Sprichwörter

Die Sprichwörter

 

KAPITEL 1

Die Verwendung von Sprichwörtern – Wert der Weisheit.

1 Die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel;

2 Weisheit und Belehrung kennen; die Worte des Verstehens wahrzunehmen;

3 die Belehrung über Weisheit, Gerechtigkeit und Urteilsvermögen und Billigkeit zu empfangen;

4 Dem Einfachen Subtilität zu verleihen, dem jungen Mann Wissen und Diskretion.

5 Ein Weiser wird hören und mehr lernen; und ein verständiger Mann wird zu weisen Ratschlägen gelangen;

6 Ein Sprichwort und die Interpretation verstehen; die Worte der Weisen und ihre dunklen Sprüche.

7 Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis; aber Narren verachten Weisheit und Belehrung.

8 Mein Sohn, höre die Weisung deines Vaters und verlasse nicht das Gesetz deiner Mutter;

9 Denn sie sollen ein Schmuck der Anmut sein für dein Haupt und Ketten um deinen Hals.

10 Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, stimme nicht zu.

11 Wenn sie sagen: Komm mit uns, lass uns auf Blut lauern, lass uns ohne Grund heimlich auf Unschuldige lauern;

12 Verschlingen wir sie lebendig wie ein Grab; und ganz, wie diejenigen, die in die Grube hinabfahren;

13 Wir werden alle Kostbarkeiten finden, wir werden unsere Häuser mit Beute füllen;

14 Wirf dein Los unter uns; lasst uns alle einen Geldbeutel haben;

15 Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg; halte deinen Fuß von ihrem Pfad fern;

16 Denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen.

17 Vergeblich ist das Netz vor den Augen eines Vogels ausgebreitet.

18 Und sie lauern auf ihr eigenes Blut; sie lauern heimlich auf ihr eigenes Leben.

19 So sind die Wege aller, die nach Gewinn trachten; die das Leben der Besitzer davon nimmt.

20 Weisheit schreit nach außen; sie spricht ihre Stimme in den Straßen aus;

21 Sie schreit am Hauptplatz, in den Öffnungen der Tore; In der Stadt spricht sie ihre Worte und sagt:

22 Wie lange, ihr Einfachen, werdet ihr die Einfachheit lieben? und die Spötter freuen sich über ihren Spott, und die Toren hassen das Wissen?

23 Wehrt euch ab bei meiner Zurechtweisung; Siehe, ich werde meinen Geist über dich ausgießen, ich werde dir meine Worte kundtun.

24 Weil ich gerufen habe und ihr euch geweigert habt; Ich habe meine Hand ausgestreckt, und niemand hat mich angeschaut;

25 Ihr aber habt all meinen Rat zunichte gemacht und wolltet meinen Tadel nicht;

26 Auch ich werde über dein Unglück lachen; wird spotten, wenn deine Angst kommt;

27 Wenn deine Angst wie Verwüstung kommt und deine Zerstörung wie ein Wirbelsturm; wenn Not und Angst über dich kommen.

28 Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich früh suchen, aber sie werden mich nicht bestrafen;

29 Dafür haßten sie die Erkenntnis und erwählten nicht die Furcht des Herrn;

30 Sie wollten nichts von meinem Rat; sie verachteten alle meine Zurechtweisung.

31 Darum werden sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Geräten satt werden.

32 Denn die Abkehr der Einfältigen wird sie töten, und das Gedeihen der Toren wird sie vernichten.

33 Wer aber auf mich hört, wird sicher wohnen und still sein vor Furcht vor dem Bösen.


KAPITEL 2

Weisheit verspricht Frömmigkeit, Sicherheit und richtige Wege.

1 Mein Sohn, wenn du meine Worte annehmen und meine Gebote vor dir verbergen willst;

2 damit du dein Ohr der Weisheit neigst und dein Herz dem Verstand zuwendest;

3 Ja, wenn du nach Erkenntnis schreist und deine Stimme nach Verständnis erhebst;

4 Wenn du sie suchst wie Silber und sie suchst wie verborgene Schätze;

5 Dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.

6 Denn der Herr gibt Weisheit; aus seinem Mund kommt Wissen und Verstand.

7 Er sammelt gesunde Weisheit für die Gerechten; er ist ein Schild denen, die aufrichtig wandeln.

8 Er hält die Pfade des Gerichts und bewahrt den Weg seiner Heiligen.

9 Dann wirst du Gerechtigkeit und Recht und Billigkeit verstehen; ja, jeder gute Weg.

10 Wenn Weisheit in dein Herz eindringt und Erkenntnis deiner Seele angenehm ist;

11 Diskretion wird dich bewahren, Verstand wird dich bewahren;

12 um dich vom Weg des Bösen zu befreien, von dem Mann, der verkehrte Dinge redet;

13 die die Pfade der Rechtschaffenheit verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln;

14 die sich freuen, Böses zu tun, und sich an der Eigensinnigkeit der Gottlosen erfreuen;

15 deren Wege krumm sind und die auf ihren Pfaden schief gehen;

16 dich zu befreien von der fremden Frau, sogar von der Fremden, die mit ihren Worten schmeichelt;

17 die den Führer ihrer Jugend verläßt und den Bund ihres Gottes vergisst.

18 Denn ihr Haus neigt sich dem Tod zu und ihre Pfade dem Tod.

19 Niemand, der wieder zu ihr zurückkehrt, noch die Pfade des Lebens betritt.

20 damit du den Weg der Guten gehst und die Pfade der Gerechten gehst.

21 Denn die Frommen werden im Land wohnen, und die Frommen werden darin bleiben.


22 Aber die Gottlosen werden von der Erde ausgerottet und die Übeltäter werden ausgerottet werden.  

KAPITEL 3

Eine Ermahnung, auf Weisheit zu vertrauen.

1 Mein Sohn, vergiss mein Gesetz nicht; aber dein Herz halte meine Gebote;

2 Denn lange Tage und ein langes Leben und Frieden werden sie dir hinzufügen.

3 Barmherzigkeit und Wahrheit sollen dich nicht verlassen; binde sie um deinen Hals; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens;

4 So wirst du Gunst und Verständnis finden vor Gott und Menschen.

5 Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen; und lehne dich nicht an deinen eigenen Verstand.

6 Erkenne ihn auf all deinen Wegen, und er wird deine Pfade ebnen.

7 Sei nicht weise in deinen eigenen Augen; fürchtet den Herrn und weicht vom Bösen.

8 Es wird Gesundheit sein für deinen Nabel und Mark für deine Knochen.

9 Ehre den Herrn mit deiner Habe und mit den Erstlingen all deines Ertrags;

10 So werden deine Scheunen mit Überfluss gefüllt und deine Kelter von neuem Wein überlaufen.

11 Mein Sohn, verachte nicht die Züchtigung des Herrn; werdet seiner Korrektur auch nicht müde;

12 Wen der Herr liebt, den straft er; wie ein Vater der Sohn, an dem er Freude hat.

13 Glücklich ist der Mann, der Weisheit findet, und der Mann, der Einsicht erlangt;

14 Denn seine Ware ist besser als Silberware und ihr Gewinn mehr als feines Gold.

15 Sie ist kostbarer als Rubine; und alles, was du begehren kannst, ist mit ihr nicht zu vergleichen.

16 Die Länge der Tage ist in ihrer rechten Hand; und in ihrer linken Hand Reichtum und Ehre.

17 Ihre Wege sind angenehme Wege, und alle ihre Pfade sind Frieden.

18 Sie ist ein Baum des Lebens denen, die sie ergreifen; und glücklich ist jeder, der sie behält.

19 Der Herr hat die Erde durch Weisheit gegründet; durch Einsicht hat er die Himmel errichtet.

20 Durch sein Wissen werden die Tiefen aufgebrochen, und die Wolken tropfen den Tau herab.

21 Mein Sohn, lass sie nicht von deinen Augen weichen; bewahren Sie gesunde Weisheit und Diskretion;

22 So sollen sie deiner Seele Leben sein und deinem Nacken Gnade.

23 Dann wirst du deinen Weg sicher gehen, und dein Fuß wird nicht straucheln.

24 Wenn du dich niederlegst, fürchte dich nicht; ja, du wirst dich hinlegen, und dein Schlaf wird süß sein.

25 Fürchte dich nicht vor plötzlicher Angst, auch nicht vor der Verwüstung der Gottlosen, wenn sie kommt.

26 Denn der Herr wird deine Zuversicht sein und deinen Fuß bewahren, damit er nicht ergriffen wird.

27 Verweigere denen, denen es gebührt, nichts Gutes, wenn es in deiner Hand liegt, es zu tun.

28 Sag nicht zu deinem Nächsten: Geh und komm wieder, und morgen werde ich geben; wenn du es bei dir hast.

29 Plane nichts Böses gegen deinen Nächsten, da er sicher bei dir wohnt.

30 Streite nicht mit einem Mann ohne Grund, der dir kein Leid zugefügt hat.

31 Beneide nicht den Unterdrücker und wähle keinen seiner Wege.

32 Denn der Eigensinnige ist dem Herrn ein Gräuel; aber sein Geheimnis ist bei den Gerechten.

33 Der Fluch des Herrn ist im Haus der Gottlosen; aber er segnet die Wohnung der Gerechten.

34 Wahrlich, er verachtet die Spötter; den Geringen aber gibt er Gnade.

35 Die Weisen werden Herrlichkeit ererben; aber Schande soll die Beförderung von Toren sein.  


KAPITEL 4

Salomo überredet, Weisheit zu studieren.

1 Hört, ihr Kinder, die Unterweisung eines Vaters, und achtet darauf, Verständnis zu erkennen.

2 Denn ich gebe euch gute Lehre, verlasst mein Gesetz nicht.

3 Denn ich war meines Vaters Sohn, zart und einzig geliebt in den Augen meiner Mutter.

4 Er lehrte mich auch und sprach zu mir: Dein Herz behalte meine Worte; halte meine Gebote und lebe.

5 Erlange Weisheit, erlange Verständnis; vergiss es nicht; Weder weicht von den Worten meines Mundes ab.

6 Verlasse sie nicht, und sie wird dich bewahren; Liebe sie, und sie wird dich bewahren.

7 Weisheit ist das Wichtigste; darum erlange Weisheit; und mit allem, was du bekommst, verstehst du.

8 Erhebe sie, und sie wird dich fördern; sie wird dich zu Ehren bringen, wenn du sie umarmst.

9 Sie wird deinem Haupt einen Schmuck der Anmut geben; eine Krone der Herrlichkeit wird sie dir überreichen.

10 Höre, mein Sohn, und nimm meine Worte an; und die Jahre deines Lebens werden viele sein.

11 Ich habe dich den Weg der Weisheit gelehrt; Ich habe dich auf rechten Pfaden geführt.

12 Wenn du gehst, werden deine Schritte nicht mühsam; und wenn du läufst, wirst du nicht stolpern.

13 Nimm die Belehrung fest; lass sie nicht gehen; behalte sie; denn sie ist dein Leben.

14 Geh nicht auf den Weg der Gottlosen, und gehe nicht auf den Weg der Bösen.

15 Meide es, gehe nicht daran vorbei, wende dich von ihm ab und vergehe.

16 Denn sie schlafen nicht, es sei denn, sie haben Unheil angerichtet; und ihr Schlaf wird ihnen genommen, wenn sie nicht einige zu Fall bringen.

17 Denn sie essen das Brot der Bosheit und trinken den Wein der Gewalt.

18 Aber der Weg der Gerechten ist wie das strahlende Licht, das immer heller leuchtet bis zum vollkommenen Tag.

19 Der Gottlosen Weg ist wie Finsternis; sie wissen nicht, worüber sie stolpern.

20 Mein Sohn, achte auf meine Worte; neige dein Ohr meinen Worten zu!

21 Lass sie nicht von deinen Augen weichen; bewahre sie mitten in deinem Herzen.

22 Denn sie sind Leben für die, die sie finden, und Gesundheit für ihr ganzes Fleisch.

23 Bewahre dein Herz mit allem Eifer; denn daraus sind die Fragen des Lebens.

24 Lege ab von dir einen frechen Mund und halte falsche Lippen von dir fern.

25 Lass deine Augen geradeaus schauen und deine Augenlider gerade vor dich schauen.

26 Bedenke den Weg deiner Füße, und lass alle deine Wege fest werden.

27 Wende dich nicht zur Rechten noch zur Linken; Entferne deinen Fuß vom Bösen.  


KAPITEL 5

Salomo ermahnt zu Zufriedenheit, Großzügigkeit und Keuschheit.

