II Samuel

Das zweite Buch Samuel

 

KAPITEL 1

Der Amalekiter – David beklagt Saul und Jonathan.   

1 Nun geschah es nach dem Tod Sauls, als David von der Schlachtung der Amalekiter zurückkehrte und David zwei Tage in Ziklag weilte;

2 Es begab sich sogar am dritten Tag, siehe, ein Mann kam aus dem Lager von Saul mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt; und als er zu David kam, fiel er zur Erde und verneigte sich.

3 Und David sprach zu ihm: Woher kommst du? Und er sprach zu ihm: Aus dem Lager Israels bin ich entflohen.

4 Und David sprach zu ihm: Wie ist die Sache gelaufen? Ich bitte dich, sag es mir. Und er antwortete: Das Volk ist vor dem Kampf geflohen, und viele des Volkes sind auch gefallen und tot; und Saul und Jonatan, sein Sohn, sind auch tot.

5 Und David sprach zu dem jungen Mann, der es ihm sagte: Woher weißt du, dass Saul und Jonathan, sein Sohn, tot sind?

6 Und der junge Mann, der es ihm sagte, sagte: Als ich zufällig auf den Berg Gilboa kam, siehe, da stützte sich Saul auf seinen Speer; und siehe, die Streitwagen und Reiter folgten ihm dicht auf den Fersen.

7 Und als er sich umsah, sah er mich und rief mich an. Und ich antwortete: Hier bin ich.

8 Und er sprach zu mir: Wer bist du? Und ich antwortete ihm: Ich bin ein Amalekiter.

9 Er sprach abermals zu mir: Steh doch auf mir und töte mich! denn Angst ist über mich gekommen, weil mein Leben noch ganz in mir ist.

10 Da stellte ich mich auf ihn und tötete ihn, weil ich sicher war, dass er nach seinem Sturz nicht mehr leben würde; und ich nahm die Krone, die auf seinem Haupt war, und den Armreif, der an seinem Arm war, und brachte sie hierher zu meinem Herrn.

11 Da faßte David seine Kleider und zerriß sie; und ebenso alle Männer, die bei ihm waren?

12 Und sie trauerten und weinten und fasteten bis zum Abend um Saul und seinen Sohn Jonathan und um das Volk des Herrn und um das Haus Israel; weil sie durch das Schwert gefallen sind.

13 Und David sprach zu dem jungen Mann, der es ihm sagte: Woher bist du? Und er antwortete: Ich bin der Sohn eines Fremden, eines Amalekiters.

14 Und David sprach zu ihm: Wie fürchtest du dich nicht, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten des Herrn zu vernichten?

15 Und David rief einen von den Jünglingen und sagte: Geh hin und fall auf ihn! Und er schlug ihn, dass er starb.

16 Und David sprach zu ihm: Dein Blut komme auf dein Haupt; denn dein Mund hat wider dich geredet und gesagt: Ich habe den Gesalbten des Herrn getötet.

17 Und David klagte mit dieser Klage über Saul und über seinen Sohn Jonatan;

18 (Außerdem befahl er ihnen, die Kinder Judas den Gebrauch des Bogens zu lehren; siehe, es steht geschrieben im Buch Jasher;)

19 Die Schönheit Israels ist auf deinen Höhen erschlagen; wie sind die Mächtigen gefallen!

20 Sag es nicht in Gath, verkünde es nicht in den Straßen von Askalon; damit sich nicht die Töchter der Philister freuen, damit nicht die Töchter der Unbeschnittenen triumphieren.

21 Ihr Berge von Gilboa, lasst keinen Tau fallen, lasst keinen Regen auf euch fallen, noch Opferfelder; denn dort ist der Schild der Mächtigen niedergeworfen, der Schild Sauls, als wäre er nicht mit Öl gesalbt worden.

22 Vom Blut der Erschlagenen und vom Fett der Starken wich der Bogen Jonathans nicht zurück, und das Schwert Sauls kehrte nicht leer zurück.

23 Saul und Jonathan waren lieblich und freundlich in ihrem Leben, und in ihrem Tod waren sie ungeteilt; Sie waren schneller als Adler, sie waren stärker als Löwen.

24 Ihr Töchter Israels, weint über Saul, der euch mit Scharlach und anderen Wonnen bekleidet hat; die deine Kleider mit goldenem Schmuck anlegten.

25 Wie fallen die Mächtigen mitten im Kampf! O Jonathan, du wurdest auf deinen Höhen erschlagen.

26 Ich bin um dich bekümmert, mein Bruder Jonatan; sehr angenehm warst du zu mir; Deine Liebe zu mir war wunderbar, die Liebe der Frauen übersteigend.

27 Wie sind die Mächtigen gefallen und die Kriegswaffen vernichtet!  


KAPITEL 2

David wird zum König von Juda gemacht – Isch-Boschet wird zum König von Israel – Asahel wird getötet.

1 Und es geschah danach, dass David den Herrn befragte und sprach: Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen? Und der Herr sprach zu ihm: Steig hinauf. Und David sprach: Wohin soll ich hinaufziehen? Und er sagte: Nach Hebron.

2 Da zog David hinauf und auch seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigail Nabals Frau, die Karmeliterin.

3 Und seine Männer, die bei ihm waren, brachte David herauf, einen jeden mit seinem Haus; und sie wohnten in den Städten Hebrons.

4 Und die Männer von Juda kamen und salbten dort David zum König über das Haus Juda. Und sie sagten es David an und sprachen: Die Männer von Jabesch-Gilead waren es, die Saul begraben haben.

5 Und David sandte Boten zu den Männern von Jabesch in Gilead und sprach zu ihnen: Gepriesen sei ihr vom Herrn, dass ihr eurem Herrn, Saul, diese Güte erwiesen und ihn begraben habt.

6 Und nun erweist euch der Herr Güte und Wahrheit; und auch ich werde euch diese Güte vergelten, weil ihr dies getan habt.

7 Darum stärkt nun eure Hände und seid tapfer; denn dein Herr Saul ist tot, und auch das Haus Juda hat mich zum König über sich gesalbt.

8 Aber Abner, der Sohn Ners, der Hauptmann über Sauls Heer, nahm Isch-Boschet, den Sohn Sauls, und brachte ihn hinüber nach Mahanaim;

9 und machte ihn zum König über Gilead und über die Aschuriter und über Jesreel und über Ephraim und über Benjamin und über ganz Israel.

10 Isch-Boschet Sauls Sohn war vierzig Jahre alt, als er anfing, über Israel zu regieren, und regierte zwei Jahre. Aber das Haus Juda folgte David.

11 Und die Zeit, die David König in Hebron über das Haus Juda war, betrug sieben Jahre und sechs Monate.

12 Und Abner, der Sohn Ners, und die Knechte Isboseths, des Sohns Sauls, zogen aus von Mahanaim nach Gibeon.

13 Und Joab, der Sohn der Zeruja, und die Knechte Davids gingen hinaus und versammelten sich am Teich Gibeon; und sie setzten sich, der eine auf der einen Seite des Beckens und der andere auf der anderen Seite des Beckens.

14 Und Abner sprach zu Joab: Lass die jungen Männer jetzt aufstehen und vor uns spielen. Und Joab sprach: Lass sie aufstehen!

15 Da machten sie sich auf und gingen hinüber mit der Nummer zwölf von Benjamin, die Isch-Boschet, dem Sohn Sauls, und zwölf von den Knechten Davids gehörte.

16 Und sie packten ein jeder seinen Mitmenschen am Kopf und stießen sein Schwert in die Seite seines Mitmenschen; so fielen sie zusammen nieder; darum hieß dieser Ort Helkath-hazzurim, der in Gibeon liegt.

17 Und es gab an jenem Tag einen sehr harten Kampf; und Abner wurde geschlagen und die Männer von Israel vor den Knechten Davids.

18 Und es waren dort drei Söhne der Zeruja, Joab und Abischai und Asahel; und Asahel war so leichtfüßig wie ein wildes Reh.

19 Und Asahel jagte Abner nach; und im Gehen wandte er sich weder nach rechts noch nach links, um Abner zu folgen.

20 Da blickte Abner hinter sich und sprach: Bist du Asahel? Und er antwortete: Ich bin es.

21 Und Abner sprach zu ihm: Wende dich zu deiner Rechten oder zu deiner Linken und ergreife einen der jungen Männer und nimm dir seine Rüstung. Aber Asahel würde nicht davon ablassen, ihm zu folgen.

22 Und Abner sprach abermals zu Asahel: Wende dich ab von meiner Nachfolge; warum sollte ich dich zu Boden schlagen? wie sollte ich denn mein Angesicht vor deinem Bruder Joab erheben?

23 Er weigerte sich jedoch, sich abzuwenden; darum traf ihn Abner mit dem hinteren Ende des Speers unter der fünften Rippe, dass der Speer hinter ihm herauskam; und er fiel dort hinab und starb an derselben Stelle; und es begab sich: Alle, die an den Ort kamen, wo Asahel hinfiel und starb, blieben stehen.

24 Auch Joab und Abischai jagten Abner nach; und die Sonne ging unter, als sie den Hügel Amma erreichten, der vor Giah liegt am Weg der Wildnis von Gibeon.

25 Und die Kinder Benjamin sammelten sich hinter Abner und wurden eine Schar und standen auf einem Hügel.

26 Da rief Abner Joab zu und sprach: Soll das Schwert ewig fressen? Weißt du nicht, dass es am Ende eine Bitterkeit sein wird? Wie lange soll es dann dauern, ehe du das Volk gebietest, von seinen Brüdern zurückzukehren?

27 Und Joab sprach: So wahr Gott lebt, wenn du nicht geredet hättest, so wäre doch am Morgen das Volk aufgezogen, ein jeder von seinem Bruder.

28 Da blies Joab in die Posaune, und das ganze Volk blieb stehen und jagte Israel nicht mehr nach und kämpfte nicht mehr gegen sie.

29 Und Abner und seine Männer wanderten die ganze Nacht durch die Ebene und überquerten den Jordan und durchzogen ganz Bithron und kamen nach Mahanaim.

30 Und Joab kehrte zurück, nachdem er Abner gefolgt war; und als er das ganze Volk versammelt hatte, fehlten an Davids Knechten neunzehn Mann und Asahel.

31 Aber die Knechte Davids hatten Benjamin und Abners Männer geschlagen, so dass dreihundertsechs Mann starben.

32 Und sie hoben Asahel auf und begruben ihn im Grab seines Vaters, das in Bethlehem war. Und Joab und seine Männer gingen die ganze Nacht hindurch und kamen bei Tagesanbruch nach Hebron.  


KAPITEL 3

David wird stärker – Abner lehnt sich gegen David auf – Joab tötet Abner – David verflucht Joab und trauert um Abner.      

1 Nun gab es einen langen Krieg zwischen dem Haus Sauls und dem Haus David; aber David wurde stärker und stärker, und das Haus Sauls wurde schwächer und schwächer.

2 Und David wurden Söhne geboren in Hebron, und sein Erstgeborener war Amnon von Ahinoam, der Jesreeliterin;

3 und sein Stellvertreter, Chileab, von Abigail, der Frau Nabals, des Karmeliters; und der dritte Absalom, der Sohn von Maacha, der Tochter von Talmai, dem König von Geshur;

4 und der vierte Adonija, der Sohn Haggits; und der fünfte: Schephatja, der Sohn Abitals;

5 und das sechste, Itream von Eglah Davids Frau. Diese wurden David in Hebron geboren.

6 Und es begab sich: Während zwischen dem Haus Sauls und dem Haus David Krieg war, machte sich Abner stark für das Haus Sauls.

7 Und Saul hatte ein Kebsweib, dessen Name war Rizpa, die Tochter von Aia; und Isch-Boschet sprach zu Abner: Warum bist du zu der Nebenfrau meines Vaters gegangen?

8 Da war Abner sehr erzürnt über die Worte Isch-Boschets und sprach: Bin ich ein Hundskopf, der heute gegen Juda dem Haus deines Vaters Sauls, seinen Brüdern und seinen Freunden gnädig ist und nicht befreit hat? dich in die Hand Davids, dass du mich heute wegen dieser Frau wegen einer Schuld anklagst?

9 Also tue Gott mit Abner und noch mehr, es sei denn, wie der Herr David geschworen hat, so tue ich ihm auch.

10 Um das Königreich aus dem Hause Sauls zu versetzen und den Thron Davids über Israel und Juda aufzurichten, von Dan bis Beerseba.

11 Und er konnte Abner kein Wort mehr erwidern, weil er ihn fürchtete.

12 Und Abner sandte für ihn Boten zu David und ließ ihm sagen: Wem gehört das Land? und sprach auch: Schließe deinen Bund mit mir, und siehe, meine Hand wird mit dir sein, um ganz Israel zu dir zu führen.

13 Und er sagte: Gut; Ich werde mit dir einen Bund schließen; Aber eines verlange ich von dir, nämlich: Du sollst mein Gesicht nicht sehen, es sei denn, du bringst zuerst Michal Sauls Tochter, wenn du kommst, um mein Gesicht zu sehen.

14 Und David sandte Boten zu Isch-Boschet, dem Sohn Sauls, und ließ ihm sagen: Gib mir meine Frau Michal, die ich mir für hundert Vorhäute der Philister anvertraut habe.

15 Und Isch-Boschet schickte hin und nahm sie von ihrem Mann, nämlich von Phaltiel, dem Sohn von Laisch.

16 Und ihr Mann ging mit ihr weinend hinter ihr her nach Bahurim. Da sprach Abner zu ihm: Geh, kehre zurück. Und er kehrte zurück.

17 Und Abner hatte Verbindung mit den Ältesten Israels und sprach: Ihr habt in vergangenen Zeiten nach David gesucht, damit er König über euch werde;

18 Nun denn, tut es; denn der HERR hat von David geredet und gesagt: Durch die Hand meines Knechtes David will ich mein Volk Israel erretten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller ihrer Feinde.

19 Und auch Abner redete vor Benjamins Ohren; und Abner ging auch hin, um David in Hebron vor die Ohren zu reden, was Israel gut gefiel und was dem ganzen Hause Benjamin gut schien.

20 So kam Abner zu David nach Hebron und zwanzig Mann mit ihm. Und David machte Abner und seinen Männern, die bei ihm waren, ein Festmahl.

21 Und Abner sprach zu David: Ich werde mich aufmachen und hingehen und ganz Israel zu meinem Herrn, dem König, versammeln, damit sie mit dir einen Bund schließen und du regierst über alles, was dein Herz begehrt. Und David schickte Abner weg; und er ging in Frieden.

22 Und siehe, die Knechte Davids und Joabs kamen von der Verfolgung mit einem Trupp und brachten eine große Beute mit sich; aber Abner war nicht mit David in Hebron; denn er hatte ihn fortgeschickt, und er war in Frieden gegangen.

23 Als Joab und das ganze Heer, das bei ihm war, gekommen waren, sagten sie es Joab und sagten: Abner, der Sohn Ners, ist zum König gekommen, und er hat ihn weggeschickt, und er ist in Frieden gegangen.

24 Da kam Joab zum König und sprach: Was hast du getan? siehe, Abner kam zu dir; Warum hast du ihn fortgeschickt, und er ist ganz weg?

25 Du kennst Abner, den Sohn Ners, dass er gekommen ist, um dich zu täuschen und zu wissen, wie du aus- und eingehst, und alles, was du tust.

26 Und als Joab von David herausgekommen war, sandte er Abner Boten nach, die ihn aus dem Brunnen von Sirah zurückbrachten; aber David wusste es nicht.

27 Und als Abner nach Hebron zurückgekehrt war, nahm Joab ihn im Tor beiseite, um leise mit ihm zu reden, und schlug ihn dort unter der fünften Rippe, dass er starb für das Blut seines Bruders Asahel.

