Das Buch Mosia

Das Buch Mosia
Kapitel 1

1 Und nun gab es im ganzen Land Zarahemla unter allem Volk, das König Benjamin gehörte, keinen Streit mehr, sodass König Benjamin für den Rest seiner Tage beständigen Frieden hatte.
2 Und es begab sich: Er hatte drei Söhne; und er nannte ihre Namen Mosia und Helorum und Helaman.
3 Und er ließ sie in der ganzen Sprache seiner Väter unterrichten, damit sie dadurch verständige Männer würden; und damit sie die Prophezeiungen wüssten, die durch den Mund ihrer Väter gesprochen und ihnen durch die Hand des Herrn überbracht worden waren.
4 Und er belehrte sie auch über die Aufzeichnungen, die auf den Messingplatten eingraviert waren, und sprach: Meine Söhne, ich möchte, dass ihr daran denkt, dass wir ohne diese Platten, die diese Aufzeichnungen und diese Gebote enthalten, gelitten haben müssten in Unwissenheit, sogar in dieser gegenwärtigen Zeit, die Geheimnisse Gottes nicht kennend:
5 Denn unser Vater Lehi hätte sich nicht an all diese Dinge erinnern können, um sie seinen Kindern beizubringen, außer mit Hilfe dieser Platten:
6 Da er in der Sprache der Ägypter unterrichtet worden war, konnte er diese Gravuren lesen und sie seinen Kindern beibringen, damit sie sie dadurch ihren Kindern beibringen und so die Gebote Gottes bis in diese Gegenwart erfüllen konnten Zeit.
7 Ich sage euch, meine Söhne: Wären nicht diese Dinge, die von der Hand Gottes bewahrt und bewahrt worden sind, damit wir seine Geheimnisse lesen und verstehen könnten und seine Gebote immer vor unseren Augen hätten, dass sogar unsere Väter wären im Unglauben versunken,
8 Und wir hätten wie unsere Brüder, die Lamaniten, sein sollen, die nichts über diese Dinge wissen oder ihnen nicht einmal glauben, wenn sie sie belehren, wegen der Überlieferungen ihrer Väter, die nicht richtig sind.
9 O meine Söhne, ich möchte, dass ihr daran denkt, dass diese Worte wahr sind; und auch, dass diese Aufzeichnungen wahr sind.
10 Und siehe, auch die Platten Nephis, die die Aufzeichnungen und die Reden unserer Väter von der Zeit an enthalten, als sie Jerusalem verließen, bis jetzt; und sie sind wahr; und wir können ihre Bürgschaft kennen, weil wir sie vor Augen haben.
11 Und nun, meine Söhne, möchte ich, dass ihr daran denkt, sie eifrig zu durchsuchen, damit ihr daraus Nutzen ziehen könnt;
12 Und ich möchte, dass ihr die Gebote Gottes haltet, damit es euch im Land wohl ergeht, gemäß den Verheißungen, die der Herr unseren Vätern gemacht hat.
13 Und noch vieles mehr lehrte König Benjamin seine Söhne, die nicht in diesem Buch niedergeschrieben sind.
14 Und es begab sich: Nachdem König Benjamin damit aufgehört hatte, seine Söhne zu lehren, dass er alt werde; und er sah, dass er sehr bald den Weg der ganzen Erde gehen musste; deshalb hielt er es für zweckmäßig, dass er einem seiner Söhne das Königreich übertrug.
15 Darum ließ er Mosia vor sich bringen; und dies sind die Worte, die er zu ihm sprach, nämlich: Mein Sohn, ich möchte, dass du in diesem ganzen Land, unter all diesem Volk oder dem Volk Zarahemla und dem Volk Mosia, die hier wohnen, eine Proklamation machen würdest Land, damit sie dadurch versammelt werden:
16 Denn morgen werde ich meinem Volk aus meinem eigenen Mund verkünden, dass du ein König und Herrscher über dieses Volk bist, das der Herr, unser Gott, uns gegeben hat.
17 Und außerdem werde ich diesem Volk einen Namen geben, damit es sich dadurch von allen Völkern unterscheidet, die der Herr, Gott, aus dem Land Jerusalem geführt hat; und das tue ich, weil sie ein eifriges Volk im Halten der Gebote des Herrn gewesen sind.
18 Und ich gebe ihnen einen Namen, der niemals ausgelöscht werden wird, es sei denn durch Übertretung.
19 Ja, und außerdem sage ich euch, wenn dieses hochbegünstigte Volk des Herrn in Übertretung verfallen und ein böses und ein ehebrecherisches Volk werden sollte, wird der Herr sie überliefern, so dass sie dadurch schwach werden wie ihresgleichen Brüder;

20 Und er wird sie nicht mehr durch seine unvergleichliche und wunderbare Macht bewahren, wie er bisher unsere Väter bewahrt hat.
21 Denn ich sage euch, wenn er nicht seinen Arm ausgestreckt hätte, um unsere Väter zu bewahren, müssten sie in die Hände der Lamaniten gefallen und Opfer ihres Hasses geworden sein.
22 Und es begab sich: Nachdem König Benjamin mit diesen Worten seinem Sohn ein Ende gemacht hatte, übertrug er ihm die Verantwortung für alle Angelegenheiten des Königreichs.
23 Und überdies gab er ihm auch Auftrag über die Aufzeichnungen, die auf den Messingplatten eingraviert waren; und auch die Platten Nephis;
24 und auch das Schwert von Laban und die Kugel oder der Lenker, der unsere Väter durch die Wüste führte, die von der Hand des Herrn bereitet war, damit sie dadurch geführt würden, jeder gemäß der Aufmerksamkeit und dem Eifer, den sie haben gab ihm.
25 Da sie nun untreu waren, ging es ihnen nicht gut und sie kamen auf ihrer Reise nicht voran, sondern sie wurden zurückgetrieben und zogen sich das Missfallen Gottes über sie;
26 Und deshalb wurden sie von Hunger und schweren Bedrängnissen heimgesucht, um sie in Erinnerung an ihre Pflicht aufzurütteln.
27 Und nun begab es sich: Mosia ging hin und tat, was sein Vater ihm geboten hatte, und verkündete es dem ganzen Volk, das im Land Zarahemla war, damit sie sich versammeln könnten, um zum Tempel hinaufzugehen hört die Worte, die sein Vater zu ihnen sprechen sollte.
28 Und es begab sich: Nachdem Mosia getan hatte, was sein Vater ihm geboten hatte, und im ganzen Land eine Proklamation gemacht hatte, versammelte sich das Volk im ganzen Land, um hinauf zum Tempel zu gehen, um das zu hören Worte, die König Benjamin zu ihnen sprechen sollte.
29 Und es war eine große Zahl, sogar so viele, dass man sie nicht zählte; denn sie hatten sich sehr vermehrt und waren groß geworden im Land.
30 Und sie nahmen auch von den Erstlingen ihrer Herden, um Schlachtopfer und Brandopfer darzubringen, nach dem Gesetz des Mose;
31 und auch, damit sie dem Herrn, ihrem Gott, danken, der sie aus dem Land Jerusalem geführt und aus den Händen ihrer Feinde errettet und gerechte Männer zu ihren Lehrern bestimmt hat und auch ein gerechter Mann, um ihr König zu sein,
32 die im Land Zarahemla Frieden gestiftet und sie gelehrt hatten, die Gebote Gottes zu halten, damit sie sich darüber freuen und von Liebe zu Gott und allen Menschen erfüllt würden.
33 Und es begab sich: Als sie zum Tempel hinaufkamen, schlugen sie ihre Zelte ringsum auf, jeder Mann nach seiner Familie, bestehend aus seiner Frau und seinen Söhnen und seinen Töchtern und ihren Söhnen und ihren Töchtern, vom Ältesten bis zum Jüngsten, jede Familie getrennt, eine von der anderen;
34 Und sie schlugen ihre Zelte um den Tempel herum auf, wobei jeder sein Zelt mit der Tür zum Tempel hin hatte, damit sie in ihren Zelten bleiben und die Worte hören könnten, die König Benjamin zu ihnen sprechen sollte;
35 Denn die Menge war so groß, dass König Benjamin sie nicht alle innerhalb der Mauern des Tempels lehren konnte; darum ließ er einen Turm errichten; damit sein Volk die Worte höre, die er zu ihnen sprechen sollte.
36 Und es begab sich: Er begann vom Turm aus zu seinem Volk zu sprechen; und sie konnten wegen der großen Menge nicht alle seine Worte hören;
37 Darum ließ er die Worte, die er sprach, aufschreiben und unter denen aussenden, die nicht unter dem Klang seiner Stimme waren, damit auch sie seine Worte empfingen.
38 Und dies sind die Worte, die er sprach und aufschreiben ließ, nämlich: Meine Brüder, ihr alle, die ihr euch versammelt habt, ihr, die ihr meine Worte hören könnt, die ich heute zu euch sprechen werde:
39 Denn ich habe euch nicht geboten, heraufzukommen, um mit den Worten, die ich sprechen werde, herumzuspielen, sondern damit ihr auf mich hört und eure Ohren öffnet, damit ihr höret, und euer Herz, damit ihr versteht, und euren Sinn die Mysterien Gottes können sich vor eurer Sicht entfalten.
40 Ich habe euch nicht befohlen, hierher zu kommen, damit ihr mich fürchtet oder denkt, dass ich von mir aus mehr als ein sterblicher Mensch bin;
41 Aber ich bin wie ihr allen körperlichen und geistigen Gebrechen unterworfen;
42 Doch da ich von diesem Volk auserwählt und von meinem Vater geweiht wurde und von der Hand des Herrn geduldet wurde, dass ich ein Herrscher und ein König über dieses Volk sein sollte; und sind durch seine unvergleichliche Macht bewahrt und bewahrt worden, um dir mit all der Macht, dem Sinn und der Kraft zu dienen, die der Herr mir verliehen hat;
43 Ich sage euch, da mir gestattet wurde, meine Tage in eurem Dienst zu verbringen, sogar bis zu dieser Zeit, und ich weder Gold noch Silber noch irgendeinen Reichtum von euch gesucht habe;
44 Ich habe nicht geduldet, dass ihr in Kerker gesperrt werdet, dass ihr einander zu Sklaven macht, dass ihr mordet oder plündert oder stiehlt oder Ehebruch begeht,
45 Oder sogar ich habe nicht zugelassen, dass ihr irgendeine Art von Bosheit begeht, und habe euch gelehrt, dass ihr die Gebote des Herrn halten sollt in allem, was er euch geboten hat;
46 Und auch ich selbst habe mit meinen eigenen Händen gearbeitet, damit ich euch dienen kann und damit ihr nicht mit Steuern belastet werdet und nichts über euch komme, was schwer zu tragen wäre; und von all diesen Dingen, die ich gesagt habe, seid ihr selbst heute Zeugen.
47 Doch, meine Brüder, ich habe dies nicht getan, um mich zu rühmen, noch sage ich dies, um euch dadurch anzuklagen; aber ich sage euch diese Dinge, damit ihr wisst, dass ich heute vor Gott mit reinem Gewissen antworten kann.
48 Siehe, ich sage euch, weil ich euch gesagt habe, dass ich meine Tage in eurem Dienst verbracht habe, möchte ich mich nicht rühmen, denn ich bin nur im Dienst Gottes gewesen.
49 Und siehe, ich sage euch dies, damit ihr Weisheit lernt; damit ihr lernt, dass ihr nur im Dienst eures Gottes seid, wenn ihr euren Mitmenschen dient.
50 Siehe, ihr habt mich euren König genannt; und wenn ich, den ihr euren König nennt, mich abmühet, um euch zu dienen, hättet ihr euch dann nicht abmühen sollen, einander zu dienen?
51 Und siehe, auch wenn ich, den ihr euren König nennt, der seine Tage in eurem Dienst verbracht hat und doch im Dienst Gottes war, irgendeinen Dank von euch verdiene, o wie hättet ihr euren himmlischen danken sollen König!
52 Ich sage euch, meine Brüder, wenn ihr all den Dank und das Lob, das eure ganze Seele zu besitzen vermag, dem Gott darbringen solltet, der euch erschaffen und bewahrt und bewahrt hat und dafür gesorgt hat, dass ihr euch freut , und hat gewährt, dass ihr in Frieden miteinander leben sollt;
53 Ich sage euch: Wenn ihr dem dient, der euch von Anfang an erschaffen hat und euch von Tag zu Tag bewahrt, indem ihr euch Atem leiht, damit ihr leben und euch bewegen und nach eurem eigenen Willen handeln könnt, und unterstützt Sie sogar von einem Moment zum anderen;
54 Ich sage, wenn ihr ihm mit ganzer Seele dienen würdet, würdet ihr doch unnütze Knechte sein.
55 Und siehe, alles, was er von dir verlangt, ist, seine Gebote zu halten; und er hat euch verheißen, dass es euch im Land wohl ergehen wird, wenn ihr seine Gebote haltet;
56 Und er weicht nie von dem ab, was er gesagt hat; darum, wenn ihr seine Gebote haltet, wird er euch segnen und euch gedeihen lassen.
57 Und nun, an erster Stelle, hat er euch erschaffen und euch euer Leben geschenkt, wofür ihr ihm zu Dank verpflichtet seid.
58 Und zweitens: Er verlangt von euch, dass ihr tut, was er euch geboten hat, und wenn ihr es tut, segnet er euch sofort; und deshalb hat er dich bezahlt.
59 Und ihr steht ihm noch immer in der Schuld; und sind und werden sein für immer und ewig; wessen also könnt ihr euch rühmen?
60 Und nun frage ich: Könnt ihr etwas von euch sagen? Ich antworte Ihnen, nein.
61 Ihr könnt nicht sagen, dass ihr so viel seid wie der Staub der Erde; dennoch seid ihr aus dem Staub der Erde erschaffen worden; aber siehe, es gehört dem, der euch erschaffen hat.
62 Und ich, ja ich, den ihr euren König nennt, bin nicht besser als ihr selbst; denn ich bin auch aus Staub.
63 Und ihr seht, dass ich alt bin und im Begriff bin, diese sterbliche Gestalt ihrer Mutter Erde zu überlassen;
64 Darum habe ich euch, wie ich euch gesagt habe, dass ich euch gedient habe, indem ich mit reinem Gewissen vor Gott gewandelt bin, genau so habe ich zu dieser Zeit veranlasst, dass ihr euch versammelt, damit ich für tadellos befunden werde und euer Blut nicht kommt über mich, wenn ich vor Gericht stehe von Gott über die Dinge, die er mir in Bezug auf euch geboten hat.
65 Ich sage euch, dass ich veranlasst habe, dass ihr euch versammelt, damit ich meine Kleider von eurem Blut reinige, zu dieser Zeit, da ich im Begriff bin, zu meinem Grab hinabzugehen,
66 Dass ich in Frieden hinabsteigen kann und mein unsterblicher Geist sich den Chören anschließen kann, um den Lobpreis eines gerechten Gottes zu singen.
67 Und außerdem sage ich euch, dass ich veranlasst habe, dass ihr euch versammeln solltet, damit ich euch erklären könnte, dass ich nicht länger euer Lehrer noch euer König sein kann;
68 Denn sogar zu dieser Zeit zittert mein ganzer Körper über die Maßen, während ich versuche, mit dir zu sprechen;
69 Aber der Herr, Gott, unterstützt mich und hat mir gewährt, dass ich zu euch sprechen sollte, und er hat mir geboten, dass ich euch heute verkünden soll, dass mein Sohn Mosia ein König und ein Herrscher über euch ist.
70 Und nun, meine Brüder, möchte ich, dass ihr tut, was ihr bisher getan habt.
71 Da ihr meine Gebote gehalten habt und auch die Gebote meines Vaters, und es euch gut gegangen ist und ihr davor bewahrt worden seid, in die Hände eurer Feinde zu fallen,
72 Auch wenn ihr die Gebote meines Sohnes oder die Gebote Gottes, die euch von ihm überliefert werden, halten werdet, wird es euch wohl ergehen im Land, und eure Feinde werden keine Macht über euch haben.
73 Aber o mein Volk, hütet euch davor, dass unter euch Streitigkeiten entstehen, und ihr gehorcht dem bösen Geist, von dem mein Vater Mosia gesprochen hat.
74 Denn siehe, ein Weh ist über den ausgesprochen, der diesem Geist gern gehorcht; denn wenn er ihm gern gehorcht und in seinen Sünden bleibt und stirbt, so trinkt er Verdammnis auf seine eigene Seele;
75 Denn er empfängt für seinen Lohn eine ewige Strafe, weil er gegen sein eigenes Wissen das Gesetz Gottes übertreten hat.
76 Ich sage euch, dass es unter euch keinen gibt, außer euren kleinen Kindern, die in diesen Dingen nicht belehrt worden sind, aber wer weiß, dass ihr eurem himmlischen Vater ewig verpflichtet seid,
77 Ihm alles zu erstatten, was Sie haben und was Sie haben und was Ihnen auch beigebracht wurde in Bezug auf die Aufzeichnungen, die die Prophezeiungen enthalten, die von den heiligen Propheten gesprochen wurden, sogar bis zu der Zeit, als unser Vater Lehi Jerusalem verließ; und auch alles, was bis jetzt von unseren Vätern gesprochen wurde.
78 Und siehe, sie sprachen auch das, was ihnen vom Herrn geboten wurde; deshalb sind sie gerecht und wahr.
79 Und nun sage ich euch, meine Brüder, nachdem ihr all diese Dinge gewusst und belehrt worden seid, wenn ihr übertreten und dem, was gesagt worden ist, widersprechen solltet, dass ihr euch vom Geist der Herr, damit es keinen Platz in dir hat, dich auf dem Weg der Weisheit zu führen, damit du gesegnet, gedeiht und bewahrt wirst.
80 Ich sage euch, dass der Mensch, der dies tut, derselbe in offener Rebellion gegen Gott herauskommt;
81 Darum will er gern dem bösen Geist gehorchen und wird ein Feind aller Gerechtigkeit;
82 Darum hat der Herr keinen Platz in ihm, denn er wohnt nicht in unheiligen Tempeln.
83 Wenn also dieser Mensch nicht umkehrt und ein Feind Gottes bleibt und stirbt, wecken die Forderungen der göttlichen Gerechtigkeit seine unsterbliche Seele zu einem lebhaften Gefühl seiner eigenen Schuld,
84 die ihn vor der Gegenwart des Herrn zurückschrecken lässt und seine Brust mit Schuld und Schmerz und Qual erfüllt, die wie ein unauslöschliches Feuer ist, dessen Flammen für immer und ewig emporsteigen.
85 Und nun sage ich euch, dass Barmherzigkeit keinen Anspruch auf diesen Mann hat; Daher besteht sein letztes Schicksal darin, eine nie endende Qual zu ertragen.
86 O all ihr alten Männer und auch ihr jungen Männer und ihr kleinen Kinder, die ihr meine Worte verstehen könnt (denn ich habe deutlich zu euch gesprochen, damit ihr es versteht)
87 Ich bete, dass ihr zu einer Erinnerung an die schreckliche Situation derer erwacht, die in Übertretung gefallen sind;
88 Und außerdem möchte ich, dass ihr an den gesegneten und glücklichen Zustand derer denkt, die die Gebote Gottes halten.
89 Denn siehe, sie sind in allen Dingen gesegnet, sowohl zeitlich als auch geistig;
90 Und wenn sie bis zum Ende treu ausharren, werden sie in den Himmel aufgenommen, damit sie dadurch bei Gott in einem Zustand nie endender Glückseligkeit wohnen können.
91 O denkt daran, denkt daran, dass diese Dinge wahr sind; denn Gott der Herr hat es gesprochen.
92 Und noch einmal, meine Brüder, möchte ich eure Aufmerksamkeit erregen, denn ich habe noch etwas mehr zu euch zu sagen:
93 Denn siehe, ich habe euch bezüglich dessen, was kommen wird, Dinge zu sagen; und die Dinge, die ich euch sagen werde, sind mir durch einen Engel von Gott kundgetan worden.
94 Und er sprach zu mir: Wach auf; und ich erwachte, und siehe, er stand vor mir.
95 Und er sprach zu mir: Erwache und höre die Worte, die ich dir sagen werde; denn siehe, ich bin gekommen, um dir frohe Botschaft großer Freude zu verkünden.
96 Denn der Herr hat deine Gebete erhört und hat über deine Gerechtigkeit gerichtet und hat mich gesandt, dir zu verkünden, damit du dich freuest; und dass du deinem Volk verkünden mögest, dass auch sie von Freude erfüllt seien.
97 Denn siehe, die Zeit kommt und ist nicht fern, dass der Herr, der Allmächtige, der regiert, der war und ist von aller Ewigkeit bis in alle Ewigkeit, mit Macht vom Himmel herabkommen wird unter den Menschenkindern und wird wohne in einem Tabernakel aus Lehm,