1 Mein Sohn, achte auf meine Weisheit und neige dein Ohr vor meiner Einsicht;

2 Damit du auf Diskretion achtest und deine Lippen Wissen bewahren.

3 Denn die Lippen einer fremden Frau tropfen wie Honigwaben, und ihr Mund ist glatter als Öl;

4 Aber ihr Ende ist bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.

5 Ihre Füße steigen in den Tod; ihre Schritte ergreifen die Hölle.

6 Damit du nicht über den Pfad des Lebens nachdenkst, sind ihre Wege wandelbar, dass du sie nicht kennen kannst.

7 Darum hört mich jetzt, ihr Kinder, und weicht nicht von den Worten meines Mundes.

8 Entferne dich von ihr und komm nicht an die Tür ihres Hauses;

9 Damit du nicht anderen deine Ehre gibst und deine Jahre den Grausamen;

10 Damit Fremde nicht mit deinem Reichtum überhäuft werden; und deine Arbeit sei im Haus eines Fremden;

11 Und du trauerst zuletzt, wenn dein Fleisch und dein Leib verzehrt sind,

12 und sprich: Wie habe ich die Belehrung gehaßt und mein Herz die Zurechtweisung verachtet;

13 Und habe der Stimme meiner Lehrer nicht gehorcht und mein Ohr nicht denen zugewendet, die mich unterwiesen haben!

14 Ich war mitten in der Gemeinde und Versammlung fast in aller Bosheit.

15 Trinke Wasser aus deiner eigenen Zisterne und fließendes Wasser aus deinem eigenen Brunnen.

16 Laß deine Quellen sich ausbreiten und Wasserbäche auf den Straßen.

17 Lass sie nur dir gehören und nicht Fremden mit dir.

18 Gesegnet sei deine Quelle; und freue dich mit der Frau deiner Jugend.

19 Lass sie sein wie die liebevolle Hinterhand und das angenehme Reh; lass ihre Brüste dich allezeit befriedigen; und lass dich immer von ihrer Liebe hinreißen.

20 Und warum willst du, mein Sohn, von einer fremden Frau entzückt werden und den Busen einer Fremden umarmen?

21 Denn die Wege des Menschen sind vor den Augen des Herrn, und er denkt über all sein Tun nach.

22 Seine eigenen Missetaten werden den Gottlosen selbst treffen, und er wird mit den Stricken seiner Sünden festgehalten werden.

23 Er wird ohne Anweisung sterben; und in der Größe seiner Torheit wird er irregehen.  


KAPITEL 6

Gegen Bürgschaft und Müßiggang – Dinge, die Gott verhaßt sind – Gehorsam – Hurerei.

1 Mein Sohn, wenn du für deinen Freund bürgst, wenn du einem Fremden die Hand geschlagen hast,

2 Du bist verstrickt mit den Worten deines Mundes, du bist gefangen mit den Worten deines Mundes.

3 Tue dies nun, mein Sohn, und errette dich, wenn du in die Hand deines Freundes kommst; geh, demütige dich und vergewissere dich deinem Freund.

4 Gib deinen Augen keinen Schlaf und deinen Augenlidern keinen Schlummer.

5 Errette dich wie ein Reh aus der Hand des Jägers und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers.

6 Geh zur Ameise, du Fauler; bedenke ihre Wege und sei weise;

7 die keinen Führer, Aufseher oder Herrscher haben,

8 Sie liefert ihr Fleisch im Sommer und sammelt ihre Nahrung in der Ernte.

9 Wie lange willst du schlafen, du Fauler? Wann erwachst du aus deinem Schlaf?

10 Doch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten zum Schlafen;

11 So wird deine Armut kommen wie ein Wanderer und deine Not wie ein bewaffneter Mann.

12 Ein ungezogener Mensch, ein böser Mann, geht mit einem frechen Mund.

13 Er zwinkert mit seinen Augen, er redet mit seinen Füßen, er lehrt mit seinen Fingern;

14 Frechheit ist in seinem Herzen, er sinnt beständig Unheil; er sät Zwietracht.

15 Darum wird sein Unheil plötzlich kommen; plötzlich soll er ohne Heilmittel brechen.

16 Diese sechs Dinge hasst der Herr; ja, sieben sind ihm ein Greuel;

17 Ein stolzer Blick, eine verlogene Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen,

18 Ein Herz, das böse Gedanken schmiedet, Füße, die schnell zum Unheil rennen,

19 Ein falscher Zeuge, der Lügen redet, und ein Zwietracht stiftet unter Brüdern.

20 Mein Sohn, halte das Gebot deines Vaters und verlasse nicht das Gesetz deiner Mutter;

21 Binde sie beständig an dein Herz und binde sie um deinen Hals.

22 Wenn du gehst, wird es dich führen; wenn du schläfst, wird es dich behüten; und wenn du erwachst, wird es mit dir reden.

23 Denn das Gebot ist eine Leuchte; und das Gesetz ist leicht; und Belehrungen sind der Weg des Lebens;

24 Um dich vor der bösen Frau zu bewahren, vor der Schmeichelei der Zunge einer fremden Frau.

25 Begehre nicht ihre Schönheit in deinem Herzen; lass sie dich auch nicht mit ihren Augenlidern nehmen.

26 Denn durch eine Hure wird ein Mann zu einem Stück Brot gebracht; und die Ehebrecherin wird nach dem kostbaren Leben jagen.

27 Kann ein Mann Feuer an seinem Busen nehmen, ohne dass seine Kleider verbrennen?

28 Kann man auf glühende Kohlen gehen, ohne dass seine Füße verbrennen?

29 Wer also zu seines Nächsten Weib eingeht; wer sie berührt, soll nicht unschuldig sein.

30 Die Menschen verachten keinen Dieb, wenn er stiehlt, um seine Seele zu sättigen, wenn er hungrig ist;

31 Wenn er aber gefunden wird, soll er siebenfach zurückgeben; er soll die ganze Habe seines Hauses geben.

32 Wer aber mit einer Frau Ehebruch begeht, dem fehlt der Verstand; wer es tut, zerstört seine eigene Seele.

33 Eine Wunde und Schmach wird er bekommen; und seine Schmach wird nicht ausgelöscht.

34 Denn Eifersucht ist der Zorn eines Mannes; darum wird er am Tag der Rache nicht sparen.

35 Er wird auf kein Lösegeld achten; auch wird er nicht zufrieden sein, obwohl du viele Gaben gibst.  


KAPITEL 7

Solomon überredet zu aufrichtiger Weisheit – Die List einer Hure.

1 Mein Sohn, halte meine Worte und lege meine Gebote mit dir auf.

2 Halte meine Gebote und lebe; und mein Gesetz wie dein Augapfel.

3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.

4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester; und nenne Verständnis deine Verwandte;

5 damit sie dich vor der fremden Frau bewahren, vor der Fremden, die mit ihren Worten schmeichelt.

6 Denn am Fenster meines Hauses sah ich durch meinen Flügel,

7 Und als ich unter den Einfältigen sah, erkannte ich unter den Jünglingen einen unverständigen jungen Mann,

8 Durch die Straße in der Nähe ihrer Ecke gehen; und er ging den Weg zu ihrem Haus.

9 In der Dämmerung, am Abend, in der schwarzen und dunklen Nacht;

10 Und siehe, da begegnete ihm eine Frau im Gewand einer Hure und mit feinem Herzen.

11 (Sie ist laut und widerspenstig; ihre Füße bleiben nicht in ihrem Haus;

12 Jetzt ist sie draußen, jetzt in den Straßen und lauert an jeder Ecke.)

13 Da fing sie ihn auf und küßte ihn und sagte mit frechem Gesicht zu ihm:

14 Friedensopfer habe ich bei mir; Heute habe ich meine Gelübde bezahlt.

15 Darum bin ich ausgezogen, dir entgegen, eifrig, dein Angesicht zu suchen, und ich habe dich gefunden.

16 Ich habe mein Bett mit Teppichen geschmückt, mit Schnitzereien, mit feiner ägyptischer Leinwand.

17 Ich habe mein Bett mit Myrrhe, Aloe und Zimt parfümiert.

18 Komm, lass uns bis zum Morgen an Liebe satt werden; trösten wir uns mit Liebe.

19 Denn der Gute ist nicht zu Hause, er ist weit gereist;

20 Er hat einen Geldsack mitgenommen und wird am festgesetzten Tag nach Hause kommen.

21 Mit ihrer vielschönen Rede brachte sie ihn zum Nachgeben, mit dem Schmeicheln ihrer Lippen zwang sie ihn.

22 Er geht ihr schnurstracks nach, wie ein Ochse zur Schlachtbank oder wie ein Narr zur Züchtigung der Rinder;

23 Bis ein Pfeil durch seine Leber schlägt; wie ein Vogel zur Schlinge eilt und nicht weiß, dass es um sein Leben geht.

24 Darum hört jetzt auf mich, o ihr Kinder, und achtet auf die Worte meines Mundes.

25 Dein Herz verfalle nicht auf ihren Wegen, verirre dich nicht auf ihren Pfaden.

26 Denn sie hat viele Verwundete niedergeworfen; ja, viele starke Männer sind von ihr getötet worden.

27 Ihr Haus ist der Weg zur Hölle, der zu den Kammern des Todes führt.  


KAPITEL 8

Die Exzellenz der Weisheit – Weisheit, die wegen der Segnung, die sie bringt, zu wünschen übrig lässt.

1 Schreit nicht die Weisheit? und Verstand ihre Stimme erhob?

2 Sie steht oben auf Höhen, übrigens auf den Plätzen der Pfade.

3 Sie schreit an den Toren, am Eingang der Stadt, beim Einzug an den Türen.

4 Zu euch, o Menschen, rufe ich; und meine Stimme ist für die Menschensöhne.

5 O YE einfach, verstehen Sie Weisheit; und, ihr Narren, seid ein verständiges Herz.

6 Höre; denn ich werde von ausgezeichneten Dingen sprechen; und das Öffnen meiner Lippen soll recht sein.

7 Denn mein Mund redet Wahrheit; und Bosheit ist meinen Lippen ein Gräuel.

8 Alle Worte meines Mundes sind in Gerechtigkeit; es ist nichts Eigensinniges oder Perverses an ihnen.

9 Sie sind alle klar für den, der versteht, und richtig für die, die Erkenntnis finden.

10 Nimm meine Belehrung an und nicht Silber; und Wissen statt auserlesenes Gold.

11 Denn Weisheit ist besser als Rubine; und alles, was gewünscht werden kann, ist damit nicht zu vergleichen.

12 Ich verweile mit Klugheit in der Weisheit und finde Wissen über geistreiche Erfindungen.

13 Die Furcht des Herrn besteht darin, das Böse zu hassen; Stolz und Arroganz und den bösen Weg und das eigensinnige Mundwerk hasse ich.

14 Rat ist mein und gesunde Weisheit; Ich verstehe; Ich habe Kraft.

15 Durch mich regieren Könige, und Fürsten bestimmen Recht.

16 Durch mich herrschen Fürsten und Edle, alle Richter der Erde.

17 Ich liebe, die mich lieben; und die mich früh suchen, werden mich finden.

18 Reichtum und Ehre sind bei mir; ja, dauerhafte Reichtümer und Gerechtigkeit.

19 Meine Frucht ist besser als Gold, ja, als feines Gold; und meine Einnahmen als auserlesenes Silber.

20 Ich gehe auf dem Weg der Gerechtigkeit, mitten auf den Pfaden des Gerichts.

21 damit ich denen, die mich lieben, Vermögen erbe; und ich werde ihre Schätze füllen.

22 Der Herr hat mich am Anfang seines Weges besessen, vor seinen alten Werken.

23 Ich bin von Ewigkeit her eingesetzt worden, von Anfang an, so wie die Erde war.

24 Als es keine Tiefen mehr gab, wurde ich hervorgebracht; als es keine wasserreichen Brunnen gab.

25 Bevor die Berge besiedelt wurden, bevor die Hügel geboren wurden;

26 Als er noch nicht die Erde gemacht hatte, noch die Felder, noch den höchsten Teil des Staubes der Welt.

27 Als er die Himmel bereitete, war ich dabei; als er einen Kompass auf das Antlitz der Tiefe setzte;

28 Als er oben die Wolken errichtete; als er die Quellen der Tiefe stärkte;

29 als er dem Meer seinen Befehl gab, dass die Wasser sein Gebot nicht überschreiten sollten; als er die Fundamente der Erde setzte;

30 Dann war ich bei ihm, wie einer, der mit ihm aufgewachsen war; und ich war täglich seine Wonne und freute mich immer vor ihm;

31 Er freut sich über den bewohnbaren Teil seiner Erde; und meine Freuden waren bei den Menschensöhnen.

32 Darum hört nun auf mich, o ihr Kinder; denn gesegnet sind die, die meine Wege bewahren.

33 Höre auf Weisung und sei weise und verweigere sie nicht.

34 Gesegnet ist der Mann, der mich hört, der täglich an meinen Toren wacht und an den Pfosten meiner Türen wartet.

35 Denn wer mich findet, der findet Leben und wird die Gunst des Herrn erlangen.

36 Wer aber gegen mich sündigt, tut seiner eigenen Seele Unrecht; Alle, die mich hassen, lieben den Tod.  


KAPITEL 9

Die Disziplin der Weisheit – Der Irrtum der Torheit.