28 Und als David es später hörte, sprach er: Ich und mein Reich sind ohne Schuld vor dem Herrn für immer vom Blut Abners, des Sohnes Ners;

29 Lass es ruhen auf dem Haupt Joabs und auf dem ganzen Haus seines Vaters; und aus dem Hause Joab möge niemand fehlgehen, der Ausfluss hat oder Aussätziger ist oder sich auf einen Stab stützt oder auf das Schwert fällt oder dem es an Brot mangelt.

30 Da erschlugen Joab und Abishai, sein Bruder, Abner, weil er ihren Bruder Asahel in der Schlacht bei Gibeon erschlagen hatte.

31 Und David sprach zu Joab und zu allem Volk, das bei ihm war: Zerreiße deine Kleider und gürte dich mit Säcken und trauere vor Abner. Und König David selbst folgte der Bahre.

32 Und sie begruben Abner in Hebron; und der König erhob seine Stimme und weinte am Grab Abners; und alle Leute weinten.

33 Und der König klagte über Abner und sprach: Ist Abner gestorben wie ein Narr?

34 Deine Hände waren nicht gebunden, deine Füße nicht gefesselt; wie ein Mensch fällt vor bösen Menschen, so fälltst du. Und das ganze Volk weinte wieder um ihn.

35 Und als das ganze Volk kam, um David Fleisch zu essen zu geben, während es noch Tag war, schwor David und sprach: So tue Gott mir, und noch mehr, wenn ich Brot oder etwas anderes esse, bis die Sonne untergegangen ist.

36 Und das ganze Volk nahm es zur Kenntnis, und es gefiel ihnen; denn alles, was der König tat, gefiel dem ganzen Volk.

37 Denn das ganze Volk und ganz Israel erkannten an jenem Tag, dass es nicht des Königs zusteht, Abner, den Sohn Ners, zu töten.

38 Und der König sprach zu seinen Knechten: Wisst ihr nicht, dass heute in Israel ein Fürst und ein großer Mann gefallen ist?

39 Und ich bin heute schwach, obwohl ich zum König gesalbt wurde; und diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind zu hart für mich; Der Herr wird den Übeltäter nach seiner Bosheit vergelten.  


KAPITEL 4

Die Israeliten erschlagen Isch-Boschet.

1 Als Sauls Sohn hörte, dass Abner in Hebron tot war, wurden seine Hände schwach, und alle Israeliten waren bestürzt.

2 Und Sauls Sohn hatte zwei Männer, die Hauptleute von Scharen waren; der Name des einen war Baanah, und der Name des anderen Rechab, die Söhne Rimmons, ein Beerotiter, von den Kindern Benjamin; (Denn auch Beeroth wurde zu Benjamin gerechnet;

3 Und die Beerotiter flohen nach Gittaim und waren dort bis heute Fremde.)

4 Und Jonatan, der Sohn Sauls, hatte einen Sohn, der lahm war. Er war fünf Jahre alt, als die Kunde von Saul und Jonathan aus Jesreel kam und seine Amme ihn hochnahm und floh, und es begab sich: Als sie zur Flucht eilte, fiel er und wurde gelähmt. Und sein Name war Mefi-Boschet.

5 Und die Söhne von Rimmon, dem Beerotiter, Rechab und Baanah, gingen hin und kamen in der Hitze des Tages zum Haus von Isch-Boschet, die mittags auf einem Bett lagen.

6 Und sie kamen mitten ins Haus, als wollten sie Weizen holen; und sie schlugen ihn unter der fünften Rippe; und Rechab und Baanah, sein Bruder, entkamen.

7 Denn als sie ins Haus kamen, lag er auf seinem Bett in seinem Schlafgemach, und sie schlugen ihn und töteten ihn und enthaupteten ihn und nahmen ihm den Kopf ab und verschleppten sie die ganze Nacht durch die Ebene.

8 Und sie brachten das Haupt Isch-Boschets zu David nach Hebron und sprachen zum König: Siehe, das Haupt Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der nach deinem Leben trachtete; und der Herr hat meinen Herrn, den König, heute an Saul und seinen Nachkommen gerächt.

9 Und David antwortete Rechab und Baana, seinem Bruder, den Söhnen Rimmons, der Beerotiter, und sprach zu ihnen: So wahr der HERR lebt, der meine Seele aus aller Not erlöst hat,

10 Als mir einer sagte: Siehe, Saul ist tot, da ich glaubte, gute Nachricht gebracht zu haben, packte ich ihn und tötete ihn in Ziklag, der meinte, ich hätte ihm eine Belohnung für seine Nachricht gegeben;

11 Wie viel mehr, wenn Gottlose einen Gerechten in seinem eigenen Haus auf seinem Bett erschlagen haben? soll ich nun nicht sein Blut von deiner Hand fordern und dich von der Erde hinwegnehmen?

12 Und David befahl seinen jungen Männern, und sie töteten sie und hackten ihnen Hände und Füße ab und hängten sie über dem Teich in Hebron auf. Aber sie nahmen den Kopf von Isch-Boschet und begruben ihn in der Grabstätte Abners in Hebron.  


KAPITEL 5

David zum König von Israel gesalbt – Davids Alter – Er erobert Zion – David schlägt die Philister.

1 Da kamen alle Stämme Israels zu David nach Hebron und sprachen und sprachen: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch.

2 Auch in der Vergangenheit, als Saul König über uns war, warst du es, der Israel ausführte und hereinbrachte; Und der Herr sprach zu dir: Du sollst mein Volk Israel ernähren und ein Hauptmann über Israel sein.

3 So kamen alle Ältesten Israels zum König nach Hebron; und König David schloss mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem Herrn; und sie salbten David zum König über Israel.

4 David war dreißig Jahre alt, als er König wurde, und er regierte vierzig Jahre.

5 In Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate über Juda; und in Jerusalem regierte er dreiunddreißig Jahre über ganz Israel und Juda.

6 Und der König und seine Männer gingen nach Jerusalem zu den Jebusitern, den Bewohnern des Landes; die zu David sprachen: Wenn du nicht Blinde und Lahme wegführst, sollst du nicht hierher kommen; denken, David kann nicht hierher kommen.

7 Trotzdem nahm David die Festung Zion ein; das gleiche ist die Stadt Davids.

8 Und David sprach an jenem Tag: Wer auch immer bis an die Gosse steigt und die Jebusiter und die Lahmen und die Blinden schlägt, die von Davids Seele verhaßt sind, der soll Häuptling und Hauptmann sein. Darum sagten sie: Blinde und Lahme sollen nicht ins Haus kommen.

9 So wohnte David in der Festung und nannte sie Davidsstadt. Und David baute ringsum von Millo und einwärts.

10 Und David ging weiter und wurde groß, und der Herr, der Gott der Heerscharen, war mit ihm.

11 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernholz und Zimmerleute und Maurer; und sie bauten David ein Haus.

12 Und David erkannte, dass der Herr ihn zum König über Israel eingesetzt hatte und dass er sein Königreich erhöht hatte um seines Volkes Israel willen.

13 Und David nahm ihm noch Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und David wurden noch Söhne und Töchter geboren.

14 Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden; Schammuah und Schobab und Nathan und Salomo,

15 auch Ibhar und Elishua und Nepheg und Japhia,

16 und Elischama und Eliada und Eliphalet.

17 Als aber die Philister hörten, dass sie David zum König über Israel gesalbt hatten, kamen alle Philister herauf, um David zu suchen; und David hörte davon und ging zum Laderaum hinab.

18 Es kamen auch die Philister und breiteten sich im Tal Rephaim aus.

19 Und David befragte den Herrn und sprach: Soll ich zu den Philistern hinaufziehen? Willst du sie in meine Hand geben? Und der Herr sprach zu David: Steig hinauf; denn ich werde die Philister ohne Zweifel in deine Hand geben.

20 Und David kam nach Baal-Perazim, und David schlug sie dort und sprach: Der Herr ist vor mir her über meine Feinde hereingebrochen wie eine Wasserflut. Deshalb nannte er den Namen dieses Ortes Baal-Perazim.

21 Und dort ließen sie ihre Bilder zurück, und David und seine Männer verbrannten sie.

22 Und die Philister kamen wieder herauf und breiteten sich im Tal Rephaim aus.

23 Und als David den Herrn befragte, sagte er: Du sollst nicht hinaufziehen; aber hol einen Kompaß hinter ihnen her und komm über sie hinweg gegen die Maulbeerbäume.

24 Und laß es sein, wenn du das Geräusch a gehst in den Wipfeln der Maulbeerbäume hörst, dann sollst du dich aufregen; denn dann wird der Herr vor dir her ausziehen, um das Heer der Philister zu schlagen.

25 Und David tat so, wie ihm der Herr geboten hatte; und schlug die Philister von Geba, bis du nach Gazer kommst.  


KAPITEL 6

David holt die Lade aus Kirjath-Jearim – Usa wird geschlagen – David bringt die Lade nach Zion – Er stellt sie in eine Stiftshütte.

1 Wiederum versammelte David alle auserwählten Männer Israels, dreißigtausend.

2 Und David machte sich auf und ging mit allem Volk, das bei ihm war, von Baale in Juda, um von dort die Lade Gottes heraufzubringen, deren Name nach dem Namen des Herrn der Heerscharen genannt wird, der zwischen den Cherubim wohnt.

3 Und sie stellten die Lade Gottes auf einen neuen Karren und brachten sie aus dem Haus Abinadabs, das in Gibea war; und Uzza und Ahio, die Söhne Abinadabs, ziehen den neuen Karren.

4 Und sie brachten es aus dem Haus Abinadabs, das in Gibea war, und begleiteten die Lade Gottes; und Ahio ging vor die Lade.

5 Und David und das ganze Haus Israel spielten vor dem HERRN auf allen möglichen Instrumenten aus Tannenholz, nämlich auf Harfen und Psaltern und Pauken und Hörnern und Zimbeln.

6 Und als sie zur Tenne Nachons kamen, streckte Uzza seine Hand nach der Lade Gottes aus und ergriff sie; denn die Ochsen schüttelten es.

7 Und der Zorn des Herrn entbrannte gegen Usa, und Gott schlug ihn dort wegen seines Irrtums; und dort starb er durch die Lade Gottes.

8 Und David war unzufrieden, weil der Herr Uzza einen Bruch zugefügt hatte; und er nannte den Ort noch heute Perez-Usa.

9 Und David fürchtete sich an jenem Tag vor dem Herrn und sprach: Wie soll die Lade des Herrn zu mir kommen?

10 So wollte David die Lade des Herrn nicht zu sich in die Stadt Davids bringen; aber David trug es beiseite in das Haus Obed-Edoms, des Gettiters.

11 Und die Lade des Herrn blieb drei Monate lang im Hause Obed-Edoms, des Gettiters; und der Herr segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.

12 Und dem König David wurde gesagt: Der Herr hat das Haus Obed-Edoms und alles, was ihm gehört, gesegnet um der Lade Gottes willen. Da ging David hin und brachte voller Freude die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms in die Stadt Davids.

13 Und es geschah, als die Träger der Lade des Herrn sechs Schritte weit gegangen waren, opferte er Ochsen und Mastvieh.

14 Und David tanzte mit aller Macht vor dem Herrn; und David war mit einem leinenen Ephod umgürtet.

15 So brachten David und das ganze Haus Israel die Lade des Herrn herauf unter Geschrei und Posaunenschall.

16 Und als die Lade des Herrn in die Stadt Davids kam, schaute Michal Sauls Tochter durch ein Fenster und sah König David vor dem Herrn hüpfen und tanzen; und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.

17 Und sie brachten die Lade des Herrn herein und stellten sie an ihren Ort, mitten in die Stiftshütte, die David für sie aufgeschlagen hatte; und David opferte Brandopfer und Heilsopfer vor dem Herrn.

18 Und sobald David mit dem Opfern von Brandopfern und Heilsopfern fertig war, segnete er das Volk im Namen des Herrn der Heerscharen.

19 Und er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, sowohl an die Frauen als auch an die Männer, an jeden einen Brotkuchen und ein gutes Stück Fleisch und einen Krug Wein. Also gingen alle Leute zu seinem Haus.

20 Dann kehrte David zurück, um sein Haus zu segnen. Und Michal, die Tochter Sauls, kam heraus, David entgegen, und sprach: Wie herrlich war heute der König von Israel, der sich heute vor den Mägden seiner Knechte entblößte, wie einer der eitlen Burschen sich schamlos entblößt!

21 Und David sprach zu Michal: Es war vor dem HERRN, der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Haus erwählt hat, mich zum Fürsten zu setzen über das Volk des HERRN, über Israel; darum will ich vor dem Herrn spielen;

22 Und ich werde noch schändlicher sein als dies und in meinen eigenen Augen gemein sein; und von den Mägden, von denen du gesprochen hast, von ihnen werde ich in Ehren gehalten.

23 Darum hatte Michal, die Tochter Sauls, bis zu ihrem Tod kein Kind.  


KAPITEL 7

David möchte Gott ein Haus bauen – Gott verbietet es ihm – Davids Gebet.

1 Und es begab sich: Als der König in seinem Haus saß und der Herr ihm ringsherum Ruhe verschafft hatte vor all seinen Feinden;

2 Da sprach der König zu Nathan, dem Propheten: Siehe, ich wohne in einem Zedernhaus, aber die Lade Gottes wohnt in Vorhängen.

3 Und Nathan sprach zum König: Geh, tue alles, was du auf dem Herzen hast; denn der Herr ist mit dir.

4 Und es begab sich: In jener Nacht erging das Wort des Herrn an Nathan und sprach:

5 Geh hin und sage meinem Knecht David: So spricht der Herr: Sollst du mir ein Haus bauen, in dem ich wohnen kann?

6 Seit der Zeit, als ich die Kinder Israel aus Ägypten herausführte, habe ich in keinem Haus gewohnt, sondern bin in einem Zelt und in einer Stiftshütte umhergewandert.

7 An allen Orten, wo ich mit allen Kindern Israels gewandert bin, habe ich mit irgendeinem der Stämme Israels, dem ich befohlen habe, mein Volk Israel zu ernähren, ein Wort gesprochen und gesagt: Warum baut ihr mir nicht ein Haus aus Zedernholz?

8 So sollst du nun zu meinem Knecht David sagen: So spricht der Herr der Heerscharen: Ich habe dich aus dem Schafstall geholt, von der Nachfolge der Schafe, um Herrscher zu sein über mein Volk, über Israel;

9 Und ich war mit dir, wohin du auch gingst, und habe alle deine Feinde aus deinen Augen ausgerottet und dir einen großen Namen gemacht, gleich dem Namen der Großen, die auf Erden sind.

10 Außerdem werde ich meinem Volk Israel einen Ort geben und sie pflanzen, damit sie an einem eigenen Ort wohnen und sich nicht mehr bewegen können; auch sollen die Kinder der Bosheit sie nicht mehr quälen wie vor Zeiten,

11 Und wie seit der Zeit, als ich Richter über mein Volk Israel befahl und dir Ruhe verschaffte vor all deinen Feinden. Auch der Herr sagt dir, dass er dir ein Haus machen wird.

12 Und wenn deine Tage erfüllt sind und du mit deinen Vätern schlafen wirst, werde ich deinen Samen nach dir setzen, der aus deinen Eingeweiden hervorgehen wird, und ich werde sein Königreich aufrichten.

13 Er wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Reiches auf ewig festigen.

14 Ich werde sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er Unrecht tut, werde ich ihn mit der Rute der Menschen und mit den Striemen der Menschenkinder züchtigen.

15 Aber meine Barmherzigkeit soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul genommen habe, den ich vor dir hingegeben habe.

16 Und dein Haus und dein Königreich werden für immer vor dir stehen; dein Thron soll für immer bestehen.

17 Nach all diesen Worten und nach all dieser Vision redete Nathan zu David.

18 Da ging der König David hinein und setzte sich vor den Herrn und sprach: Wer bin ich, Herr, Gott? und was ist mein Haus, dass du mich hierher gebracht hast?

19 Und das war noch eine Kleinigkeit in deinen Augen, Herr, Gott; aber du hast auch von deinem Knechtehaus für eine lange Zeit gesprochen. Und ist dies die Art des Menschen, o Herr Gott?