98 und werden unter die Menschen gehen und mächtige Wunder vollbringen, wie Kranke heilen, Tote auferwecken, Lahme wieder gehen lassen, Blinde sehend und Taube hörend machen und alle Arten von Krankheiten heilen;
99 Und er wird die Teufel austreiben oder die bösen Geister, die in den Herzen der Menschenkinder wohnen.
100 Und siehe, er wird Versuchungen und körperliche Schmerzen, Hunger, Durst und Erschöpfung erleiden, sogar mehr als ein Mensch ertragen kann, es sei denn bis zum Tod;
101 Denn siehe, Blut kommt aus allen Poren, so groß wird seine Qual sein wegen der Bosheit und der Gräuel seines Volkes.
102 Und er wird Jesus Christus genannt werden, der Sohn Gottes, der Vater des Himmels und der Erde, der Schöpfer aller Dinge, von Anfang an; und seine Mutter soll Maria heißen.
103 Und siehe, er kommt zu seinem Eigentum, damit die Errettung zu den Menschenkindern käme, sogar durch Glauben an seinen Namen;
104 Und nach alledem werden sie ihn für einen Menschen halten und sagen, er habe einen Teufel, und werden ihn geißeln und ihn kreuzigen.
105 Und er wird am dritten Tag von den Toten auferstehen; und siehe, er steht, um die Welt zu richten.
106 Und siehe, all diese Dinge werden getan, damit ein gerechtes Gericht über die Menschenkinder kommen könnte.
107 Denn siehe, und auch sein Blut sühnt für die Sünden derer, die durch die Übertretung Adams gefallen sind, die gestorben sind, ohne den Willen Gottes in Bezug auf sie zu kennen, oder die unwissentlich gesündigt haben.
108 Aber weh, weh dem, der weiß, dass er sich gegen Gott auflehnt; denn keinem solchen kommt die Errettung zu, es sei denn durch Reue und Glauben an den Herrn Jesus Christus.
109 Und Gott der Herr hat seine heiligen Propheten unter alle Menschenkinder gesandt, um diese Dinge allen Geschlechtern, Nationen und Sprachen zu verkünden, damit alle, die glauben, dass Christus kommen werde, dadurch Vergebung ihrer Sünden empfangen und sich freuen könnten mit überaus großer Freude, als wäre er schon unter sie gekommen.
110 Doch Gott der Herr sah, dass sein Volk ein halsstarriges Volk war, und er bestimmte ihnen ein Gesetz, nämlich das Gesetz Moses.
111 Und viele Zeichen und Wunder und Vorbilder und Schatten zeigte er ihnen in Bezug auf sein Kommen:
112 Und auch heilige Propheten sprachen zu ihnen über sein Kommen;
113 Und doch verhärteten sie ihr Herz und verstanden nicht, dass das Gesetz Moses nichts nützt, außer durch die Sühne seines Blutes;
114 Und selbst wenn es möglich wäre, dass kleine Kinder sündigen könnten, könnten sie nicht gerettet werden; aber ich sage euch, sie sind gesegnet;
115 Denn siehe, wie sie in Adam oder von Natur aus fallen, so sühnt das Blut Christi für ihre Sünden.
116 Und außerdem sage ich euch, dass kein anderer Name gegeben werden soll, noch irgendein anderer Weg oder Mittel, wodurch die Errettung zu den Menschenkindern kommen kann, nur in und durch den Namen Christi, des Herrn, des Allmächtigen.
117 Denn siehe, er richtet, und sein Urteil ist gerecht, und das Kind geht nicht zugrunde, das in seiner Kindheit stirbt;
118 Aber die Menschen trinken Verdammnis auf ihre eigene Seele, es sei denn, sie demütigen sich und werden wie kleine Kinder und glauben, dass die Erlösung in und durch das sühnende Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, war, ist und kommen wird:
119 Denn der natürliche Mensch ist ein Feind Gottes und war es seit dem Fall Adams und wird es sein für immer und ewig;
120 Wenn er aber den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgibt und den natürlichen Menschen ablegt und ein Heiliger wird, durch das Sühnopfer Christi, des Herrn, und wie ein Kind wird, unterwürfig, sanftmütig, demütig, geduldig, voll von Liebe, bereit, sich allem zu unterwerfen, was der Herr für angebracht hält, ihm aufzuerlegen, so wie ein Kind sich seinem Vater unterwirft.
121 Und außerdem sage ich euch, dass die Zeit kommen wird, wenn sich die Erkenntnis eines Erretters in jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk ausbreiten wird.
122 Und siehe, wenn diese Zeit kommt, wird niemand vor Gott als tadellos befunden werden, außer kleine Kinder, nur durch Reue und Glauben an den Namen des allmächtigen Herrn, Gottes;
123 Und selbst zu dieser Zeit, wenn du dein Volk die Dinge gelehrt haben wirst, die der Herr, dein Gott, dir geboten hat, selbst dann werden sie in den Augen Gottes nicht mehr als tadellos befunden, nur gemäß den Worten, die ich zu dir gesprochen habe .
124 Und nun habe ich die Worte gesprochen, die der Herr, Gott, mir befohlen hat.
125 Und so spricht der Herr: Sie werden am Tag des Gerichts als leuchtendes Zeugnis gegen dieses Volk dastehen;
126 Worüber sie gerichtet werden, ein jeder nach seinen Werken, ob sie gut oder ob sie böse sind;
127 Und wenn sie böse sind, werden sie einer schrecklichen Sicht ihrer eigenen Schuld und Abscheulichkeiten ausgeliefert, die sie vor der Gegenwart des Herrn zurückschrecken lassen, in einen Zustand des Elends und endloser Qual, aus dem sie nicht mehr zurückkehren können : darum haben sie Verdammnis zu ihrer eigenen Seele getrunken.
128 Darum haben sie aus dem Kelch des Zornes Gottes getrunken, den die Gerechtigkeit ihnen ebensowenig verweigern könnte, wie sie verneinen könnte, dass Adam fallen sollte, weil er von der verbotenen Frucht aß; daher konnte die Barmherzigkeit für immer keinen Anspruch mehr auf sie haben.
129 Und ihre Qual ist wie ein See aus Feuer und Schwefel, dessen Flammen unauslöschlich sind und dessen Rauch für immer und ewig aufsteigt.
130 So hat mir der Herr befohlen. Amen.

 

Mosia, Kapitel 2

1 Und nun begab es sich: Als König Benjamin damit fertig war, die Worte zu sprechen, die ihm der Engel des Herrn überbracht hatte, richtete er seine Augen auf die Menge, und siehe, sie waren gefallen die Erde, denn die Furcht des Herrn war über sie gekommen;
2 Und sie hatten sich selbst in ihrem eigenen fleischlichen Zustand betrachtet, noch weniger als der Staub der Erde.
3 Und sie alle riefen laut und mit einer Stimme und sprachen: O erbarme dich und wende das sühnende Blut Christi an, damit wir Vergebung unserer Sünden empfangen und unser Herz gereinigt werde.
4 Denn wir glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der Himmel und Erde und alle Dinge erschaffen hat, der unter die Menschenkinder herabkommen wird.
5 Und es begab sich: Nachdem sie diese Worte gesprochen hatten, kam der Geist des Herrn über sie, und sie wurden von Freude erfüllt,
6 Vergebung ihrer Sünden erhalten und ein ruhiges Gewissen wegen des überaus großen Glaubens, den sie an Jesus Christus hatten, der kommen sollte, gemäß den Worten, die König Benjamin zu ihnen geredet hatte.
7 Und König Benjamin öffnete wieder seinen Mund und fing an, zu ihnen zu sprechen, indem er sprach: Meine Freunde und meine Brüder, meine Verwandtschaft und mein Volk, ich möchte euch noch einmal darauf aufmerksam machen, damit ihr den Rest meiner Worte hört und versteht, die ich wird zu dir sprechen;
8 Denn siehe, wenn die Erkenntnis der Güte Gottes zu dieser Zeit dir ein Gefühl für deine Nichtigkeit und deinen wertlosen und gefallenen Zustand erweckt hat;
9 Ich sage euch, wenn ihr die Güte Gottes und seine unvergleichliche Macht und seine Weisheit und seine Geduld und sein langes Leiden gegenüber den Menschenkindern erkannt habt,
10 und auch die Sühne, die von Grundlegung der Welt an bereitet worden ist, damit dem, der sein Vertrauen auf die setzt, dadurch die Errettung zuteil werde
Herr, und sollte eifrig sein, seine Gebote zu halten, und im Glauben sogar bis zum Ende seines Lebens bleiben; Ich meine das Leben des sterblichen Körpers;
11 Ich sage, dass dies der Mann ist, der durch das Sühnopfer, das von Grundlegung der Welt an bereitet war, Errettung empfängt für alle Menschen, die je waren, seit dem Fall Adams, oder die sind oder je sein werden, sogar bis ans Ende der Welt; und dies ist das Mittel, wodurch die Erlösung kommt.
12 Und es gibt keine andere Rettung als die, von der gesprochen worden ist; Es gibt auch keine Bedingungen, unter denen der Mensch gerettet werden kann, außer den Bedingungen, die ich euch gesagt habe.
13 Glaube an Gott; glauben, dass er ist und dass er alle Dinge sowohl im Himmel als auch auf Erden erschaffen hat;
14 Glaubt, dass er alle Weisheit und alle Macht hat, sowohl im Himmel als auch auf Erden; 15 Glaubt, dass der Mensch nicht alles begreift, was der Herr begreifen kann.
16 Und weiter: Glaubt, dass ihr von euren Sünden umkehren und sie verlassen und euch vor Gott demütigen müsst; und bitte in aufrichtigem Herzen, dass er dir verzeihen möge:
17 Und nun, wenn ihr all dies glaubt, seht zu, dass ihr es tut.
18 Und wiederum sage ich euch, wie ich zuvor gesagt habe, dass, da ihr zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes gekommen seid,
19 Oder wenn ihr seine Güte erkannt und seine Liebe geschmeckt und Vergebung für eure Sünden empfangen habt, die so überaus große Freude in eurer Seele hervorruft,
20 Genauso möchte ich, dass ihr die Größe Gottes und eure eigene Nichtigkeit und seine Güte und sein langes Leiden an euch unwürdigen Geschöpfen gedenkt und immer in Erinnerung behaltet,
21 Und demütigt euch sogar in den Tiefen der Demut, ruft täglich den Namen des Herrn an und steht fest im Glauben an das, was kommen wird, was durch den Mund des Engels geredet wurde;
22 Und siehe, ich sage euch, wenn ihr dies tut, werdet ihr euch immer freuen und von der Liebe Gottes erfüllt sein und immer eine Vergebung eurer Sünden bewahren;
23 Und ihr werdet in der Erkenntnis der Herrlichkeit dessen wachsen, der euch erschaffen hat, oder in der Erkenntnis dessen, was gerecht und wahr ist.
24 Und ihr werdet nicht im Sinn haben, einander zu schaden, sondern friedlich zu leben und jedem zu vergelten, was ihm zusteht.
25 Und ihr lasst eure Kinder nicht hungern oder nackt sein;
26 Ihr werdet auch nicht zulassen, dass sie die Gesetze Gottes übertreten und miteinander kämpfen und streiten und dem Teufel dienen, der der Meister der Sünde ist, oder der der böse Geist ist, von dem unsere Väter gesprochen haben; er ist ein Feind aller Gerechtigkeit;
27 Aber ihr werdet sie lehren, auf den Wegen der Wahrheit und Nüchternheit zu wandeln; ihr werdet sie lehren, einander zu lieben und einander zu dienen;
28 Und auch ihr selbst werdet denen beistehen, die eurer Hilfe bedürfen; ihr werdet von eurem Vermögen dem aushelfen, der in Not ist;
29 Und ihr lasst es nicht zu, dass der Bettler vergeblich seine Bitte an euch richtet und ihn zum Verderben bringt.
30 Vielleicht wirst du sagen: Der Mensch hat sein Elend über sich gebracht; darum halte ich meine Hand zurück und gebe ihm nichts von meiner Speise, noch gebe ich ihm von meiner Habe, damit er nicht leide, denn seine Strafen sind gerecht.
31 Aber ich sage dir, o Mensch, wer auch immer dies tut, der hat großen Grund zur Buße; und wenn er das, was er getan hat, nicht bereut, geht er für immer verloren und hat kein Interesse am Reich Gottes.
32 Denn siehe, sind wir nicht alle Bettler? Hängen wir nicht alle von demselben Wesen ab, sogar von Gott, für all die Substanz, die wir haben; sowohl für Nahrung als auch für Kleidung und für Gold und Silber und für alle Reichtümer, die wir haben, von jeder Art?
33 Und siehe, sogar zu dieser Zeit habt ihr seinen Namen angerufen und um Vergebung eurer Sünden gebeten.
34 Und hat er gelitten, dass ihr vergebens gebettelt habt?
35 Nein; Er hat seinen Geist über euch ausgegossen und eure Herzen mit Freude erfüllt und euren Mund verstopft, dass ihr keinen Ausdruck finden konntet, so überaus groß war eure Freude.
36 Und nun, wenn Gott, der euch erschaffen hat, von dem euer Leben und alles, was ihr habt und seid, abhängig ist, euch gewährt, was auch immer ihr recht habt, im Glauben, im Glauben, dass ihr empfangen werdet, O dann, wie hättet ihr die Substanz, die ihr habt, einem anderen mitteilen sollen?
37 Und wenn ihr den Mann richtet, der euch um eure Habe bittet, dass er nicht zugrunde geht, und ihn verurteilt, wie viel gerechter wird eure Verurteilung sein, weil ihr eure Habe vorenthalten habt, die nicht euch, sondern euch gehört Gott, dem auch dein Leben gehört;
38 Und doch erhebt ihr keine Bitte, noch bereut das, was ihr getan habt.
39 Ich sage euch: Wehe diesem Mann, denn seine Habe wird mit ihm zugrunde gehen; und nun sage ich diese Dinge zu denen, die reich sind, in Bezug auf die Dinge dieser Welt.
40 Und weiter sage ich den Armen, ihr, die ihr nicht habt und doch genug habt, dass ihr von Tag zu Tag bleibt; Ich meine alle, die den Bettler verleugnen, weil sie ihn nicht haben; Ich möchte, dass ihr in euren Herzen sagt, dass ich nicht gebe, weil ich nichts habe; aber wenn ich hätte, würde ich geben.
41 Und nun, wenn ihr dies in eurem Herzen sagt, bleibt ihr schuldlos, andernfalls werdet ihr verurteilt, und eure Verurteilung ist gerecht; denn ihr begehrt, was ihr nicht empfangen habt.
42 Und nun, um dieser Dinge willen, die ich zu euch gesprochen habe; das heißt, um Tag für Tag Vergebung für eure Sünden zu behalten, damit ihr schuldlos vor Gott wandeln könnt,
43 Ich möchte, dass ihr von eurem Vermögen den Armen mitteilt, einem jeden nach dem, was er hat, wie z ihre Wünsche,
44 Und seht zu, dass all diese Dinge in Weisheit und Ordnung getan werden; denn es ist nicht erforderlich, dass ein Mann schneller läuft, als er Kraft hat.
45 Und weiter: Es ist ratsam, dass er fleißig ist, damit er dadurch den Preis gewinnt; deshalb müssen alle Dinge in Ordnung getan werden.
46 Und ich möchte, dass ihr daran denkt, dass jeder von euch, der von seinem Nächsten borgt, das Geliehene zurückgeben soll, wie er es vereinbart hat,
47 Sonst wirst du sündigen und vielleicht auch deinen Nächsten sündigen lassen.
48 Und schließlich kann ich euch nicht alles sagen, wodurch ihr Sünde begehen könnt; denn es gibt verschiedene Wege und Mittel, sogar so viele, dass ich sie nicht aufzählen kann.
49 Aber so viel kann ich euch sagen: Wenn ihr nicht auf euch selbst und eure Gedanken und eure Worte und eure Taten achtet und darauf achtet, die Gebote Gottes zu halten, und im Glauben an das bleibt, was ihr über die gehört habt Kommen unseres Herrn, bis ans Ende eures Lebens, ihr müsst zugrunde gehen.
50 Und nun, o Mensch, erinnere dich und gehe nicht zugrunde.