1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, sie hat ihre sieben Säulen behauen;

2 Sie hat ihre Tiere getötet; sie hat ihren Wein gemischt; sie hat auch ihren Tisch gedeckt.

3 Sie hat ihre Mädchen ausgesandt; sie schreit auf den höchsten Plätzen der Stadt.

4 Wer einfach ist, lass ihn hier einkehren; wer Verständnis will, sagt sie zu ihm:

5 Komm, iss von meinem Brot und trink von dem Wein, den ich gemischt habe.

6 Verlasse die Toren und lebe; und gehe den Weg des Verstehens.

7 Wer einen Spötter tadelt, bekommt Schande; und wer einen Gottlosen tadelt, bekommt einen Schandfleck.

8 Weise den Spötter nicht zurecht, damit er dich nicht hasst; weise einen Weisen zurecht, und er wird dich lieben.

9 Weise einen Weisen an, und er wird noch weiser; lehre einen Gerechten, und er wird an Gelehrsamkeit zunehmen.

10 Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit; und das Wissen um das Heilige ist Verständnis.

11 Denn durch mich werden sich deine Tage vervielfachen und die Jahre deines Lebens mehren.

12 Wenn du weise bist, wirst du selbst weise sein; aber wenn du verschmähst, sollst du es allein tragen.

13 Eine törichte Frau ist laut; sie ist einfach und weiß nichts.

14 Denn sie sitzt an der Tür ihres Hauses, auf einem Sitz auf den Höhen der Stadt,

15 Fahrgäste anzurufen, die ihren Weg geradeaus gehen;

16 Wer einfältig ist, der kehre hierher ein; und zu dem, der Verständnis will, spricht sie zu ihm:

17 Gestohlenes Wasser ist süß, und heimlich gegessenes Brot ist angenehm.

18 Aber er weiß nicht, dass dort Tote sind; und dass ihre Gäste in den Tiefen der Hölle sind. 


KAPITEL 10

Diverse Tugenden und Laster.

1 Die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn macht einen glücklichen Vater; aber ein törichter Sohn ist die Schwere seiner Mutter.

2 Schätze der Bosheit nützen nichts; aber die Gerechtigkeit errettet vom Tod.

3 Der Herr lässt die Seele des Gerechten nicht hungern; aber er verwirft die Substanz der Gottlosen.

4 Wer mit lässiger Hand handelt, wird arm; aber die Hand des Fleißigen macht reich.

5 Wer im Sommer sammelt, ist ein weiser Sohn; aber wer in der Ernte schläft, ist ein Sohn, der Schande macht.

6 Segen ist auf dem Haupt der Gerechten; aber Gewalt bedeckt den Mund der Gottlosen.

7 Das Gedächtnis der Gerechten ist gesegnet; aber der Gottlose Name soll verfaulen.

8 Wer ein weises Herz hat, wird Gebote empfangen; aber ein Narr wird fallen.

9 Wer aufrichtig wandelt, wandelt sicher; aber wer seine Wege verkehrt, wird bekannt werden.

10 Wer mit den Augen blinzelt, verursacht Kummer; aber ein Narr wird fallen.

11 Der Mund eines Gerechten ist eine Quelle des Lebens; aber Gewalt bedeckt den Mund der Gottlosen.

12 Hass erregt Streit; aber die Liebe bedeckt alle Sünden.

13 In den Lippen des Verständigen findet sich Weisheit; aber eine Rute ist für den Rücken des Unverständigen.

14 Weise Männer sammeln Wissen; aber der Mund der Toren ist dem Untergang nahe.

15 Der Reichtum des Reichen ist seine starke Stadt; die Vernichtung der Armen ist ihre Armut.

16 Die Arbeit der Gerechten trägt zum Leben bei; die Frucht der Gottlosen zur Sünde.

17 Er ist auf dem Weg des Lebens, der die Unterweisung bewahrt; wer aber die Zurechtweisung verweigert, der irrt.

18 Wer Hass mit lügnerischen Lippen verbirgt und Verleumdung von sich gibt, ist ein Narr.

19 In der Menge der Worte fehlt nicht die Sünde; aber wer seine Lippen zurückhält, ist weise.

20 Die Zunge der Gerechten ist wie auserlesenes Silber; das Herz der Gottlosen ist wenig wert.

21 Die Lippen der Gerechten nähren viele; aber Narren sterben aus Mangel an Weisheit.

22 Der Segen des Herrn macht reich, und er fügt ihm keine Sorge hinzu.

23 Es ist für einen Toren wie ein Spiel, Unheil zu stiften; aber ein verständiger Mann hat Weisheit.

24 Die Furcht des Gottlosen wird über ihn kommen; aber der Wunsch der Gerechten wird gewährt.

25 Wie der Sturmwind vorbeizieht, so ist der Gottlose nicht mehr; aber der Gerechte ist ein ewiger Grund.

26 Wie Essig den Zähnen und Rauch den Augen, also ist der Faule denen, die ihn senden.

27 Die Furcht des Herrn verlängert die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.

28 Die Hoffnung der Gerechten wird Freude sein; aber die Erwartung der Gottlosen wird zugrunde gehen.

29 Der Weg des Herrn ist eine Stärke für die Frommen; aber die Übeltäter werden vernichtet.

30 Die Gerechten werden niemals entfernt; aber die Gottlosen werden die Erde nicht bewohnen.

31 Der Mund der Gerechten bringt Weisheit hervor; aber die falsche Zunge soll abgeschnitten werden.

32 Die Lippen der Gerechten wissen, was angenehm ist; aber der Mund der Gottlosen redet Eigensinn. 


KAPITEL 11

1 Eine falsche Waage ist dem Herrn ein Gräuel; aber ein gerechtes Gewicht ist seine Freude.

2 Wenn Hochmut kommt, dann kommt Scham; aber bei den Niedrigen ist Weisheit.

3 Die Lauterkeit der Aufrichtigen leitet sie; aber die Verkehrtheit der Übertreter wird sie vernichten.

4 Reichtümer nützen nicht am Tag des Zorns; aber die Gerechtigkeit errettet vom Tod.

5 Die Gerechtigkeit des Vollkommenen wird seinen Weg weisen; aber der Gottlose wird durch seine eigene Bosheit fallen.

6 Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie retten; aber Übertreter werden in ihrer eigenen Ungezogenheit gefasst werden.

7 Wenn ein Gottloser stirbt, wird seine Erwartung vergehen; und die Hoffnung der Ungerechten geht zugrunde.

8 Der Gerechte wird aus der Not befreit, und der Gottlose kommt an seine Stelle.

9 Ein Heuchler vernichtet seinen Nächsten mit seinem Mund; aber durch Erkenntnis wird der Gerechte befreit.

10 Wenn es dem Gerechten gut geht, freut sich die Stadt; und wenn die Gottlosen umkommen, ist Geschrei.

11 Durch den Segen der Frommen wird die Stadt erhöht; aber es wird gestürzt durch den Mund der Gottlosen.

12 Wer keine Weisheit hat, verachtet seinen Nächsten; aber ein verständiger Mann schweigt.

13 Ein Schwäger enthüllt Geheimnisse; wer aber treuen Geistes ist, verbirgt die Sache.

14 Wo kein Rat ist, fällt das Volk; aber in der Menge der Ratgeber liegt Sicherheit.

15 Wer für einen Fremden Bürge ist, soll dafür bezahlen; und wer die Bürgschaft hasst, ist sicher.

16 Eine gnädige Frau bewahrt Ehre; und starke Männer behalten Reichtümer.

17 Der Barmherzige tut seiner eigenen Seele Gutes; aber wer grausam ist, beunruhigt sein eigenes Fleisch.

18 Der Gottlose arbeitet ein trügerisches Werk; aber wer Gerechtigkeit sät, dem wird ein sicherer Lohn zuteil.

19 Wie die Gerechtigkeit zum Leben neigt; Wer dem Bösen nachjagt, verfolgt es bis zu seinem eigenen Tod.

20 Die ein störrisches Herz haben, sind dem Herrn ein Gräuel; aber solche, die auf ihrem Weg sind, sind seine Freude.

21 Auch wenn Hand an Hand reiht, bleibt der Gottlose nicht ungestraft; aber der Same der Gerechten wird befreit werden.

22 Wie ein goldener Edelstein in der Schnauze eines Schweins, so ist eine schöne Frau, die ohne Vernunft ist.

23 Die Begierde des Gerechten ist nur gut; aber die Erwartung der Gottlosen ist Zorn.

24 Es gibt, die sich zerstreuen und doch mehren; und es gibt etwas, das mehr zurückhält, als man bekommt, aber es neigt zur Armut.

25 Die liberale Seele wird fett gemacht; und wer tränkt, der wird auch selbst tränkt werden.

26 Wer Korn zurückhält, dem wird das Volk verfluchen; aber Segen wird auf dem Haupte dessen sein, der es verkauft.

27 Wer eifrig Gutes sucht, erlangt Gunst; wer aber Unheil sucht, dem wird es widerfahren.

28 Wer auf seinen Reichtum vertraut, wird fallen; aber der Gerechte wird wie eine Rebe gedeihen.

29 Wer sein eigenes Haus beunruhigt, wird den Wind erben; und der Narr wird des Herzens Weisen Knecht sein.

30 Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens; und wer Seelen gewinnt, ist weise.

31 Siehe, die Gerechten werden auf Erden belohnt werden; viel mehr die Gottlosen und die Sünder. 


KAPITEL 12

1 Wer Belehrung liebt, liebt Erkenntnis; aber wer Tadel hasst, ist brutal.

2 Ein guter Mann erlangt Gunst des Herrn; aber einen Mann mit bösen Absichten wird er verurteilen.

3 Ein Mensch wird nicht durch Bosheit gegründet; aber die Wurzel der Gerechten wird nicht bewegt.

4 Eine tugendhafte Frau ist ihrem Mann eine Krone; aber die sich schämt, ist wie Fäulnis in seinen Knochen.

5 Die Gedanken der Gerechten sind richtig; aber die Ratschlüsse der Gottlosen sind Betrug.

6 Die Worte der Gottlosen lauern auf Blut; aber der Mund der Frommen wird sie befreien.

7 Die Gottlosen sind gestürzt und werden es nicht; aber das Haus der Gerechten wird bestehen.

8 Ein Mann wird nach seiner Weisheit gelobt; wer aber ein verkehrtes Herz hat, wird verachtet.

9 Wer verachtet ist und einen Diener hat, ist besser als der, der sich selbst ehrt und dem es an Brot mangelt.

10 Ein Gerechter achtet auf das Leben seines Tieres; aber die zärtlichen Gnaden der Gottlosen sind grausam.

11 Wer sein Land bebaut, wird mit Brot satt; aber wer eitlen Leuten nachfolgt, ist verständnislos.

12 Der Gottlose begehrt das Netz der Bösen; aber die Wurzel des Gerechten bringt Frucht.

13 Der Gottlose wird durch die Übertretung seiner Lippen verstrickt; aber die Gerechten werden aus der Not herauskommen.

14 Ein Mann wird von der Frucht seines Mundes mit Gutem gesättigt; und der Lohn der Hände eines Mannes wird ihm zuteil werden.

15 Der Weg des Narren ist richtig in seinen eigenen Augen; wer aber auf Rat hört, ist weise.

16 Der Zorn eines Narren ist jetzt bekannt; aber ein kluger Mann bedeckt die Schande.

17 Wer Wahrheit redet, zeigt Gerechtigkeit; aber ein falscher Zeugenbetrug.

18 Da ist einer, der redet wie die Stiche eines Schwertes; aber die Zunge der Weisen ist Gesundheit.

19 Der Mund der Wahrheit wird für immer bestehen; aber eine Lügenzunge ist nur für einen Augenblick.

20 Täuschung ist im Herzen derer, die sich Böses einbilden; aber den Ratgebern des Friedens ist Freude.

21 Dem Gerechten wird kein Übel widerfahren; aber die Gottlosen werden von Unheil erfüllt sein.

22 Falsche Lippen sind dem Herrn ein Gräuel; aber sie, die handeln, sind wahrhaftig seine Freude.

23 Ein kluger Mann verschweigt Wissen; aber das Herz der Narren verkündet Torheit.

24 Die Hand des Fleißigen wird herrschen; aber die Faulen sollen zollpflichtig sein.

25 Schwere im Herzen des Menschen lässt es sich beugen; aber ein gutes Wort macht es froh.

26 Der Gerechte ist vortrefflicher als sein Nächster; aber der Weg der Gottlosen verführt sie.

27 Der Faule röstet nicht, was er bei der Jagd erbeutet hat; aber die Substanz eines fleißigen Mannes ist kostbar.

28 Auf dem Weg der Gerechtigkeit ist Leben; und auf seinem Weg gibt es keinen Tod. 


KAPITEL 13

1 Ein weiser Sohn hört auf die Unterweisung seines Vaters; aber ein Spötter hört keine Zurechtweisung.

2 Ein Mann wird von der Frucht seines Mundes gut essen; aber die Seele der Übertreter wird Gewalt fressen.

3 Wer seinen Mund hält, behält sein Leben; aber wer seine Lippen weit aufreißt, dem wird Verderben widerfahren.

4 Die Seele des Faulen begehrt und hat nichts; aber die Seele des Fleißigen wird fett.

5 Ein Gerechter hasst Lügen; aber ein böser Mann ist abscheulich und kommt zu Schanden.

6 Gerechtigkeit hält den aufrecht auf dem Weg; aber die Bosheit stürzt den Sünder.

7 Es gibt einen, der sich reich macht und doch nichts hat; es gibt einen, der sich arm macht und doch großen Reichtum hat.