20 Und was kann David dir noch sagen? denn du, Herr Gott, kennst deinen Knecht.

21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all diese großen Dinge getan, um sie deinem Knecht kundzutun.

22 Darum bist du groß, Herr, Gott; denn keiner ist dir gleich, und außer dir ist kein Gott, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.

23 Und was für eine Nation auf der Erde ist wie dein Volk, ja wie Israel, das Gott hingegangen ist, um sich ein Volk für sich selbst zu erlösen und ihm einen Namen zu machen und um für dich Großes und Schreckliches für dein Land zu tun? dein Volk, das du dir erkauft hast aus Ägypten, von den Völkern und ihren Göttern?

24 Denn du hast dir dein Volk Israel bestätigt, dass es dir ein ewiges Volk sei; und du, Herr, bist ihr Gott geworden.

25 Und nun, Herr, Gott, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, setze es fest für immer, und tue, wie du gesagt hast.

26 Und dein Name sei ewig gepriesen, indem du sprichst: Der Herr der Heerscharen ist der Gott über Israel; und lass das Haus deines Knechtes David vor dir errichtet werden.

27 Denn du, Herr der Heerscharen, Gott Israels, hast deinem Knecht geoffenbart: Ich will dir ein Haus bauen; darum hat dein Diener es in seinem Herzen gefunden, dieses Gebet zu dir zu beten.

28 Und nun, o Herr, Gott, du bist dieser Gott, und deine Worte sind wahr, und du hast deinem Knecht diese Güte verheißen;

29 Darum lass es dir nun gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, damit es ewig vor dir bleibe; denn du, o Herrgott, hast es geredet; und mit deinem Segen sei das Haus deines Knechtes für immer gesegnet.  


KAPITEL 8

David schlägt die Philister, die Moabiter, Hadadezer und die Syrer – Davids Offiziere.

1 Und danach begab es sich: David schlug die Philister und unterwarf sie; und David nahm Metheg-Amma aus der Hand der Philister.

2 Und er schlug Moab und maß sie mit einer Schnur und warf sie zu Boden; sogar mit zwei Linien, die er zu Tode maß, und einer vollen Linie, um am Leben zu bleiben. Und so wurden die Moabiter Davids Knechte und brachten Geschenke.

3 David schlug auch Hadadeser, den Sohn Rehobs, des Königs von Zoba, als er auszog, um seine Grenze am Strom Euphrat zurückzuerobern.

4 Und David nahm von ihm tausend Streitwagen und siebenhundert Reiter und zwanzigtausend Fußvolk; und David houghed alle Wagenpferde, aber reservierte von ihnen für hundert Streitwagen.

5 Und als die Syrer von Damaskus Hadadezer, dem König von Zoba, zu Hilfe kamen, erschlug David von den Syrern zweiundzwanzigtausend Mann.

6 Dann legte David Garnisonen in Damaskus in Syrien an; und die Syrer wurden David Knechte und brachten Geschenke. Und der Herr bewahrte David, wohin er auch ging.

7 Und David nahm die goldenen Schilde, die an den Knechten Hadad-Esers waren, und brachte sie nach Jerusalem.

8 Und aus Beta und Berothai, den Städten Hadad-Esers, nahm König David sehr viel Erz.

9 Als Toi, der König von Hamath, hörte, dass David alle Heere von Hadad-Eser geschlagen hatte,

10 Da sandte Toi seinen Sohn Joram zu König David, um ihn zu grüßen und zu segnen, weil er gegen Hadade-Eser gekämpft und ihn geschlagen hatte; denn Hadadezer hatte Krieg mit Toi. Und Joram brachte silberne und goldene und eherne Gefäße mit sich;

11 die auch König David dem Herrn weihte, mit dem Silber und Gold, das er von allen Völkern, die er unterworfen hatte, geweiht hatte;

12 von Syrien und von Moab und von den Kindern Ammon und von den Philistern und von Amalek und von der Beute Hadad-Esers, des Sohnes Rehobs, des Königs von Zoba.

13 Und David verschaffte ihm einen Namen, als er von der Prügelstrafe der Syrer im Salztal zurückkehrte, achtzehntausend Mann.

14 Und er legte Garnisonen in Edom an; Überall in Edom legte er Garnisonen an, und alle in Edom wurden Davids Knechte. Und der Herr bewahrte David, wohin er auch ging.

15 Und David regierte über ganz Israel; und David richtete Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk.

16 Und Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Schreiber;

17 Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars, waren die Priester; und Seraja war der Schreiber;

18 Und Benaja, der Sohn Jojadas, war sowohl über die Kerethiter als auch über die Pelethiter; und Davids Söhne waren die obersten Herrscher.  


KAPITEL 9

David sendet nach Mefi-Boschet und gibt ihm alles zurück, was Sauls gehörte.

1 Und David sprach: Ist noch jemand übrig vom Haus Sauls, damit ich ihm Güte erweisen kann um Jonathans willen?

2 Und aus dem Hause Sauls war ein Knecht mit Namen Ziba. Und als sie ihn zu David riefen, sprach der König zu ihm: Bist du Ziba? Und er sagte: Dein Diener ist er.

3 Und der König sprach: Ist noch keiner aus dem Hause Sauls, dass ich ihm die Güte Gottes erweisen könnte? Und Ziba sprach zum König: Jonathan hat noch einen Sohn, der auf seinen Füßen lahm ist.

4 Und der König sprach zu ihm: Wo ist er? Und Ziba sprach zum König: Siehe, er ist im Hause Machirs, des Sohnes Ammiels, in Lo-Debar.

5 Da schickte König David hin und holte ihn aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiels, aus Lo-Debar.

6 Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und betete an. Und David sagte: Mefi-Boschet. Und er antwortete: Siehe, dein Knecht!

7 Und David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn um deines Vaters Jonathan willen werde ich dir gewiss Güte erweisen und dir das ganze Land deines Vaters Saul zurückgeben; und Brot sollst du beständig an meinem Tisch essen.

8 Und er beugte sich nieder und sprach: Was ist dein Diener, dass du einen so toten Hund ansiehst wie ich?

9 Da rief der König Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Ich habe dem Sohn deines Herrn alles gegeben, was Saul und sein ganzes Haus gehörte.

10 Darum sollst du und deine Söhne und deine Knechte das Land für ihn bestellen und die Früchte einbringen, damit der Sohn deines Herrn zu essen hat; aber Mefi-Boschet, der Sohn deines Herrn, soll Brot essen allezeit an meinem Tisch. Jetzt hatte Ziba fünfzehn Söhne und zwanzig Diener.

11 Da sprach Ziba zum König: Alles, was mein Herr, der König, seinem Knecht befohlen hat, soll dein Knecht tun. Was Mefi-Boschet betrifft, sagte der König, er soll an meinem Tisch essen wie einer der Söhne des Königs.

12 Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle, die im Hause Ziba wohnten, waren Mefi-Boscheths Knechte.

13 So wohnte Mefi-Boschet in Jerusalem; denn er aß beständig am Tisch des Königs; und war an beiden Beinen lahm.  


KAPITEL 10

Davids Boten schurkisch angefleht – Die Ammoniter und Syrer von Joab überwältigt – Schobach getötet.

1 Und es begab sich danach, dass der König der Kinder Ammon starb, und sein Sohn Hanun wurde König an seiner Statt.

2 Da sprach David: Ich will Hanun, dem Sohn Nahaschs, Güte erweisen, wie sein Vater Güte an mir erwiesen hat. Und David sandte hin, um ihn durch die Hand seiner Knechte für seinen Vater zu trösten. Und Davids Knechte kamen in das Land der Kinder Ammon.

3 Und die Fürsten der Kinder Ammon sprachen zu Hanun, ihrem Herrn: Glaubst du, dass David deinen Vater ehrt, dass er dir Tröster gesandt hat? hat David nicht lieber seine Knechte zu dir gesandt, um die Stadt zu durchsuchen und auszukundschaften und zu zerstören?

4 Da nahm Hanun die Knechte Davids und scherte ihnen die eine Hälfte ihres Bartes ab und schnitt ihre Kleider in der Mitte bis zum Gesäß ab und schickte sie fort.

5 Als sie es David sagten, schickte er ihnen entgegen, weil die Männer sich sehr schämten; und der König sagte: Verweile in Jericho, bis deine Bärte gewachsen sind, und kehre dann zurück.

6 Und als die Kinder Ammon sahen, dass sie vor David stanken, sandten die Kinder Ammon aus und mieteten die Syrer von Beth-Rehob und die Syrer von Zoba zwanzigtausend Fußvolk und von König Maacha tausend Mann und von Isch- tob zwölftausend Mann.

7 Und als David davon hörte, sandte er Joab und das ganze Heer der Helden.

8 Und die Kinder Ammon zogen aus und stellten die Schlacht in Stellung am Eingang des Tores; und die Syrer von Zoba und Rehob und Isch-Tob und Maacha waren allein auf dem Feld.

9 Als Joab sah, dass die Front des Kampfes vorn und hinten gegen ihn war, wählte er aus allen auserlesenen Männern Israels und stellte sie gegen die Syrer auf;

10 Und das übrige Volk gab er in die Hand seines Bruders Abischai, damit er sie gegen die Kinder Ammon in Stellung brachte.

11 Und er sprach: Wenn die Syrer zu stark für mich sind, dann sollst du mir helfen; aber wenn die Kinder Ammon zu stark für dich sind, dann werde ich kommen und dir helfen.

12 Seid guten Mutes und lasst uns die Männer spielen für unser Volk und für die Städte unseres Gottes; und der Herr tut, was ihm gut erscheint.

13 Und Joab nahte und das Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen die Syrer; und sie flohen vor ihm.

14 Und als die Kinder Ammon sahen, dass die Syrer geflohen waren, flohen sie auch vor Abischai und kamen in die Stadt. So kehrte Joab von den Kindern Ammon zurück und kam nach Jerusalem.

15 Und als die Syrer sahen, dass sie vor Israel geschlagen worden waren, versammelten sie sich.

16 Und Hadarezer sandte hin und führte die Syrer hinaus, die jenseits des Flusses waren; und sie kamen nach Helam; und Schobach, der Hauptmann des Heeres von Hadarezer, ging vor ihnen her.

17 Und als es David gesagt wurde, versammelte er ganz Israel und zog über den Jordan und kam nach Helam. Und die Syrer stellten sich gegen David auf und kämpften mit ihm.

18 Und die Syrer flohen vor Israel; und David erschlug die Männer von siebenhundert Streitwagen der Syrer und vierzigtausend Reiter und erschlug Schobach, den Hauptmann ihres Heeres, der starb daselbst.

19 Und als alle Könige, die Hadarezer Knechte waren, sahen, dass sie vor Israel geschlagen worden waren, schlossen sie Frieden mit Israel und dienten ihnen. So fürchteten die Syrer nicht mehr, den Kindern Ammons zu helfen.  


KAPITEL 11

David begeht Ehebruch mit Bathseba – Uriahs Treue – Sein Tod – David nimmt Bathseba zur Frau.

1 Und es begab sich: Nach Ablauf des Jahres, zur Zeit, da die Könige in den Kampf ziehen, sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel; und sie vernichteten die Kinder Ammon und belagerten Rabba. Aber David blieb noch in Jerusalem.

2 Und es begab sich bei Abendflut, da erhob sich David von seinem Bett und ging auf das Dach des Hauses des Königs; und vom Dach sah er eine Frau, die sich wusch; und die Frau war sehr schön anzusehen.

3 Und David schickte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und einer sagte: Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, der Frau Urias, des Hethiters?

4 Und David sandte Boten und nahm sie; und sie kam zu ihm herein, und er legte sich zu ihr; denn sie wurde von ihrer Unreinheit gereinigt; und sie kehrte in ihr Haus zurück.

5 Und die Frau wurde schwanger und schickte und sagte es David und sagte: Ich bin schwanger.

6 Und David sandte zu Joab und ließ ihm sagen: Sende mir Uria, den Hethiter. Und Joab schickte Uria zu David.

7 Und als Uria zu ihm kam, fragte David ihn, wie es Joab ging und wie es dem Volk ging und wie der Krieg gedieh.

8 Und David sprach zu Uria: Geh hinab in dein Haus und wasche deine Füße. Und Uria ging aus dem Haus des Königs, und es folgte ihm ein Durcheinander von Fleisch vom König.

9 Aber Uria schlief mit allen Knechten seines Herrn vor der Tür des Hauses des Königs und ging nicht in sein Haus hinab.

10 Und als sie es David sagten und sagten: Uria ging nicht in sein Haus hinab, sprach David zu Uria: Bist du nicht von deiner Reise gekommen? warum bist du denn nicht in dein Haus hinabgegangen?

11 Und Uria sprach zu David: Die Arche und Israel und Juda bleiben in Zelten; und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld; soll ich dann in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? so du lebst und deine Seele lebt, ich werde dies nicht tun.

12 Und David sprach zu Uria: Bleibe auch heute hier, und morgen lasse ich dich abziehen. So blieb Uria an jenem Tag und am folgenden Tag in Jerusalem.

13 Und als David ihn rief, aß und trank er vor ihm; und er machte ihn betrunken; und am Abend ging er hinaus, um sich mit den Dienern seines Herrn auf sein Bett zu legen, ging aber nicht zu seinem Haus hinab.

14 Und es begab sich am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und schickte ihn durch Uria.

15 Und er schrieb in dem Brief: Setze Uriah an die Spitze der heißesten Schlacht und ziehe dich von ihm zurück, damit er geschlagen werde und sterbe.

16 Und es begab sich: Als Joab die Stadt beobachtete, wies er Uria an einen Ort, wo er wusste, dass es tapfere Männer gab.

17 Und die Männer der Stadt zogen aus und kämpften mit Joab; und es fielen einige aus dem Volk der Knechte Davids; und auch Uria, der Hethiter, starb.

18 Da sandte Joab hin und erzählte David alles über den Krieg;

19 und befahl dem Boten und sprach: Wenn du damit fertig bist, dem König die Kriegssachen zu erzählen,

20 Und wenn der Zorn des Königs aufkommt und er zu dir spricht: Warum seid ihr so nahe an die Stadt herangekommen, als ihr gekämpft habt? Wusstest du nicht, dass sie von der Wand schießen würden?

21 Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerubbeschets? Hat nicht eine Frau von der Mauer ein Stück Mühlstein auf ihn geworfen, dass er in Thebez starb? warum seid ihr der Mauer nahe gegangen? dann sprich: Dein Diener Uria, der Hethiter, ist auch tot.

22 Da ging der Bote hin und kam und zeigte David alles, wozu Joab ihn gesandt hatte.

23 Und der Bote sprach zu David: Wahrlich, die Männer haben uns überwältigt und sind zu uns auf das Feld herausgekommen, und wir waren bei ihnen bis zum Eingang des Tores.

24 Und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte; und einige von den Knechten des Königs sind tot, und dein Knecht Uriah, der Hethiter, ist auch tot.

25 Da sprach David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sagen: Laß dir das nicht mißfallen, denn das Schwert frisst einen wie den andern; Stärke deinen Kampf gegen die Stadt und zerstöre sie; und ermutige ihn.

26 Als die Frau Urias hörte, dass ihr Mann Uria tot war, trauerte sie um ihren Mann.

27 Und als die Trauer vorüber war, schickte David sie hin und holte sie in sein Haus, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber das, was David getan hatte, missfiel dem Herrn.  


KAPITEL 12

David wird von Nathan getadelt – Solomon wird geboren – David foltert das Volk von Rabba.

1 Und der Herr sandte Nathan zu David. Und er kam zu ihm und sprach zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt; der eine reich, der andere arm.

2 Der Reiche hatte sehr viele Herden und Rinder;

3 Aber der arme Mann hatte nichts als ein kleines Lämmchen, das er gekauft und genährt hatte; und es wuchs zusammen mit ihm und mit seinen Kindern auf; es aß von seinem eigenen Fleisch und trank aus seinem eigenen Kelch und lag an seinem Busen und war für ihn wie eine Tochter.