 

Mosia, Kapitel 3

1 Und nun begab es sich: Als König Benjamin so zu seinem Volk geredet hatte, schickte er unter sie, um von seinem Volk zu erfahren, ob sie den Worten glaubten, die er zu ihnen gesprochen hatte.
2 Und sie riefen alle mit einer Stimme und sprachen: Ja, wir glauben allen Worten, die du zu uns gesprochen hast;
3 Und wir wissen auch um ihre Gewissheit und Wahrheit, weil der Geist des Herrn, des Allmächtigen, eine mächtige Wandlung in uns oder in unserem Herzen bewirkt hat, dass wir nicht mehr dazu geneigt sind, Böses zu tun, sondern ständig Gutes zu tun .
4 Und auch wir selbst haben durch die unendliche Güte Gottes und die Manifestationen seines Geistes eine großartige Aussicht auf das, was kommen wird; und wenn es zweckmäßig wäre, könnten wir von allen Dingen prophezeien.
5 Und es ist der Glaube, den wir an das hatten, was unser König zu uns gesprochen und uns zu dieser großen Erkenntnis gebracht hat, wodurch wir uns mit so überaus großer Freude freuen;
6 Und wir sind bereit, einen Bund mit unserem Gott einzugehen, seinen Willen zu tun und seinen Geboten in allem, was er uns gebietet, zu gehorchen, alle unsere restlichen Tage, damit wir nicht über uns selbst kommen a ewige Qual, wie der Engel gesprochen hat, damit wir nicht aus dem Kelch des Zornes Gottes trinken.
7 Und nun, dies sind die Worte, die König Benjamin von ihnen verlangte; und darum sprach er zu ihnen: Ihr habt die Worte gesprochen, die ich wollte; und der Bund, den ihr geschlossen habt, ist ein gerechter Bund.
8 Und nun, wegen des Bundes, den ihr geschlossen habt, werdet ihr die Kinder Christi genannt werden, seine Söhne und seine Töchter:
9 Denn siehe, heute hat er euch geistig gezeugt; denn ihr sagt, dass sich eure Herzen durch den Glauben an seinen Namen verändert haben; darum seid ihr von ihm geboren und seine Söhne und seine Töchter geworden.
10 Und unter diesem Haupt seid ihr frei gemacht; und es gibt keinen anderen Kopf, durch den ihr frei gemacht werden könnt.
11 Es ist kein anderer Name gegeben, wodurch die Errettung kommt, deshalb möchte ich, dass ihr alle, die ihr den Bund mit Gott eingegangen seid, den Namen Christi auf euch nehmt, damit ihr bis ans Ende eures Lebens gehorsam seid.
12 Und es wird sich begeben: Wer auch immer dies tut, wird zur Rechten Gottes gefunden werden, denn er wird den Namen kennen, bei dem er genannt wird; denn er wird nach dem Namen Christi genannt werden.
13 Und nun wird es sich begeben: Jeder, der den Namen Christi nicht auf sich nehmen will, muss mit einem anderen Namen gerufen werden; deshalb findet er sich zur linken Hand Gottes.
14 Und ich möchte, dass ihr auch daran denkt, dass dies der Name ist, von dem ich gesagt habe, dass ich ihn euch geben soll, der niemals ausgelöscht werden sollte, es sei denn durch Übertretung;
15 Darum seht zu, dass ihr nicht übertretet, damit der Name nicht aus eurem Herzen ausgelöscht wird.
16 Ich sage euch: Ich möchte, dass ihr daran denkt, den Namen immer in euren Herzen geschrieben zu behalten, dass ihr nicht zur Linken Gottes gefunden werdet, sondern dass ihr die Stimme hört und kennt, durch die ihr gerufen werdet, und auch den Namen, mit dem er dich nennen wird:
17 Denn wie kann ein Mann den Herrn kennen, dem er nicht gedient hat und der ihm fremd ist und fern ist von den Gedanken und Absichten seines Herzens? 18 Und weiter: Nimmt jemand einen Esel, der seinem Nächsten gehört, und behält ihn?
19 Ich sage euch: Nein; er wird nicht einmal zulassen, dass er unter seinen Herden weidet, sondern wird ihn vertreiben und austreiben.
20 Ich sage euch: So wird es auch unter euch sein, wenn ihr den Namen nicht wisst, mit dem ihr gerufen werdet.
21 Darum möchte ich, dass ihr standhaft und unerschütterlich seid, immer reich an guten Werken, damit Christus, der Herr, der allmächtige Gott, euch mit seinem Siegel versiegelt, damit ihr in den Himmel gebracht werdet, damit ihr ewiges Heil und ewiges Leben habt, durch die Weisheit und Macht und Gerechtigkeit und Barmherzigkeit dessen, der alle Dinge im Himmel und auf Erden erschaffen hat, der Gott über alles ist. Amen.

 

Mosia, Kapitel 4

1 Und nun hielt König Benjamin es für ratsam, nachdem er mit dem Volk gesprochen hatte, die Namen all derer zu notieren, die einen Bund mit Gott eingegangen waren, um seine Gebote zu halten.
2 Und es begab sich: Es gab nicht eine Seele außer kleinen Kindern, die nicht in den Bund eingegangen waren und den Namen Christi auf sich genommen hatten.
3 Und weiter: Es begab sich: Als König Benjamin all diesen Dingen ein Ende gemacht und seinen Sohn Mosia geweiht hatte, ein Herrscher und König über sein Volk zu sein, und ihm alle Aufgaben bezüglich des Königreichs übertragen hatte,
4 Und hatte auch Priester bestellt, um das Volk zu lehren, damit sie dadurch die Gebote Gottes hörten und kennenlernten, und um sie zum Gedenken an den Eid, den sie geleistet hatten, aufzurütteln, entließ er die Menge, und sie kehrten zurück, jeder gemäß zu ihren Familien, zu ihren eigenen Häusern.
5 Und Mosia fing an, an der Stelle seines Vaters zu regieren.
6 Und er begann im dreißigsten Jahr seines Alters zu regieren, was insgesamt ungefähr vierhundertsechsundsiebzig Jahre seit Lehis Auszug aus Jerusalem machte.
7 Und König Benjamin lebte drei Jahre und starb.
8 Und es begab sich: König Mosia wandelte auf den Wegen des Herrn und beachtete seine Urteile und seine Satzungen und hielt seine Gebote in allem, was immer er ihm geboten hatte.
9 Und König Mosia veranlasste sein Volk, die Erde zu bebauen.
10 Und auch er selbst bebaute die Erde, damit er dadurch seinem Volk nicht zur Last werde, damit er in allem so handele, wie sein Vater getan hatte.
11 Und es gab keinen Streit unter seinem ganzen Volk für den Zeitraum von drei Jahren.

 

Mosia, Kapitel 5

1 Und nun begab es sich: Nachdem König Mosia für den Zeitraum von drei Jahren beständig Frieden gehabt hatte, wollte er wissen, was es mit dem Volk auf sich hatte, das hinaufzog, um im Land Lehi-Nephi oder in der Stadt Lehi-Nephi zu wohnen Lehi-Nephi:
2 Denn sein Volk hatte nichts von ihnen gehört, seit sie das Land Zarahemla verlassen hatten; deshalb ermüdeten sie ihn mit ihren Hänseleien.
3 Und es begab sich: König Mosia gewährte, dass sechzehn ihrer starken Männer in das Land Lehi-Nephi hinaufgehen könnten, um sich nach ihren Brüdern zu erkundigen.
4 Und es begab sich: Am Morgen begannen sie hinaufzuziehen und hatten einen Ammon bei sich, er war ein starker und mächtiger Mann und ein Nachkomme Zarahemlas; und er war auch ihr Anführer.
5 Und nun wussten sie nicht, welchen Weg sie in der Wildnis einschlagen sollten, um in das Land Lehi-Nephi hinaufzugehen; darum wanderten sie viele Tage in der Wildnis, sogar vierzig Tage wanderten sie.
6 Und als sie vierzig Tage gewandert waren, kamen sie zu einem Hügel, der nördlich des Landes Silom liegt, und dort schlugen sie ihre Zelte auf.
7 Und Ammon nahm drei seiner Brüder, und ihre Namen waren Amaleki, Helem und Hem, und sie zogen hinab in das Land Nephi;
8 Und siehe, sie trafen den König des Volkes, der im Land Nephi und im Land Schilom war;
9 Und sie wurden von der königlichen Leibwache umringt und wurden ergriffen und gebunden und ins Gefängnis gebracht.
10 Und es begab sich: Als sie zwei Tage im Gefängnis gewesen waren, wurden sie wieder vor den König gebracht, und ihre Fesseln wurden gelöst;
11 Und sie traten vor den König, und es wurde ihnen gestattet oder vielmehr befohlen, die Fragen zu beantworten, die er ihnen stellen sollte.
12 Und er sprach zu ihnen: Siehe, ich bin Limhi, der Sohn von Noah, der der Sohn von Zeniff war, der aus dem Land Zarahemla heraufgekommen ist, um dieses Land zu erben, das das Land ihrer Väter war, das gemacht wurde a König durch die Stimme des Volkes.
13 Und nun möchte ich wissen, warum ihr so kühn wart, euch den Mauern der Stadt zu nähern, als ich selbst mit meinen Wachen vor dem Tor war?
14 Und nun, aus diesem Grund habe ich gelitten, dass ihr bewahrt werdet, damit ich nach euch fragen könnte, oder ich hätte sonst meine Leibwächter veranlassen müssen, euch zu töten. Ihr dürft sprechen.
15 Und nun, als Ammon sah, dass er sprechen durfte, ging er hinaus und verneigte sich vor dem König; Als er wieder aufstand, sagte er: O König, ich bin Gott heute sehr dankbar, dass ich noch lebe und sprechen darf;
16 Und ich werde mich bemühen, freimütig zu sprechen; denn ich bin versichert, wenn ihr mich gekannt hättet, hättet ihr nicht gelitten, dass ich diese Bänder getragen hätte.
17 Denn ich bin Ammon und ein Nachkomme von Zarahemla und bin aus dem Land Zarahemla heraufgekommen, um nach unseren Brüdern zu fragen, die Zeniff aus diesem Land heraufgeführt hat.
18 Und nun begab es sich: Nachdem Limhi die Worte Ammons gehört hatte, war er überaus froh und sagte: Nun, ich weiß mit Gewissheit, dass meine Brüder, die im Land Zarahemla waren, noch am Leben sind.
19 Und nun will ich mich freuen; und morgen werde ich dafür sorgen, dass sich auch mein Volk freut.
20 Denn siehe, wir sind in Knechtschaft der Lamaniten und werden mit einer schwer zu tragenden Steuer belastet.
21 Und nun siehe, unsere Brüder werden uns aus unserer Knechtschaft oder aus den Händen der Lamaniten befreien, und wir werden ihre Sklaven sein:
22 Denn es ist besser, Sklaven der Nephiten zu sein, als dem König der Lamaniten Tribut zu zahlen.
23 Und nun befahl König Limhi seinen Wachen, Ammon und seine Brüder nicht mehr zu binden, sondern ließ sie zu dem Hügel gehen, der nördlich von Silom liegt, und ihre Brüder in die Stadt bringen, damit sie davon essen könnten, und trinken und sich von den Mühen ihrer Reise ausruhen;
24 Denn sie hatten viel gelitten; sie hatten Hunger, Durst und Müdigkeit gelitten.
25 Und nun begab es sich: Am Morgen sandte König Limhi eine Proklamation unter sein ganzes Volk, damit sie sich dadurch zum Tempel versammeln könnten, um die Worte zu hören, die er zu ihnen sprechen sollte.
26 Und es begab sich: Als sie sich versammelt hatten, redete er in dieser Weise zu ihnen und sprach:
27 O ihr mein Volk, erhebt eure Häupter und seid getröstet: denn siehe, die Zeit ist nahe oder nicht mehr weit entfernt, da wir unseren Feinden nicht länger untertan sein werden, ungeachtet unserer vielen Kämpfe, die wir hinter uns haben vergeblich; doch ich vertraue darauf, dass noch ein wirksamer Kampf zu führen ist.
28 Darum erhebt eure Häupter und freut euch und vertraut auf Gott, auf den Gott, der der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs war;
29 und auch jenen Gott, der die Kinder Israel aus dem Land Ägypten geführt und sie auf trockenem Boden durch das Rote Meer gehen ließ und sie mit Manna speiste, damit sie in der Wüste nicht umkamen; und vieles mehr tat er für sie.
30 Und weiter: Derselbe Gott hat unsere Väter aus dem Land Jerusalem geführt und hat sein Volk bis jetzt bewahrt und bewahrt.
31 Und siehe, es ist wegen unserer Übeltaten und Greuel, die uns in Knechtschaft gebracht haben.
32 Und ihr alle seid heute Zeugen, dass Zeniff, der über dieses Volk zum König gemacht wurde, übereifrig war, das Land seiner Väter zu erben,
33 Deshalb wurde er durch die List und Hinterlist von König Laman getäuscht, der einen Vertrag mit König Zeniff eingegangen war und die Besitztümer eines Teils des Landes oder sogar der Stadt Lehi-Nephi und der Stadt Shilom; und das Land ringsum;
34 Und all dies tat er nur zu dem Zweck, dieses Volk zu unterwerfen oder in Knechtschaft zu bringen.
35 Und siehe, wir zahlen dem König der Lamaniten zu dieser Zeit Tribut in Höhe der Hälfte unseres Getreides und unserer Gerste und sogar all unseres Getreides jeder Art und der Hälfte des Zuwachses unserer Herden , und unsere Herden;
36 Und sogar die Hälfte von allem, was wir haben oder besitzen, fordert der König der Lamaniten von uns, oder unser Leben.
37 Und nun, ist das nicht schwer zu ertragen?
38 Und ist unsere Not nicht groß?
39 Nun siehe, welch großen Grund haben wir zu trauern.
40 Ja, ich sage euch, groß sind die Gründe, die wir zu beklagen haben: denn siehe, wie viele unserer Brüder sind getötet worden, und ihr Blut ist umsonst vergossen worden, und das alles wegen Ungerechtigkeit.
41 Denn wenn dieses Volk nicht in Übertretungen gefallen wäre, hätte der Herr nicht zugelassen, dass dieses große Übel über sie kommen würde.
42 Aber siehe, sie wollten nicht auf seine Worte hören; aber es entstand Streit unter ihnen, sogar so sehr, dass sie untereinander Blut vergossen.
43 Und einen Propheten des Herrn haben sie getötet; ja, ein auserwählter Mann Gottes, der ihnen von ihrer Bosheit und ihren Greueln erzählte und von vielen Dingen prophezeite, die kommen werden, ja, sogar das Kommen Christi.
44 und weil er ihnen sagte, dass Christus der Gott sei, der Vater aller Dinge, und dass er das Bild des Menschen auf sich nehmen sollte, und es sollte das Bild sein, nach dem der Mensch am Anfang geschaffen wurde;
45 Oder mit anderen Worten, er sagte, der Mensch sei nach dem Bilde Gottes geschaffen worden, und Gott werde zu den Menschenkindern herabsteigen und Fleisch und Blut auf sich nehmen und auf das Antlitz der Erde hinausgehen;
46 Und nun, weil er dies sagte, töteten sie ihn; und vieles mehr taten sie, was den Zorn Gottes auf sie herabbrachte.
47 Wen wundert es nun, dass sie in Knechtschaft sind und von schweren Bedrängnissen heimgesucht werden?
48 Denn siehe, der Herr hat gesagt: Ich werde meinem Volk nicht beistehen am Tag ihrer Übertretung; aber ich werde ihre Wege versperren, damit es ihnen nicht gedeiht; und ihre Taten werden ihnen zum Anstoß werden.
49 Und weiter spricht er: Wenn mein Volk Unsauberkeit sät, wird es die Spreu davon im Wirbelsturm ernten; und deren Wirkungen ist Gift.
50 Und weiter sagt er: Wenn mein Volk Schmutz sät, wird es den Ostwind ernten, der sofortige Zerstörung bringt.
51 Und nun siehe, die Verheißung des Herrn ist erfüllt; und ihr seid geschlagen und bedrängt.
52 Wenn ihr euch aber mit voller Herzensabsicht zum Herrn wendet und euer Vertrauen auf ihn setzt und ihm mit allem Eifer des Herzens dient; Wenn Sie dies tun, wird er Sie nach seinem eigenen Willen und Vergnügen aus der Knechtschaft befreien.
53 Und es begab sich: Nachdem König Limhi damit aufgehört hatte, zu seinem Volk zu sprechen, denn er sprach viele Dinge zu ihnen, und nur wenige davon habe ich in dieses Buch geschrieben, erzählte er seinem Volk alles, was sie betraf Brüder, die im Land Zarahemla waren;
54 Und er ließ Ammon vor der Menge aufstehen und ihnen alles erzählen, was ihren Brüdern widerfahren war, von der Zeit an, als Zeniff aus dem Land heraufzog, ja bis zu der Zeit, als er selbst aus dem Land heraufkam .
55 Und er wiederholte ihnen auch die letzten Worte, die König Benjamin sie gelehrt hatte, und erklärte sie dem Volk von König Limhi, damit sie alle Worte verstehen konnten, die er sprach.
56 Und es begab sich: Nachdem er dies alles getan hatte, entließ König Limhi die Menge und ließ sie zurückkehren, jeder in sein eigenes Haus.
57 Und es begab sich: Er veranlasste, dass die Platten, die die Aufzeichnungen seines Volkes enthielten, von der Zeit an, als sie das Land Zarahemla verließen, zu Ammon gebracht werden sollten, damit er sie lesen könne.
58 Nun, als Ammon den Bericht gelesen hatte, erkundigte sich der König bei ihm, ob er Sprachen übersetzen könne.
59 Und Ammon sagte ihm, er könne es nicht.
60 Und der König sprach zu ihm: Betrübt über die Bedrängnisse meines Volkes, ließ ich dreiundvierzig meines Volkes eine Reise in die Wildnis unternehmen, um dadurch das Land Zarahemla zu finden; dass wir an unsere Brüder appellieren könnten, uns aus der Knechtschaft zu befreien;
61 Und sie waren viele Tage lang in der Wildnis verloren, und doch waren sie eifrig und fanden das Land Zarahemla nicht, sondern kehrten in dieses Land zurück, nachdem sie durch ein Land mit vielen Wassern gereist waren;
62 Nachdem er ein Land entdeckt hatte, das mit Knochen von Menschen und Tieren usw. bedeckt war und auch mit Ruinen von Gebäuden aller Art bedeckt war:
63 Er entdeckte ein Land, das von einem Volk bevölkert war, das so zahlreich war wie die Heerscharen Israels.
64 Und als Beweis dafür, dass das, was sie gesagt haben, wahr ist, haben sie vierundzwanzig Platten mitgebracht, die mit Gravierungen gefüllt sind; und sie sind aus reinem Gold.
65 Und siehe, sie haben auch Brustpanzer mitgebracht, die groß sind; und sie sind aus Messing und Kupfer und vollkommen gesund.
66 Und wiederum haben sie Schwerter mitgebracht, deren Griffe verdorben sind, und deren Klingen von Rost verkrustet sind;
67 Und es gibt niemanden im Land, der die Sprache oder die Gravuren auf den Platten deuten kann.
68 Darum habe ich zu dir gesagt: Kannst du übersetzen?
69 Und ich sage dir noch einmal: Kennst du jemanden, der übersetzen kann? denn ich möchte, dass diese Aufzeichnungen in unsere Sprache übersetzt werden.
70 Denn vielleicht geben sie uns Kenntnis von einem Überrest des Volkes, das vernichtet wurde, woher diese Aufzeichnungen stammen;
71 Oder vielleicht geben sie uns ein Wissen über genau dieses Volk, das zerstört wurde; und ich bin begierig, die Ursache ihrer Zerstörung zu erfahren.
72 Nun sprach Ammon zu ihm: Ich kann dir gewiss sagen, o König, von einem Mann, der die Aufzeichnungen übersetzen kann; denn er hat einen Gegenstand, mit dem er nachsehen und alle Aufzeichnungen übersetzen kann, die alten Datums sind; und es ist ein Geschenk von ihm Gott.
73 Und die Dinge werden Dolmetscher genannt; und niemand darf hineinsehen, es sei denn, es wird ihm befohlen, damit er nicht suche, was er nicht sollte, und er umkomme.
74 Und wem befohlen wird, darin zu schauen, der wird Seher genannt.
75 Und siehe, der König des Volkes, der im Land Zarahemla ist, ist der Mann, dem geboten wird, diese Dinge zu tun, und der diese hohe Gabe von Gott hat.
76 Und der König sagte, ein Seher sei größer als ein Prophet.
77 Und Ammon sagte, ein Seher sei ein Offenbarer und auch ein Prophet; und eine größere Gabe kann kein Mensch haben, wenn er nicht die Macht Gottes besitzt, die kein Mensch haben kann; dennoch kann ein Mann große Macht haben, die ihm von Gott gegeben wurde.
78 Aber ein Seher kann von Dingen wissen, die vergangen sind, und auch von Dingen, die kommen werden;
79 Und durch sie werden alle Dinge offenbart werden, oder vielmehr werden geheime Dinge offenbar gemacht werden, und Verborgenes wird ans Licht kommen, und Dinge, die nicht bekannt sind, werden durch sie bekannt gemacht;
80 Und auch Dinge werden durch sie bekannt gemacht, die sonst nicht bekannt werden könnten.
81 So hat Gott ein Mittel bereitgestellt, damit der Mensch durch den Glauben mächtige Wunder vollbringen kann; deshalb wird er zu einem großen Nutzen für seine Mitmenschen.
82 Und nun, als Ammon diese Worte zu Ende gesprochen hatte, freute sich der König über die Maßen und dankte Gott, indem er sprach:
83 Zweifellos ist in diesen Platten ein großes Geheimnis enthalten; und diese Dolmetscher waren zweifellos darauf vorbereitet, all diese Geheimnisse den Menschenkindern zu enthüllen.
84 O wie wunderbar sind die Werke des Herrn, und wie lange leidet er mit seinem Volk;
85 Ja, und wie blind und undurchdringlich ist das Verständnis der Menschenkinder, denn sie werden nicht nach Weisheit trachten, noch begehren sie, dass sie über sie herrschen sollte.
86 Ja, sie sind wie eine wilde Herde, die vor dem Hirten flieht und sich zerstreut und vertrieben und von den Tieren des Waldes gefressen wird.