8 Das Lösegeld für das Leben eines Mannes sind seine Reichtümer; aber der Arme hört keine Zurechtweisung.

9 Das Licht der Gerechten freut sich; aber die Leuchte der Gottlosen wird erlöschen.

10 Nur aus Stolz entsteht Streit; aber mit dem Gut Beratenen ist Weisheit.

11 Durch Eitelkeit erworbener Reichtum wird geschmälert; wer aber durch Arbeit sammelt, wird zunehmen.

12 Aufgeschobene Hoffnung macht das Herz krank; aber wenn das Verlangen kommt, ist es ein Baum des Lebens.

13 Wer das Wort verachtet, soll vernichtet werden; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird es vergolten.

14 Das Gesetz der Weisen ist eine Quelle des Lebens, um den Fallstricken des Todes zu entrinnen.

15 Gute Einsicht gibt Gunst; aber der Weg der Übertreter ist hart.

16 Jeder Kluge handelt mit Wissen; aber ein Narr legt seine Torheit offen.

17 Ein böser Bote verfällt ins Unheil; aber ein treuer Botschafter ist Gesundheit.

18 Elend und Schande werden den treffen, der die Belehrung verweigert; wer aber auf Tadel achtet, wird geehrt.

19 Der erfüllte Wunsch ist süß für die Seele; aber es ist den Toren ein Greuel, vom Bösen abzuweichen.

20 Wer mit Weisen wandelt, wird weise sein; aber ein Narrengefährte soll vernichtet werden.

21 Das Böse verfolgt die Sünder; aber dem Gerechten wird Gutes vergolten.

22 Ein guter Mann hinterlässt den Kindeskindern seiner Kinder ein Erbe; und der Reichtum des Sünders wird für den Gerechten aufgespart.

23 Viel Nahrung ist im Ackerbau der Armen; aber es gibt etwas, das aus Mangel an Gericht zerstört wird.

24 Wer seinen Stab verschont, hasst seinen Sohn; aber wer ihn liebt, züchtigt ihn rechtzeitig.

25 Der Gerechte isst bis zur Sättigung seiner Seele; aber des Bösen Bauch wird mangeln. 


KAPITEL 14

1 Jede kluge Frau baut ihr Haus; aber die Toren reißen es mit ihren Händen nieder.

2 Wer in seiner Geradheit wandelt, fürchtet den Herrn; aber wer in seinen Wegen verkehrt ist, verachtet ihn.

3 Im Mund der Toren ist ein stolzer Stab; aber die Lippen der Weisen werden sie bewahren.

4 Wo keine Ochsen sind, ist die Krippe rein; aber viel Wachstum ist durch die Stärke des Ochsen.

5 Ein treuer Zeuge wird nicht lügen; aber ein falscher Zeuge wird Lügen aussprechen.

6 Ein Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; aber Erkenntnis ist leicht für den, der versteht.

7 Verlasse die Gegenwart eines törichten Mannes, wenn du nicht in ihm die Lippen der Erkenntnis erkennst.

8 Die Weisheit des Klugen besteht darin, seinen Weg zu verstehen; aber die Torheit der Narren ist Betrug.

9 Narren verspotten die Sünde; aber unter den Gerechten ist Gunst.

10 Das Herz kennt seine eigene Bitterkeit; und ein Fremder mischt sich nicht in seine Freude ein.

11 Das Haus der Gottlosen wird zerstört werden; aber die Stiftshütte der Aufrichtigen wird blühen.

12 Es gibt einen Weg, der einem Menschen richtig erscheint; aber das Ende davon sind die Wege des Todes.

13 Auch im Lachen ist das Herz traurig; und das Ende dieser Heiterkeit ist Schwere.

14 Der Abtrünnige im Herzen wird von seinen eigenen Wegen erfüllt sein; und ein guter Mann wird von sich selbst satt werden.

15 Der Einfältige glaubt jedem Wort; aber der Kluge sieht gut aus.

16 Ein weiser Mann fürchtet sich und weicht vom Bösen; aber der Narr wütet und ist zuversichtlich.

17 Wer bald zornig wird, handelt töricht; und ein Mann mit bösen Mitteln wird gehasst.

18 Die Einfältigen erben Torheit; aber die Klugen sind mit Wissen gekrönt.

19 Der Böse beugt sich vor dem Guten; und die Gottlosen vor den Toren der Gerechten.

20 Der Arme wird sogar von seinem eigenen Nächsten gehasst; aber der Reiche hat viele Freunde.

21 Wer seinen Nächsten verachtet, sündigt; aber wer sich der Armen erbarmt, der ist glücklich.

22 Irren nicht die Bösen? aber Barmherzigkeit und Wahrheit werden denen sein, die Gutes ersinnen.

23 In aller Arbeit ist Gewinn; aber das Reden der Lippen neigt nur zu Armut.

24 Die Krone der Weisen ist ihr Reichtum; aber die Dummheit der Narren ist Torheit.

25 Ein wahrer Zeuge befreit Seelen; aber ein betrügerischer Zeuge redet Lügen.

26 In der Furcht des Herrn ist starkes Vertrauen; und seine Kinder sollen einen Zufluchtsort haben.

27 Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, um den Fallstricken des Todes zu entrinnen.

28 In der Menge des Volkes ist die Ehre des Königs; aber der Mangel an Menschen ist der Untergang des Fürsten.

29 Wer langsam zum Zorn ist, hat großen Verstand; aber wer voreilig ist, erhöht die Torheit.

30 Ein gesundes Herz ist des Fleisches Leben; aber beneide die Fäulnis der Knochen.

31 Wer den Armen unterdrückt, macht seinem Schöpfer Vorwürfe; aber wer ihn ehrt, hat Erbarmen mit den Armen.

32 Der Gottlose wird in seiner Bosheit vertrieben; aber der Gerechte hofft auf seinen Tod.

33 Weisheit ruht im Herzen des Verständigen; aber was in der Mitte der Narren ist, wird bekannt gemacht.

34 Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist jedem Volk eine Schmach.

35 Die Gunst des Königs gilt einem weisen Diener; aber sein Zorn ist gegen den, der Schande verursacht. 


KAPITEL 15

1 Eine sanfte Antwort wendet den Zorn ab; aber schmerzliche Worte schüren Zorn.

2 Die Zunge der Weisen gebraucht das Wissen recht; aber der Narren Mund gießt Torheit aus.

3 Die Augen des Herrn sind überall und sehen das Böse und das Gute.

4 Eine gesunde Zunge ist ein Baum des Lebens; aber Verkehrtheit darin ist ein Bruch im Geist.

5 Ein Narr verachtet die Belehrung seines Vaters; aber wer auf Zurechtweisung achtet, ist klug.

6 Im Haus der Gerechten ist viel Schatz; aber in den Einkünften der Gottlosen liegt Ärger.

7 Die Lippen der Weisen verbreiten Wissen; aber das Herz des Toren tut es nicht.

8 Das Opfer der Gottlosen ist dem Herrn ein Gräuel; aber das Gebet des Aufrichtigen ist seine Freude.

9 Der Weg der Gottlosen ist dem Herrn ein Gräuel; aber er liebt den, der der Gerechtigkeit nachfolgt.

10 Zurechtweisung ist schwer für den, der den Weg verlässt; und wer Zurechtweisung hasst, wird sterben.

11 Hölle und Verderben sind vor dem Herrn; wie viel mehr als die Herzen der Menschenkinder?

12 Ein Spötter liebt nicht den, der ihn tadelt; auch wird er nicht zu den Weisen gehen.

13 Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Antlitz; aber durch Kummer des Herzens wird der Geist gebrochen.

14 Das Herz des Verständigen sucht Erkenntnis; aber der Narren Mund nährt sich von Torheit.

15 Alle Tage der Elenden sind böse; wer aber fröhlichen Herzens ist, hat ein beständiges Festmahl.

16 Lieber wenig mit der Furcht des Herrn, als großer Schatz und Ärger damit.

17 Besser ist ein Essen mit Kräutern, wo Liebe ist, als ein gestreckter Ochse und Haß dabei.

18 Ein zorniger Mann erregt Streit; aber wer langsam zum Zorn ist, besänftigt Streit.

19 Der Weg des Faulen ist wie eine Dornenhecke; aber der Weg der Gerechten ist klar.

20 Ein weiser Sohn macht einen glücklichen Vater; aber ein törichter Mann verachtet seine Mutter.

21 Torheit ist Freude für den, dem es an Weisheit mangelt; aber ein verständiger Mann wandelt aufrecht.

22 Ohne Rat werden Ziele enttäuscht; aber in der Menge der Ratgeber sind sie etabliert.

23 Ein Mann hat Freude an der Antwort seines Mundes; und ein Wort, das zur rechten Zeit gesprochen wird, wie gut ist es!

24 Der Weg des Lebens ist oben für den Weisen, damit er von der Hölle unten scheidet.

25 Der Herr wird das Haus der Stolzen zerstören; aber er wird die Grenze der Witwe festsetzen.

26 Die Gedanken der Gottlosen sind dem Herrn ein Gräuel; aber die Worte der Reinen sind angenehme Worte.

27 Wer gewinnsüchtig ist, stört sein eigenes Haus; aber wer Geschenke hasst, wird leben.

28 Das Herz des Gerechten will antworten; aber der Gottlosen Mund gießt Böses aus.

29 Der Herr ist fern von den Gottlosen; aber er hört das Gebet der Gerechten.

30 Der Glanz der Augen erfreut das Herz; und ein guter Bericht macht die Knochen fett.

31 Das Ohr, das die Zurechtweisung des Lebens hört, bleibt unter den Weisen.

32 Wer die Unterweisung verweigert, verachtet seine eigene Seele; wer aber Tadel hört, bekommt Einsicht.

33 Die Furcht des Herrn ist die Belehrung der Weisheit; und vor der Ehre steht die Demut. 


KAPITEL 16

1 Die Vorbereitungen des Herzens im Menschen und die Antwort der Zunge sind vom Herrn.

2 Alle Wege eines Mannes sind rein in seinen eigenen Augen; aber der Herr wägt die Geister.

3 Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Gedanken werden fest sein.

4 Der Herr hat alles für sich selbst gemacht; ja, sogar die Gottlosen für den Tag des Bösen.

5 Alle stolzen Herzens sind dem Herrn ein Gräuel; Hand in Hand, so bleibt er nicht ungestraft.

6 Durch Barmherzigkeit und Wahrheit wird die Schuld getilgt; und durch die Furcht des Herrn weichen die Menschen vom Bösen.

7 Wenn eines Mannes Wege dem Herrn gefallen, macht er sogar seine Feinde mit ihm in Frieden.

8 Besser wenig mit Gerechtigkeit, als große Einnahmen ohne Recht.

9 Das Herz eines Mannes denkt seinen Weg; aber der Herr lenkt seine Schritte.

10 Ein göttliches Urteil ist in den Lippen des Königs; sein Mund übertritt nicht im Gericht.

11 Ein gerechtes Gewicht und Ausgewogenheit sind des Herrn; alle Gewichte der Tasche sind sein Werk.

12 Den Königen ist es ein Gräuel, Böses zu tun; denn der Thron wird durch Gerechtigkeit errichtet.

13 Gerechte Lippen erfreuen Könige; und sie lieben den, der recht redet.

14 Des Königs Zorn ist wie Todesboten; aber ein weiser Mann wird es befrieden.

15 Im Angesicht des Königs ist Leben; und seine Gunst ist wie eine Wolke des Spätregens.

16 Wie viel besser ist Weisheit als Gold! und Verständnis zu bekommen, eher auserwählt zu werden als Silber!

17 Der Pfad der Frommen soll vom Bösen weichen; wer seinen Weg geht, bewahrt seine Seele.

18 Hochmut geht dem Untergang voraus und ein hochmütiger Geist dem Fall.

19 Es ist besser, demütig zu sein mit den Niedrigen, als die Beute zu teilen mit den Stolzen.

20 Wer eine Sache weise behandelt, wird es gut finden; und wer auf den Herrn vertraut, der ist glücklich.

21 Die von Herzen Weisen werden klug genannt werden; und die Süße der Lippen steigert das Lernen.

22 Verstand ist eine Quelle des Lebens für den, der ihn hat; aber die Belehrung der Narren ist Torheit.

23 Das Herz des Weisen lehrt seinen Mund und fügt seinen Lippen Gelehrsamkeit hinzu.

24 Schöne Worte sind wie Honigwaben, süß für die Seele und gesund für die Knochen.

25 Es gibt einen Weg, der einem Menschen richtig erscheint; aber das Ende davon sind die Wege des Todes.

26 Wer arbeitet, arbeitet für sich selbst; denn sein Mund begehrt es von ihm.

27 Ein Gottloser gräbt Böses aus; und in seinen Lippen ist wie ein brennendes Feuer.

28 Ein Eigensinniger sät Streit; und ein Flüsterer trennt die besten Freunde.

29 Ein Gewalttätiger lockt seinen Nächsten und führt ihn auf einen nicht guten Weg.

30 Er verschließt seine Augen, um verkehrte Dinge zu ersinnen; Er bewegt seine Lippen und bringt das Böse zustande.

31 Das graue Haupt ist eine Krone der Herrlichkeit, wenn es auf dem Weg der Gerechtigkeit gefunden wird.

32 Wer langsam ist zum Zorn, ist besser als der Starke; und wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt einnimmt.