4 Und es kam ein Reisender zu dem reichen Mann, und er sparte sich, von seiner eigenen Herde und von seinem eigenen Vieh zu nehmen, um den Wanderer, der zu ihm gekommen war, zu kleiden; sondern nahm das Lamm des armen Mannes und bereitete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war.

5 Und Davids Zorn entbrannte sehr gegen den Mann; und er sprach zu Nathan: So wahr der Herr lebt, der Mann, der dies getan hat, wird gewiss sterben;

6 Und er soll das Lamm vierfach zurückgeben, weil er das getan hat und weil er kein Erbarmen hatte.

7 Und Nathan sprach zu David: Du bist der Mann. So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt und dich aus der Hand Sauls errettet;

8 Und ich gab dir das Haus deines Herrn und die Frauen deines Herrn an deinen Schoß und gab dir das Haus Israel und Juda; und wenn das zu wenig gewesen wäre, hätte ich dir noch so und so was gegeben.

9 Warum hast du das Gebot des Herrn verachtet, Böses zu tun in seinen Augen? Uria, den Hethiter, hast du mit dem Schwert getötet und ihm den seinen genommen

Frau, deine Frau zu sein, und hast ihn mit dem Schwert der Kinder Ammon erschlagen.

10 Nun soll also das Schwert nicht von deinem Hause weichen; weil du mich verachtet und die Frau Urias, des Hethiters, zur Frau genommen hast.

11 So spricht der Herr: Siehe, ich will Böses gegen dich erwecken aus deinem Hause, und deine Frauen nehme ich vor deinen Augen und gebe sie deinem Nächsten, und er soll vor diesen Augen bei deinen Frauen liegen Sonne.

12 Denn du hast es heimlich getan; aber ich werde dies tun vor ganz Israel und vor der Sonne.

13 Und David sprach zu Nathan: Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Und Nathan sprach zu David: Auch der Herr hat deine Sünde nicht hinweggenommen, dass du nicht sterben sollst.

14 Da du aber durch diese Tat den Feinden des Herrn großen Anlaß gegeben hast, zu lästern, wird auch das Kind, das dir geboren wird, gewiss sterben.

15 Und Nathan ging in sein Haus. Und der Herr schlug das Kind, das Urias Frau David gebar, und es war sehr krank.

16 Darum bat David Gott um das Kind; und David fastete und ging hinein und lag die ganze Nacht auf der Erde.

17 Und die Ältesten seines Hauses machten sich auf und gingen zu ihm, um ihn von der Erde aufzurichten; aber er wollte nicht, er aß auch kein Brot mit ihnen.

18 Und es begab sich: Am siebten Tag starb das Kind. Und die Knechte Davids fürchteten sich, ihm zu sagen, dass das Kind tot sei; denn sie sagten: Siehe, als das Kind noch lebte, sprachen wir mit ihm, und er wollte nicht auf unsere Stimme hören; wie wird er sich dann ärgern, wenn wir ihm sagen, dass das Kind tot ist?

19 Als David aber sah, dass seine Knechte flüsterten, merkte David, dass das Kind tot war; darum sprach David zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Und sie sagten: Er ist tot.

20 Da stand David von der Erde auf und wusch sich und salbte sich und wechselte seine Kleider und kam in das Haus des Herrn und betete an; dann kam er zu seinem eigenen Haus; und wenn er es verlangte, legten sie ihm Brot vor, und er aß.

21 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was hast du so getan? du hast um das Kind gefastet und geweint, als es lebte; aber als das Kind tot war, bist du aufgestanden und hast Brot gegessen.

22 Und er sprach: Als das Kind noch lebte, fastete und weinte ich; denn ich sagte: Wer kann wissen, ob Gott mir gnädig sein wird, dass das Kind lebe?

23 Aber jetzt ist er tot, warum sollte ich fasten? kann ich ihn wieder zurückbringen? Ich werde zu ihm gehen, aber er wird nicht zu mir zurückkehren.

24 Und David tröstete seine Frau Bathseba und ging zu ihr hinein und legte sich zu ihr; und sie gebar einen Sohn, und er nannte seinen Namen Solomon; und der Herr liebte ihn.

25 Und er sandte durch die Hand des Propheten Nathan; und er nannte seinen Namen Jedidiah wegen des Herrn.

26 Und Joab kämpfte gegen Rabba der Kinder Ammon und eroberte die Königsstadt.

27 Und Joab sandte Boten zu David und sagte: Ich habe wider Rabba gekämpft und die Wasserstadt eingenommen.

28 Nun versammelt nun das übrige Volk und lagert gegen die Stadt und nehmt sie ein; damit ich die Stadt nicht einnehme und sie nach meinem Namen genannt wird.

29 Und David versammelte das ganze Volk und zog nach Rabba und kämpfte dagegen an und eroberte es.

30 Und er nahm die Krone ihres Königs von seinem Kopf, deren Gewicht zusammen mit den Edelsteinen ein Zentner Gold war; und es wurde David auf den Kopf gesetzt. Und er brachte die Beute der Stadt in großer Menge hervor.

31 Und er führte das Volk, das darin war, heraus und stellte sie unter Sägen und unter eiserne Eggen und unter eiserne Äxte und ließ sie durch den Ziegelofen gehen; und so tat er es mit allen Städten der Kinder Ammon. Also kehrten David und das ganze Volk nach Jerusalem zurück.  


KAPITEL 13

Amnon verwüstet Tamar – Absalom tötet Amnon – David trauert über die Nachricht – Absalom flieht.

1 Und es begab sich danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, deren Name Tamar war; und Amnon, der Sohn Davids, liebte sie.

2 Und Amnon war so verärgert, dass er wegen seiner Schwester Tamar krank wurde; denn sie war eine Jungfrau; und Amnon fand es schwer für ihn, ihr etwas anzutun.

3 Aber Amnon hatte einen Freund, dessen Name war Jonadab, der Sohn von Shimeah Davids Bruder; und Jonadab war ein sehr raffinierter Mann.

4 Und er sprach zu ihm: Warum bist du, der Sohn des Königs, von Tag zu Tag mager? willst du es mir nicht sagen? Und Amnon sprach zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom.

5 Und Jonadab sprach zu ihm: Leg dich auf dein Bett und mache dich krank; und wenn dein Vater dich besuchen kommt, sprich zu ihm: Ich bitte dich, lass meine Schwester Tamar kommen und mir Fleisch geben und das Fleisch vor meinen Augen zubereiten, damit ich es sehen und es aus ihrer Hand essen kann.

6 Da legte sich Amnon hin und machte sich krank; und als der König kam, um ihn zu sehen, sagte Amnon zum König: Ich bitte dich, lass Tamar, meine Schwester, kommen und mir vor meinen Augen ein paar Kuchen backen, damit ich von ihrer Hand essen kann.

7 Da schickte David zu Tamar nach Hause und ließ ihr sagen: Geh doch zum Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm Fleisch zu!

8 So ging Tamar zum Haus ihres Bruders Amnon; und er wurde hingelegt. Und sie nahm Mehl und knetete es und machte Kuchen vor seinen Augen und backte die Kuchen.

9 Und sie nahm eine Pfanne und goss sie vor ihm aus; aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Vertreibe alle Männer von mir. Und sie gingen jedermann von ihm aus.

10 Und Amnon sprach zu Tamar: Bring das Fleisch in die Kammer, damit ich von deiner Hand esse. Und Tamar nahm die Kuchen, die sie gebacken hatte, und brachte sie zu ihrem Bruder Amnon in die Kammer.

11 Und als sie sie ihm zum Essen gebracht hatte, nahm er sie und sprach zu ihr: Komm, leg dich zu mir, meine Schwester.

12 Und sie antwortete ihm: Nein, mein Bruder, zwinge mich nicht; denn so etwas darf in Israel nicht getan werden; Tu nicht diese Torheit.

13 Und ich, wohin soll ich meine Schande treiben? und was dich betrifft, du wirst sein wie einer der Narren in Israel. Nun also, ich bitte dich, sprich mit dem König; denn er wird mich dir nicht vorenthalten.

14 Aber er wollte nicht auf ihre Stimme hören; aber da er stärker war als sie, zwang er sie und legte sich zu ihr.

15 Da hasste Amnon sie sehr; so dass der Hass, mit dem er sie hasste, größer war als die Liebe, mit der er sie geliebt hatte. Und Amnon sprach zu ihr: Steh auf, geh!

16 Und sie sprach zu ihm: Es gibt keinen Grund; Dieses Übel, mich wegzuschicken, ist größer als das andere, das du mir angetan hast. Aber er wollte nicht auf sie hören.

17 Dann rief er seinen Diener, der ihm diente, und sprach: Bringe diese Frau von mir fort und verschließe ihr die Tür.

18 Und sie hatte ein verschiedenfarbiges Gewand an; denn mit solchen Gewändern waren die Töchter des Königs bekleidet, die Jungfrauen waren. Dann führte sein Diener sie heraus und verriegelte die Tür hinter ihr.

19 Und Tamar streute Asche auf ihr Haupt und zerriss ihr buntes Gewand, das sie anhatte, und legte ihr die Hand auf den Kopf und weinte weiter.

20 Und Absalom, ihr Bruder, sprach zu ihr: Ist Amnon, dein Bruder, mit dir gewesen? aber schweige jetzt, meine Schwester; er ist dein Bruder; achte nicht auf dieses Ding. So blieb Tamar trostlos im Haus ihres Bruders Absalom.

21 Als König David das alles hörte, wurde er sehr zornig.

22 Und Absalom redete zu seinem Bruder Amnon weder Gutes noch Böses; denn Absalom hasste Amnon, weil er seine Schwester Tamar gezwungen hatte.

23 Und es begab sich: Nach zwei vollen Jahren hatte Absalom Schafscherer in Baal-Hazor, das neben Ephraim liegt; und Absalom lud alle Söhne des Königs ein.

24 Und Absalom kam zum König und sprach: Siehe, dein Knecht hat Schafscherer; Lass den König, ich bitte dich, und seine Diener mit deinem Diener gehen.

25 Und der König sprach zu Absalom: Nein, mein Sohn, lass uns jetzt nicht alle gehen, damit wir dir nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Und er drückte ihn; er wollte jedoch nicht gehen, sondern segnete ihn.

26 Da sprach Absalom: Wenn nicht, dann lass doch meinen Bruder Amnon mit uns gehen. Und der König sprach zu ihm: Warum sollte er mit dir gehen?

27 Absalom aber drängte ihn, Amnon und alle Königssöhne mit ihm ziehen zu lassen.

28 Nun hatte Absalom seinen Knechten befohlen und gesagt: Merkt euch jetzt, wenn Amnons Herz fröhlich ist vor Wein, und wenn ich zu euch sage: Schlagt Amnon! dann töte ihn, fürchte dich nicht; habe ich dir nicht befohlen? sei mutig und sei tapfer.

29 Und die Knechte Absaloms taten mit Amnon, wie Absalom geboten hatte. Da machten sich alle Söhne des Königs auf, und ein jeder nahm ihn auf sein Maultier und floh.

30 Und es begab sich: Als sie unterwegs waren, kam die Nachricht zu David: Absalom hat alle Söhne des Königs erschlagen, und es ist nicht einer von ihnen übriggeblieben.

31 Da stand der König auf, zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde; und alle seine Knechte standen dabei mit zerrissenen Kleidern.

32 Und Jonadab, der Sohn von Shimeah Davids Bruder, antwortete und sprach: Mein Herr glaube nicht, sie hätten alle jungen Männer, die Söhne des Königs, getötet; denn nur Amnon ist tot; denn durch Absaloms Ernennung ist dies von dem Tag an bestimmt, als er seine Schwester Tamar zwang.

33 Nun soll nun mein Herr, der König, sich die Sache nicht zu Herzen nehmen, um zu denken, dass alle Söhne des Königs tot sind; denn nur Amnon ist tot.

34 Absalom aber floh. Und der junge Mann, der die Wache hielt, hob seine Augen auf und schaute, und siehe, es kamen viele Menschen auf dem Weg des Hügels hinter ihm her.

35 Und Jonadab sprach zum König: Siehe, die Söhne des Königs kommen; wie dein Knecht gesagt hat, so ist es.

36 Und es begab sich: Kaum hatte er zu Ende gesprochen, da kamen die Söhne des Königs und erhoben ihre Stimme und weinten; und auch der König und alle seine Diener weinten sehr.

37 Aber Absalom floh und ging zu Talmai, dem Sohn Ammihuds, dem König von Geschur. Und David trauerte jeden Tag um seinen Sohn.

38 Absalom floh und ging nach Geschur und blieb dort drei Jahre.

39 Und die Seele des Königs David sehnte sich danach, zu Absalom zu gehen; denn er war getröstet über Amnon, da er doch tot war.  


KAPITEL 14

Joab bringt Absalom nach Jerusalem – Absaloms Schönheit.

1 Nun bemerkte Joab, der Sohn der Zeruja, dass das Herz des Königs auf Absalom gerichtet war.

2 Und Joab schickte nach Tekoa und holte von dort eine weise Frau und sprach zu ihr: Ich bitte dich, stelle dich vor, eine Trauernde zu sein, und ziehe jetzt ein Trauerkleid an und salbe dich nicht mit Öl, sondern sei wie eine Frau hatte lange um die Toten getrauert;

3 Und kommt zum König und redet auf diese Weise mit ihm. Also legte Joab ihr die Worte in den Mund.

4 Und als die Frau von Tekoah mit dem König sprach, fiel sie auf ihr Angesicht zur Erde und verneigte sich und sprach: Hilf, o König!

5 Und der König sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie antwortete: Ich bin wirklich eine Witwe, und mein Mann ist tot.

6 Und deine Magd hatte zwei Söhne, und sie zankten miteinander auf dem Feld, und es gab keinen, der sie trennte, aber der eine schlug den anderen und tötete ihn.

7 Und siehe, die ganze Familie ist gegen deine Magd aufgestanden und hat gesagt: Befreie den, der seinen Bruder erschlagen hat, damit wir ihn töten, um des Lebens seines Bruders willen, den er erschlagen hat; und wir werden auch den Erben vernichten; und so werden sie meine übrig gebliebene Kohle auslöschen und meinem Mann weder Namen noch Rest auf Erden hinterlassen.

8 Und der König sprach zu der Frau: Geh in dein Haus, und ich werde dich beauftragen.

9 Und die Frau von Tekoah sprach zum König: Mein Herr, o König, die Missetat komme über mich und über das Haus meines Vaters; und der König und sein Thron seien schuldlos.

10 Und der König sprach: Wer etwas zu dir sagt, der bringe ihn zu mir, und er soll dich nicht mehr anrühren.

11 Da sagte sie: Ich bitte dich, gedenke des Königs des Herrn, deines Gottes, dass du nicht mehr zulassen wirst, dass die Bluträcher sie vernichten, damit sie meinen Sohn nicht vernichten. Und er sprach: So wahr der Herr lebt, es soll nicht ein Haar deines Sohnes auf die Erde fallen.

12 Da sprach die Frau: Lass doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn, dem König, reden. Und er sagte: Sag weiter.

13 Und die Frau sprach: Warum denkst du denn so etwas gegen das Volk Gottes? denn der König redet dies als ein Falsches, indem der König seine Verbannten nicht wieder nach Hause holt.

14 Denn wir müssen sterben und sind wie vergossenes Wasser auf der Erde, das nicht wieder aufgesammelt werden kann; auch respektiert Gott niemanden; doch erfindet er Mittel, damit seine Verbannten nicht von ihm vertrieben werden.

15 Nun bin ich also gekommen, um dies meinem Herrn, dem König, zu sagen, weil das Volk mich erschreckt hat; und deine Magd sagte: Ich will jetzt mit dem König sprechen; es kann sein, dass der König die Bitte seiner Magd erfüllt.