 

Mosia, Kapitel 6

DER AUFZEICHNUNG VON ZENIFF – Ein Bericht über sein Volk, von der Zeit an, als sie das Land Zarahemla umwarben, bis zu der Zeit, als sie aus den Händen der Lamaniten befreit wurden.

1 Ich, Zeniff, der in allen Sprachen der Nephiten unterrichtet wurde und Kenntnis vom Land Nephi oder vom Land des ersten Erbes unserer Väter hatte und als Spion unter die Lamaniten gesandt wurde, das Ich könnte ihre Streitkräfte ausspionieren, damit unsere Armee über sie kommen und sie vernichten könnte;
2 Als ich aber das Gute unter ihnen sah, wollte ich, dass sie nicht zerstört würden; darum stritt ich mit meinen Brüdern in der Wüste; denn ich wollte, dass unser Herrscher einen Vertrag mit ihnen schließt.
3 Aber er, ein strenger und blutrünstiger Mann, befahl, dass ich getötet werden sollte; aber ich wurde durch das Vergießen von viel Blut gerettet;
4 Denn Vater kämpfte gegen Vater und Bruder gegen Bruder, bis die größte Zahl unseres Heeres in der Wüste vernichtet war;
5 Und wir, die Verschonten von uns, kehrten in das Land Zarahemla zurück, um diese Geschichte ihren Frauen und Kindern zu erzählen.
6 Und doch war ich übereifrig, das Land unserer Väter zu erben, und sammelte so viele, die den Wunsch hatten, hinaufzuziehen, um das Land in Besitz zu nehmen, und begann unsere Reise in die Wildnis erneut, um in das Land hinaufzuziehen; aber wir wurden von Hungersnöten und schweren Bedrängnissen heimgesucht; denn wir dachten nur langsam an den Herrn, unseren Gott.
7 Dennoch schlugen wir nach vielen Tagen der Wanderung in der Wildnis unsere Zelte an dem Ort auf, wo unsere Brüder ermordet wurden, der nahe dem Land unserer Väter lag.
8 Und es begab sich: Ich ging wieder mit vier meiner Männer in die Stadt hinein zum König, um die Anordnung des Königs zu erfahren; und damit ich wüsste, ob ich mit meinem Volk hineinziehen und das Land in Frieden in Besitz nehmen könnte.
9 Und ich ging zum König hinein, und er machte einen Bund mit mir, dass ich das Land Lehi-Nephi und das Land Silom in Besitz nehmen könnte.
10 Und er befahl auch, dass sein Volk dieses Land verlassen sollte, und ich und mein Volk gingen in das Land, um es in Besitz zu nehmen.
11 Und wir begannen, Gebäude zu bauen und die Mauern der Stadt auszubessern, ja, sogar die Mauern der Stadt Lehi-Nephi und der Stadt Schilom.
12 Und wir fingen an, den Boden zu bebauen, ja, sogar mit allerlei Samen, mit Samen von Mais und Weizen und Gerste und mit Neas und mit Sheum und mit Samen aller Arten von Früchten; und wir fingen an, uns zu vermehren und im Land zu gedeihen.
13 Nun, es war die Gerissenheit und List von König Laman, mein Volk in Knechtschaft zu bringen, dass er das Land aufgab, damit wir es besitzen könnten.
14 Daher begab es sich: Nachdem wir zwölf Jahre lang im Land gewohnt hatten, begann König Laman unruhig zu werden, damit mein Volk auf keinen Fall im Land stark werde und sie es nicht überwältigen könnten und bringe sie in Knechtschaft.
15 Nun, sie waren ein faules und ein götzendienerisches Volk; deshalb wollten sie uns in Knechtschaft bringen, um sich an der Arbeit unserer Hände zu sättigen; ja, damit sie sich an den Herden unserer Felder weiden könnten.
16 Deshalb begab es sich: König Laman fing an, sein Volk aufzustacheln, damit sie mit meinem Volk streiten sollten; daher begannen Kriege und Streitigkeiten im Land.
17 Denn im dreizehnten Jahr meiner Regierung im Land Nephi, weit im Süden des Landes Silom, als mein Volk seine Herden tränkte und weidete und sein Land bestellte, kam eine große Schar von Lamaniten über sie, und fing an, sie zu töten und von ihren Herden und dem Korn ihrer Felder zu nehmen.
18 Ja, und es begab sich: Sie flohen, alle, die nicht eingeholt wurden, sogar in die Stadt Nephi, und baten mich um Schutz.
19 Und es begab sich: Ich bewaffnete sie mit Bogen und mit Pfeilen, mit Schwertern und mit Cimetern und mit Knüppeln und mit Schleudern und mit allerlei Waffen, die wir erfinden konnten, und ich und mein Volk taten es zieht gegen die Lamaniten aus, um zu kämpfen;
20 Ja, in der Stärke des Herrn zogen wir aus, um gegen die Lamaniten zu kämpfen;
21 Denn ich und mein Volk riefen mächtig zum Herrn, dass er uns aus den Händen unserer Feinde befreien würde, denn wir wurden zu einer Erinnerung an die Befreiung unserer Väter erweckt.
22 Und Gott hat unser Schreien gehört und unsere Gebete erhört; und wir zogen in seiner Macht aus.
23 Ja, wir zogen gegen die Lamaniten aus; und in einem Tag und einer Nacht töteten wir dreitausenddreiundvierzig; wir haben sie getötet, sogar bis wir sie aus unserem Land vertrieben hatten.
24 Und ich selbst habe mit meinen eigenen Händen geholfen, ihre Toten zu begraben.
25 Und siehe, zu unserem großen Kummer und Wehklagen wurden zweihundertneunundsiebzig unserer Brüder getötet.
26 Und es begab sich: Wir begannen erneut, das Königreich aufzurichten; und wir fingen wieder an, das Land in Frieden zu besitzen.
27 Und ich veranlasste, dass Kriegswaffen jeder Art hergestellt werden sollten, damit ich dadurch Waffen für mein Volk habe, bis die Lamaniten wieder in den Krieg gegen mein Volk ziehen sollten.
28 Und ich habe Wachen rund um das Land aufgestellt, damit die Lamaniten nicht wieder unversehens über uns kommen und uns vernichten;
29 Und so behütete ich mein Volk und meine Herden und bewahrte sie davor, in die Hände unserer Feinde zu fallen.
30 Und es begab sich: Wir erbten das Land unserer Väter für viele Jahre; ja, für den Zeitraum von zweiundzwanzig Jahren.
31 Und ich ließ die Männer den Acker bestellen und alle Arten von Getreide und alle Arten von Früchten aller Art anbauen.
32 Und ich ließ die Frauen spinnen, sich abmühen und arbeiten; und alle Arten von feinem Leinen verarbeiten; ja, und jede Art von Stoff, damit wir unsere Blöße bekleiden könnten;
33 Und so gedieh es uns im Land; so hatten wir für den Zeitraum von zweiundzwanzig Jahren beständigen Frieden im Land.
34 Und es begab sich: König Laman starb, und sein Sohn begann an seiner Stelle zu zügeln.
35 Und er fing an, sein Volk zur Empörung gegen mein Volk aufzustacheln; deshalb begannen sie, sich auf den Krieg vorzubereiten und gegen mein Volk zu kämpfen.
36 Aber ich hatte meine Kundschafter im ganzen Land Schemlon ausgesandt, um ihre Vorbereitung zu entdecken, um mich vor ihnen zu hüten, damit sie nicht über mein Volk kommen und es vernichten.
37 Und es begab sich: Sie kamen in den Norden des Landes Silom mit ihren zahlreichen Heerscharen, Männern, die mit Bogen und mit Pfeilen und mit Schwertern und mit Cimetern und mit Steinen und mit Schleudern bewaffnet waren;
38 Und sie hatten ihre Köpfe geschoren, dass sie nackt waren; und sie waren mit einem ledernen Gürtel um ihre Lenden gegürtet.
39 Und es begab sich: Ich ließ die Frauen und Kinder meines Volkes in der Wildnis verbergen;
40 Und ich veranlasste auch, dass alle meine alten Männer, die Waffen tragen konnten, und auch alle meine jungen Männer, die Waffen tragen konnten, sich versammeln sollten, um gegen die Lamaniten in den Kampf zu ziehen; und ich stellte sie in ihre Reihen, jeden nach seinem Alter.
41 Und es begab sich: Wir zogen hinauf, um gegen die Lamaniten zu kämpfen.
42 Und ich, ja ich, bin in meinem Alter zum Kampf gegen die Lamaniten hinaufgezogen.
43 Und es begab sich: Wir zogen in der Kraft des Herrn zum Kampf hinauf.
44 Nun, die Lamaniten wussten nichts über den Herrn noch über die Stärke des Herrn; deshalb verließen sie sich auf ihre eigene Kraft.
45 Und doch waren sie ein starkes Volk, was die Stärke der Menschen anbelangt; Sie waren ein wildes, wildes und blutrünstiges Volk, das an die Tradition ihrer Väter glaubte, nämlich diese:
46 in dem Glauben, dass sie wegen der Missetaten ihrer Väter aus dem Land Jerusalem vertrieben wurden und dass ihnen in der Wüste von ihren Brüdern Unrecht getan wurde; und ihnen wurde auch Unrecht getan, als sie das Meer überquerten.
47 Und weiter: dass ihnen Unrecht getan wurde, als sie im Land ihres ersten Erbes waren, nachdem sie das Meer überquert hatten;
48 Und all dies, weil jener Nephi treuer darin war, die Gebote des Herrn zu halten; darum war er vom Herrn begünstigt, denn der Herr hörte seine Gebete und erhörte sie, und er übernahm die Führung auf ihrer Reise in die Wildnis.
49 Und seine Brüder waren zornig auf ihn, weil sie die Handlungen des Herrn nicht verstanden;
50 Sie waren auch auf den Wassern zornig auf ihn, weil sie ihr Herz gegen den Herrn verhärtet hatten.
51 Und weiter: Sie waren zornig auf ihn, als sie im verheißenen Land ankamen, weil sie sagten, er habe ihnen die Herrschaft über das Volk aus der Hand genommen; und sie suchten ihn zu töten.
52 Und weiter: Sie waren zornig auf ihn, weil er in die Wildnis gezogen war, wie der Herr ihm geboten hatte, und die Aufzeichnungen nahm, die auf den Messingplatten eingraviert waren; denn sie sagten, er habe sie beraubt.
53 Und so haben sie ihre Kinder gelehrt, sie zu hassen und sie zu ermorden und sie zu rauben und zu plündern und alles zu tun, um sie zu vernichten; deshalb hassen sie die Kinder Nephis ewig.
54 Aus genau diesem Grund hat mich König Laman durch seine listige und verlogene Hinterlist und seine fairen Versprechungen getäuscht, dass ich dies, mein Volk, in dieses Land gebracht habe, damit sie es zerstören können; ja, und wir haben so viele Jahre im Land gelitten.
55 Und nun ich, Zeniff, nachdem ich all dies meinem Volk in Bezug auf die Lamaniten gesagt hatte, spornte ich sie an, mit ihrer Macht in den Kampf zu ziehen und ihr Vertrauen auf den Herrn zu setzen; deshalb haben wir mit ihnen von Angesicht zu Angesicht gekämpft.
56 Und es begab sich: Wir vertrieben sie wieder aus unserem Land; und wir töteten sie mit einem großen Gemetzel, sogar so viele, dass wir sie nicht zählten.
57 Und es begab sich: Wir kehrten wieder in unser eigenes Land zurück, und mein Volk fing wieder an, ihre Herden zu weiden und ihren Acker zu bestellen.
58 Und nun, da ich alt war, übertrug ich das Königreich einem meiner Söhne; deshalb sage ich nicht mehr. Und möge der Herr mein Volk segnen. Amen.