33 Das Los wird in den Schoß geworfen; aber die ganze Verfügung darüber ist vom Herrn. 


KAPITEL 17

1 Besser ist ein trockener Bissen und Ruhe dazu als ein Haus voller Opfer mit Streit.

2 Ein weiser Knecht wird herrschen über einen Sohn, der Schande verursacht, und wird einen Teil des Erbes unter den Brüdern haben.

3 Der Schmelztiegel ist für Silber und der Schmelzofen für Gold; aber der Herr prüft die Herzen.

4 Ein Übeltäter achtet auf falsche Lippen; und ein Lügner hört auf eine böse Zunge.

5 Wer den Armen verspottet, macht seinem Schöpfer Vorwürfe; und wer sich über Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben.

6 Kindeskinder sind die Krone der Alten; und die Herrlichkeit der Kinder sind ihre Väter.

7 Gute Rede macht keinen Narren; viel weniger machen lügende Lippen einen Prinzen.

8 Ein Geschenk ist wie ein kostbarer Stein in den Augen dessen, der es hat; wohin es sich auch wendet, es gedeiht.

9 Wer eine Übertretung zudeckt, sucht Liebe; aber wer eine Sache wiederholt, trennt sehr Freunde.

10 Ein Tadel trifft einen Weisen mehr als hundert Hiebe einen Toren.

11 Ein böser Mensch sucht nur Auflehnung; darum soll ein grausamer Bote gegen ihn gesandt werden.

12 Eine Bärin, die ihrer Jungen beraubt ist, soll lieber einem Menschen begegnen als einem Narren in seiner Torheit.

13 Wer Böses mit Gutem vergolten hat, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.

14 Der Beginn des Streits ist, als wenn man Wasser ausgießt; deshalb lass den Streit, bevor du dich einmischst.

15 Wer den Gottlosen rechtfertigt und den Gerechten verdammt, beide sind dem Herrn ein Gräuel.

16 Warum gibt es einen Preis in der Hand eines Narren, um Weisheit zu erlangen, wo er doch kein Herz dafür hat?

17 Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder ist für Widrigkeiten geboren.

18 Ein Mann ohne Verstand schlägt mit der Hand und wird Bürge in Gegenwart seines Freundes.

19 Wer Streit liebt, liebt Übertretung; und wer sein Tor erhöht, sucht Vernichtung.

20 Wer ein störrisches Herz hat, findet nichts Gutes; und wer eine verkehrte Zunge hat, verfällt ins Unheil.

21 Wer einen Narren zeugt, tut es zu seinem Kummer; und der Vater eines Narren hat keine Freude.

22 Ein fröhliches Herz tut gut wie eine Arznei; aber ein gebrochener Geist trocknet die Knochen.

23 Ein Gottloser nimmt eine Gabe aus dem Busen, um die Wege des Gerichts zu verderben.

24 Weisheit ist vor dem Verständigen; aber die Augen eines Toren sind bis an die Enden der Erde.

25 Ein törichter Sohn ist seinem Vater Kummer und Bitterkeit für die, die ihn geboren hat.

26 Es ist auch nicht gut, die Gerechten zu bestrafen, und die Fürsten um der Gerechtigkeit willen zu schlagen.

27 Wer Wissen hat, spart mit seinen Worten; und ein verständiger Mann ist von ausgezeichnetem Geist.

28 Sogar ein Narr gilt als weise, wenn er schweigt; und wer seine Lippen verschließt, gilt als ein verständiger Mann. 


KAPITEL 18

1 Durch Verlangen sucht ein Mensch, nachdem er sich abgesondert hat, und mischt sich mit aller Weisheit ein.

2 Ein Narr hat keine Freude am Verstehen, sondern daran, dass sein Herz sich selbst entdeckt.

3 Wenn der Gottlose kommt, dann kommt auch die Verachtung und Schmach mit Schmach.

4 Die Worte aus dem Mund eines Mannes sind wie tiefe Wasser und die Quelle der Weisheit wie ein fließender Bach.

5 Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen anzunehmen, den Gerechten im Gericht zu stürzen.

6 Die Lippen eines Narren geraten in Streit, und sein Mund verlangt nach Schlägen.

7 Des Narren Mund ist sein Verderben, und seine Lippen sind der Fallstrick seiner Seele.

8 Die Worte eines Redners sind wie Wunden, und sie gehen bis ins Innerste des Bauches.

9 Auch wer in seiner Arbeit träge ist, ist Bruder des großen Verschwenders.

10 Der Name des Herrn ist ein starker Turm; der Gerechte läuft hinein und ist sicher.

11 Der Reichtum des Reichen ist seine feste Stadt und wie eine hohe Mauer in seinem eigenen Dünkel.

12 Vor der Zerstörung ist das Herz des Menschen hochmütig; und vor der Ehre steht die Demut.

13 Wer auf eine Frage antwortet, bevor er sie gehört hat, für den ist es Torheit und Schande.

14 Der Geist eines Mannes wird seine Schwäche stützen; aber ein verwundeter Geist, der es ertragen kann?

15 Das Herz des Klugen erlangt Erkenntnis; und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis.

16 Die Gabe eines Menschen macht ihm Platz und bringt ihn vor große Männer.

17 Wer der Erste in seiner eigenen Sache ist, scheint gerecht; aber sein Nachbar kommt und sucht ihn.

18 Das Los macht Schluss mit Streitigkeiten und trennt die Mächtigen.

19 Ein beleidigter Bruder ist schwerer zu gewinnen als eine starke Stadt; und ihre Streitereien sind wie die Riegel eines Schlosses.

20 Der Bauch eines Menschen wird satt von der Frucht seines Mundes; und von der Zunahme seiner Lippen wird er erfüllt sein.

21 Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge; und die es lieben, werden seine Frucht essen.

22 Wer eine gute Frau findet, hat die Gunst des Herrn erlangt.

23 Der Arme bittet; aber der Reiche antwortet grob.

24 Wer Freunde hat, muss sich freundlich zeigen; und es gibt einen Freund, der näher steht als ein Bruder. 


KAPITEL 19

1 Besser ist der Arme, der in seiner Lauterkeit wandelt, als der, der in seinen Lippen verkehrt und ein Narr ist.

2 Auch dass die Seele ohne Erkenntnis ist, das ist nicht gut; und wer mit seinen Füßen eilt, sündigt.

3 Die Torheit des Menschen verkehrt seinen Weg; und sein Herz ärgert sich gegen den Herrn.

4 Reichtum macht viele Freunde; aber der Arme ist von seinem Nächsten getrennt.

5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen redet, wird nicht entrinnen.

6 Viele werden um die Gunst des Fürsten bitten; und jeder ist dem, der Gaben gibt, ein Freund.

7 Alle Brüder der Armen hassen ihn; wie viel mehr entfernen sich seine Freunde von ihm? er verfolgt sie mit Worten, und doch fehlen sie ihm.

8 Wer Weisheit erlangt, liebt seine eigene Seele; wer verständig ist, wird gut finden.

9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen redet, wird umkommen.

10 Freude ist für einen Narren nicht schicklich; viel weniger für einen Diener, um über Prinzen zu herrschen.

11 Die Klugheit eines Mannes verzögert seinen Zorn; und es ist seine Herrlichkeit, eine Übertretung zu übergehen.

12 Der Zorn des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; aber seine Gunst ist wie Tau auf dem Gras.

13 Ein törichter Sohn ist das Unglück seines Vaters; und die Streitereien einer Frau sind ein ständiges Fallenlassen.

14 Haus und Vermögen sind das Erbe der Väter; und eine kluge Frau ist vom Herrn.

15 Trägheit versetzt in tiefen Schlaf; und eine müßige Seele wird Hunger leiden.

16 Wer das Gebot hält, bewahrt seine eigene Seele; aber wer seine Wege verachtet, wird sterben.

17 Wer Mitleid mit den Armen hat, der leiht dem Herrn; und was er gegeben hat, wird er ihm zurückzahlen.

18 Züchtige deinen Sohn, solange es Hoffnung gibt, und lass deine Seele nicht für sein Weinen verschonen.

19 Ein Mann von großem Zorn wird Strafe erleiden; denn wenn du ihn befreist, musst du es noch einmal tun.

20 Höre Rat und empfange Belehrung, damit du in deinem letzten Ende weise seist.

21 Im Herzen eines Menschen gibt es viele Vorsätze; doch der Ratschluss des Herrn, der Bestand haben wird.

22 Die Begierde eines Mannes ist seine Freundlichkeit; und ein armer Mann ist besser als ein Lügner.

23 Die Furcht des Herrn nährt das Leben; und wer es hat, wird zufrieden bleiben; er wird nicht vom Bösen heimgesucht.

24 Ein Fauler verbirgt seine Hand in seinem Busen und will sie nicht einmal mehr an seinen Mund führen.

25 Schlage einen Spötter, und der Einfältige wird sich hüten; und weise den Verständigen zurecht, und er wird Erkenntnis verstehen.

26 Wer seinen Vater verwüstet und seine Mutter verjagt, ist ein Sohn, der Schande macht und Schande bringt.

27 Hör auf, mein Sohn, die Belehrung zu hören, die von den Worten der Erkenntnis abweicht.

28 Ein gottloser Zeuge verschmäht das Gericht; und der Gottlosen Mund frisst Ungerechtigkeit.

29 Den Spöttern sind Gerichte bereitet und den Narren Schläge auf den Rücken. 


KAPITEL 20

1 Wein ist ein Spötter, starkes Getränk tobt; und wer dadurch getäuscht wird, ist nicht weise.

2 Die Furcht eines Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; wer ihn zum Zorn reizt, sündigt gegen seine eigene Seele.

3 Es ist eine Ehre für einen Mann, vom Streit abzulassen; aber jeder Narr wird sich einmischen.

4 Der Faule wird nicht wegen der Kälte pflügen; darum wird er in der Ernte betteln und nichts haben.

5 Rat im Herzen des Menschen ist wie tiefes Wasser, aber ein verständiger Mann wird ihn herausziehen.

6 Die meisten Menschen werden jedem seine eigene Güte verkünden; aber ein treuer Mann, der finden kann?

7 Der Gerechte wandelt in seiner Lauterkeit; seine Kinder werden nach ihm gesegnet.

8 Ein König, der auf dem Thron des Gerichts sitzt, zerstreut alles Böse mit seinen Augen.

9 Wer kann sagen: Ich habe mein Herz rein gemacht, ich bin rein von meiner Sünde?

10 Verschiedene Gewichte und verschiedene Maße, beide sind dem Herrn ein Greuel.

11 Schon ein Kind erkennt an seinen Taten, ob sein Werk rein und recht ist.

12 Das hörende Ohr und das sehende Auge, der Herr hat sie beide gemacht.

13 Liebe nicht, schlafe, damit du nicht verarmst; öffne deine Augen, und du wirst mit Brot satt werden.

14 Es ist nichts, es ist nichts, spricht der Käufer; aber wenn er seinen Weg gegangen ist, dann rühmt er sich.

15 Es gibt Gold und viel Rubine; aber die Lippen der Erkenntnis sind ein kostbares Juwel.

16 Nimm sein Gewand, das für einen Fremden Bürge ist; und nimm ein Pfand von ihm für eine fremde Frau.

17 Brot der Täuschung ist dem Menschen süß; aber danach soll sein Mund mit Kies gefüllt werden.

18 Jeder Zweck wird durch Rat festgelegt; und mit gutem Rat Krieg führen.

19 Wer als Schwätzer umhergeht, enthüllt Geheimnisse; darum misch dich nicht ein mit dem, der mit seinen Lippen schmeichelt.

20 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, dessen Leuchte soll in dunkler Finsternis erlöschen.

21 Ein Erbe kann am Anfang hastig erworben werden; aber ihr Ende soll nicht gesegnet sein.

22 Sag nicht: Ich will das Böse vergelten; sondern warte auf den Herrn, und er wird dir helfen.

23 Andere Gewichte sind dem Herrn ein Gräuel; und ein falsches Gleichgewicht ist nicht gut.

24 Die Wege der Menschen sind vom Herrn; wie kann ein Mensch dann seinen eigenen Weg verstehen?

25 Es ist eine Schlinge für den Menschen, der das Heilige verschlingt und nach Gelübden forscht.

26 Ein weiser König zerstreut die Gottlosen und bringt das Rad über sie.

27 Der Geist des Menschen ist die Kerze des Herrn, die alle inneren Teile des Bauches durchsucht.

28 Barmherzigkeit und Wahrheit bewahren den König; und sein Thron wird durch Barmherzigkeit gestützt.

29 Der Ruhm junger Männer ist ihre Stärke; und die Schönheit der alten Männer ist der graue Kopf.

30 Das Blau einer Wunde reinigt das Böse; Streifen Sie auch die inneren Teile des Bauches. 


KAPITEL 21

1 Des Königs Herz ist in der Hand des Herrn wie die Wasserbäche; er dreht es, wohin er will.

2 Jeder Weg eines Mannes ist richtig in seinen eigenen Augen; aber der Herr erwägt die Herzen.

3 Recht und Gericht zu üben ist dem Herrn angenehmer als Opfer.

4 Hoher Blick und stolzes Herz und das Pflügen der Gottlosen sind Sünde.

5 Die Gedanken der Fleißigen neigen nur zur Fülle; aber von jedem, der voreilig ist, nur zu wollen.

6 Das Erlangen von Schätzen durch eine Lügenzunge ist eine Eitelkeit, die hin und her geworfen wird von denen, die den Tod suchen.