16 Denn der König wird hören, um seine Magd aus der Hand des Mannes zu befreien, der mich und meinen Sohn zusammen aus dem Erbe Gottes vernichten wollte.

17 Da sprach deine Magd: Das Wort meines Herrn, des Königs, soll jetzt wohl sein; denn wie ein Engel Gottes ist mein Herr der König, um Gut und Böse zu unterscheiden; darum wird der Herr, dein Gott, mit dir sein.

18 Da antwortete der König und sprach zu der Frau: Verschweige mir nicht, was ich dich fragen werde. Und die Frau sagte: Lasst jetzt meinen Herrn, den König, sprechen.

19 Und der König sprach: Ist nicht die Hand Joabs mit dir in all dem? Und die Frau antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr und König, niemand kann sich zur Rechten oder zur Linken wenden von allem, was mein Herr und König geredet hat; denn dein Knecht Joab hat es mir geboten, und er hat alle diese Worte deiner Magd in den Mund gelegt;

20 Um diese Redeweise herbeizuführen, hat dein Knecht Joab dies getan; und mein Herr ist weise nach der Weisheit eines Engels Gottes, um alles zu wissen, was auf Erden ist.

21 Und der König sprach zu Joab: Siehe, ich habe dies getan; Geh also, bring den Jüngling Absalom wieder.

22 Und Joab fiel auf sein Angesicht zu Boden und beugte sich und dankte dem König; und Joab sagte: Heute weiß dein Knecht, dass ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, mein Herr, o König, indem der König die Bitte seines Knechtes erfüllt hat.

23 Da machte sich Joab auf und ging nach Geschur und brachte Absalom nach Jerusalem.

24 Der König sprach: Er soll sich in sein Haus wenden und mein Angesicht nicht sehen. Da kehrte Absalom in sein Haus zurück und sah des Königs Angesicht nicht.

25 Aber in ganz Israel war keiner so hoch zu preisen wie Absalom wegen seiner Schönheit; von der Fußsohle bis zum Scheitel war kein Makel an ihm.

26 Und als er sein Haupt köpfte (denn es war jedes Jahr, als er es köpfte; weil das Haar schwer an ihm war, deshalb köpfte er es); er wog das Haar seines Hauptes mit zweihundert Schekel nach dem Gewicht des Königs .

27 Und Absalom wurden drei Söhne geboren und eine Tochter, deren Name Tamar war; sie war eine Frau von schönem Gesicht.

28 So blieb Absalom zwei volle Jahre in Jerusalem und sah des Königs Angesicht nicht.

29 Darum schickte Absalom nach Joab, um ihn zum König zu schicken; aber er wollte nicht zu ihm kommen; und als er das zweite Mal schickte, wollte er nicht kommen.

30 Da sprach er zu seinen Knechten: Seht, Joabs Acker ist nahe bei meinem, und dort hat er Gerste; geh und zünde es an. Und Absaloms Knechte zündeten das Feld an.

31 Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom in sein Haus und sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Feld in Brand gesteckt?

32 Und Absalom antwortete Joab: Siehe, ich habe zu dir gesandt und gesagt: Komm her, damit ich dich zum König sende, um zu sagen: Warum bin ich von Geschur gekommen? es war gut für mich, noch da gewesen zu sein; Nun lass mich also das Gesicht des Königs sehen; und wenn in mir irgendeine Ungerechtigkeit ist, soll er mich töten.

33 Da kam Joab zum König und sagte es ihm; und als er Absalom gerufen hatte, kam er zum König und beugte sich auf seinem Angesicht zur Erde vor dem König; und der König küsste Absalom.  


KAPITEL 15

Absalom stiehlt die Herzen Israels – Er macht eine große Verschwörung – David flieht aus Jerusalem – David und seine Gefährten steigen weinend auf den Ölberg – Er verflucht Ahithophels Rat.

1 Und es begab sich danach: Absalom bereitete ihm Streitwagen und Pferde und fünfzig Mann vor, um vor ihm herzulaufen.

2 Und Absalom machte sich früh auf und stellte sich neben den Torweg; Und es geschah so, dass, wenn jemand, der Streit hatte, zum Gericht zum König kam, da rief ihn Absalom und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Und er sagte: Dein Diener ist aus einem der Stämme Israels.

3 Und Absalom sprach zu ihm: Siehe, deine Sachen sind gut und recht; aber es gibt keinen vom König abgeordneten Mann, der dich hört.

4 Absalom sprach weiter: O wäre ich doch Richter im Lande, und jeder Mann, der irgendeine Klage oder Sache hat, könnte zu mir kommen, und ich würde ihm Gerechtigkeit widerfahren lassen!

5 Und es geschah so, dass, wenn jemand zu ihm kam, um ihm zu huldigen, er seine Hand ausstreckte und ihn nahm und ihn küsste.

6 Und auf diese Weise tat Absalom dem ganzen Israel, das zum Gericht zum König kam; So stahl Absalom die Herzen der Männer Israels.

7 Und es begab sich: Nach vierzig Jahren sprach Absalom zum König: Ich bitte dich, lass mich gehen und mein Gelübde erfüllen, das ich dem Herrn in Hebron gelobt habe.

8 Denn dein Knecht hat ein Gelübde abgelegt, als ich in Geshur in Syrien wohnte, und gesagt: Wenn mich der Herr wirklich wieder nach Jerusalem bringt, dann werde ich dem Herrn dienen.

9 Und der König sprach zu ihm: Geh in Frieden! Da machte er sich auf und ging nach Hebron.

10 Aber Absalom sandte Kundschafter in alle Stämme Israels und ließ sagen: Sobald ihr den Schall der Posaune hört, sollt ihr sagen: Absalom ist König in Hebron.

11 Und mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem, die berufen waren; und sie gingen in ihrer Einfalt und wussten nichts.

12 Und Absalom sandte nach Ahitophel, dem Giloniter, Davids Ratgeber, aus seiner Stadt, nämlich aus Gilo, während er Opfer darbrachte. Und die Verschwörung war stark; denn das Volk wuchs fortwährend mit Absalom.

13 Und es kam ein Bote zu David und sprach: Die Herzen der Männer Israels sind hinter Absalom her.

14 Und David sprach zu allen seinen Knechten, die mit ihm in Jerusalem waren: Steht auf, und lasst uns fliehen; denn wir werden Absalom nicht entrinnen; beeile dich zu gehen, damit er uns nicht plötzlich einholt und Unheil über uns bringt und die Stadt mit der Schärfe des Schwertes zerschmettert.

15 Und die Knechte des Königs sprachen zum König: Siehe, deine Knechte sind bereit, alles zu tun, was mein Herr, der König, anordnet.

16 Und der König zog aus und sein ganzes Haus ihm nach. Und der König hinterließ zehn Frauen, die Nebenfrauen waren, um das Haus zu führen.

17 Und der König zog aus und das ganze Volk nach ihm und blieben an einem fernen Ort.

18 Und alle seine Knechte gingen neben ihm her; und alle Kerethiter und alle Pelethiter und alle Gittiter, sechshundert Mann, die nach ihm von Gath gekommen waren, zogen vor dem König her.

19 Da sprach der König zu Ittai, dem Gettiter: Warum gehst du auch mit uns? Kehre an deinen Ort zurück und bleibe beim König; denn du bist ein Fremdling und auch ein Verbannter.

20 Wo du erst gestern gekommen bist, soll ich dich heute mit uns auf und ab gehen lassen? da ich gehe, wohin ich kann, kehre zurück und nimm deine Brüder zurück; Barmherzigkeit und Wahrheit seien mit dir.

21 Und Ittai antwortete dem König und sprach: So wahr der Herr lebt und wie mein Herr der König lebt, gewiss, an welchem Ort mein Herr der König sein wird, sei es im Tod oder im Leben, auch dein Diener wird dort sein.

22 Und David sprach zu Ittai: Geh hinüber! Und Ittai, der Gettiter, zog hinüber mit all seinen Männern und allen Kleinen, die bei ihm waren.

23 Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, und das ganze Volk ging hinüber; auch der König selbst ging über den Bach Kidron, und alles Volk ging hinüber zum Weg der Wüste.

24 Und siehe, auch Zadok und alle Leviten waren mit ihm und trugen die Lade des Bundes Gottes; und sie setzten die Lade Gottes ab; und Abjathar zog hinauf, bis das ganze Volk aus der Stadt gezogen war.

25 Und der König sprach zu Zadok: Bring die Lade Gottes in die Stadt zurück; finde ich Gunst in den Augen des Herrn, so wird er mich zurückbringen und mir beides und seine Wohnung zeigen;

26 Wenn er aber so sagt: Ich habe kein Gefallen an dir; siehe, hier bin ich, er tue mit mir, was ihm gut scheint.

27 Der König sprach auch zu Zadok, dem Priester: Bist du nicht ein Seher? Kehre in Frieden in die Stadt zurück und deine beiden Söhne mit dir, Ahimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars.

28 Seht, ich werde in der Wüstenebene verweilen, bis eine Nachricht von euch kommt, um mich zu bestätigen.

29 Zadok und Abjathar trugen nun die Lade Gottes wieder nach Jerusalem; und sie verweilten dort.

30 Und David stieg den Ölberg hinauf und weinte, als er hinaufstieg, und hatte sein Haupt bedeckt, und er ging barfuß; und alles Volk, das bei ihm war, bedeckte jedermann sein Haupt, und sie stiegen weinend hinauf.

31 Und einer sagte es David und sagte: Ahitofel ist mit Absalom unter den Verschwörern. Und David sagte: O Herr, ich bitte dich, verwandle den Rat Ahitophels in Torheit.

32 Und es begab sich: Als David auf die Spitze des Berges kam, wo er Gott anbetete, siehe, da kam Huschai, der Architer, ihm entgegen mit seinem zerrissenen Rock und Erde auf seinem Haupt;

33 zu dem David sprach: Wenn du mit mir weiterziehst, dann wirst du mir zur Last fallen;

34 Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sprichst: Ich will dein Diener sein, o König; wie ich bisher deines Vaters Knecht war, so will ich auch jetzt dein Knecht sein; dann mögest du für mich den Rat Ahitophels besiegen.

35 Und hast du nicht Zadok und Abiathar, die Priester, bei dir? darum sollst du alles, was du aus dem Hause des Königs hörst, den Priestern Zadok und Abiathar mitteilen.

36 Siehe, sie haben dort ihre zwei Söhne, Ahimaaz Zadoks Sohn, und Jonathan Abiathars Sohn; und durch sie sollt ihr mir alles senden, was ihr hören könnt.

37 Da kam Husai Davids Freund in die Stadt, und Absalom kam nach Jerusalem.  


KAPITEL 16

Shimei verflucht David – David enthält sich der Rache – Ahitofels Rat.

1 Und als David ein wenig hinter der Spitze des Hügels war, siehe, da kam ihm Ziba entgegen, der Knecht Mefi-Boschets, mit zwei gesattelten Eseln und darauf zweihundert Brotlaiben und hundert Rosinen und hundert Sommerfrüchte und eine Flasche Wein.

2 Und der König sprach zu Ziba: Was meinst du damit? Und Ziba sagte: Die Esel sind für das Haus des Königs zum Reiten; und das Brot und die Sommerfrüchte für die jungen Männer zum Essen; und den Wein, den die Müden in der Wüste trinken können.

3 Und der König sprach: Und wo ist der Sohn deines Herrn? Und Ziba sprach zum König: Siehe, er bleibt in Jerusalem; denn er hat gesagt: Heute wird mir das Haus Israel das Reich meines Vaters zurückgeben.

4 Da sprach der König zu Ziba: Siehe, dein ist alles, was Mefi-Boschet gehörte. Und Ziba sagte: Ich flehe dich demütig an, dass ich Gnade in deinen Augen finden möge, mein Herr, oh König.

5 Und als König David nach Bahurim kam, siehe, von dort kam ein Mann aus der Familie des Hauses Sauls, dessen Name Schimei war, der Sohn Geras; er kam heraus und fluchte immer noch, als er kam.

6 Und er warf Steine auf David und auf alle Knechte des Königs David, und das ganze Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

7 Und so sprach Shimei, als er fluchte: Komm heraus, komm heraus, du Blutiger und du Mann von Belial;

8 Der Herr hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Statt du König geworden bist, auf dich zurückgebracht; und der Herr hat das Königreich in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben; und siehe, du bist in deinem Unheil gefangen, weil du ein blutiger Mann bist.

9 Da sprach Abischai, der Sohn der Zeruja, zum König: Warum sollte dieser tote Hund meinen Herrn, den König, verfluchen? lass mich hinübergehen, ich bitte dich, und schlag ihm den Kopf ab.

10 Und der König sprach: Was habe ich mit euch zu tun, ihr Söhne der Zeruja? so soll er fluchen, denn der Herr hat zu ihm gesprochen: Fluch David! Wer wird dann sagen: Warum hast du das getan?

11 Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der aus meinen Eingeweiden hervorgegangen ist, sucht mein Leben; wie viel darf dieser Benjamin jetzt noch? lass ihn in Ruhe und lass ihn fluchen; denn der Herr hat es ihm geboten.

12 Es mag sein, dass der Herr auf mein Elend blicken wird und dass der Herr mir heute für seinen Fluch Gutes vergelten wird.

13 Und als David und seine Männer den Weg entlanggingen, ging Schimei auf der Seite des Hügels ihm gegenüber und fluchte, als er ging, und warf Steine nach ihm und warf Staub.

14 Und der König und alles Volk, das bei ihm war, kamen müde und labten sich dort.

15 Und Absalom und das ganze Volk, die Männer Israels, kamen nach Jerusalem und Ahitofel mit ihm.

16 Und es begab sich: Als Huschai, der Architer, Davids Freund, zu Absalom kam, sprach Huschai zu Absalom: Gott schütze den König, Gott schütze den König!

17 Und Absalom sprach zu Huschai: Ist das deine Güte zu deinem Freund? warum gingst du nicht mit deinem Freund?

18 Und Huschai sprach zu Absalom: Nein; wen aber der Herr und dieses Volk und alle Männer Israels erwählen, dessen will ich sein, und bei ihm will ich bleiben.

19 Und wiederum, wem soll ich dienen? sollte ich nicht in Gegenwart seines Sohnes dienen? wie ich in der Gegenwart deines Vaters gedient habe, so werde ich in deiner Gegenwart sein.

20 Da sprach Absalom zu Ahitofel: Beratet euch untereinander, was wir tun sollen.

21 Und Ahitofel sprach zu Absalom: Gehe zu den Nebenfrauen deines Vaters, die er zurückgelassen hat, um das Haus zu führen; und ganz Israel wird hören, dass du deinen Vater verabscheust; dann werden die Hände aller, die mit dir sind, stark sein.

22 Und sie breiteten Absalom ein Zelt auf dem Dach des Hauses aus; und Absalom ging vor den Augen von ganz Israel zu den Nebenfrauen seines Vaters.

23 Und der Rat Ahithophels, den er in jenen Tagen beriet, war, als ob ein Mann das Orakel Gottes befragt hätte; so war der ganze Rat Ahitofels sowohl mit David als auch mit Absalom.  


KAPITEL 17

Ahitofel erhängt sich – Amasa wird zum Hauptmann.

1 Ahitophel sprach zu Absalom: Lass mich jetzt zwölftausend Mann aussuchen, und ich werde mich aufmachen und David diese Nacht nachjagen;

2 Und ich werde über ihn kommen, solange er müde und mit schwachen Händen ist, und werde ihn ängstigen; und alles Volk, das mit ihm ist, wird fliehen; und ich werde nur den König schlagen;

3 Und ich werde das ganze Volk zu dir zurückbringen; der Mann, den du suchst, ist wie zurückgekehrt; so wird das ganze Volk in Frieden sein.

4 Und das Wort gefiel Abschalom wohl und allen Ältesten Israels.

5 Da sprach Absalom: Rufe nun auch Huschai, den Architer, und lass uns ebenso hören, was er sagt.

6 Und als Huschai zu Absalom kam, redete Absalom mit ihm und sprach: Ahitofel hat so geredet; sollen wir nach seinem Wort tun? wenn nicht, sprich du.