 

Mosia, Kapitel 7

1 Und nun begab es sich: Zeniff übertrug das Königreich auf Noah, einen seiner Söhne; darum fing Noah an, an seiner Stelle zu regieren; und er wandelte nicht auf den Wegen seines Vaters.
2 Denn siehe, er hielt die Gebote Gottes nicht, sondern wandelte nach den Wünschen seines eigenen Herzens.
3 Und er hatte viele Frauen und Nebenfrauen.
4 und veranlaßte sein Volk, Sünde zu begehen und das zu tun, was in den Augen des Herrn abscheulich war.
5 Ja, und sie begingen Hurereien und alle Arten von Bosheit.
6 Und er erhob eine Steuer von einem Fünftel ihres gesamten Besitzes; ein Fünftel ihres Goldes und ihres Silbers; und ein Fünftel von ihrem Ziff und von ihrem Kupfer und von ihrem Erz und ihrem Eisen; und ein Fünftel ihres Mastviehs; und auch ein fünftel ihres ganzen Getreides.
7 Und das alles nahm er, um sich und seine Frauen und seine Nebenfrauen und auch seine Priester und ihre Frauen und ihre Nebenfrauen zu ernähren; so hatte er die Angelegenheiten des Königreichs verändert.
8 Denn er setzte alle Priester ab, die von seinem Vater geweiht worden waren, und weihte an ihrer Stelle neue, die hochmütig waren in ihrem Herzen.
9 Ja, und so wurden sie in ihrer Faulheit und in ihrem Götzendienst und in ihrer Hurerei durch die Steuern unterstützt, die König Noah seinem Volk auferlegt hatte; so arbeitete das Volk außerordentlich, um die Ungerechtigkeit zu unterstützen.
10 Ja, und sie wurden auch götzendienerisch, weil sie durch die eitlen und schmeichelhaften Worte des Königs und der Priester getäuscht wurden; denn sie sprachen Schmeichelhaftes zu ihnen.
11 Und es begab sich: König Noah baute viele elegante und geräumige Gebäude; und er schmückte sie mit feinen Arbeiten aus Holz und allerlei Kostbarkeiten aus Gold und Silber und Eisen und Messing und Ziff und Kupfer;
12 Und er baute ihm auch einen geräumigen Palast und einen Thron mitten darin, alles aus edlem Holz und mit Gold und Silber und mit Kostbarkeiten geschmückt.
13 Und er veranlasste auch, dass seine Arbeiter alle Arten von feinen Arbeiten innerhalb der Mauern des Tempels aus feinem Holz und aus Kupfer und aus Messing ausführen sollten;
14 Und die Sitze, die für die Hohenpriester bestimmt waren, die über allen anderen Sitzen standen, schmückte er mit reinem Gold;
15 Und er ließ vor ihnen eine Brustwehr bauen, auf der sie ihren Leib und ihre Arme ruhen lassen konnten, während sie zu seinem Volk lügnerische und eitle Worte sprachen.
16 Und es begab sich: Er baute einen Turm in der Nähe des Tempels; ja, ein sehr hoher Turm, sogar so hoch, dass er auf seiner Spitze stehen und das Land Schilom und auch das Land Schemlon überblicken konnte, das von den Lamaniten besessen war; und er konnte sogar über das ganze Land ringsum blicken.
17 Und es begab sich: Er ließ viele Gebäude bauen im Land Silom:
18 Und er ließ einen großen Turm auf dem Hügel nördlich des Landes Shilom bauen, das ein Zufluchtsort für die Kinder Nephi gewesen war, als sie aus dem Land flohen;
19 Und so tat er mit den Reichtümern, die er durch die Besteuerung seines Volkes erlangte.
20 Und es begab sich: Er setzte sein Herz auf seinen Reichtum und verbrachte seine Zeit in einem ausschweifenden Zusammenleben mit seinen Frauen und Nebenfrauen; und so verbrachten auch seine Priester ihre Zeit mit Huren.
21 Und es begab sich: Er pflanzte Weinberge ringsum im Land; und er baute Weinpressen und machte Wein in Hülle und Fülle; und darum wurde er ein Weinsäufer und auch sein Volk.
22 Und es begab sich: Die Lamaniten fingen an, über sein Volk hereinzufallen, in kleiner Zahl, und sie auf ihren Feldern zu töten, und während sie ihre Herden hüteten.
23 Und König Noah sandte Wachen um das Land herum, um sie fernzuhalten; aber er sandte keine ausreichende Zahl, und die Lamaniten kamen über sie und töteten sie und vertrieben viele ihrer Herden aus dem Land;
24 So begannen die Lamaniten, sie zu vernichten und ihren Hass auf sie auszuüben.
25 Und es begab sich: König Noah sandte seine Heere gegen sie, und sie wurden zurückgedrängt, oder sie trieben sie eine Zeit lang zurück; deshalb kehrten sie froh über ihre Beute zurück.
26 Und nun, wegen dieses großen Sieges, wurden sie im Stolz ihres Herzens erhoben; sie rühmten sich ihrer eigenen Stärke und sagten, ihre fünfzig könnten gegen Tausende Lamaniten bestehen;
27 Und so rühmten sie sich und erfreuten sich des Blutes und des Blutvergießens ihrer Brüder, und dies wegen der Bosheit ihres Königs und ihrer Priester.
28 Und es begab sich: Es war ein Mann unter ihnen, dessen Name Abinadi war; und er ging unter sie hinaus und fing an zu prophezeien und sprach:
29 Siehe, so spricht der Herr, und so hat er mir geboten, nämlich:
30 Geht hin und sagt zu diesem Volk: So spricht der Herr:
31 Wehe diesem Volk, denn ich habe ihre Gräuel und ihre Bosheit und ihre Hurerei gesehen; und wenn sie nicht umkehren, werde ich sie in meinem Zorn heimsuchen.
32 Und wenn sie nicht umkehren und sich nicht zum Herrn, ihrem Gott, bekehren, siehe, ich werde sie in die Hände ihrer Feinde liefern;
33 Ja, und sie werden in Knechtschaft gebracht werden; und sie werden von der Hand ihrer Feinde heimgesucht werden.
34 Und es wird sich begeben: Sie werden erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, und ein eifersüchtiger Gott bin, der die Missetaten meines Volkes heimsucht.
35 Und es wird sich begeben: Wenn dieses Volk nicht umkehrt und sich nicht zum Herrn, ihrem Gott, bekehrt, wird es in Knechtschaft gebracht werden; und niemand wird sie retten, außer der Herr, der allmächtige Gott.
36 Ja, und es wird sich begeben: Wenn sie zu mir schreien, werde ich langsam sein, um ihre Schreie zu hören; ja, und ich werde zulassen, dass sie von ihren Feinden geschlagen werden.
37 Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren und mächtig zum Herrn, ihrem Gott, schreien, werde ich ihre Gebete nicht erhören, und ich werde sie nicht aus ihren Bedrängnissen befreien;
38 Und so spricht der Herr, und so hat er mir befohlen.
39 Nun begab es sich: Als Abinadi diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, waren sie zornig auf ihn und wollten ihm das Leben nehmen; aber der Herr errettete ihn aus ihren Händen.
40 Als nun König Noah von den Worten hörte, die Abinadi zum Volk gesprochen hatte, war er ebenfalls zornig;
41 Und er sprach: Wer ist Abinadi, dass ich und mein Volk von ihm gerichtet werden sollten? Oder wer ist der Herr, der so große Bedrängnisse über mein Volk bringen wird?
42 Ich befehle dir, Abinadi hierher zu bringen, damit ich ihn töten kann; denn er hat dies gesagt, um mein Volk untereinander zum Zorn aufzustacheln und Streit unter meinem Volk zu entfachen; darum werde ich ihn töten.
43 Nun waren die Augen des Volkes verblendet; deshalb verhärteten sie ihre Herzen gegen die Worte von Abinadi und versuchten von dieser Zeit an, ihn zu nehmen.
44 Und König Noah verhärtete sein Herz gegen das Wort des Herrn; und er bereute seine bösen Taten nicht.
45 Und es begab sich: Nach zwei Jahren kam Abinadi verkleidet zu ihnen, sodass sie ihn nicht kannten, und fing wieder an, unter ihnen zu prophezeien, indem er sprach:
46 So hat mir der Herr geboten, indem er sprach: Abinadi, geh und prophezeie diesem meinem Volk, denn sie haben ihr Herz gegen meine Worte verhärtet; sie haben ihre bösen Taten nicht bereut;
47 Darum werde ich sie in meinem Zorn heimsuchen, ja, in meinem heftigen Zorn werde ich sie in ihren Übeltaten und Greueln heimsuchen; ja, weh sei dieser Generation.
48 Und der Herr sprach zu mir: Strecke deine Hand aus und prophezeie, indem du sprichst: So spricht der Herr: Es wird sich begeben, dass diese Generation wegen ihrer Übeltaten in Knechtschaft gebracht und auf die Wange geschlagen werden wird ;
49 Ja, und werden von Menschen getrieben und getötet werden; und die Geier der Luft und die Hunde, ja, und die wilden Tiere werden ihr Fleisch fressen.
50 Und es wird sich begeben: Das Leben von König Noah wird geschätzt werden wie ein Kleid in einem heißen Ofen; denn er wird erkennen, dass ich der Herr bin.
51 Und es wird sich begeben: Ich werde dieses mein Volk mit schweren Bedrängnissen schlagen; ja, mit Hunger und mit Pest; und ich werde dafür sorgen, dass sie den ganzen Tag heulen.
52 Ja, und ich werde dafür sorgen, dass ihnen Lasten auf den Rücken gelegt werden; und sie werden vorangetrieben werden wie ein dummer Esel.
53 Und es wird sich begeben: Ich werde Hagel unter sie aussenden, und er wird sie schlagen; und sie werden auch vom Ostwind heimgesucht werden; und Insekten werden auch ihr Land plagen und ihr Korn fressen.
54 Und sie werden von einer großen Pest heimgesucht werden; und all dies werde ich tun wegen ihrer Missetaten und Greuel.
55 Und es wird sich begeben: Wenn sie nicht umkehren, werde ich sie völlig vom Angesicht der Erde vernichten;
56 Doch sie werden eine Aufzeichnung hinterlassen, und ich werde sie für andere Nationen bewahren, die das Land besitzen werden;
57 Ja, auch dies werde ich tun, damit ich die Gräuel dieses Volkes anderen Nationen offenbaren kann.
58 Und viele Dinge prophezeite Abinadi gegen dieses Volk.
59 Und es begab sich: Sie waren zornig auf ihn; und sie nahmen ihn und trugen ihn gefesselt vor den König und sprachen zu dem König:
60 Siehe, wir haben einen Mann vor dich gebracht, der Böses über dein Volk prophezeit hat und sagt, Gott werde sie vernichten;
61 Und er prophezeit auch Böses über dein Leben und sagt, dass dein Leben sein wird wie ein Kleid in einem Feuerofen.
62 Und weiter sagt er, dass du wie ein Halm sein wirst, ja wie ein dürrer Halm des Feldes, das von den Tieren überwuchert und zertreten wird.
63 Und weiter sagt er, du sollst sein wie die Blüten einer Distel, die, wenn sie vollreif ist, wenn der Wind bläst, sie auf das Antlitz des Landes getrieben wird; und er tut so, als hätte der Herr es gesprochen.
64 Und er sagt, all dies wird über dich kommen, wenn du nicht umkehrst; und dies wegen deiner Missetaten.
65 Und nun, o König, was für ein großes Übel hast du getan, oder was für große Sünden hat dein Volk begangen, dass wir von Gott verurteilt oder von diesem Mann gerichtet werden sollten.
66 Und nun, o König, siehe, wir sind ohne Schuld, und du, o König, hast nicht gesündigt; darum hat dieser Mann in Bezug auf dich gelogen und vergeblich prophezeit.
67 Und siehe, wir sind stark, wir werden nicht in Knechtschaft geraten oder von unseren Feinden gefangen genommen werden; ja, und es ist dir wohl ergangen im Land, und es wird dir auch wohl ergehen.
68 Siehe, hier ist der Mann, wir liefern ihn in deine Hände; du darfst mit ihm tun, was dir gut scheint.
69 Und es begab sich: König Noah ließ Abinadi ins Gefängnis werfen;
70 Und er befahl den Priestern, sich zu versammeln, damit er mit ihnen Rat halten könne, was er mit ihm tun solle.
71 Und es begab sich: Sie sagten zum König: Bring ihn her, damit wir ihn befragen können.
72 Und der König befahl, ihn vor sie zu bringen.
73 Und sie fingen an, ihn zu befragen, um ihn zu verärgern, damit sie ihn dadurch anklagen könnten;
74 Aber er antwortete ihnen kühn und widerstand all ihren Fragen, ja, zu ihrem Erstaunen:
75 Denn er widerstand ihnen in all ihren Fragen und verwirrte sie in all ihren Worten.
76 Und es begab sich: Einer von ihnen sprach zu ihm: Was bedeuten die Worte, die geschrieben stehen und die von unseren Vätern gelehrt wurden, nämlich:
77 Wie schön sind auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt; das bringt Frieden hervor; das bringt gute Nachrichten; der die Errettung verkündet; der zu Zion sagt: Dein Gott regiert;
78 Deine Wächter werden die Stimme erheben; mit gemeinsamer Stimme werden sie singen, denn sie werden Auge in Auge sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird.
79 Brich in Freude aus; singt zusammen, ihr verwüsteten Stätten Jerusalems; denn der Herr hat sein Volk getröstet; er hat Jerusalem erlöst.
80 Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen; und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen.
81 Und nun sprach Abinadi zu ihnen: Seid ihr Priester und gibt vor, dieses Volk zu lehren und den Geist des Prophezeiens zu verstehen, und wollt doch von mir wissen, was diese Dinge bedeuten?
82 Ich sage euch: Wehe euch, dass ihr die Wege des Herrn verkehrt. Denn wenn ihr diese Dinge versteht, habt ihr sie nicht gelehrt; darum habt ihr die Wege des Herrn verkehrt.
83 Ihr habt euer Herz nicht darauf gerichtet, zu verstehen; darum seid ihr nicht weise gewesen. Was also lehrt ihr dieses Volk?
84 Und sie sagten: Wir lehren das Gesetz des Mose.
85 Und wiederum sprach er zu ihnen: Wenn ihr das Gesetz des Mose lehrt, warum haltet ihr es nicht?
86 Warum setzt ihr euer Herz auf Reichtum?
87 Warum begeht ihr Hurereien und verschwendet eure Kraft mit Huren, ja, und bringt dieses Volk dazu, Sünde zu begehen, dass der Herr Grund hat, mich zu senden, um gegen dieses Volk zu prophezeien, ja, sogar ein großes Übel gegen dieses Volk?
88 Wisst ihr nicht, dass ich die Wahrheit spreche?
89 Ja, ihr wisst, dass ich die Wahrheit spreche; und du solltest vor Gott zittern.
90 Und es wird sich begeben: Ihr werdet wegen eurer Missetaten geschlagen werden; denn ihr habt gesagt, dass ihr das Gesetz des Mose lehrt.
91 Und was wisst ihr über das Gesetz des Mose?
92 Kommt die Erlösung durch das Gesetz des Mose? Was sagst du?
93 Und sie antworteten und sagten, dass die Errettung durch das Gesetz des Mose gekommen sei.
94 Aber nun sprach Abinadi zu ihnen: Ich weiß, wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr gerettet werden;
95 Ja, wenn ihr die Gebote haltet, die der Herr Mose auf dem Berg Sinai übergab, indem er sprach: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Haus der Knechtschaft.
96 Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben.
97 Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch irgendein Gleichnis von irgendetwas droben im Himmel oder von Dingen, die unten auf der Erde sind.
98 Nun sprach Abinadi zu ihnen: Habt ihr das alles getan? Ich sage euch: Nein, das habt ihr nicht.
99 Und habt ihr dieses Volk gelehrt, dass sie all diese Dinge tun sollen? Ich sage euch: Nein, das habt ihr nicht.
100 Und nun, als der König diese Worte gehört hatte, sprach er zu seinen Priestern: Weg mit diesem Burschen, und tötet ihn! Denn was haben wir mit ihm zu schaffen, denn er ist wahnsinnig!
101 Und sie traten hervor und versuchten, ihm die Hände aufzulegen, aber er widerstand ihnen und sprach zu ihnen: Rührt mich nicht an, denn Gott wird euch schlagen, wenn ihr mir die Hände auflegt, denn ich habe die Botschaft nicht überbracht, die die Herr hat mich gesandt, um zu befreien;
102 Ich habe euch auch nicht gesagt, worum ihr gebeten habt, es zu sagen; darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde.
103 Aber ich muss die Gebote erfüllen, die Gott mir geboten hat, und weil ich euch die Wahrheit gesagt habe, seid ihr zornig auf mich.
104 Und weiter, weil ich das Wort Gottes gesprochen habe, habt ihr mich verurteilt, dass ich verrückt bin.
105 Nun begab es sich: Nachdem Abinadi diese Worte gesprochen hatte, wagte das Volk von König Noah nicht, ihm die Hände aufzulegen;
106 Denn der Geist des Herrn war auf ihm, und sein Antlitz strahlte in überwältigendem Glanz, genau wie das von Moses, als er auf dem Berg Sinai war, als er mit dem Herrn sprach.
107 Und er sprach mit Macht und Vollmacht von Gott; und er fuhr mit seinen Worten fort und sagte: Ihr seht, dass ihr nicht die Macht habt, mich zu töten, deshalb beende ich meine Botschaft.
108 Ja, und ich merke, dass es euch ins Herz schneidet, weil ich euch die Wahrheit über eure Missetaten sage: ja, und meine Worte erfüllen euch mit Verwunderung und Erstaunen und mit Zorn.
109 Aber ich beende meine Botschaft; und dann spielt es keine Rolle, wohin ich gehe, wenn es so ist, dass ich gerettet werde.
110 Aber so viel sage ich euch: Was ihr danach mit mir macht, wird wie ein Bild und ein Schatten der Dinge sein, die kommen werden.
111 Und nun lese ich euch den Rest der Gebote Gottes vor, denn ich sehe, dass sie nicht in eure Herzen geschrieben sind;
112 Ich sehe, dass ihr den größten Teil eures Lebens Ungerechtigkeit studiert und gelehrt habt.
113 Und nun denkt daran, dass ich zu euch gesagt habe: Du sollst dir kein Bildnis oder Abbild von Dingen machen, die oben im Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser unter der Erde sind .
114 Und weiter: Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch ihnen dienen; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Missetaten der Väter an den Kindern heimsucht bis zur dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen; und erweise Tausenden von denen, die mich lieben und meine Gebote halten, Barmherzigkeit.
115 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht für unschuldig halten, der seinen Namen missbraucht.
116 Denkt an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten.
117 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; aber am siebten Tag, dem Sabbat des Herrn, deines Gottes, sollst du keine Arbeit tun, du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der bei dir ist Tore:
118 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist; darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.
119 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das dir der Herr, dein Gott, gibt.
120 Du sollst nicht töten.
121 Du sollst nicht ehebrechen.
122 Du sollst nicht stehlen.
123 Du sollst gegen deinen Nächsten kein falsches Zeugnis ablegen.
124 Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren, du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was deinem Nächsten gehört.