7 Der Raub der Gottlosen wird sie vernichten; weil sie sich weigern zu urteilen.

8 Der Weg des Menschen ist schief und seltsam; aber was das Reine betrifft, so ist seine Arbeit richtig.

9 Es ist besser, in einer Ecke des Daches zu wohnen, als mit einer streitenden Frau in einem weitläufigen Haus.

10 Die Seele des Gottlosen begehrt Böses; sein Nachbar findet keine Gunst in seinen Augen.

11 Wenn der Spötter bestraft wird, wird der Einfältige weise; und wenn der Weise belehrt wird, erhält er Wissen.

12 Der Gerechte achtet weise auf das Haus des Gottlosen; aber Gott stürzt die Gottlosen wegen ihrer Bosheit.

13 Wer sich vor dem Schreien der Armen die Ohren verstopft, der wird auch selbst schreien, aber nicht gehört werden.

14 Eine heimliche Gabe besänftigt den Zorn; und eine Belohnung in der Brust, starker Zorn.

15 Den Gerechten bereitet es Freude, Gericht zu halten; aber die Übeltäter werden vernichtet.

16 Der Mensch, der vom Weg der Einsicht abweicht, wird in der Versammlung der Toten bleiben.

17 Wer Vergnügen liebt, wird ein armer Mann sein; wer Wein und Öl liebt, wird nicht reich.

18 Der Gottlose soll ein Lösegeld für die Gerechten sein und der Übertreter für die Frommen.

19 Es ist besser, in der Wüste zu wohnen, als bei einer streitsüchtigen und zornigen Frau.

20 Es gibt begehrte Schätze und Öl in der Wohnung der Weisen; aber ein törichter Mann gibt es aus.

21 Wer Gerechtigkeit und Barmherzigkeit nachjagt, findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre.

22 Ein weiser Mann erklimmt die Stadt der Starken und zerschmettert die Kraft ihres Vertrauens.

23 Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, bewahrt seine Seele vor Trübsal.

24 Hochmütiger und hochmütiger Spötter ist sein Name, der mit stolzem Zorn handelt.

25 Die Begierde des Faulen tötet ihn; denn seine Hände weigern sich zu arbeiten.

26 Den ganzen Tag über begehrt er gierig; aber der Gerechte gibt und spart nicht.

27 Das Opfer der Gottlosen ist ein Gräuel; wie viel mehr, wenn er es mit einem bösen Sinn bringt?

28 Ein falscher Zeuge wird umkommen; aber wer hört, redet beständig.

29 Ein Gottloser verhärtet sein Gesicht; aber der Aufrichtige lenkt seinen Weg.

30 Es gibt weder Weisheit noch Einsicht noch Rat gegen den Herrn.

31 Das Pferd ist gerüstet für den Tag des Kampfes; aber die Sicherheit ist vom Herrn. 


KAPITEL 22

1 Ein guter Name ist besser zu erwählen als großer Reichtum, und liebende Gunst mehr als Silber und Gold.

2 Arm und Reich kommen zusammen; der Herr ist der Schöpfer von ihnen allen.

3 Ein kluger Mann sieht das Böse voraus und verbirgt sich; aber die einfach weitergeben und bestraft werden.

4 Durch Demut und Gottesfurcht kommen Reichtum und Ehre und Leben.

5 Dornen und Schlingen sind dem Eigensinnigen im Weg; wer seine Seele bewahrt, wird fern von ihnen sein.

6 Erziehe ein Kind, wie es gehen soll; und wenn er alt ist, wird er nicht davon weichen.

7 Der Reiche herrscht über den Armen, und der Kreditnehmer ist Knecht des Kreditgebers.

8 Wer Unrecht sät, wird Eitelkeit ernten; und die Rute seines Zorns wird versagen.

9 Wer ein freigebiges Auge hat, wird gesegnet sein; denn er gibt von seinem Brot den Armen.

10 Wirf den Spötter aus, und Streit wird ausgehen; ja, Zank und Schmach werden aufhören.

11 Wer die Reinheit des Herzens liebt, für die Anmut seiner Lippen wird der König sein Freund sein.

12 Denn die Augen des Herrn bewahren Erkenntnis; aber er stürzt die Worte des Übertreters.

13 Der Faule spricht: Draußen ist ein Löwe, ich werde auf den Gassen erschlagen.

14 Der Mund fremder Frauen ist eine tiefe Grube; wer sich vor dem Herrn verabscheut, wird darin fallen.

15 Torheit ist im Herzen eines Kindes gebunden; aber die Züchtigungsrute wird es weit von ihm treiben.

16 Wer die Armen unterdrückt, um seinen Reichtum zu mehren, und wer den Reichen gibt, wird gewiss Mangel leiden.

17 Neige dein Ohr und höre die Worte der Weisen und richte dein Herz auf meine Erkenntnis.

18 Denn es ist angenehm, wenn du sie in dir bewahrst; sie werden auch in deine Lippen passen.

19 Damit du auf den Herrn vertraust, habe ich es dir heute kundgetan, dir selbst.

20 Habe ich dir nicht vortreffliche Dinge geschrieben an Ratschlägen und Erkenntnissen,

21 damit ich dich die Gewissheit der Worte der Wahrheit erkennen lasse; damit du denen, die zu dir senden, die Worte der Wahrheit erwidern könntest?

22 Beraube den Armen nicht, denn er ist arm; bedrücke auch nicht die Bedrängten im Tor;

23 Denn der Herr wird ihre Sache vertreten und die Seele derer verderben, die sie verdorben haben.

24 Schließe keine Freundschaft mit einem zornigen Mann; und mit einem wütenden Mann sollst du nicht gehen;

25 Damit du nicht seine Wege lernst und deiner Seele zum Fallstrick wirst.

26 Sei nicht einer von denen, die Hände schlagen, oder von denen, die für Schulden bürgen.

27 Wenn du nichts zu bezahlen hast, warum sollte er dir dein Bett wegnehmen?

28 Entferne nicht das alte Wahrzeichen, das deine Väter gesetzt haben.

29 Siehst du einen Mann, der in seinem Geschäft fleißig ist? er wird vor Königen stehen; er soll nicht vor gemeinen Männern stehen. 


KAPITEL 23

1 Wenn du mit einem Herrscher zum Essen sitzt, betrachte eifrig, was vor dir liegt;

2 Und steck dir ein Messer an die Kehle, wenn du ein Appetitmensch bist.

3 Sei nicht begierig auf seine Leckereien; denn sie sind trügerisches Fleisch.

4 Bemühe dich, nicht reich zu werden; hör auf von deiner eigenen Weisheit.

5 Willst du deine Augen auf das richten, was nicht ist? denn Reichtümer machen sich Flügel; Sie fliegen wie ein Adler dem Himmel entgegen.

6 Iss nicht das Brot dessen, der einen bösen Blick hat, und begehre auch nicht seine köstlichen Speisen;

7 Denn wie er in seinem Herzen denkt, so ist er; Iss und trink, sagt er zu dir; aber sein Herz ist nicht bei dir.

8 Den Bissen, den du gegessen hast, wirst du erbrechen und deine süßen Worte verlieren.

9 Sprich nicht in die Ohren eines Narren; denn er wird die Weisheit deiner Worte verachten.

10 Entferne nicht das alte Wahrzeichen; und betrete nicht die Felder der Waisen;

11 Denn ihr Erlöser ist mächtig; er wird ihre Sache mit dir vertreten.

12 Richte dein Herz auf Belehrung und deine Ohren auf Worte der Erkenntnis.

13 Halte dem Kind keine Zurechtweisung vor; denn wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben.

14 Du wirst ihn mit der Rute schlagen und seine Seele aus der Hölle erretten.

15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, freut sich mein Herz, auch meins.

16 Ja, meine Zügel werden sich freuen, wenn deine Lippen richtige Dinge sprechen.

17 Lass dein Herz nicht die Sünder beneiden; sondern sei den ganzen Tag in der Furcht des Herrn.

18 Denn gewiss gibt es ein Ende; und deine Erwartung wird nicht abgeschnitten.

19 Höre, mein Sohn, und sei weise und richte dein Herz auf den richtigen Weg.

20 Sei nicht unter den Weintrinkern; unter aufrührerischen Fleischfressern;

21 Denn der Trunkenbold und der Schlemmer werden verarmen; und Schläfrigkeit wird einen Mann in Lumpen kleiden.

22 Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt ist.

23 Kauf die Wahrheit und verkauf sie nicht; auch Weisheit und Belehrung und Verstand.

24 Der Vater der Gerechten wird sich sehr freuen; und wer ein weises Kind zeugt, wird Freude an ihm haben.

25 Dein Vater und deine Mutter werden sich freuen, und die dich geboren hat, wird sich freuen.

26 Mein Sohn, gib mir dein Herz und lass deine Augen meine Wege beobachten.

27 Denn eine Hure ist ein tiefer Graben; und eine fremde Frau ist eine enge Grube.

28 Auch sie lauert wie eine Beute und vermehrt die Übertreter unter den Menschen.

29 Wer hat Weh? Wer hat Kummer? Wer hat Streit? wer hat geplappert? Wer hat Wunden ohne Grund? Wer hat rote Augen?

30 Die lange beim Wein verweilen; die gehen, um gemischten Wein zu suchen.

31 Schau nicht auf den Wein, wenn er rot ist, wenn er seine Farbe im Kelch gibt, wenn er sich richtig bewegt.

32 Zuletzt beißt es wie eine Schlange und sticht wie eine Natter.

33 Deine Augen werden fremde Frauen sehen, und dein Herz wird verkehrte Dinge aussprechen.

34 Ja, du wirst sein wie einer, der sich mitten im Meer niederlegt, oder wie einer, der auf der Spitze eines Mastes liegt.

35 Sie haben mich geschlagen, sollst du sagen, und ich war nicht krank; sie haben mich geschlagen, und ich habe es nicht gespürt; Wann werde ich wach? Ich werde es noch einmal suchen.


KAPITEL 24

1 Sei nicht neidisch auf böse Menschen und wünsche nicht, mit ihnen zusammen zu sein;

2 Denn ihr Herz sinnt auf Zerstörung, und ihre Lippen reden von Unheil.

3 Durch Weisheit wird ein Haus gebaut; und kaufen Sie das Verständnis, dass es etabliert ist;

4 Und durch Erkenntnis werden die Gemächer mit allen kostbaren und angenehmen Reichtümern gefüllt werden.

5 Ein weiser Mann ist stark; ja, ein Wissender erhöht die Kraft.

6 Denn mit klugem Rat wirst du deinen Krieg führen; und in der Menge der Ratgeber liegt Sicherheit.

7 Weisheit ist zu hoch für einen Narren; er tut seinen Mund nicht auf im Tor.

8 Wer sich Böses ausdenkt, wird ein Übeltäter genannt.

9 Der Gedanke an Torheit ist Sünde; und der Spötter ist den Menschen ein Gräuel.

10 Wenn du am Tag des Unglücks ohnmächtig wirst, ist deine Kraft gering.

11 Wenn du es unterlässt, die zu Tode Gezogenen und Erschlagenen zu befreien;

12 Wenn du sagst: Siehe, wir haben es nicht gewußt; bedenkt es nicht, der das Herz grübelt? und wer deine Seele bewahrt, weiß er es nicht? und soll er nicht einem jeden nach seinen Werken vergelten?

13 Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und die Honigwabe, die deinem Geschmack süß ist;

14 So wird die Erkenntnis der Weisheit für deine Seele sein; wenn du es gefunden hast, dann wird es eine Belohnung geben, und deine Erwartung wird nicht abgeschnitten.