7 Und Huschai sprach zu Absalom: Der Rat, den Ahitofel gegeben hat, ist jetzt nicht gut.

8 Denn, sagte Hushai, du kennst deinen Vater und seine Männer, dass sie mächtige Männer sind und ihre Gedanken zerrieben sind, wie eine Bärin, die auf dem Feld ihrer Jungen beraubt wird; und dein Vater ist ein Kriegsmann und wird nicht beim Volk übernachten.

9 Siehe, er ist jetzt in irgendeiner Grube oder an einem anderen Ort verborgen; und es wird geschehen, wenn einige von ihnen zuerst gestürzt werden, wird jeder, der es hört, sagen: Es ist ein Gemetzel unter dem Volk, das Absalom folgt.

10 Und auch der Tapfere, dessen Herz wie das Herz eines Löwen ist, wird ganz dahinschmelzen; denn ganz Israel weiß, dass dein Vater ein starker Mann ist, und die mit ihm sind, tapfere Männer.

11 Darum rate ich, ganz Israel zu dir zu versammeln, von Dan bis Beer-Seba, wie der Sand am Meer in Menge; und dass du in deiner eigenen Person in den Kampf ziehst.

12 So werden wir ihn treffen an einem Ort, wo er zu finden ist, und wir werden ihn anzünden, wie der Tau auf die Erde fällt; und von ihm und von allen Männern, die bei ihm sind, soll nicht einer übrig bleiben.

13 Und wenn er in eine Stadt geraten ist, dann soll ganz Israel Seile zu dieser Stadt bringen, und wir werden sie in den Fluss ziehen, bis dort kein einziger kleiner Stein mehr gefunden wird.

14 Und Absalom und alle Männer von Israel sprachen: Der Rat Huschais, des Architers, ist besser als der Rat Achitofels. Denn der Herr hatte bestimmt, den guten Rat Ahitophels zu vereiteln, in der Absicht, dass der Herr Abschalom Böses bringen könnte.

15 Da sprach Huschai zu Zadok und Abjathar, den Priestern: So und so hat Ahitophel Abschalom und den Ältesten Israels geraten; und so und so habe ich geraten.

16 So sende nun schnell aus und sage es David und sprich: Übernachte diese Nacht nicht in den Ebenen der Wüste, sondern ziehe schnell hinüber; damit der König nicht verschlungen wird und alles Volk, das mit ihm ist.

17 Nun blieben Jonatan und Ahimaaz bei En-rogel; denn sie könnten nicht gesehen werden, um in die Stadt zu kommen; und ein Weib ging hin und sagte es ihnen; und sie gingen hin und sagten es König David.

18 Doch ein Knabe sah sie und sagte Absalom; aber sie gingen beide schnell weg und kamen zu einem Männerhaus in Bahurim, das einen Brunnen in seinem Hof hatte; wohin sie gingen.

19 Und die Frau nahm und breitete eine Decke über die Öffnung des Brunnens und streute gemahlenes Korn darauf; und die Sache war nicht bekannt.

20 Und als die Knechte Absaloms zu der Frau ins Haus kamen, sagten sie: Wo sind Ahimaaz und Jonatan? Und die Frau sprach zu ihnen: Sie sind über den Wasserbach gegangen. Und als sie sie gesucht und nicht gefunden hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück.

21 Und es begab sich: Nachdem sie gegangen waren, kamen sie aus dem Brunnen herauf und gingen und sagten es König David und sagten zu David: Steh auf und gehe schnell über das Wasser; denn so hat Ahitofel gegen euch geraten.

22 Da machte sich David auf und alles Volk, das bei ihm war, und sie zogen über den Jordan; im Morgenlicht fehlte keiner von ihnen, der nicht über den Jordan gegangen wäre.

23 Und als Ahitofel sah, dass sein Rat nicht befolgt wurde, sattelte er seinen Esel und stand auf und brachte ihn heim in sein Haus, in seine Stadt, und brachte sein Haus in Ordnung, und erhängte sich und starb und wurde begraben das Grab seines Vaters.

24 Dann kam David nach Mahanaim. Und Absalom ging über den Jordan, er und alle Männer von Israel mit ihm.

25 Und Absalom machte Amasa anstelle von Joab zum Hauptmann der Heerscharen; welches Amasa ein Mannessohn war, dessen Name Ithra war, ein Israelit, der einging zu Abigail, der Tochter Nahas, der Schwester der Mutter Zeruja Joabs.

26 Also lagerten Israel und Absalom im Land Gilead.

27 Und es begab sich: Als David nach Mahanaim kam, da kamen Schobi, der Sohn Nahaschs von Rabba, von den Kindern Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels von Lo-Debar, und Barsillai, der Gileaditer von Rogelim,

28 Bringte Betten und Becken und irdene Gefäße und Weizen und Gerste und Mehl und geröstetes Korn und Bohnen und Linsen und geröstete Hülsenfrüchte,

29 und Honig und Butter und Schafe und Kühe zu essen für David und das Volk, das bei ihm war; denn sie sagten: Das Volk ist hungrig und müde und durstig in der Wüste.  


KAPITEL 18

David beschuldigt Absalom – Die Israeliten werden geschlagen – Absalom wird erschlagen – David trauert um Absalom.

1 Und David zählte das Volk, das bei ihm war, und setzte Oberste über tausend und Oberste über hundert ein.

2 Und David sandte einen dritten Teil des Volkes unter der Hand Joabs und einen dritten Teil unter der Hand Abishais, des Sohnes der Zeruja, des Bruders Joabs, und den dritten Teil unter der Hand Ittais, des Gittiters. Und der König sprach zu dem Volk: Ich werde gewiss auch selbst mit euch ausziehen.

3 Aber das Volk antwortete: Du sollst nicht hinausgehen; denn wenn wir fliehen, werden sie sich nicht um uns kümmern; auch wenn die Hälfte von uns stirbt, werden sie sich nicht um uns kümmern; aber jetzt bist du zehntausend von uns wert; darum ist es jetzt besser, wenn du uns aus der Stadt hilfst.

4 Und der König sprach zu ihnen: Was euch am besten erscheint, werde ich tun. Und der König stand am Tor, und das ganze Volk kam zu Hunderten und zu Tausenden heraus.

5 Und der König befahl Joab und Abischai und Ittai und sprach: Gehe um meinetwillen sanft mit dem jungen Mann um, auch mit Absalom! Und das ganze Volk hörte es, als der König alle Hauptleute wegen Absalom beschuldigte.

6 Da zog das Volk ins Feld gegen Israel; und die Schlacht war im Wald von Ephraim;

7 wo das Volk Israel vor den Knechten Davids erschlagen wurde und an jenem Tag ein großes Gemetzel von zwanzigtausend Mann stattfand.

8 Denn der Kampf war über das ganze Land verstreut; und das Holz verschlang an diesem Tag mehr Menschen als das Schwert.

9 Und Absalom begegnete den Knechten Davids. Und Absalom ritt auf einem Maultier, und das Maultier ging unter die dicken Äste einer großen Eiche, und sein Kopf hielt die Eiche fest, und er wurde zwischen Himmel und Erde getragen; und das Maultier, das unter ihm war, ging weg.

10 Und ein gewisser Mann sah es und sagte es Joab und sprach: Siehe, ich sah Absalom an einer Eiche aufgehängt.

11 Und Joab sprach zu dem Mann, der es ihm sagte: Und siehe, du hast ihn gesehen, und warum hast du ihn dort nicht zu Boden geschlagen? und ich hätte dir zehn Schekel Silber und einen Gürtel gegeben.

12 Und der Mann sprach zu Joab: Wenn ich auch tausend Schekel Silber in meine Hand nehmen würde, würde ich doch meine Hand nicht gegen den Sohn des Königs ausstrecken; denn vor unseren Ohren befahl der König dir und Abishai und Ittai und sprach: Hüte dich davor, den jungen Mann Absalom anzurühren!

13 Sonst hätte ich gegen mein eigenes Leben Unwahrheit anrichten sollen; denn dem König ist nichts verborgen, und du selbst hättest dich gegen mich gestellt.

14 Da sprach Joab: Ich darf nicht so bei dir bleiben. Und er nahm drei Speere in seine Hand und stieß sie Absalom ins Herz, als er noch lebte, inmitten der Eiche.

15 Und zehn junge Männer, die die Waffen Joabs trugen, umringten sie und schlugen Absalom und erschlugen ihn.

16 Und Joab blies die Posaune, und das Volk kehrte von der Verfolgung Israels zurück; denn Joab hielt das Volk zurück.

17 Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in eine große Grube im Wald und legten einen sehr großen Steinhaufen auf ihn; und ganz Israel floh jeder in sein Zelt.

18 Aber Absalom hatte zu seinen Lebzeiten eine Säule genommen und für sich aufgerichtet, die im Tal des Königs steht; denn er sagte: Ich habe keinen Sohn, der meinen Namen in Erinnerung behält; und er nannte die Säule nach seinem eigenen Namen; und es wird bis auf den heutigen Tag Absaloms Ort genannt.

19 Da sprach Ahimaaz, der Sohn Zadoks: Lass mich nun laufen und dem König die Kunde bringen, dass der Herr ihn an seinen Feinden gerächt hat.

20 Und Joab sprach zu ihm: Heute sollst du keine Botschaft bringen, sondern an einem anderen Tag; aber heute sollst du keine Nachricht bringen, denn der Königssohn ist tot.

21 Da sagte Joab zu Kuschi: Geh und sage dem König, was du gesehen hast! Und Kuschi beugte sich vor Joab und lief.

22 Da sprach Ahimaaz, der Sohn Zadoks, noch einmal zu Joab: Aber wie auch immer, lass mich doch auch Kuschi nachlaufen. Und Joab sprach: Warum willst du laufen, mein Sohn, da du keine Nachricht hast?

23 Aber wie auch immer, sagte er, lass mich laufen. Und er sprach zu ihm: Lauf! Dann rannte Ahimaaz durch die Ebene und überrannte Cushi.

24 Und David saß zwischen den beiden Toren; und der Wächter stieg auf das Dach über dem Tor zur Mauer und hob seine Augen auf und sah, und siehe, ein Mann läuft allein.

25 Und der Wächter schrie und sagte es dem König. Und der König sprach: Wenn er allein ist, ist eine Botschaft in seinem Mund. Und er kam schnell und näherte sich.

26 Und der Wächter sah einen anderen Mann laufen; und der Wächter rief den Pförtner und sprach: Siehe, ein anderer läuft allein. Und der König sprach: Er bringt auch Nachricht.

27 Und der Wächter sprach: Ich denke, das Laufen der Ersten ist wie das Laufen von Ahimaaz, dem Sohn Zadoks. Und der König sprach: Er ist ein guter Mann und kommt mit guten Nachrichten.

28 Und Ahimaaz rief und sprach zum König: Alles ist gut. Und er fiel vor dem König auf sein Angesicht zur Erde nieder und sprach: Gesegnet sei der Herr, dein Gott, der die Männer ausgeliefert hat, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den König, erhoben haben.

29 Und der König sprach: Ist der Jüngling Absalom in Sicherheit? Und Ahimaaz antwortete: Als Joab den Diener des Königs und mich deinen Diener sandte, sah ich einen großen Tumult, aber ich wusste nicht, was es war.

30 Und der König sprach zu ihm: Wende dich ab und steh hier. Und er wandte sich ab und blieb stehen.

31 Und siehe, Kuschi kam; und Cushi sagte: Neuigkeiten, mein Herr der König; denn der Herr hat dich heute an allen gerächt, die sich gegen dich erhoben haben.

32 Und der König sprach zu Kuschi: Ist der Jüngling Absalom in Sicherheit? Und Cushi antwortete: Die Feinde meines Herrn, des Königs, und alle, die sich gegen dich erheben, um dir Schaden zuzufügen, seien wie dieser junge Mann.

33 Und der König war sehr gerührt und ging hinauf in die Kammer hinter dem Tor und weinte; und als er ging, sprach er also: O mein Sohn Absalom! mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wäre Gott, ich wäre für dich gestorben, o Absalom, mein Sohn, mein Sohn!  


KAPITEL 19

David hört auf zu trauern – Die Israeliten verlangen den König zurück – Shimei wird begnadigt.

1 Und es wurde Joab gesagt: Siehe, der König weint und trauert um Absalom.

2 Und der Sieg an jenem Tag verwandelte sich in Trauer für das ganze Volk; denn das Volk hörte an jenem Tag sagen, wie sehr der König um seinen Sohn trauerte.

3 Und das Volk brachte sie an jenem Tag heimlich in die Stadt, wie sich die Leute schämen, wenn sie im Kampf fliehen.

4 Aber der König bedeckte sein Gesicht, und der König rief mit lauter Stimme: O mein Sohn Absalom! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

5 Und Joab kam ins Haus zum König und sprach: Du hast heute das Angesicht aller deiner Knechte beschämt, die dir heute das Leben gerettet haben, und das Leben deiner Söhne und deiner Töchter und das Leben deiner Ehefrauen und das Leben deiner Nebenfrauen;

6 Darin, dass du deine Feinde liebst und deine Freunde hasst. Denn du hast heute erklärt, dass du weder Fürsten noch Knechte ansiehst; denn heute merke ich, wenn Absalom gelebt hätte und wir alle an diesem Tag gestorben wären, dann hätte es dir gut gefallen.

7 Nun macht euch also auf, geht hinaus und redet gemütlich mit euren Dienern; denn ich schwöre bei dem Herrn, wenn du nicht ausziehst, wird niemand diese Nacht bei dir bleiben; und das wird schlimmer für dich sein als alles Übel, das dir von deiner Jugend bis jetzt widerfahren ist.

8 Da stand der König auf und setzte sich ins Tor. Und sie sagten dem ganzen Volk und sprachen: Siehe, der König sitzt im Tor. Und das ganze Volk kam vor den König; denn Israel war ein jeder in sein Zelt geflohen.

9 Und das ganze Volk stritt sich in allen Stämmen Israels und sprach: Der König hat uns aus der Hand unserer Feinde errettet und uns aus der Hand der Philister errettet; und nun ist er aus dem Land nach Absalom geflohen.

10 Und Absalom, den wir über uns gesalbt haben, ist im Kampf gefallen. Warum also redet ihr nicht davon, den König zurückzubringen?

11 Und König David sandte zu den Priestern Zadok und Abjathar und ließ ihnen sagen: Redet mit den Ältesten von Juda: Warum seid ihr die Letzten, die den König in sein Haus zurückbringen? sehend, dass die Rede von ganz Israel zum König gekommen ist, sogar zu seinem Haus.

12 Ihr seid meine Brüder, ihr seid mein Gebein und mein Fleisch; warum seid ihr denn die Letzten, die den König zurückbringen?

13 Und sagt zu Amasa: Bist du nicht von meinem Gebein und von meinem Fleisch? Gott tue es mit mir, und noch mehr, wenn du nicht ständig Hauptmann des Heeres vor mir bist in der Kammer Joabs.

14 Und er beugte das Herz aller Männer von Juda, wie das Herz eines Mannes; so dass sie diese Nachricht an den König sandten: Kehre zurück, du und alle deine Knechte.

15 Der König kehrte zurück und kam zum Jordan. Und Juda kam nach Gilgal, um dem König entgegenzugehen und den König über den Jordan zu führen.

16 Und Schimei, der Sohn Geras, ein Benjaminiter, der aus Bahurim stammte, eilte und kam mit den Männern von Juda herab, König David entgegen.

17 Und es waren tausend Männer von Benjamin bei ihm und Ziba, der Knecht des Hauses Sauls, und seine fünfzehn Söhne und seine zwanzig Knechte bei ihm; und sie zogen vor dem König über den Jordan.

18 Und es ging eine Fähre hinüber, um das Haus des Königs zu überführen und zu tun, was er für gut hielt. Und Simei, der Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als er über den Jordan kam.