 

Mosia, Kapitel 8
1 Und es begab sich: Nachdem Abinadi mit diesen Worten zu Ende gesprochen hatte, sagte er zu ihnen: Habt ihr dieses Volk gelehrt, dass es darauf achten soll, all dies zu tun? um diese Gebote zu halten?
2 Ich sage euch: Nein; denn wenn du es getan hättest, hätte mich der Herr nicht veranlasst, herauszukommen und Böses über dieses Volk zu prophezeien.
3 Und nun habt ihr gesagt, dass die Errettung durch das Gesetz des Mose kommt.
4 Ich sage euch, es ist ratsam, dass ihr das Gesetz des Mose bis jetzt haltet; aber ich sage euch, dass die Zeit kommen wird, wo es nicht mehr ratsam sein wird, das Gesetz des Mose zu halten.
5 Und außerdem sage ich euch, dass die Errettung nicht allein durch das Gesetz kommt; und wäre da nicht die Sühne, die Gott selbst für die Sünden und Übeltaten seines Volkes erwirken wird, so müssten sie ungeachtet des mosaischen Gesetzes unvermeidlich zugrunde gehen.
6 Und nun sage ich euch, dass es ratsam war, den Kindern Israel ein Gesetz zu geben, ja, sogar ein sehr strenges Gesetz; denn sie waren ein halsstarriges Volk: schnell im Übeltun und langsam im Übeltun gedenke des Herrn, ihres Gottes;
7 Darum wurde ihnen ein Gesetz gegeben, ja, ein Gesetz der Verrichtungen und Verordnungen, ein Gesetz, das sie von Tag zu Tag genau befolgen sollten, um sie in Erinnerung an Gott und ihre Pflicht ihm gegenüber zu bewahren.
8 Aber siehe, ich sage euch, dass all diese Dinge Abbilder von zukünftigen Dingen waren.
9 Und nun, haben sie das Gesetz verstanden?
10 Ich sage euch: Nein, sie haben das Gesetz nicht alle verstanden; und dies wegen ihrer Herzenshärte: denn sie verstanden nicht, dass niemand gerettet werden konnte, außer durch die Erlösung Gottes.
11 Denn siehe, hat Mose ihnen nicht das Kommen des Messias prophezeit und dass Gott sein Volk erlösen sollte, ja, und sogar alle Propheten, die seit Anbeginn der Welt prophezeit haben?
12 Haben sie nicht mehr oder weniger darüber geredet?
13 Haben sie nicht gesagt, dass Gott selbst unter die Menschenkinder herabsteigen und Menschengestalt annehmen und mit mächtiger Macht auf das Antlitz der Erde hinausgehen sollte?
14 Ja, und haben sie nicht auch gesagt, er werde die Auferstehung der Toten zustande bringen und er selbst werde bedrückt und bedrängt?
15 Ja, sagt nicht einmal Jesaja:
16 Wer hat unserem Bericht geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn offenbart worden?
17 Denn er wächst vor ihm auf wie eine zarte Pflanze und wie eine Wurzel aus trockenem Boden; er hat weder Form noch Anmut; und wenn wir ihn sehen, gibt es keine Schönheit, die wir nach ihm begehren sollten.
18 Er wird von den Menschen verachtet und verworfen; ein Mann voller Schmerzen und mit Kummer vertraut: und wir verbargen gleichsam unser Angesicht vor ihm; er wurde verachtet, und wir schätzten ihn nicht.
19 Gewiss, er hat unseren Kummer getragen und unsere Sorgen getragen; doch wir schätzten ihn als geschlagen, von Gott geschlagen und bedrängt.
20 Aber er wurde verwundet wegen unserer Übertretungen, zerschlagen wurde er wegen unserer Missetaten; die Züchtigung unseres Friedens lag auf ihm; und mit seinen Wunden sind wir geheilt.
21 Wir alle sind wie Schafe in die Irre gegangen; wir haben jeden auf seinen eigenen Weg gebracht; und der Herr hat ihm unser aller Missetaten auferlegt.
22 Er war bedrückt und bedrängt, aber er tat seinen Mund nicht auf: Er wird geschlachtet wie ein Lamm, und wie ein Schaf vor seinen Scherern ist er stumm, also tat er seinen Mund nicht auf.
23 Er wurde aus dem Gefängnis und aus dem Gericht genommen; und wer wird seine Generation erklären? denn er wurde aus dem Land der Lebenden ausgerottet; wegen der Übertretungen meines Volkes wurde er geschlagen.
24 Und er machte sein Grab bei den Gottlosen und bei den Reichen in seinem Tod; denn er hatte nichts Böses getan, und kein Betrug war in seinem Mund.
25 Doch es gefiel dem Herrn, ihn zu zertreten; er hat ihn betrübt; Wenn du seiner Seele ein Opfer für die Sünde darbringst, wird er seinen Samen sehen, er wird seine Tage verlängern, und das Wohlgefallen des Herrn wird in seiner Hand gedeihen.
26 Er wird die Mühsal seiner Seele sehen und zufrieden sein: durch seine Erkenntnis wird mein gerechter Diener viele rechtfertigen; denn er wird ihre Missetaten tragen.
27 Darum will ich ihm mit den Großen den Anteil geben, und mit den Starken soll er die Beute teilen; denn er hat seine Seele dem Tod ausgeschüttet, und er wurde zu den Übeltätern gezählt, und er trug die Sünden vieler und trat für die Übeltäter ein.
28 Und nun sprach Abinadi zu ihnen: Ich möchte, dass ihr versteht, dass Gott selbst unter die Menschenkinder herabkommen und sein Volk erlösen wird;
29 Und weil er im Fleisch wohnt, wird er Sohn Gottes genannt werden:
30 und das Fleisch dem Willen des Vaters unterworfen, der der Vater und der Sohn ist; der Vater, weil er durch die Kraft Gottes empfangen wurde, und der Sohn, weil er aus dem Fleisch stammt; so werden der Vater und der Sohn:
31 Und sie sind ein Gott, ja, der ewige Vater des Himmels und der Erde;
32 Und so wird das Fleisch dem Geist unterworfen oder der Sohn dem Vater, da es ein Gott ist, erleidet Versuchung und gibt der Versuchung nicht nach, sondern lässt sich von den Seinen verspotten und gegeißeln, ausstoßen und verleugnen Menschen.
33 Und nach all dem und nachdem er viele mächtige Wunder unter den Menschenkindern gewirkt hat, wird er geführt werden, ja, wie Jesaja gesagt hat, wie ein Schaf vor dem Scherer stumm ist, sodass er seinen Mund nicht auftat;
34 Ja, so wird er geführt, gekreuzigt und getötet werden, das Fleisch sogar dem Tod unterworfen sein, der Wille des Sohnes verschlungen werden im Willen des Vaters;
35 Und so zerreißt Gott die Fesseln des Todes; den Sieg über den Tod errungen haben; dem Sohn die Macht geben, Fürbitte für die Menschenkinder zu leisten:
36 Aufgefahren in den Himmel; die Eingeweide der Barmherzigkeit haben; von Mitgefühl gegenüber den Menschenkindern erfüllt sein;
37 stehen zwischen ihnen und dem Recht; nachdem er die Fesseln des Todes zerrissen hatte, nahm er ihre Missetat und ihre Übertretungen auf sich; nachdem er sie erlöst und die Forderungen der Gerechtigkeit befriedigt hat.
38 Und nun sage ich euch: Wer wird seine Generation verkünden?
39 Siehe, ich sage euch: Wenn seine Seele als Sündenopfer dargebracht worden ist, wird er seine Nachkommen sehen.
40 Und nun, was sagt ihr? Und wer soll sein Same sein?
41 Siehe, ich sage euch: Wer auch immer die Worte der Propheten gehört hat, ja, aller heiligen Propheten, die über das Kommen des Herrn prophezeit haben:
42 Ich sage euch, dass alle, die auf ihre Worte gehört haben und geglaubt haben, dass der Herr sein Volk erlösen wird, und sich auf diesen Tag für eine Vergebung ihrer Sünden gefreut haben;
43 Ich sage euch, dies sind seine Nachkommen oder Erben des Reiches Gottes:
44 Denn diese sind es, deren Sünden er getragen hat; für diese ist er gestorben, um sie von ihren Übertretungen zu erlösen.
45 Und nun, sind sie nicht seine Nachkommen?
46 ja, und sind nicht die Propheten, jeder, der seinen Mund zur Weissagung geöffnet hat, der nicht in Übertretung gefallen ist; Ich meine alle heiligen Propheten seit Anbeginn der Welt?
47 Ich sage euch, sie sind seine Nachkommen; und diese sind es, die den Frieden verkündet haben, die frohe Botschaft gebracht haben, die die Errettung verkündet haben; und sprach zu Zion: Dein Gott regiert!
48 Und wie schön waren ihre Füße auf den Bergen!
49 Und weiter, wie schön sind auf den Bergen die Füße derer, die noch Frieden verkünden!
50 Und weiter, wie schön sind auf den Bergen die Füße derer, die später Frieden verkünden werden, ja, von dieser Zeit an fortan und für immer!
51 Und siehe, ich sage euch: Das ist noch nicht alles; denn o wie schön sind auf den Bergen die Füße dessen, der gute Nachrichten bringt, das ist der Stifter des Friedens;
52 Ja, sogar der Herr, der sein Volk erlöst hat; ja, er, der seinem Volk Errettung gewährt hat:
53 Denn wäre da nicht die Erlösung, die er für sein Volk vollbracht hat, die von Grundlegung der Welt an bereitet war; Ich sage euch, wäre dies nicht der Fall gewesen, wäre die ganze Menschheit umgekommen.
54 Aber siehe, die Fesseln des Todes werden zerrissen, und der Sohn regiert und hat Macht über die Toten; darum bringt er die Auferstehung der Toten zustande.
55 Und es kommt eine Auferstehung, sogar eine erste Auferstehung; ja, sogar eine Auferstehung derer, die gewesen sind und die sind und die sein werden, sogar bis zur Auferstehung Christi: denn so wird er genannt werden.
56 Und nun wird die Auferstehung aller Propheten und all jener, die an ihre Worte geglaubt haben, oder all jener, die die Gebote Gottes gehalten haben, in der ersten Auferstehung hervorkommen; deshalb sind sie die erste Auferstehung.
57 Sie werden auferweckt, um bei Gott zu wohnen, der sie erlöst hat: so haben sie ewiges Leben durch Christus, der die Fesseln des Todes zerrissen hat.
58 Und dies sind diejenigen, die an der ersten Auferstehung teilhaben; und das sind diejenigen, die gestorben sind, bevor Christus kam, in ihrer Unwissenheit, ohne dass ihnen die Errettung verkündigt wurde.
59 Und so bewirkt der Herr die Wiederherstellung dieser; und sie haben einen Anteil an der ersten Auferstehung oder haben ewiges Leben, indem sie vom Herrn erlöst werden.
60 Und kleine Kinder haben auch ewiges Leben.
61 Aber siehe, und fürchte dich und zittere vor Gott; denn ihr solltet zittern: denn der Herr erlöst niemanden, der sich gegen ihn auflehnt und in seinen Sünden stirbt;
62 Ja, sogar all jene, die seit Anbeginn der Welt in ihren Sünden umgekommen sind, die sich vorsätzlich gegen Gott aufgelehnt haben, die die Gebote Gottes gekannt haben und sie nicht halten wollten; das sind diejenigen, die an der ersten Auferstehung keinen Anteil haben.
63 Darum hättet ihr nicht zittern müssen?
64 Denn keinem solchen kommt das Heil; denn der Herr hat keinen solchen erlöst;
65 Ja, der Herr kann solche auch nicht erlösen: denn er kann sich selbst nicht verleugnen; denn er kann das Recht nicht leugnen, wenn es seinen Anspruch hat.
66 Und nun sage ich euch, dass die Zeit kommen wird, dass die Errettung des Herrn jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk verkündet werden wird,
67 Ja, Herr, dein Wächter wird ihre Stimmen erheben; mit vereinter Stimme werden sie singen; denn sie werden Auge in Auge sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird.
68 Freut euch, singt zusammen, ihr verwüsteten Stätten Jerusalems, denn der Herr hat sein Volk getröstet, er hat Jerusalem erlöst.
69 Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen.
70 Und nun begab es sich: Nachdem Abinadi diese Worte gesprochen hatte, streckte er seine Hand aus und sprach: Die Zeit wird kommen, da alle die Errettung des Herrn sehen werden;
71 Wenn alle Nationen, Geschlechter, Sprachen und Völker sich einig sind und vor Gott bekennen, dass seine Urteile gerecht sind.
72 Und dann werden die Gottlosen ausgestoßen werden, und sie werden Grund haben zu heulen und zu weinen und zu jammern und mit den Zähnen zu knirschen;
73 Und dies, weil sie nicht auf die Stimme des Herrn hören wollten; darum erlöst sie der Herr nicht, denn sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie;
74 Ja, sogar jene alte Schlange, die unsere Ureltern verführte, was die Ursache ihres Falls war;
75 Das war die Ursache dafür, dass die ganze Menschheit fleischlich, sinnlich, teuflisch wurde, das Böse vom Guten unterscheiden konnte und sich dem Teufel unterwarf.
76 So ging die ganze Menschheit verloren; und siehe, sie wären endlos verloren gewesen, wenn Gott sein Volk nicht aus ihrem verlorenen und gefallenen Zustand erlöst hätte.
77 Aber denkt daran, dass derjenige, der in seiner eigenen fleischlichen Natur verharrt und auf den Wegen der Sünde und Rebellion gegen Gott weitergeht, in seinem gefallenen Zustand bleibt und der Teufel alle Macht über ihn hat.
78 Darum ist er, als wäre keine Erlösung erfolgt; ein Feind Gottes sein; und auch der Teufel ist ein Feind Gottes.
79 Und nun, wenn Christus nicht in die Welt gekommen wäre und von zukünftigen Dingen gesprochen hätte, als ob sie bereits gekommen wären, hätte es keine Erlösung geben können.
80 Und wenn Christus nicht von den Toten auferstanden wäre oder die Fesseln des Todes zerrissen hätte, damit das Grab keinen Sieg hätte und der Tod keinen Stachel hätte, hätte es keine Auferstehung geben können.
81 Aber es gibt eine Auferstehung, darum hat das Grab keinen Sieg, und der Stachel des Todes ist in Christus verschlungen.
82 Er ist das Licht und das Leben der Welt; ja, ein Licht, das endlos ist, das niemals verdunkelt werden kann; ja, und auch ein endloses Leben, dass es keinen Tod mehr geben kann.
83 Sogar dieser Sterbliche wird Unsterblichkeit anziehen, und diese Verwesung wird Unverweslichkeit anziehen und wird vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden, um von ihm gemäß ihren Werken gerichtet zu werden, ob sie gut oder ob sie böse sind.
84 Wenn sie gut sind, zur Auferstehung von endlosem Leben und Glück, und wenn sie böse sind, zur Auferstehung von endloser Verdammnis;
85 Dem Teufel ausgeliefert zu sein, der sie unterworfen hat, das ist Verdammnis;
86 Sie sind nach ihrem eigenen fleischlichen Willen und Verlangen gegangen; nie den Herrn angerufen zu haben, während ihnen die Arme der Barmherzigkeit entgegengestreckt waren;
87 Denn die Arme der Barmherzigkeit wurden ihnen entgegengestreckt, und sie wollten es nicht; sie wurden vor ihren Missetaten gewarnt, und doch wollten sie nicht von ihnen weichen;
88 Und es wurde ihnen geboten, umzukehren, und doch wollten sie nicht umkehren.
89 Und hättet ihr jetzt nicht zittern und eure Sünden bereuen und euch daran erinnern sollen, dass ihr nur in und durch Christus gerettet werden könnt?
90 Wenn ihr also das Gesetz des Mose lehrt, so lehrt auch, dass es ein Schatten dessen ist, was kommen wird;
91. Lehren Sie sie, dass die Erlösung durch Christus, den Herrn, kommt, der der ewige Vater ist. Amen.