15 Warte nicht, o Gottloser, auf die Wohnung des Gerechten; Verdirb nicht seine Ruhestätte;

16 Denn ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf; aber die Gottlosen werden ins Unheil verfallen.

17 Freue dich nicht, wenn dein Feind fällt, und lass dein Herz nicht froh sein, wenn er stolpert;

18 Damit der Herr es nicht sieht und es ihm missfällt und er seinen Zorn von ihm abwendet.

19 Ärgere dich nicht über die Bösen, und sei nicht neidisch auf die Gottlosen;

20 Denn für den Bösen wird es keinen Lohn geben; die Kerze der Gottlosen soll ausgelöscht werden.

21 Mein Sohn, fürchte den Herrn und den König; und misch dich nicht mit denen ein, die sich ändern wollen.

22 Denn plötzlich kommt ihr Unheil; und wer kennt den Untergang von ihnen beiden?

23 Auch diese Dinge gehören den Weisen. Es ist nicht gut, im Gericht Respekt vor Personen zu haben.

24 Wer zu den Gottlosen spricht: Du bist gerecht; Ihn werden die Völker verfluchen, Völker werden ihn verabscheuen.

25 Die aber ihn zurechtweisen, werden Freude haben, und ein guter Segen wird über sie kommen.

26 Jeder Mann wird seine Lippen küssen, die eine rechte Antwort geben.

27 Bereite draußen dein Werk vor und mache es dir auf dem Felde zurecht; und danach baue dein Haus.

28 Sei nicht grundlos Zeuge gegen deinen Nächsten; und betrüge nicht mit deinen Lippen.

29 Sag nicht: Ich will ihm tun, wie er mir getan hat; Ich werde dem Mann nach seinem Werk vergelten.

30 Ich ging an den Feldern der Faulen vorbei und an den Weinbergen der Unverständigen;

31 Und siehe, es war ganz mit Dornen überwuchert, und Brennnesseln hatten sein Gesicht bedeckt, und seine Steinmauer war eingestürzt.

32 Dann sah ich und dachte es gut; Ich sah es mir an und erhielt Anweisungen.

33 Doch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten zum Schlafen;

34 So wird deine Armut kommen wie ein Wanderer; und dein Mangel wie ein bewaffneter Mann. 


KAPITEL 25

Beobachtungen über Könige und Ursachen von Streitigkeiten.

1 Dies sind auch Sprüche Salomos, die die Männer Hiskias, des Königs von Juda, abgeschrieben haben.

2 Es ist die Herrlichkeit Gottes, etwas zu verbergen; aber die Ehre der Könige ist es, eine Sache zu erforschen.

3 Der Himmel wegen der Höhe und die Erde wegen der Tiefe, und das Herz der Könige ist unerforschlich.

4 Entferne die Schlacken vom Silber, und es wird ein Gefäß für das feinere hervorkommen.

5 Entferne die Gottlosen vor dem König, und sein Thron soll in Gerechtigkeit aufgerichtet werden.

6 Tritt nicht vor den König und tritt nicht an die Stelle der Großen;

7 Denn es ist besser, wenn zu dir gesagt wird: Komm herauf! als dass du vor dem Fürsten, den deine Augen gesehen haben, erniedrigt würdest.

8 Ziehe nicht eilig aus, um zu kämpfen, damit du nicht weißt, was du am Ende tun sollst, wenn dein Nächster dich beschämt hat.

9 Erörtere deine Sache mit deinem Nächsten selbst; und enthülle einem anderen kein Geheimnis;

10 Damit nicht der, der es hört, dich beschämt und deine Schande sich nicht wende.

11 Ein richtig gesprochenes Wort ist wie goldene Äpfel auf silbernen Bildern.

12 Wie ein goldener Ohrring und ein Schmuck aus feinem Gold, so ist ein weiser Tadler auf ein gehorsames Ohr.

13 Wie die Kälte des Schnees zur Erntezeit, so ist ein treuer Bote denen, die ihn senden; denn er erfrischt die Seele seiner Herren.

14 Wer sich einer falschen Gabe rühmt, ist wie Wolken und Wind ohne Regen.

15 Durch Nachsicht wird ein Fürst überredet, und eine sanfte Zunge bricht das Gebein.

16 Hast du Honig gefunden? iss so viel, wie dir reicht, damit du nicht davon satt wirst, und erbrich es.

17 Zieh deinen Fuß vom Haus deines Nächsten zurück; damit er deiner nicht überdrüssig wird und dich so hasst.

18 Ein Mann, der gegen seinen Nächsten falsches Zeugnis ablegt, ist ein Hammer, ein Schwert und ein scharfer Pfeil.

19 Das Vertrauen in einen untreuen Mann in Zeiten der Not ist wie ein abgebrochener Zahn und ein verrenkter Fuß.

20 Wie einer, der bei kaltem Wetter ein Kleid auszieht, und wie Essig auf Salpeter, also ist er, der schweren Herzens Lieder singt.

21 Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm Brot zu essen; und wenn er durstig ist, gib ihm Wasser zu trinken;

22 Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der Herr wird es dir vergelten.

23 Der Nordwind vertreibt Regen; so ist ein zorniges Antlitz eine lästernde Zunge.

24 Es ist besser, in der Ecke des Daches zu wohnen, als mit einer streitenden Frau und in einem weitläufigen Haus.

25 Wie kaltes Wasser einer durstigen Seele, so ist eine gute Nachricht aus einem fernen Land.

26 Ein Gerechter, der vor den Gottlosen hinfällt, ist wie eine unruhige Quelle und eine verderbte Quelle.

27 Es ist nicht gut, viel Honig zu essen; Daher ist es nicht Ruhm, wenn Menschen ihren eigenen Ruhm suchen.

28 Wer seinen eigenen Geist nicht beherrscht, ist wie eine verfallene Stadt ohne Mauern. 


KAPITEL 26

Beobachtungen über Narren, Faulpelze und Wichtigtuer.  

1 Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so gebührt einem Toren Ehre nicht.

2 Wie der Vogel umherirrt, wie die Schwalbe im Flug, so kommt der grundlose Fluch nicht.

3 Eine Peitsche für das Pferd, ein Zaum für den Esel und eine Rute für den Rücken des Narren.

4 Antworte nicht einem Narren nach seiner Torheit, damit du nicht auch ihm gleich wirst.

5 Antworte einem Dummkopf nach seiner Torheit, damit er nicht weise ist in seiner eigenen Einbildung.

6 Wer eine Botschaft durch die Hand eines Narren sendet, der haut die Füße ab und trinkt Schaden.

7 Die Beine der Lahmen sind ungleich; so ist ein Gleichnis aus Narrenmund.

8 Wie einer, der einen Stein in eine Schleuder bindet, also ist er, der einem Narren Ehre gibt.

9 Wie ein Dorn in die Hand eines Trunkenbolds geht, so ist ein Gleichnis im Mund der Toren.

10 Der große Gott, der alles geschaffen hat, belohnt sowohl den Narren als auch die Übertreter.

11 Wie ein Hund zu seinem Speichel zurückkehrt, so kehrt ein Narr zu seiner Torheit zurück.

12 Siehst du einen Mann, der in seinem eigenen Dünkel weise ist? es gibt mehr Hoffnung auf einen Narren als auf ihn.

13 Der Faule spricht: Ein Löwe ist im Wege; Ein Löwe ist in den Straßen.

14 Wie sich die Tür in seinen Angeln dreht, so dreht sich der Faule auf seinem Bett.

15 Der Faule verbirgt seine Hand in seinem Busen; es schmerzt ihn, es wieder zu seinem Mund zu bringen.

16 Der Faule ist klüger in seinem eigenen Dünkel als sieben Männer, die einen Grund haben können.

17 Wer vorübergeht und sich in Streit einmischt, der ihm nicht gehört, ist wie einer, der einen Hund bei den Ohren packt.

18 Wie ein Wahnsinniger, der Feuerbrände, Pfeile und Tod wirft,

19 So geht es dem Mann, der seinen Nächsten betrügt und sagt: Bin ich nicht ein Scherz?

20 Wo kein Holz ist, da geht das Feuer aus; Wo also kein Redner ist, hört der Streit auf.

21 Wie Kohlen zu glühenden Kohlen und Holz zum Feuer; so ist ein streitsüchtiger Mann, Streit zu entfachen.

22 Die Worte eines Redners sind wie Wunden, und sie gehen bis ins Innerste des Leibes.

23 Brennende Lippen und ein böses Herz sind wie eine Tonscherbe, die mit silberner Schlacke bedeckt ist.

24 Wer hasst, der verstellt sich mit seinen Lippen und häuft Betrug in sich auf;

25 Wenn er schön redet, glaubt ihm nicht; denn in seinem Herzen sind sieben Greuel.

26 Wessen Haß mit Betrug bedeckt ist, dessen Bosheit soll vor der ganzen Gemeinde gezeigt werden.

27 Wer eine Grube gräbt, wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückfallen.

28 Eine Lügenzunge hasst die, die von ihr bedrängt werden; und ein schmeichelnder Mund wirkt Verderben. 


KAPITEL 27

Selbstliebe – Wahre Liebe – Beleidigungen – Haushaltsführung.

1 Rühme dich nicht des Morgens; denn du weißt nicht, was ein Tag hervorbringen kann.

2 Lass dich von einem anderen preisen und nicht von deinem eigenen Mund; ein Fremder, und nicht deine eigenen Lippen.

3 Ein Stein ist schwer und der Sand schwer; aber der Zorn eines Narren ist schwerer als sie beide.

4 Zorn ist grausam, und Zorn ist ungeheuerlich; aber wer kann vor Neid bestehen?

5 Offene Zurechtweisung ist besser als heimliche Liebe.

6 Treu sind die Wunden eines Freundes; aber die Küsse eines Feindes sind trügerisch.

7 Die volle Seele verabscheut eine Honigwabe; aber der hungrigen Seele ist alles Bittere süß.

8 Wie ein Vogel, der von seinem Nest abwandert, so ist ein Mann, der von seinem Ort abwandert.

9 Salbe und Wohlgeruch erfreuen das Herz; so tut die Süße des Freundes eines Mannes durch herzlichen Rat.

10 Verlass deinen eigenen Freund und den Freund deines Vaters nicht; gehe auch nicht in das Haus deines Bruders am Tag deines Unglücks; denn besser ist ein Nachbar in der Nähe als ein Bruder in der Ferne.

11 Mein Sohn, sei weise und erfreue mein Herz, damit ich dem antworten kann, der mich schmäht.

12 Ein kluger Mann sieht das Böse voraus und verbirgt sich; aber die einfach weitergeben und bestraft werden.

13 Nimm sein Gewand, das einem Fremden bürgt, und verpfände ihn für eine fremde Frau.

14 Wer seinen Freund mit lauter Stimme segnet und frühmorgens aufsteht, dem wird es als Fluch gelten.

15 Ein ständiges Tropfen an einem sehr regnerischen Tag und eine streitsüchtige Frau sind gleich.

16 Wer sie verbirgt, verbirgt den Wind und das Öl seiner rechten Hand, das sich verfärbt.

17 Eisen schärft Eisen; so schärft ein Mann das Antlitz seines Freundes.

18 Wer den Feigenbaum pflegt, der soll seine Frucht essen; so wird geehrt, wer seinem Herrn dient.

19 Wie im Wasser Angesicht zu Angesicht antwortet, so das Herz des Menschen dem Menschen.

20 Hölle und Zerstörung sind niemals voll; daher sind die Augen der Menschen niemals zufrieden.

21 wie der Schmelztiegel für Silber und der Schmelzofen für Gold; so ist ein Mann zu seinem Lob.

22 Auch wenn du einen Narren im Mörser unter Weizen mit einem Stößel brüllst, wird seine Torheit nicht von ihm weichen.

23 Sei fleißig, den Zustand deiner Herden zu kennen, und achte gut auf deine Herden;

24 Denn Reichtümer sind nicht ewig; und bleibt die Krone von Generation zu Generation?

25 Das Heu erscheint, und das zarte Gras zeigt sich, und Kräuter der Berge werden gesammelt.

26 Die Lämmer sind für deine Kleidung, und die Ziegen sind der Preis des Feldes.

27 Und du sollst genug Ziegenmilch haben für deine Nahrung, für die Nahrung deines Hauses und für den Unterhalt deiner Mägde. 


KAPITEL 28

Von Gottlosigkeit und religiöser Integrität.

1 Die Gottlosen fliehen, wenn niemand sie verfolgt; aber der Gerechte ist kühn wie ein Löwe.

2 Wegen der Übertretung eines Landes sind viele seine Fürsten; aber durch einen verständigen und wissenden Mann wird dessen Stand verlängert.

3 Ein armer Mann, der die Armen unterdrückt, ist wie ein strömender Regen, der keine Nahrung hinterlässt.

4 Die das Gesetz verlassen, preisen die Gottlosen; aber die das Gesetz halten, streiten mit ihnen.

5 Böse Menschen verstehen kein Urteil; aber die den Herrn suchen, verstehen alles.

6 Besser ist der Arme, der in seiner Geradheit wandelt, als der Verkehrte in seinen Wegen, obwohl er reich ist.

7 Wer das Gesetz hält, ist ein weiser Sohn; aber wer ein Gefährte von aufrührerischen Männern ist, beschämt seinen Vater.

8 Wer durch Wucher und ungerechten Gewinn sein Vermögen vermehrt, der soll es dem einsammeln, der sich der Armen erbarmt.

9 Wer sein Ohr abwendet, das Gesetz zu hören, dessen Gebet wird ein Greuel sein.

10 Wer den Gerechten auf böse Weise irreführt, der wird selbst in seine eigene Grube fallen; aber die Rechtschaffenen werden gute Dinge in Besitz haben.