19 und sprach zum König: Mein Herr soll mir kein Unrecht zur Last legen, und denk auch nicht an das, was dein Knecht verkehrt getan hat an dem Tag, da mein Herr, der König, aus Jerusalem weggezogen war, damit der König es sich zu Herzen nehme.

20 Denn dein Knecht weiß, dass ich gesündigt habe; darum siehe, ich bin an diesem Tag als Erster aus dem ganzen Haus Joseph gekommen, um meinem Herrn, dem König, entgegenzugehen.

21 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte Schimei nicht dafür getötet werden, weil er den Gesalbten des Herrn verflucht hat?

22 Und David sprach: Was habe ich mit euch zu tun, ihr Söhne der Zeruja, dass ihr heute meine Gegner seid? Wird heute in Israel jemand getötet werden? denn weiß ich nicht, dass ich heute König über Israel bin?

23 Da sprach die Art zu Schimei: Du sollst nicht sterben. Und der König schwor ihm.

24 Und Mefi-Boschet, der Sohn Sauls, kam dem König entgegen und hatte weder seine Füße geputzt noch seinen Bart gestutzt noch seine Kleider gewaschen von dem Tag an, an dem der König fortging, bis zu dem Tag, an dem er in Frieden wiederkam.

25 Und es begab sich: Als er nach Jerusalem kam, dem König entgegen, sprach der König zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gegangen, Mefi-Boschet?

26 Und er antwortete: Mein Herr, o König, mein Diener hat mich betrogen; denn dein Knecht hat gesagt: Ich will mir einen Esel satteln, damit ich darauf reiten und zum König gehen kann; denn dein Diener ist lahm.

27 Und er hat deinen Knecht bei meinem Herrn, dem König, verleumdet; aber mein Herr der König ist wie ein Engel Gottes; tue also, was dir wohlgefällt.

28 Denn das ganze Haus meines Vaters war tot vor meinem Herrn, dem König; doch hast du deinen Diener unter die gestellt, die an deinem eigenen Tisch gegessen haben. Welches Recht habe ich also noch, zum König zu schreien?

29 Und der König sprach zu ihm: Warum redest du noch von deinen Angelegenheiten? Ich habe gesagt: Du und Ziba teilen das Land.

30 Und Mefi-Boschet sprach zum König: Ja, er soll alles nehmen, denn mein Herr, der König, ist wieder in Frieden in sein eigenes Haus gekommen.

31 Und Barsillai, der Gileaditer, kam von Rogelim herunter und zog mit dem König über den Jordan, um ihn über den Jordan zu führen.

32 Nun war Barsillai ein sehr alter Mann, sogar sechzig Jahre alt; und er hatte den König mit Nahrung versorgt, während er in Mahanaim lag; denn er war ein sehr großer Mann.

33 Und der König sprach zu Barsillai: Komm mit mir herüber, und ich werde dich mit mir in Jerusalem speisen.

34 Und Barsillai sprach zum König: Wie lange soll ich noch leben, dass ich mit dem König nach Jerusalem hinaufziehe?

35 Ich bin heute sechzig Jahre alt; und kann ich zwischen Gut und Böse unterscheiden? Kann dein Diener schmecken, was ich esse oder was ich trinke? Kann ich die Stimme singender Männer und singender Frauen noch hören? warum sollte denn dein Knecht meinem Herrn, dem König, noch zur Last fallen?

36 Dein Knecht wird mit dem König ein Stück weit über den Jordan gehen; und warum sollte der König es mir mit einer solchen Belohnung vergelten?

37 Ich bitte dich, lass deinen Diener wieder umkehren, damit ich in meiner eigenen Stadt sterbe und am Grab meines Vaters und meiner Mutter begraben werde. Aber siehe, dein Knecht Chimham; Lass ihn mit meinem Herrn, dem König, hinübergehen; und tue ihm, was dir gut erscheint.

38 Der König antwortete: Chimham soll mit mir hinübergehen, und ich will mit ihm tun, was dir gut erscheint; und was immer du von mir verlangen wirst, das werde ich für dich tun.

39 Und das ganze Volk zog über den Jordan. Und als der König herübergekommen war, küsste der König Barsillai und segnete ihn; und er kehrte an seinen eigenen Ort zurück.

40 Dann zog der König weiter nach Gilgal, und Chimham zog mit ihm weiter; und das ganze Volk Juda führte den König und auch die Hälfte des Volkes Israel.

41 Und siehe, alle Männer von Israel kamen zum König und sprachen zu dem König: Warum haben unsere Brüder, die Männer von Juda, dich gestohlen und den König und sein Haus und alle Männer Davids mit ihm hinübergebracht? Jordanien?

42 Und alle Männer von Juda antworteten den Männern von Israel: Weil der König uns verwandt ist; warum seid ihr deswegen zornig? Haben wir auf Kosten des Königs gegessen? oder hat er uns etwas geschenkt?

43 Und die Männer von Israel antworteten den Männern von Juda und sprachen: Wir haben zehn Teile am König, und wir haben auch mehr Recht an David als ihr; warum habt ihr uns denn verachtet, dass unser Rat nicht zuerst erhört werden sollte, um unseren König zurückzubringen? Und die Worte der Männer von Juda waren heftiger als die Worte der Männer von Israel.


KAPITEL 20

Schebas Aufruhr – Amasa getötet – Joab verfolgt Scheba – Eine weise Frau rettet die Stadt.

1 Und dort war zufällig ein Mann von Belial, dessen Name war Sheba, der Sohn von Bichri, ein Benjaminiter; und er blies in die Posaune und sprach: Wir haben kein Teil an David, noch haben wir Erbe an dem Sohn Isais; ein jeder zu seinen Zelten, o Israel.

2 Und alle Männer Israels zogen von David herauf und folgten Scheba, dem Sohn Bichris; aber die Männer von Juda kalben ihrem König, vom Jordan bis nach Jerusalem.

3 Und David kam in sein Haus in Jerusalem; und der König nahm die zehn Frauen, die er seinen Kebsweibern überlassen hatte, um das Haus zu verwalten, und brachte sie in Schutz und fütterte sie, ging aber nicht zu ihnen hinein. So wurden sie bis zu ihrem Tod eingesperrt und lebten als Witwen.

4 Da sprach der König zu Amasa: Versammle die Männer von Juda innerhalb von drei Tagen und sei hier anwesend.

5 Da ging Amasa, um die Männer von Juda zu versammeln; aber er zögerte länger als die festgesetzte Zeit, die er ihm gesetzt hatte.

6 Und David sprach zu Abischai: Nun wird uns Scheba, der Sohn Bichris, mehr Schaden zufügen als Absalom; nimm die Knechte deines Herrn und jage ihm nach, damit er ihm keine umzäunten Städte bringt und uns entkommt.

7 Und es zogen nach ihm aus die Männer Joabs und die Kerethiter und die Pelethiter und alle Helden; und sie zogen aus Jerusalem hinaus, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.

8 Als sie bei dem großen Stein in Gibeon waren, ging Amasa ihnen voraus. Und das Gewand Joabs, das er angelegt hatte, wurde ihm umgürtet, und daran ein Gürtel mit einem Schwert, das an seinen Lenden in der Scheide befestigt war; und als er hinausging, fiel es heraus.

9 Und Joab sprach zu Amasa: Bist du gesund, mein Bruder? Und Joab nahm Amasa mit der rechten Hand am Bart, um ihn zu küssen.

10 Aber Amasa achtete nicht auf das Schwert, das in Joabs Hand war; so schlug er ihn damit in die fünfte Rippe und schüttete seine Eingeweide auf die Erde aus und schlug ihn nicht wieder; und er starb. Also jagten Joab und Abishai, sein Bruder, Scheba, dem Sohn Bichris, nach.

11 Und einer von Joabs Männern trat zu ihm und sprach: Wer Joab bevorzugt und David, der lasse Joab nachgehen!

12 Und Amasa wälzte sich mitten auf der Landstraße im Blut. Und als der Mann sah, dass alle Leute stehen blieben, führte er Amasa von der Straße auf das Feld und warf ein Tuch über ihn, als er sah, dass alle, die an ihm vorbeikamen, still standen.

13 Als er von der Landstraße entfernt war, zog alles Volk hinter Joab her, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.

14 Und er zog durch alle Stämme Israels bis nach Abel und nach Beth-Maacha und zu allen Beritern; und sie versammelten sich und gingen ihm auch nach.

15 Und sie kamen und belagerten ihn in Abel von Beth-Maacha, und sie errichteten einen Wall gegen die Stadt, und sie stand im Graben; und alles Volk, das bei Joab war, schlug auf die Mauer, um sie niederzureißen.

16 Da rief eine weise Frau aus der Stadt: Höre, höre! Sag: Ich bitte dich zu Joab: Komm her, damit ich mit dir reden kann.

17 Und als er sich ihr näherte, sprach die Frau: Bist du Joab? Und er antwortete: Ich bin er. Da sprach sie zu ihm: Höre die Worte deiner Magd. Und er antwortete: Ich höre.

18 Da sprach sie und sprach: Sie pflegten in alter Zeit zu reden und zu sagen: Sie werden gewiss Abel um Rat fragen; und so beendeten sie die Sache.

19 Ich bin einer der Friedfertigen und Treuen in Israel; du suchst eine Stadt und eine Mutter in Israel zu zerstören; Warum willst du das Erbe des Herrn verschlingen?

20 Und Joab antwortete und sprach: Ferne sei es, ferne sei es von mir, dass ich es verschlucke oder vernichte.

21 So ist es nicht; aber ein Mann vom Berge Ephraim, mit Namen Scheba, der Sohn Bichris, hat seine Hand gegen den König, ja gegen David erhoben; Befreie ihn nur, und ich werde die Stadt verlassen. Und die Frau sprach zu Joab: Siehe, sein Haupt wird zu dir über die Mauer geworfen werden.

22 Dann ging die Frau in ihrer Weisheit zum ganzen Volk; und sie hieben Scheba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Und er blies eine Posaune, und sie zogen sich aus der Stadt zurück, jeder in sein Zelt. Und Joab kehrte zum König nach Jerusalem zurück.

23 Nun war Joab über das ganze Heer Israels; und Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kerethiter und über die Pelethiter;

24 Und Adoram war über den Tribut; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Schreiber;

25 Und Sheva war Schreiber; und Zadok und Abiathar waren die Priester;

26 Und Ira, auch der Jairiter, war ein Hauptherrscher über David.  


KAPITEL 21

Drei Jahre Hunger – David begräbt die Gebeine Sauls und Jonathans – Vier Schlachten gegen die Philister.

1 Dann gab es eine Hungersnot in den Tagen Davids, drei Jahre lang, Jahr für Jahr; und David befragte den Herrn. Und der Herr antwortete: Es ist für Saul und für sein blutiges Haus, weil er die Gibeoniter getötet hat.

2 Und der König rief die Gibeoniter und sprach zu ihnen: (Nun gehörten die Gibeoniter nicht zu den Kindern Israel, sondern zum Überrest der Amoriter; und die Kinder Israel hatten ihnen einen Eid geschworen; und Saul suchte sie in seinem Eifer für die Kinder Israel und Juda zu töten;)

3 Da sprach David zu den Gibeonitern: Was soll ich für euch tun? und womit soll ich die Sühne leisten, damit ihr das Erbe des Herrn segnen könnt?

4 Und die Gibeoniter sprachen zu ihm: Wir wollen weder Silber noch Gold von Saul noch von seinem Haus haben; auch für uns sollst du niemanden in Israel töten. Und er sagte: Was ihr sagen sollt, das werde ich für euch tun.

5 Und sie antworteten dem König: Der Mann, der uns vernichtet hat und der gegen uns vorhatte, dass wir vernichtet werden sollten, damit wir nicht an irgendeiner der Küsten Israels blieben,

6 Sieben Männer seiner Söhne sollen uns übergeben werden, und wir werden sie dem Herrn in Gibea Sauls aufhängen, den der Herr erwählt hat. Und der König sagte: Ich werde ihnen geben.

7 Aber der König verschonte Mefi-Boschet, den Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, wegen des Eids des Herrn, der zwischen ihnen bestand, zwischen David und Jonatan, dem Sohn Sauls.

8 Aber der König nahm die beiden Söhne Rizpas, der Tochter Aias, die sie Saul gebar, Armoni und Mefi-Boschet; und die fünf Söhne von Michal, der Tochter Sauls, die sie für Adriel, den Sohn von Barsillai, dem Meholatiter, großzog;

9 Und er übergab sie in die Hände der Gibeoniter, und sie hingen sie auf dem Hügel vor dem Herrn; und sie fielen alle sieben zusammen und wurden getötet in den Tagen der Ernte, in den ersten Tagen, zu Beginn der Gerstenernte.

10 Und Rizpa, die Tochter Aias, nahm ein Sacktuch und breitete es für sie auf dem Felsen aus, vom Beginn der Ernte an, bis Wasser vom Himmel auf sie tropfte, und ließ weder die Vögel des Himmels darauf ruhen noch den Tag Bestien des Feldes bei Nacht.

11 Und es wurde David erzählt, was Rizpa, die Tochter Ajas, der Nebenfrau Sauls, getan hatte.

12 Und David ging hin und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan von den Männern von Jabesch-Gilead, die sie auf der Straße von Beth-Schan gestohlen hatten, wo die Philister sie aufgehängt hatten, als die Philister Saul erschlagen hatten in Gilboa;

13 Und er brachte von dort herauf die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan; und sie sammelten die Gebeine der Erhängten.

14 Und die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan begruben sie im Land Benjamin in Zelah, in der Grabstätte seines Vaters Kisch; und sie taten alles, was der König befahl. Und danach wurde Gott um das Land gebeten.

15 Außerdem hatten die Philister noch einmal Krieg mit Israel; und David zog hinab und seine Knechte mit ihm und kämpften gegen die Philister; und David wurde schwach.

16 Und Ischbi-Benob, der von den Söhnen des Riesen war, dessen Speer dreihundert Schekel Erz wog und mit einem neuen Schwert umgürtet war, glaubte, David getötet zu haben.

17 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, half ihm und schlug den Philister und tötete ihn. Da schworen ihm die Männer Davids und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns in den Kampf ziehen, damit du das Licht Israels nicht auslöschst.

18 Und es begab sich danach, dass es wieder einen Kampf mit den Philistern bei Gob gab; dann tötete Sibbechai, der Hushathiter, Saph, der von den Söhnen des Riesen war.

19 Und es gab wieder eine Schlacht in Gob mit den Philistern, wo Elhanan, der Sohn von Jaare-Oregim, ein Bethlehemiter, den Bruder von Goliath, dem Gititer, tötete, dessen Speer wie ein Weberbaum war.

20 Und es gab noch eine Schlacht in Gath, wo ein Mann von großem Wuchs war, der an jeder Hand sechs Finger und an jedem Fuß sechs Zehen hatte, vierundzwanzig an der Zahl; und er wurde auch dem Riesen geboren.

21 Und als er sich Israel widersetzte, erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids.

22 Diese vier wurden dem Riesen in Gath geboren und fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.  


KAPITEL 22

Ein Dankpsalm.

1 Und David redete die Worte dieses Liedes zum Herrn an dem Tag, da der Herr ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte;

2 Und er sprach: Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Retter;

3 Der Gott meines Felsens; auf ihn vertraue ich; er ist mein Schild und das Horn meines Heils, mein hoher Turm und meine Zuflucht, mein Retter; du rettest mich vor Gewalt.

4 Ich werde den Herrn anrufen, der des Lobes würdig ist; so werde ich vor meinen Feinden gerettet werden.

5 Als mich die Wogen des Todes umspülten, machten mir die Fluten der Gottlosen Angst;

6 Die Sorgen der Hölle umringten mich; die Fallstricke des Todes hielten mich davon ab.

7 In meiner Not rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott; und er hörte meine Stimme aus seinem Tempel, und mein Schrei drang in seine Ohren.