 

Mosia, Kapitel 9

1 Und nun begab es sich: Als Abinadi diese Worte beendet hatte, befahl der König, dass die Priester ihn nehmen und ihn töten sollten.
2 Aber es war einer unter ihnen, dessen Name Alma war, auch er war ein Nachkomme Nephis.
3 Und er war ein junger Mann, und er glaubte den Worten, die Abinadi gesprochen hatte, denn er wusste um die Missetat, die Abinadi gegen sie bezeugt hatte:
4 Deshalb fing er an, den König zu bitten, nicht zornig auf Abinadi zu sein, sondern zuzulassen, dass er in Frieden gehen möge.
5 Aber der König wurde noch zorniger und veranlasste, dass Alma aus ihrer Mitte verstoßen wurde, und schickte seine Diener hinter ihm her, dass sie ihn töten könnten.
6 Aber er floh vor ihnen und verbarg sich, dass sie ihn nicht fanden.
7 Und er, der viele Tage verborgen war, schrieb alle Worte nieder, die Abinadi gesprochen hatte.
8 Und es begab sich: Der König ließ Abinadi von seinen Wachen umgeben und gefangen nehmen; und sie banden ihn und warfen ihn ins Gefängnis.
9 Und nach drei Tagen, nachdem er sich mit seinen Priestern beraten hatte, ließ er ihn wieder vorführen.
10 Und er sprach zu ihm: Abinadi, wir haben eine Anklage gegen dich gefunden, und du bist des Todes würdig.
11 Denn du hast gesagt, Gott selbst solle unter die Menschenkinder herabsteigen;
12 Und nun sollst du aus diesem Grund getötet werden, wenn du nicht all die Worte zurückrufst, die du böse über mich und mein Volk geredet hast.
13 Nun sprach Abinadi zu ihm: Ich sage dir: Ich werde mich nicht an die Worte erinnern, die ich zu dir über dieses Volk gesprochen habe, denn sie sind wahr;
14 Und damit ihr ihre Bürgschaft wisst, habe ich selbst geduldet, dass ich in eure Hände gefallen bin.
15 Ja, und ich werde sogar bis zum Tod leiden, und ich werde meine Worte nicht zurückrufen, und sie werden als ein Zeugnis gegen dich stehen.
16 Und wenn ihr mich tötet, werdet ihr unschuldiges Blut vergießen, und auch dies wird am Jüngsten Tag als Zeugnis gegen euch stehen.
17 Und nun wollte König Noah ihn freilassen, denn er fürchtete sein Wort; denn er fürchtete, die Gerichte Gottes würden über ihn kommen.
18 Aber die Priester erhoben ihre Stimme gegen ihn und fingen an, ihn anzuklagen, indem sie sagten: Er hat den König geschmäht.
19 Da wurde der König zornig gegen ihn und lieferte ihn aus, damit er getötet werde.
20 Und es begab sich: Sie nahmen ihn und fesselten ihn und geißelten seine Haut mit Reisigbündeln, ja, bis zum Tode.
21 Und als nun die Flammen ihn zu versengen begannen, rief er ihnen zu und sprach: Siehe, so wie ihr es mir angetan habt, so wird es geschehen, dass eure Nachkommen dafür sorgen werden, dass viele die Schmerzen erleiden werden, die ich erleide, sogar die Schmerzen des Todes durch Feuer; und dies, weil sie an das Heil des Herrn, ihres Gottes, glauben.
22 Und es wird sich begeben: Ihr werdet wegen eurer Übeltaten von allerlei Krankheiten heimgesucht werden.
23 Ja, und ihr werdet von allen Seiten geschlagen und hin und her getrieben und zerstreut werden, so wie eine wilde Herde von wilden und wilden Tieren getrieben wird.
24 Und an jenem Tag werdet ihr gejagt und von der Hand eurer Feinde ergriffen werden, und dann werdet ihr, wie ich, die Qualen des Feuertodes erleiden.
25 So übt Gott Rache an denen, die sein Volk vernichten.
26 O Gott, empfange meine Seele.
27 Und nun, als Abinadi diese Worte gesagt hatte, fiel er, nachdem er den Tod durch Feuer erlitten hatte; ja, er wurde getötet, weil er die Gebote Gottes nicht leugnen wollte; er hatte die Wahrheit seiner Worte durch seinen Tod besiegelt.
28 Und nun begab es sich: Alma, der vor den Dienern König Noas geflohen war, bereute seine Sünden und Übeltaten und ging privat unter den Menschen umher und fing an, die Worte von Abinadi zu lehren;
29 Ja, in Bezug auf das, was kommen sollte, und auch in Bezug auf die Auferstehung der Toten und die Erlösung des Volkes, die durch die Macht und die Leiden und den Tod Christi und seine Auferstehung und Himmelfahrt zustande gebracht werden sollte in den Himmel.
30 Und so viele sein Wort hören wollten, lehrte er.
31 Und er lehrte sie privat, damit der König es nicht erfahre. Und viele glaubten seinen Worten.
32 Und es begab sich: Alle, die ihm glaubten, gingen hinaus an einen Ort, der Mormon genannt wurde und seinen Namen vom König erhalten hatte, da er in den Grenzen des Landes lag, das von Zeiten oder Jahreszeiten befallen war , von wilden Tieren.
33 Nun gab es in Mormon eine Quelle reinen Wassers, und Alma zog sich dorthin zurück, da in der Nähe des Wassers ein Dickicht aus kleinen Bäumen war, wo er sich tagsüber vor den Durchsuchungen des Königs versteckte.
34 Und es begab sich: Alle, die ihm glaubten, gingen dorthin, um seine Worte zu hören.
35 Und es begab sich: Nach vielen Tagen war eine stattliche Anzahl am Ort Mormon versammelt, um die Worte Almas zu hören.
36 Ja, alle waren versammelt, die an sein Wort glaubten, um ihn zu hören.
37 Und er lehrte sie und predigte ihnen Buße und Erlösung und Glauben an den Herrn.
38 Und es begab sich: Er sprach zu ihnen: Siehe, hier sind die Wasser Mormon; denn so wurden sie genannt.
39 Und nun, da ihr den Wunsch habt, in die Herde Gottes zu kommen und sein Volk genannt zu werden, und bereit seid, die Lasten des anderen zu tragen, damit sie leicht seien;
40 ja, und sind bereit, mit den Trauernden zu trauern; ja, und diejenigen trösten, die des Trostes bedürfen, und als Zeugen Gottes zu allen Zeiten und in allen Dingen und an allen Orten, an denen ihr euch befinden könnt, sogar bis zum Tod, damit ihr von Gott erlöst werdet, und werdet zu denen der ersten Auferstehung gezählt, damit ihr ewiges Leben habt:
41 Nun sage ich euch: Wenn dies der Wunsch eures Herzens ist, was habt ihr dagegen, im Namen des Herrn getauft zu werden, als Zeuge vor ihm, dass ihr einen Bund mit ihm geschlossen habt, dass ihr ihm dienen und ihn halten werdet? seine Gebote, damit er seinen Geist reichlicher über euch ausgieße?
42 Und nun, als das Volk diese Worte gehört hatte, klatschten sie vor Freude in die Hände und riefen: Das ist der Wunsch unseres Herzens.
43 Und nun begab es sich: Alma nahm Helam, er war einer der Ersten, und ging hin und stellte sich ins Wasser und rief und sprach: O Herr, gieße deinen Geist auf deinen Diener aus, damit er dieses Werk tun kann mit Heiligkeit des Herzens.
44 Und als er diese Worte gesagt hatte, war der Geist des Herrn auf ihm, und er sprach: Helam, ich taufe dich mit Vollmacht vom allmächtigen Gott, als Zeugnis dafür, dass du einen Bund eingegangen bist, ihm bis zu dir zu dienen tot sind, was den sterblichen Körper betrifft; und möge der Geist des Herrn über euch ausgegossen werden; und möge er dir ewiges Leben gewähren durch die Erlösung Christi, den er von Grundlegung der Welt an bereitet hat.
45 Und nachdem Alma diese Worte gesagt hatte, wurden sowohl Alma als auch Helam im Wasser begraben; und sie standen auf und kamen jubelnd aus dem Wasser, erfüllt vom Geist.
46 Und wiederum nahm Alma einen anderen und ging ein zweites Mal hinaus in das Wasser und taufte ihn gemäß dem ersten, nur begrub er sich nicht wieder im Wasser.
47 Und auf diese Weise taufte er jeden, der zum Ort Mormon hinausging: und ihre Zahl betrug etwa zweihundertvier Seelen;
48 Ja, und sie wurden in den Wassern Mormon getauft und wurden mit der Gnade Gottes erfüllt:
49 Und von dieser Zeit an wurden sie die Kirche Gottes oder die Kirche Christi genannt.
50 Und es begab sich: Jeder, der durch die Kraft und Autorität Gottes getauft wurde, wurde seiner Kirche hinzugefügt.
51 Und es begab sich: Alma, der Vollmacht von Gott hatte, ordinierte Priester; sogar einen Priester auf je fünfzig ihrer Zahl ordinierte er, ihnen zu predigen und sie über die Dinge zu lehren, die das Reich Gottes betreffen.
52 Und er gebot ihnen, nichts zu lehren als das, was er gelehrt hatte und was durch den Mund der heiligen Propheten geredet worden war.
53 Ja, er gebot ihnen sogar, dass sie nichts predigen sollten, außer Reue und Glauben an den Herrn, der sein Volk erlöst hatte.
54 Und er gebot ihnen, dass es keinen Streit untereinander geben sollte, sondern dass sie mit einem Auge nach vorne schauen und einen Glauben und eine Taufe haben sollten; ihre Herzen in Einheit und Liebe miteinander verbunden zu haben.
55 Und so befahl er ihnen zu predigen. Und so wurden sie Kinder Gottes.
56 Und er befahl ihnen, den Sabbattag zu halten und ihn heilig zu halten, und auch jeden Tag dem Herrn, ihrem Gott, zu danken.
57 Und er befahl ihnen auch, dass die Priester, die er eingesetzt hatte, mit ihren eigenen Händen für ihren Unterhalt arbeiten sollten;
58 Und es gab in jeder Woche einen bestimmten Tag, an dem sie sich versammeln sollten, um das Volk zu lehren und den Herrn, ihren Gott, anzubeten, und auch, so oft es in ihrer Macht stand, sich zu versammeln.
59 Und die Priester sollten sich nicht auf den Unterhalt des Volkes verlassen; aber für ihre Arbeit sollten sie die Gnade Gottes empfangen, damit sie im Geist stark würden, die Erkenntnis Gottes habend, damit sie mit Kraft und Autorität von Gott lehren könnten.
60 Und wiederum gebot Alma, dass die Leute der Kirche von ihrer Substanz weitergeben sollten, jeder gemäß dem, was er hatte;
61 Wenn er mehr hat, sollte er mehr geben; und wer nur wenig hatte, sollte wenig verlangen; und dem, der nicht hatte, sollte gegeben werden.
62 Und so sollten sie von ihrer Substanz aus ihrem eigenen freien Willen und ihren guten Wünschen an Gott und an jene Priester, die in Not waren, ja, und an jede bedürftige, nackte Seele weitergeben.
63 Und dies sagte er zu ihnen, nachdem ihm von Gott befohlen worden war;
64 Und sie wandelten aufrichtig vor Gott und teilten einander sowohl zeitlich als auch geistlich mit, entsprechend ihren Bedürfnissen und Wünschen.
65 Und nun begab es sich: All dies geschah in Mormon; ja, an den Wassern Mormons, in dem Wald, der nahe den Wassern Mormons war:
66 Ja, der Ort Mormon, die Wasser Mormons, der Wald Mormons, wie schön sind sie in den Augen derer, die dort zur Erkenntnis ihres Erlösers kamen;
67 Ja, und wie gesegnet sind sie, denn sie werden für immer zu seinem Lob singen.
68 Und dies geschah in den Grenzen des Landes, damit der König es nicht erfahre.
69 Aber siehe, es begab sich: Als der König eine Bewegung unter dem Volk entdeckte, sandte er seine Diener aus, um sie zu bewachen.
70 An dem Tag, als sie sich versammelten, um das Wort des Herrn zu hören, wurden sie dem König entdeckt.
71 Und nun sagte der König, dass Alma das Volk zur Rebellion gegen ihn aufstachelte; darum sandte er sein Heer, um sie zu vernichten.
72 Und es begab sich: Alma und das Volk des Herrn wurden über das Kommen der Armee des Königs informiert; darum nahmen sie ihre Zelte und ihre Familien und zogen in die Wüste.
73 Und ihre Zahl betrug ungefähr vierhundertfünfzig Seelen.
74 Und es begab sich: Das Heer des Königs kehrte zurück, nachdem es vergeblich nach dem Volk des Herrn gesucht hatte.
75 Und nun siehe, die Streitkräfte des Königs waren klein, nachdem sie verringert worden waren, und es begann, eine Spaltung unter dem Rest des Volkes zu geben.
76 Und der kleinere Teil fing an, Drohungen gegen den König auszustoßen, und es begann ein großer Streit unter ihnen zu sein.
77 Und nun war unter ihnen ein Mann namens Gideon, und er war ein starker Mann und ein Feind des Königs, darum zog er sein Schwert und schwor in seinem Zorn, den König zu töten.
78 Und es begab sich: Er kämpfte mit dem König, und als der König sah, dass er im Begriff war, ihn zu überwältigen, floh er und rannte und stieg auf den Turm, der in der Nähe des Tempels war.
79 Und Gideon jagte ihm nach und wollte gerade auf den Turm steigen, um den König zu erschlagen, und der König ließ seine Augen in Richtung des Landes Shemlon schweifen, und siehe, das Heer der Lamaniten war innerhalb der Grenzen des Landes.
80 Und nun schrie der König in der Qual seiner Seele auf und sprach: Gideon, verschone mich, denn die Lamaniten sind über uns, und sie werden sie vernichten; ja, sie werden mein Volk vernichten.
81 Und nun war der König nicht so sehr um sein Volk besorgt, als um sein eigenes Leben; Trotzdem verschonte Gideon sein Leben.
82 Und der König befahl dem Volk, vor den Lamaniten zu fliehen, und er selbst ging ihnen voran, und sie flohen mit ihren Frauen und ihren Kindern in die Wildnis.
83 Und es begab sich: Die Lamaniten verfolgten sie und überholten sie und begannen, sie zu töten.
84 Und es begab sich: Der König befahl ihnen, dass alle Männer ihre Frauen und ihre Kinder zurücklassen und vor den Lamaniten fliehen sollten.
85 Nun gab es viele, die sie nicht verlassen wollten, sondern lieber bleiben und mit ihnen umkommen wollten.
86 Und die übrigen verließen ihre Frauen und ihre Kinder und flohen.
87 Und es begab sich: Jene, die mit ihren Frauen und ihren Kindern verweilten, veranlassten, dass ihre schönen Töchter hervortraten und die Lamaniten anflehten, sie würden sie nicht töten.
88 Und es begab sich: Die Lamaniten haben Mitleid mit ihnen, denn sie waren von der Schönheit ihrer Frauen bezaubert;
89 Darum verschonten die Lamaniten ihr Leben und nahmen sie gefangen und trugen sie zurück in das Land Nephi und gewährten ihnen, das Land zu besitzen, unter den Bedingungen, dass sie König Noa in die Hände der Nephi ausliefern würden Lamaniten, und liefert ihr Eigentum ab.
90 Sogar die Hälfte von allem, was sie besaßen; die Hälfte ihres Goldes und ihres Silbers und aller ihrer Kostbarkeiten; und so sollten sie dem König der Lamaniten von Jahr zu Jahr Tribut zollen.
91 Und nun war unter denen, die gefangen genommen wurden, einer der Söhne des Königs, dessen Name Limhi war.
