns im Kampf nicht zum Feind wird; denn womit sollte er sich mit seinem Herrn versöhnen? sollte es nicht mit den Köpfen dieser Männer sein?

5 Ist das nicht David, von dem sie in Tänzen miteinander sangen und sagten: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausend?

6 Da rief Achisch David und sprach zu ihm: Wahrlich, so wahr der Herr lebt, du bist rechtschaffen gewesen, und dein Auszug und Einzug mit mir ins Heer ist gut in meinen Augen; denn ich habe nichts Böses an dir gefunden seit dem Tag, an dem du zu mir gekommen bist, bis auf diesen Tag; dennoch sind dir die Herren nicht gewogen.

7 Darum kehre nun um und gehe in Frieden, damit du den Fürsten der Philister nicht missfällt.

8 Und David sprach zu Achisch: Aber was habe ich getan? und was hast du an deinem Diener gefunden, so lange ich bei dir bin bis auf diesen Tag, dass ich nicht gegen die Feinde meines Herrn, des Königs, kämpfen kann?

9 Und Achisch antwortete und sprach zu David: Ich weiß, dass du in meinen Augen gut bist wie ein Engel Gottes; dennoch haben die Fürsten der Philister gesagt: Er soll nicht mit uns in den Kampf ziehen.

10 Darum stehe jetzt am Morgen früh auf mit den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen sind; und sobald ihr früh am Morgen aufsteht und Licht habt, geht weg.

11 So machten sich David und seine Männer früh auf, um am Morgen aufzubrechen und in das Land der Philister zurückzukehren. Und die Philister zogen hinauf nach Jesreel.


KAPITEL 30

Die Amalekiter plündern Ziklag – David verfolgt sie und holt die Beute zurück – Davids Gesetz, die Beute zu teilen.

1 Und es begab sich: Als David und seine Männer am dritten Tag nach Ziklag kamen, waren die Amalekiter in den Süden und Ziklag eingefallen und hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt;

2 und hatte die Frauen gefangen genommen, die darin waren; sie töteten weder große noch kleine, sondern trugen sie fort und gingen weiter.

3 Da kamen David und seine Männer in die Stadt, und siehe, sie wurde mit Feuer verbrannt; und ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter wurden gefangen genommen.

4 Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie keine Kraft mehr zum Weinen hatten.

5 Und die beiden Frauen Davids wurden gefangen genommen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigail, die Frau Nabals, des Karmeliters.

6 Und David war sehr bekümmert; denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen, weil die Seele des ganzen Volkes betrübt war, ein jeder um seine Söhne und um seine Töchter; aber David ermutigte sich in dem Herrn, seinem Gott.

7 Und David sprach zu Abjathar, dem Priester, Ahimelechs Sohn, ich bitte dich, bring mir das Efod hierher. Und Abjathar brachte das Efod zu David dorthin.

8 Und David befragte den Herrn und sprach: Soll ich diesem Trupp nachjagen? Soll ich sie überholen? Und er antwortete ihm: Verfolge; denn du wirst sie gewiss einholen und alle zurückgewinnen.

9 Da ging David, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren, und kamen an den Bach Besor, wo die Zurückgebliebenen blieben.

10 Aber David jagte nach, er und vierhundert Mann; für zweihundert hinter ihnen, die so schwach waren, dass sie nicht über den Bach Besor gehen konnten.

11 Und sie fanden einen Ägypter auf dem Feld und brachten ihn zu David und gaben ihm Brot, und er aß; und sie ließen ihn Wasser trinken;

12 Und sie gaben ihm ein Stück Feigenkuchen und zwei Rosinen; und als er gegessen hatte, kam sein Geist wieder zu ihm, denn er hatte kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken, drei Tage und drei Nächte.

13 Und David sprach zu ihm: Wem gehörst du? und woher bist du? Und er sprach: Ich bin ein junger Mann aus Ägypten, Knecht eines Amalekiters; und mein Herr hat mich verlassen, weil ich vor drei Tagen krank geworden bin.

14 Wir machten einen Einfall im Süden der Kerethiter und an der Küste, die zu Juda gehört, und im Süden von Kaleb; und wir verbrannten Ziklag mit Feuer.

15 Und David sprach zu ihm: Kannst du mich zu dieser Gesellschaft hinabführen? Und er sagte: Schwöre mir bei Gott, dass du mich weder töten noch in die Hände meines Herrn ausliefern wirst, und ich werde dich zu dieser Gesellschaft bringen.

16 Und als er ihn hinabgebracht hatte, siehe, da waren sie über die ganze Erde verstreut, aßen und tranken und tanzten wegen all der großen Beute, die sie aus dem Land der Philister und aus dem Land genommen hatten von Juda.

17 Und David schlug sie von der Dämmerung an bis zum Abend des nächsten Tages; und kein Mann von ihnen entkam außer vierhundert jungen Männern, die auf Kamelen ritten und flohen.