8 Da bebte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels bewegten und bebten, weil er zornig war.

9 Rauch stieg auf aus seiner Nase und Feuer aus seinem verschlungenen Mund; Kohlen wurden dadurch entzündet.

10 Er neigte auch den Himmel und kam herab, und Finsternis war unter seinen Füßen.

11 Und er ritt auf einem Cherub und flog; und er wurde auf den Flügeln des Windes gesehen.

12 Und er machte dunkle Pavillons rings um sich, dunkle Wasser und dicke Wolken am Himmel.

13 Durch den Glanz vor ihm wurden feurige Kohlen entzündet.

14 Der Herr donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme ertönen.

15 Und er sandte Pfeile aus und zerstreute sie; Blitz und brachte sie aus der Fassung.

16 Und die Kanäle des Meeres erschienen, die Grundfesten der Welt wurden entdeckt, bei der Zurechtweisung des Herrn, beim Hauch des Hauchs seiner Nase.

17 Er hat von oben gesandt, er hat mich genommen; er hat mich aus vielen Wassern gezogen;

18 Er befreite mich von meinem starken Feind und von denen, die mich hassten; denn sie waren zu stark für mich.

19 Sie hinderten mich am Tag meines Unglücks; aber der Herr war meine Bleibe.

20 Er führte mich auch an einen großen Ort; er hat mich befreit, weil er sich an mir gefreut hat.

21 Der Herr hat mich nach meiner Gerechtigkeit belohnt; nach der Reinheit meiner Hände hat er mir vergolten.

22 Denn ich habe die Wege des Herrn bewahrt und bin nicht gottlos von meinem Gott abgewichen.

23 Denn alle seine Gerichte standen vor mir; und von seinen Satzungen bin ich nicht abgewichen.

24 Ich bin auch rechtschaffen gewesen vor ihm und habe mich vor meiner Missetat bewahrt.

25 Darum hat mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit vergolten; nach meiner Reinheit in seinem Augenlicht.

26 Mit dem Barmherzigen wirst du barmherzig sein, und mit dem Aufrichtigen wirst du dich aufrichtig zeigen.

27 Mit den Reinen wirst du dich rein zeigen; und mit dem Eigensinnigen wirst du dich unappetitlich zeigen.

28 Und das bedrängte Volk wirst du retten; aber deine Augen sind auf die Hochmütigen gerichtet, damit du sie zu Fall bringst.

29 Denn du bist meine Leuchte, o Herr; und der Herr wird meine Finsternis erhellen.

30 Denn durch dich bin ich durch einen Haufen gelaufen; Bei meinem Gott bin ich über eine Mauer gesprungen.

31 Was Gott betrifft, sein Weg ist vollkommen; das Wort des Herrn wird geprüft; er ist ein Rundschild für alle, die ihm vertrauen.

32 Denn wer ist Gott außer dem Herrn? und wer ist ein Fels, außer unserem Gott?

33 Gott ist meine Stärke und Macht; und er macht meinen Weg perfekt.

34 Er macht meine Füße wie Hirschfüße; und setzt mich auf meine Höhen.

35 Er lehrt meine Hände den Krieg; so dass ein stählerner Bogen von meinen Armen zerbrochen wird.

36 Du hast mir auch den Schild deines Heils gegeben; und deine Güte hat mich groß gemacht.

37 Du hast meine Schritte unter mir erweitert; damit meine Füße nicht ausrutschen.

38 Ich habe meine Feinde verfolgt und sie vernichtet; und wandte sich nicht wieder, bis ich sie verzehrt hatte.

39 Und ich habe sie verzehrt und sie verwundet, dass sie sich nicht erheben konnten; ja, sie sind mir unter die Füße gefallen.

40 Denn du hast mich mit Kraft zum Kampf gegürtet; die sich gegen mich erhoben, hast du mir unterworfen.

41 Du hast mir auch die Hälse meiner Feinde gegeben, damit ich vertilge, die mich hassen.

42 Sie suchten, aber da war niemand zu retten; sogar dem Herrn, aber er antwortete ihnen nicht.

43 Dann zerschmetterte ich sie so klein wie den Staub der Erde; Ich habe sie als den Sumpf der Straße abgestempelt und sie im Ausland verbreitet.

44 Du hast mich auch errettet von den Kämpfen meines Volkes, du hast mich zum Haupt der Heiden gemacht; ein Volk, das ich nicht kannte, soll mir dienen.

45 Fremde werden sich mir unterwerfen; Sobald sie es hören, werden sie mir gehorsam sein.

46 Fremde werden verblassen, und sie werden sich fürchten aus ihrer Nähe.

47 Der Herr lebt; und gesegnet sei mein Fels; und erhaben sei der Gott des Felsens meines Heils.

48 Gott ist es, der mich rächt und das Volk zu mir herabführt,

49 und das bringt mich hervor von meinen Feinden; du hast mich auch über die erhoben, die sich gegen mich erhoben haben; du hast mich von dem gewalttätigen Mann befreit.

50 Darum will ich dir danken, o Herr, unter den Heiden, und deinem Namen Loblieder singen.

51 Er ist der Turm des Heils für seinen König; und erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich Barmherzigkeit.  


KAPITEL 23

Davids Glaube an Gottes Verheißungen – Davids mächtige Männer.

1 Dies sind nun die letzten Worte Davids. David, der Sohn Isais, sagte, und der Mann, der in der Höhe erhaben war, der Gesalbte des Gottes Jakobs und der süße Psalmist Israels, sagte:

2 Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.

3 Der Gott Israels sprach, der Fels Israels sprach zu mir: Wer über die Menschen herrscht, muss gerecht sein und in der Furcht Gottes herrschen.

4 Und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, sogar ein Morgen ohne Wolken; wie das zarte Gras, das durch klares Leuchten nach dem Regen aus der Erde sprießt.

5 Mein Haus sei zwar nicht so bei Gott; doch hat er mit mir einen ewigen Bund geschlossen, der in allem geordnet und sicher ist; denn dies ist mein ganzes Heil und mein ganzes Verlangen, obwohl er es nicht wachsen lässt.

6 Aber die Söhne Belials werden alle wie ausgestoßene Dornen sein, weil sie nicht mit Händen genommen werden können;

7 Aber der Mann, der sie berührt, muss mit Eisen und Speerstab eingezäunt sein; und sie sollen an derselben Stelle vollständig mit Feuer verbrannt werden.

8 Dies sind die Namen der Helden, die David hatte: Der Tachmoniter, der auf dem Sitz saß, der Anführer unter den Hauptleuten; derselbe war Adino der Eznite; er erhob seinen Speer gegen achthundert, die er auf einmal tötete.

9 Und nach ihm war Eleasar, der Sohn Dodos, des Achhiters, einer der drei Helden Davids, als sie den Philistern trotzten, die sich dort zum Kampf versammelt hatten, und die Männer Israels abzogen.

10 Er stand auf und schlug die Philister, bis seine Hand müde wurde und seine Hand sich an das Schwert klammerte; und der Herr erwirkte an jenem Tag einen großen Sieg; und die Leute kehrten nach ihm zurück, nur um zu plündern.

11 Und nach ihm war Shammah, der Sohn von Agee, dem Harariter. Und die Philister versammelten sich zu einem Haufen, wo ein Stück Erde voller Linsen war; und das Volk floh vor den Philistern.

12 Aber er stand mitten auf dem Boden und verteidigte ihn und tötete die Philister; und der Herr hat einen großen Sieg errungen.

13 Und drei der dreißig Häuptlinge gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David in die Höhle von Adullam; und das Heer der Philister lagerte im Tal Rephaim.

14 Und David war damals in einer Festung, und die Garnison der Philister war damals in Bethlehem.

15 Und David sehnte sich und sprach: Oh, dass man mir zu trinken geben würde von dem Wasser des Brunnens von Bethlehem, der am Tor ist!

16 Und die drei Helden durchbrachen das Heer der Philister und schöpften Wasser aus dem Brunnen von Bethlehem, der am Tor war, und nahmen es und brachten es zu David; dennoch trank er nicht davon, sondern goss es dem Herrn aus.

17 Und er sprach: Herr, sei es fern von mir, dass ich dies täte; Ist das nicht das Blut der Männer, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben? deshalb würde er es nicht trinken. Diese Dinge taten diese drei mächtigen Männer.

18 Und Abischai, der Bruder Joabs, des Sohnes der Zeruja, war der erste unter den dreien. Und er erhob seinen Speer gegen dreihundert und tötete sie und hatte den Namen unter dreien.

19 War er nicht der ehrenwerteste von dreien? deshalb war er ihr Hauptmann; er erreichte jedoch nicht die ersten drei.

20 Und Benaja, der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes aus Kabzeel, der viele Taten begangen hatte, erschlug zwei löwengleiche Männer aus Moab; Er stieg auch hinab und erschlug einen Löwen mitten in einer Grube zur Zeit des Schnees.

21 Und er tötete einen Ägypter, einen guten Mann; und der Ägypter hatte einen Speer in seiner Hand; aber er ging mit einem Stab zu ihm hinab und riß den Speer aus der Hand des Ägypters und tötete ihn mit seinem eigenen Speer.

22 Dies tat Benaja, der Sohn Jojadas, und hatte den Namen unter drei Helden.

23 Er war ehrenhafter als die Dreißig, aber er erreichte nicht die ersten drei. Und David stellte ihn über seine Wache.

24 Asahel, der Bruder Joabs, war einer von den Dreißig; Elhanan, der Sohn Dodos von Bethlehem,

25 Schamma die Haroditin, Elika die Haroditin,

26 Helez, der Paltiter, Ira, der Sohn von Ikkesh, dem Tekoiter,

27 Abieser, der Anethothiter, Mebunnai, der Huschathiter,

28 Zalmon der Ahohiter, Maharal der Netophathiter,

29 Heleb, der Sohn Maanas, ein Netophatiter, Ittai, der Sohn Ribais, aus Gibea, von den Kindern Benjamin,

30 Benaja, der Pirathoniter, Hiddai von den Bächen Gaas,

31 Abi-albon, der Arbathiter, Azmaweth, der Barhumiter,

32 Eliahba, der Schaalboniter, von den Söhnen Jasens, Jonathan,

33 Schamma, der Harariter, Ahiam, der Sohn Sharars, des Harariters,

34 Eliphelet, der Sohn Ahasbais, des Sohnes der Maachathite, Eliam, der Sohn Ahithophels, des Giloniters,

35 Hezrai der Karmeliter, Paarai der Arbite,

36 Igal, der Sohn Nathans von Zoba, Bani, der Gaditer,

37 Zelek, der Ammoniter, Nahari, der Beerotiter, Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja,

38 Ira an Ithrite, Bareb an Ithrite,

39 Uria der Hethiter; insgesamt siebenunddreißig.  


KAPITEL 24

David, von Satan versucht, zählt das Volk – David wählt die dreitägige Pest – David verhindert durch Reue die Zerstörung Jerusalems.

1 Und wiederum entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel, und er bewegte David gegen sie, zu sagen: Geht, zählt Israel und Juda!

2 Denn der König sprach zu Joab, dem Hauptmann des Heeres, der bei ihm war: Zieht nun durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerscheba, und zählt das Volk, damit ich die Zahl des Volkes kenne .

3 Und Joab sprach zum König: Nun füge der Herr, dein Gott, dem Volk hinzu, wie viele es sind, hundertfach, damit die Augen meines Herrn, des Königs, es sehen; aber warum erfreut sich mein Herr, der König, an dieser Sache?

4 Ungeachtet dessen setzte sich das Wort des Königs durch gegen Joab und gegen die Hauptleute des Heeres. Und Joab und die Hauptleute des Heeres gingen hinaus von dem König, um das Volk Israel zu zählen.

5 Und sie gingen über den Jordan und lagerten in Aroer, auf der rechten Seite der Stadt, die mitten am Fluss Gad liegt, und in Richtung Jaser;

6 Dann kamen sie nach Gilead und in das Land Tahtim-Hodschi; und sie kamen nach Dan-jaan und gegen Zidon,

7 und kamen zur Festung von Tyrus und zu allen Städten der Hiviter und der Kanaaniter; und sie zogen aus nach Süden von Juda bis nach Beerscheba.

8 Als sie nun das ganze Land durchzogen hatten, kamen sie nach neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem.

9 Und Joab gab dem König die Summe der Zahl des Volkes; und es gab in Israel achthunderttausend tapfere Männer, die das Schwert zogen; und die Männer von Juda waren fünfhunderttausend Mann.

10 Und Davids Herz schlug ihn, nachdem er das Volk gezählt hatte. Und David sprach zum Herrn: Ich habe sehr gesündigt durch das, was ich getan habe; und nun bitte ich dich, o Herr, nimm hinweg die Ungerechtigkeit deines Dieners; denn ich habe sehr töricht gehandelt.

11 Als David am Morgen aufstand, geschah das Wort des Herrn zu dem Propheten Gad, Davids Seher, und sprach:

12 Geh hin und sprich zu David: So spricht der Herr: Ich biete dir drei Dinge an; wähle dir einen von ihnen, damit ich es dir tue.

13 Da kam Gad zu David und sagte es ihm und sprach zu ihm: Sollen sieben Hungerjahre über dich kommen in deinem Land? oder wirst du drei Monate vor deinen Feinden fliehen, während sie dich verfolgen? oder dass drei Tage Pest in deinem Land sei? Nun ratet und seht, welche Antwort ich dem geben werde, der mich gesandt hat.

14 Und David sprach zu Gad: Ich bin in großer Not; lasst uns jetzt in die Hand des Herrn fallen; denn seine Barmherzigkeit ist groß; und lass mich nicht in Menschenhand fallen.

15 So sandte der Herr vom Morgen bis zur festgesetzten Zeit eine Pest über Israel; und von den Leuten von Dan bis Beerscheba starben siebzigtausend Mann.

16 Und als der Engel seine Hand über Jerusalem ausstreckte, um es zu zerstören, sprach der Herr zu ihm: Halte deine Hand fest, es ist genug; denn das Volk bekehrte sich, und der Herr hielt die Hand des Engels zurück, damit er das Volk nicht vernichtete. Und der Engel des Herrn war bei der Tenne von Araunah, dem Jebusiter.

17 Denn David sprach zum Herrn, als er den Engel sah, der das Volk schlug, und sprach: Siehe, ich habe gesündigt, und ich habe gottlos gehandelt; aber diese Schafe, was haben sie getan? Lass deine Hand, ich bitte dich, gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein.

18 Und Gad kam an jenem Tag zu David und sprach zu ihm: Steig hinauf, errichte dem Herrn einen Altar auf der Tenne von Arauna, dem Jebusiter.

19 Und David zog nach dem Wort Gads hinauf, wie der Herr geboten hatte.

20 Und Arunah schaute und sah den König und seine Diener auf ihn zukommen; und Arunah ging hinaus und beugte sich vor dem König auf seinem Angesicht zur Erde.

21 Arunah sprach: Warum ist mein Herr, der König, zu seinem Diener gekommen? Und David sagte: Um die Tenne von dir zu kaufen, um dem Herrn einen Altar zu bauen, damit die Plage von dem Volk fernbleibe.

22 Und Arauna sprach zu David: Mein Herr, der König, nehme und opfere, was ihm gut erscheint; Siehe, hier sind Ochsen zum Brandopfer und Dreschwerkzeuge und andere Geräte der Ochsen zum Holz.

23 All diese Dinge gab Aruna als König dem König. Und Araunah sprach zum König: Der Herr, dein Gott, nehme dich an.

24 Und der König sprach zu Arunah: Nein; aber ich werde es dir gewiss teuer abkaufen; auch will ich dem Herrn, meinem Gott, kein Brandopfer darbringen, was mich nichts kostet. Also kaufte David die Tenne und die Ochsen für fünfzig Schekel Silber.

25 Und David baute dort dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer und Heilsopfer. So wurde der Herr um das Land gebeten, und die Plage wurde von Israel ferngehalten.

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