11 Der Reiche ist weise in seinem eigenen Dünkel; aber der Arme, der Verstand hat, sucht ihn.

12 Wenn Gerechte sich freuen, gibt es große Herrlichkeit; aber wenn die Bösen aufstehen, ist ein Mann verborgen.

13 Wer seine Sünden zudeckt, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und verläßt, dem wird es gnädig sein.

14 Glücklich ist der Mann, der sich immer fürchtet; aber wer sein Herz verhärtet, wird ins Unheil verfallen.

15 wie ein brüllender Löwe und ein wilder Bär; so ist ein böser Herrscher über die armen Leute.

16 Der Fürst, der Verständnis will, ist auch ein großer Unterdrücker; aber wer Habgier hasst, wird seine Tage verlängern.

17 Wer dem Blut eines Menschen Gewalt antun will, wird in die Grube fliehen; lass ihn niemand aufhalten.

18 Wer aufrecht wandelt, wird gerettet werden; aber wer auf seinen Wegen verkehrt ist, wird sofort fallen.

19 Wer sein Land bebaut, wird Brot in Hülle und Fülle haben; aber wer eitlen Leuten nachfolgt, wird Armut genug haben.

20 Ein treuer Mann wird reich gesegnet; aber wer reich werden will, wird nicht unschuldig sein.

21 Ansehen der Person ist nicht gut; denn für ein Stück Brot wird der Mensch sündigen.

22 Wer eilt, reich zu werden, hat einen bösen Blick und denkt nicht daran, dass Armut über ihn kommen wird.

23 Wer einen Menschen zurechtweist, wird später mehr Gunst finden, als wer mit der Zunge schmeichelt.

24 Wer seinen Vater oder seine Mutter beraubt und sagt: Das ist keine Übertretung; das gleiche ist der Begleiter eines Zerstörers.

25 Wer ein stolzes Herz hat, erregt Streit; wer aber auf den Herrn vertraut, wird fett.

26 Wer auf sein eigenes Herz vertraut, ist ein Narr; aber wer weise wandelt, der wird errettet werden.

27 Wer dem Armen gibt, dem wird es nicht mangeln; aber wer seine Augen verbirgt, wird mancher Fluch haben.

28 Wenn die Gottlosen aufstehen, verstecken sich die Menschen; aber wenn sie zugrunde gehen, vermehren sich die Gerechten. 


KAPITEL 29

Regierung – Von Wut, Stolz, Diebstahl, Feigheit und Korruption.

1 Wer oft getadelt wird und seinen Hals verhärtet, wird plötzlich vernichtet werden, und das ohne Heilmittel.

2 Wenn die Gerechten an der Macht sind, freut sich das Volk; aber wenn der Gottlose herrscht, trauert das Volk.

3 Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer aber mit Dirnen Gesellschaft hat, vergeudet seine Habe.

4 Der König richtet das Land durch Gericht ein; aber wer Geschenke empfängt, stürzt sie.

5 Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, breitet ein Netz für seine Füße aus.

6 In der Übertretung eines bösen Menschen liegt eine Schlinge; aber der Gerechte singt und freut sich.

7 Der Gerechte achtet auf die Sache der Armen; aber der Gottlose will es nicht wissen.

8 Verächtliche Männer bringen eine Stadt in eine Schlinge; aber Weise wenden den Zorn ab.

9 Wenn ein weiser Mann mit einem törichten Mann streitet, ob er wütet oder lacht, gibt es keine Ruhe.

10 Die Blutrünstigen hassen die Aufrichtigen; aber der Gerechte sucht seine Seele.

11 Ein Narr spricht sein ganzes Gemüt aus; aber ein weiser Mann behält es für später.

12 Wenn ein Herrscher auf Lügen hört, sind alle seine Diener böse.

13 Der Arme und der Betrüger begegnen sich; der Herr erhellt ihre beiden Augen.

14 Der Thron des Königs, der die Armen treu richtet, wird für immer feststehen.

15 Rute und Zurechtweisung geben Weisheit; aber ein sich selbst überlassenes Kind macht seiner Mutter Schande.

16 Wenn die Gottlosen sich vermehren, nimmt die Übertretung zu; aber die Gerechten werden ihren Fall sehen.

17 Richte deinen Sohn zurecht, und er wird dir Ruhe geben; ja, er wird deiner Seele Freude bereiten.

18 Wo keine Vision ist, gehen die Menschen zugrunde; aber wer das Gesetz hält, der ist glücklich.

19 Ein Diener wird nicht durch Worte zurechtgewiesen; denn obwohl er versteht, wird er nicht antworten.

20 Siehst du einen Mann, der in seinen Worten hastig ist? es gibt mehr Hoffnung auf einen Narren als auf ihn.

21 Wer seinen Diener von Kindesbeinen an zart erzieht, soll am Ende sein Sohn werden.

22 Ein zorniger Mann erregt Streit, und ein wütender Mann wird reich an Übertretungen.

23 Der Stolz eines Mannes wird ihn erniedrigen; aber die Ehre wird den Demütigen stützen.

24 Wer sich mit einem Dieb verbündet, hasst seine eigene Seele; er hört fluchen und verrät es nicht.

25 Menschenfurcht bringt eine Schlinge; wer aber auf den Herrn vertraut, wird sicher sein.

26 Viele suchen die Gunst des Herrschers; aber jedermanns Gericht kommt vom Herrn.

27 Ein Ungerechter ist dem Gerechten ein Gräuel; und wer auf dem Weg ist, ist dem Gottlosen ein Gräuel. 


KAPITEL 30

Agurs Geständnis und Gebet – Eltern sind nicht zu verachten – Zorn soll verhindert werden.

1 Die Worte von Agur, dem Sohn von Jakeh, sogar die Prophezeiung; Der Mann sprach zu Ithiel, sogar zu Ithiel und Ucal,

2 Wahrlich, ich bin brutaler als irgendein Mensch und habe nicht den Verstand eines Menschen.

3 Ich habe weder Weisheit gelernt, noch habe ich die Kenntnis des Heiligen.

4 Wer ist in den Himmel aufgefahren oder herabgestiegen? Wer hat den Wind in seine Fäuste gesammelt? Wer hat die Wasser in ein Kleid gebunden? Wer hat alle Enden der Erde befestigt? Wie heißt er, und wie heißt sein Sohn, wenn du es weißt?

5 Jedes Wort Gottes ist rein; Er ist ein Schild denen, die auf ihn vertrauen.

6 Füge seinen Worten nichts hinzu, damit er dich nicht tadelt und du als Lügner entlarvt wirst.

7 Zweierlei habe ich von dir verlangt; verweigere sie mir nicht, bevor ich sterbe;

8 Nimm fern von mir Eitelkeit und Lüge; gib mir weder Armut noch Reichtum; füttere mich mit Essen, das für mich bequem ist;

9 Damit ich nicht satt werde und dich verleugne und sage: Wer ist der Herr? oder dass ich nicht arm werde und stehle und den Namen meines Gottes missbrauche.

10 Beschuldige keinen Diener seines Herrn, damit er dich nicht verfluche und du für schuldig befunden wirst.

11 Es gibt eine Generation, die ihren Vater verflucht und ihre Mutter nicht segnet.

12 Es gibt eine Generation, die in ihren eigenen Augen rein ist und doch nicht von ihrem Schmutz gewaschen ist.

13 Es gibt eine Generation, oh, wie hoch sind ihre Augen! und ihre Augenlider sind gehoben.

14 Es gibt eine Generation, deren Zähne wie Schwerter sind und deren Backenzähne wie Messer sind, um die Armen von der Erde und die Bedürftigen unter den Menschen zu verschlingen.

15 Der Rossegel hat zwei Töchter, die rufen: Gib, gib! Es gibt drei Dinge, die niemals zufrieden sind, ja, vier Dinge sagen nicht: Es ist genug;

16 Das Grab; und der unfruchtbare Schoß; die Erde, die nicht mit Wasser gefüllt ist; und das Feuer, das nicht sagt: Es ist genug.

17 Ein Auge, das seinen Vater verspottet und es verachtet, seiner Mutter zu gehorchen, die Raben des Tals werden es pflücken, und die jungen Adler werden es fressen.

18 Es gibt drei Dinge, die zu wunderbar für mich sind, ja, vier, die ich nicht kenne;

19 Der Weg eines Adlers in der Luft; der Weg einer Schlange auf einem Felsen; der Weg eines Schiffes mitten im Meer; und der Weg eines Mannes mit einer Magd.

20 So ist der Weg einer ehebrecherischen Frau; sie isst und wischt sich den Mund ab und spricht: Ich habe nichts Böses getan.

21 Wegen dreier Dinge ist die Erde unruhig, und wegen vier, die sie nicht ertragen kann;

22 Für einen Diener, wenn er regiert; und ein Narr, wenn er mit Fleisch satt ist;

23 Für eine verhasste Frau, wenn sie verheiratet ist; und eine Magd, die Erbe ihrer Herrin ist.

24 Vier Dinge sind gering auf der Erde, aber sie sind überaus weise;

25 Die Ameisen sind ein schwaches Volk, dennoch bereiten sie ihr Fleisch im Sommer zu;

26 Die Conies sind nur ein schwaches Volk, und doch bauen sie ihre Häuser in den Felsen;

27 Die Heuschrecken haben keinen König, und doch ziehen sie alle in Banden aus;

28 Die Spinne hält mit ihren Händen fest und ist in den Palästen der Könige.

29 Es gibt drei Dinge, die gut gehen, ja, vier sind schön im Gehen;

30 Ein Löwe, der stärkste unter den Tieren, der sich von keinem abwendet;

31 Ein Windhund; ein Ziegenbock auch; und ein König, gegen den es keinen Aufstand gibt.

32 Wenn du töricht warst, dich zu erheben, oder wenn du Böses gedacht hast, lege deine Hand auf deinen Mund.

33 Wahrlich, das Buttern von Milch bringt Butter hervor und das Nasenrümpfen bringt Blut hervor; so bringt der Zwang des Zorns Streit hervor. 


KAPITEL 31

Keuschheit und Mäßigkeit – Eigenschaften einer guten Ehefrau.

1 Die Worte von König Lemuel, die Prophezeiung, die ihn seine Mutter gelehrt hat.

2 Was, mein Sohn? und was, der Sohn meines Leibes? und was, der Sohn meiner Gelübde?

3 Gib deine Kraft nicht den Frauen und deine Wege nicht dem, was Könige vernichtet.

4 Es steht den Königen nicht zu, o Lemuel, es steht den Königen nicht zu, Wein zu trinken; noch für Prinzen starkes Getränk;

5 Damit sie nicht trinken und das Gesetz vergessen und das Urteil eines der Bedrängten verkehren.

6 Gebt starkes Getränk denen, die dem Untergang geweiht sind, und Wein denen, die schweren Herzens sind.

7 Lass ihn trinken und vergiss seine Armut und denke nicht mehr an sein Elend.

8 Öffne deinen Mund für die Stummen in der Sache aller, die zur Vernichtung bestimmt sind.

9 Öffne deinen Mund, richte gerecht und vertrete die Sache der Armen und Bedürftigen.

10 Wer findet eine tugendhafte Frau? denn ihr Preis liegt weit über Rubinen.

11 Das Herz ihres Mannes vertraut sicher auf sie, sodass er keine Beute braucht.

12 Sie wird ihm Gutes tun und nicht Böses ihr Leben lang.

13 Sie sucht Wolle und Flachs und arbeitet gern mit ihren Händen.

14 Sie ist wie die Schiffe der Kaufleute; sie bringt ihr Essen von fern.

15 Sie steht auch auf, während es noch Nacht ist, und gibt ihrem Haus Fleisch und ihren Mägden eine Portion.

16 Sie betrachtet ein Feld und kauft es; mit der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.

17 Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme.

18 Sie erkennt, dass ihre Waren gut sind; ihre Kerze erlischt bei Nacht nicht.

19 Sie legt ihre Hände an die Spindel, und ihre Hände halten den Spinnrocken.

20 Sie streckt ihre Hand nach den Armen aus; ja, sie reicht den Bedürftigen ihre Hände.

21 Sie hat keine Angst vor dem Schnee für ihren Haushalt; denn ihr ganzes Haus ist mit Scharlach bekleidet.

22 Sie macht sich Decken aus Gobelin; ihre Kleidung ist Seide und Purpur.

23 Ihr Mann ist in den Toren bekannt, wenn er unter den Ältesten des Landes sitzt.

24 Sie macht feine Leinwand und verkauft sie; und liefert dem Kaufmann Gürtel.

25 Stärke und Ehre sind ihre Kleider; und sie wird sich über die kommende Zeit freuen.

26 Sie öffnet ihren Mund mit Weisheit; und in ihrer Zunge ist das Gesetz der Güte.

27 Sie achtet auf die Wege ihres Hauses und isst nicht das Brot der Müßiggänger.

28 Ihre Kinder stehen auf und preisen sie selig; auch ihr Mann, und er lobt sie.

29 Viele Töchter haben Tugend getan, aber du übertriffst sie alle.

30 Gunst ist trügerisch, und Schönheit ist eitel; aber eine Frau, die den Herrn fürchtet, sie wird gelobt werden.

31 Gib ihr von der Frucht ihrer Hände; und lass ihre eigenen Werke sie in den Toren preisen.

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