18 Und David brachte alles zurück, was die Amalekiter weggetragen hatten; und David rettete seine beiden Frauen.

19 Und es fehlte ihnen an nichts, weder an Kleinen noch an Großen, weder an Söhnen noch an Töchtern, an Beute noch an allem, was sie ihnen genommen hatten; David hat alles wiedergefunden.

20 Und David nahm alle Schafe und Rinder, die sie vor jenem anderen Vieh trieben, und sprach: Das ist Davids Beute.

21 Und David kam zu den zweihundert Männern, die so schwach waren, dass sie David nicht folgen konnten, den sie auch am Bach Besor zum Bleiben gebracht hatten; und sie gingen David entgegen und dem Volk entgegen, das bei ihm war; und als David sich dem Volk näherte, grüßte er es.

22 Da antworteten alle Gottlosen und Männer von Belial, die mit David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, werden wir ihnen nichts von der Beute geben, die wir erbeutet haben, außer jedem Mann seine Frau und seine Kinder, damit sie sie abführen und abziehen.

23 Da sprach David: Das sollt ihr nicht tun, meine Brüder, mit dem, was der Herr uns gegeben hat, der uns bewahrt und die Scharen, die gegen uns gezogen sind, in unsere Hand gegeben hat.

24 Denn wer wird in dieser Sache auf dich hören? aber wie sein Teil ist, der in den Kampf geht, so wird sein Teil sein, der bei dem Stoff verweilt; sie werden gleich scheiden.

25 Und so geschah es von jenem Tag an, dass er es zu einer Satzung und Ordnung für Israel machte bis auf den heutigen Tag.

26 Und als David nach Ziklag kam, sandte er den Ältesten von Juda und seinen Freunden von der Beute und ließ sagen: Seht, ein Geschenk für euch von der Beute der Feinde des Herrn;

27 denen, die in Beth-El waren, und denen, die im Süden von Ramoth waren, und denen, die in Jattir waren.

28 und denen, die in Aroer waren, und denen, die in Siphmoth waren, und denen, die in Estemoa waren,

29 und denen, die in Rachal waren, und denen, die in den Städten der Jerachmeeliter waren, und denen, die in den Städten der Keniter waren,

30 und denen, die in Horma waren, und denen, die in Chor-Aschan waren, und denen, die in Athach waren,

31 und zu denen, die zu Hebron waren, und zu allen Orten, wo David selbst und seine Männer zu spuken pflegten.


KAPITEL 31

Saul und sein Waffenträger töten sich – Die Philister besitzen die verlassenen Städte der Israeliten – Sie triumphieren – Sie von Jabesch-Gilead, bergen die Leichen bei Nacht, verbrennen sie bei Jabesch und begraben traurig ihre Gebeine.

1 Nun kämpften die Philister gegen Israel; und die Männer Israels flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf den Berg Gilboa.

2 Und die Philister folgten Saul und seinen Söhnen hart nach; und die Philister erschlugen Jonatan, Abinadab und Melchi-shua, die Söhne Sauls.

3 Und der Kampf gegen Saul wurde heftig, und die Bogenschützen schlugen ihn; und er wurde von den Bogenschützen schwer verwundet.

4 Da sprach Saul zu seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert und stoße mich damit durch; Damit diese Unbeschnittenen nicht kommen und mich durchstoßen und mich beschimpfen. Aber sein Waffenträger wollte nicht; denn er hatte große Angst. Da nahm Saul ein Schwert und fiel darauf.

5 Und als sein Waffenträger sah, dass Saul tot war, fiel er ebenfalls in sein Schwert und starb mit ihm.

6 So starben Saul und seine drei Söhne und sein Waffenträger und alle seine Männer an demselben Tag zusammen.

7 Und als die Männer Israels jenseits des Tals und jenseits des Jordans sahen, dass die Männer Israels flohen und Saul und seine Söhne tot waren, verließen sie die Städte und verließen geflohen; und die Philister kamen und wohnten darin.

8 Und es begab sich: Am Morgen, als die Philister kamen, um die Erschlagenen auszuziehen, fanden sie Saul und seine drei Söhne am Berg Gilboa gefallen.

9 Und sie hieben ihm den Kopf ab und zogen ihm seine Rüstung aus und schickten in das Land der Philister ringsumher, um es im Hause ihrer Götzen und unter dem Volk zu veröffentlichen.

10 Und sie legten seine Rüstung in das Haus von Ashtaroth; und sie befestigten seinen Leichnam an der Mauer von Beth-Schan.

11 Als die Einwohner von Jabesch in Gilead hörten, was die Philister Saul angetan hatten,

12 Alle tapferen Männer machten sich auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner Söhne von der Mauer von Beth-Schan und kamen nach Jabesch und verbrannten sie dort.

13 Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter einem Baum in Jabesch und fasteten sieben Tage.

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