92 Und nun wünschte sich Limhi, dass sein Vater nicht zerstört würde; dennoch war Limhi der Ungerechtigkeiten seines Vaters nicht unwissend, da er selbst ein gerechter Mann war.
93 Und es begab sich: Gideon sandte heimlich Männer in die Wildnis, um den König und seine Begleiter zu suchen.
94 Und es begab sich: Sie trafen das Volk in der Wüste, alle außer dem König und seinen Priestern.
95 Nun hatten sie in ihrem Herzen geschworen, in das Land Nephi zurückzukehren, und wenn ihre Frauen und ihre Kinder getötet würden, und auch diejenigen, die bei ihnen verweilt hatten, würden sie nach Rache trachten und auch mit ihnen umkommen.
96 Und der König befahl ihnen, nicht zurückzukehren; und sie waren zornig auf den König und ließen ihn leiden, ja bis zum Feuertod.
97 Und sie wollten auch die Priester mitnehmen, um sie zu töten, und sie flohen vor ihnen.
98 Und es begab sich: Sie waren im Begriff, in das Land Nephi zurückzukehren, und sie trafen die Männer von Gideon.
99 Und die Männer von Gideon erzählten ihnen alles, was ihren Frauen und ihren Kindern widerfahren war; und dass die Lamaniten ihnen gewährt hatten, das Land zu besitzen, indem sie den Lamaniten einen Tribut in Höhe der Hälfte ihres Besitzes zahlten.
100 Und das Volk sagte den Männern von Gideon, sie hätten den König getötet und seine Priester seien vor ihnen weiter in die Wildnis geflohen.
101 Und es begab sich: Nachdem sie die Zeremonie beendet hatten, kehrten sie voller Freude in das Land Nephi zurück, weil ihre Frauen und ihre Kinder nicht getötet worden waren; und sie erzählten Gideon, was sie dem König angetan hatten.
102 Und es begab sich: Der König der Lamaniten leistete ihnen einen Eid, dass sein Volk sie nicht töten sollte.
103 Und auch Limhi, der Sohn des Königs, dem das Königreich vom Volk übertragen worden war, schwor dem König der Lamaniten, dass sein Volk ihm Tribut zahlen sollte; sogar die Hälfte von allem, was sie besaßen.
104 Und es begab sich: Limhi begann, das Königreich zu errichten und Frieden unter seinem Volk zu errichten.
105 Und der König der Lamaniten stellte Wachen rund um das Land auf, damit er das Volk Limhi im Land behüten konnte, damit sie nicht in die Wildnis ziehen könnten;
106 Und er unterstützte seine Wachen aus dem Tribut, den er von den Nephiten erhielt.
107 Und nun hatte König Limhi für den Zeitraum von zwei Jahren beständigen Frieden in seinem Königreich, sodass die Lamaniten sie weder belästigten noch versuchten, sie zu vernichten.
108 Nun gab es einen Ort in Schemlon, wo sich die Töchter der Lamaniten versammelten, um zu singen und zu tanzen und sich lustig zu machen.
109 Und es begab sich: Eines Tages versammelte sich eine kleine Anzahl von ihnen, um zu singen und zu tanzen.
110 Und nun die Priester von König Noa, die sich schämen, in die Stadt Nephi zurückzukehren, ja, und auch befürchten, dass das Volk sie töten würde, deshalb wagten sie nicht, zu ihren Frauen und ihren Kindern zurückzukehren.
111 Und nachdem sie in der Wildnis verweilt hatten und die Töchter der Lamaniten entdeckt hatten, legten sie sich hin und bewachten sie; und als nur noch wenige von ihnen zum Tanzen versammelt waren, kamen sie aus ihren geheimen Orten heraus und nahmen sie und trugen sie in die Wildnis.
112 Ja, vierundzwanzig der Töchter der Lamaniten trugen sie in die Wildnis;
113 Und es begab sich: Als die Lamaniten feststellten, dass ihre Töchter vermisst worden waren, waren sie zornig auf das Volk Limhi; denn sie dachten, es seien die Leute von Limhi.
114 Darum schickten sie ihre Heere aus; ja, sogar der König selbst ging seinem Volk voran; und sie zogen hinauf in das Land Nephi, um das Volk Limhi zu vernichten.
115 Und nun hatte Limhi sie vom Turm aus entdeckt; sogar alle ihre Kriegsvorbereitungen entdeckte er; darum versammelte er sein Volk und lauerte ihnen auf den Feldern und in den Wäldern.
116 Und es begab sich: Als die Lamaniten heraufgekommen waren, fingen die Leute von Limhi an, von ihren Warteplätzen über sie herzufallen und begannen, sie zu töten.
117 Und es begab sich: Der Kampf wurde überaus heftig, denn sie kämpften wie Löwen um ihre Beute.
118 Und es begab sich: Das Volk Limhi begann, die Lamaniten vor sich herzutreiben, doch waren sie nicht halb so zahlreich wie die Lamaniten.
119 Aber sie kämpften um ihr Leben und für ihre Frauen und für ihre Kinder; darum strengten sie sich an und kämpften wie Drachen.
120 Und es begab sich: Sie fanden den König der Lamaniten unter der Zahl ihrer Toten; doch er war nicht tot, er war verwundet und am Boden liegen geblieben, so schnell war die Flucht seines Volkes.
121 Und sie nahmen ihn und verbanden seine Wunden und brachten ihn vor Limhi und sagten: Siehe, hier ist der König der Lamaniten; er ist verwundet und unter ihre Toten gefallen, und sie haben ihn verlassen; und siehe, wir haben ihn vor euch gebracht; und jetzt lasst uns ihn töten.
122 Aber Limhi sprach zu ihnen: Ihr sollt ihn nicht töten, sondern ihn hierher bringen, damit ich ihn sehen kann. Und sie brachten ihn.
123 Und Limhi sprach zu ihm: Welchen Grund habt ihr, gegen mein Volk in den Krieg zu ziehen?
124 Siehe, mein Volk hat den Eid, den ich euch geleistet habe, nicht gebrochen; warum also solltet ihr den Eid brechen, den ihr meinem Volk geleistet habt?
125 Und nun sprach der König: Ich habe den Eid gebrochen, weil dein Volk die Töchter meines Volkes verschleppt hat; darum habe ich in meinem Zorn mein Volk gegen dein Volk in den Krieg ziehen lassen.
126 Nun hatte Limhi nichts über diese Angelegenheit gehört; darum sagte er: Ich will mein Volk durchsuchen, und wer so etwas getan hat, soll umkommen.
127 Deshalb ließ er sein Volk durchsuchen.
128 Als nun Gideon diese Dinge gehört hatte, da er der Hauptmann des Königs war, ging er hinaus und sprach zum König: Ich bitte dich, lass es bleiben und durchsuche dieses Volk nicht und lege ihnen diese Sache nicht zur Last.
129 Denn denkt ihr nicht an die Priester eures Vaters, die dieses Volk zu vernichten suchte?
130 Und sind sie nicht in der Wüste? Und sind sie es nicht, die die Töchter der Lamaniten gestohlen haben?
131 Und nun siehe, und sage dem König diese Dinge, damit er es seinem Volk sagen kann, damit sie uns gegenüber besänftigt werden können; denn siehe, sie bereiten sich bereits darauf vor, gegen uns zu kommen; und siehe auch, wir sind nur wenige.
132 Und siehe, sie kommen mit ihren zahlreichen Heerscharen; und wenn der König sie uns gegenüber nicht besänftigt, müssen wir zugrunde gehen.
133 Denn haben sich nicht die Worte Abinadis erfüllt, die er gegen uns prophezeit hat? und all dies, weil wir nicht auf das Wort des Herrn hören und uns von unseren Missetaten abwenden wollen?
134 Und nun lasst uns den König besänftigen, und wir erfüllen den Eid, den wir ihm geleistet haben: denn es ist besser, dass wir in Knechtschaft sein sollten, als dass wir unser Leben verlieren sollten; deshalb lasst uns dem Vergießen von so viel Blut ein Ende bereiten.
135 Und nun erzählte Limhi dem König alles über seinen Vater und die Priester, die in die Wildnis geflohen waren, und schrieb ihnen die Verschleppung ihrer Töchter zu.
136 Und es begab sich: Der König war mit seinem Volk besänftigt; und er sprach zu ihnen: Laßt uns hinausziehen, meinem Volk entgegen, ohne Waffen; und ich schwöre dir mit einem Eid, dass mein Volk dein Volk nicht töten wird.
137 Und es begab sich: Sie folgten dem König und zogen ohne Waffen hinaus, um den Lamaniten zu begegnen.
138 Und es begab sich: Sie trafen die Lamaniten; und der König der Lamaniten beugte sich vor ihnen nieder und trat für das Volk Limhi ein.
139 Und als die Lamaniten das Volk Limhi sahen, dass es ohne Waffen war, hatten sie Mitleid mit ihnen und wurden mit ihnen besänftigt und kehrten mit ihrem König in Frieden in ihr eigenes Land zurück.
140 Und es begab sich: Limhi und sein Volk kehrten in die Stadt Nephi zurück und begannen wieder in Frieden im Land zu wohnen.
141 Und es begab sich: Nach vielen Tagen fingen die Lamaniten wieder an, im Zorn gegen die Nephiten aufgestachelt zu werden; und sie fingen an, in die Grenzen des Landes ringsum zu kommen.
142 Nun wagten sie es nicht, sie zu töten wegen des Eids, den ihr König Limhi geleistet hatte; aber sie würden sie auf ihre Backen schlagen und Macht über sie ausüben; und fing an, ihnen schwere Lasten auf den Rücken zu legen und sie zu treiben wie einen dummen Esel; ja, all dies wurde getan, damit sich das Wort des Herrn erfülle.
143 Und nun waren die Bedrängnisse der Nephiten groß; und es gab keine Möglichkeit, sich aus ihren Händen zu befreien, denn die Lamaniten hatten sie von allen Seiten umzingelt.
144 Und es begab sich: Das Volk fing wegen ihrer Bedrängnisse mit dem König zu murren an; und sie begannen begierig zu werden, gegen sie in den Kampf zu ziehen.
145 Und sie bedrängten den König sehr mit ihren Klagen; darum gewährte er ihnen, dass sie nach ihren Wünschen handeln sollten.
146 Und sie versammelten sich wieder und legten ihre Rüstung an und zogen gegen die Lamaniten aus, um sie aus ihrem Land zu vertreiben.
147 Und es begab sich: Die Lamaniten schlugen sie und trieben sie zurück und töteten viele von ihnen.
148 Und nun gab es eine große Trauer und Klage unter den Leuten von Limhi: die Witwe, die um ihren Ehemann trauerte; der Sohn und die Tochter, die um ihren Vater trauern; und die Brüder für ihre Brüder.
149 Nun gab es sehr viele Witwen im Land; und sie weinten von Tag zu Tag gewaltig; denn eine große Furcht vor den Lamaniten war über sie gekommen.
150 Und es begab sich: Ihre ständigen Schreie erregten den Rest des Volkes Limhi gegen die Lamaniten.
151 Und sie zogen wieder in den Kampf; aber sie wurden wieder zurückgetrieben und erlitten viele Verluste.
152 Ja, sie gingen wieder, sogar das dritte Mal, und litten auf die gleiche Weise; und diejenigen, die nicht getötet wurden, kehrten wieder in die Stadt Nephi zurück.
153 Und sie demütigten sich selbst bis zum Staub, unterwarfen sich dem Joch der Knechtschaft, unterwarfen sich, um geschlagen und hin und her getrieben und belastet zu werden, gemäß den Wünschen ihrer Feinde.
154 Und sie demütigten sich sogar in den Tiefen der Demut; und sie riefen mächtig zu Gott; ja, sogar den ganzen Tag lang schrien sie zu ihrem Gott, er möge sie aus ihren Bedrängnissen befreien.
155 Und nun war der Herr wegen ihrer Übeltaten langsam, ihr Schreien zu hören;
156 Dennoch hörte der Herr ihre Schreie und fing an, die Herzen der Lamaniten zu erweichen, sodass sie anfingen, ihre Lasten zu erleichtern; doch der Herr hielt es nicht für angebracht, sie aus der Knechtschaft zu befreien.
157 Und es begab sich: Sie fingen an, im Land allmählich zu gedeihen, und fingen an, Getreide und Herden und Rinder in größerem Umfang zu züchten, sodass sie nicht unter Hunger litten.
158 Nun gab es viel mehr Frauen als Männer; deshalb befahl König Limhi, dass jeder Mann die Witwen und ihre Kinder unterstützen sollte, damit sie nicht vor Hunger umkommen würden; und das taten sie wegen der großen Zahl der Erschlagenen.
159 Nun hielten die Leute von Limhi so viel wie möglich in einer Gruppe zusammen und sicherten ihr Getreide und ihre Herden;
160 Und der König selbst vertraute seiner Person nicht außerhalb der Mauern der Stadt, es sei denn, er nahm seine Wachen mit, aus Angst, dass er auf irgendeine Weise in die Hände der Lamaniten fallen könnte.
161 Und er veranlasste, dass sein Volk das Land ringsum bewachte, damit es auf irgendeine Weise jene Priester fangen könnte, die in die Wildnis geflohen waren, die die Töchter der Lamaniten gestohlen hatten und die eine so große Zerstörung über sie hereinbrechen ließen ;
162 Denn sie hatten den Wunsch, sie mitzunehmen, damit sie sie bestrafen könnten; denn sie waren bei Nacht in das Land Nephi gekommen und hatten ihr Getreide und viele ihrer Kostbarkeiten fortgetragen; darum lauerten sie auf sie.
163 Und es begab sich: Es gab keine Unruhen mehr zwischen den Lamaniten und dem Volk Limhi, selbst bis zu der Zeit, als Ammon und seine Brüder in das Land kamen.
164 Und der König, der mit seiner Wache vor den Toren der Stadt war, entdeckte Ammon und seine Brüder; und weil er sie für Priester Noahs hielt, ließ er sie ergreifen, binden und ins Gefängnis werfen.
165 Und wären sie Noahs Priester gewesen, hätte er sie töten lassen; als er aber feststellte, dass sie es nicht waren, sondern dass sie seine Brüder waren und aus dem Land Zarahemla gekommen waren, wurde er von überaus großer Freude erfüllt.
166 Nun hatte König Limhi vor der Ankunft Ammons eine kleine Anzahl von Männern ausgesandt, um nach dem Land Zarahemla zu suchen; aber sie konnten es nicht finden und verloren sich in der Wildnis.
167 Dennoch fanden sie ein Land, das bevölkert war; ja, ein Land, das mit trockenen Knochen bedeckt war; ja, ein Land, das bevölkert und zerstört worden war;
168 Und sie hielten es für das Land Zarahemla und kehrten in das Land Nephi zurück, nachdem sie die Grenzen des Landes nicht viele Tage vor dem Kommen Ammons erreicht hatten.
169 Und sie brachten eine Aufzeichnung mit sich, nämlich eine Aufzeichnung der Leute, deren Gebeine sie gefunden hatten; und sie wurden auf Erzplatten eingraviert.
170 Und nun war Limhi wieder von Freude erfüllt, als er aus dem Munde Ammons erfuhr, dass König Mosia eine Gabe von Gott hatte, wodurch er solche Gravierungen interpretieren konnte, ja, und Ammon freute sich ebenfalls.
171 Doch Ammon und seine Brüder waren voller Kummer, weil so viele ihrer Brüder getötet worden waren; und auch, dass König Noah und seine Priester das Volk veranlasst hatten, so viele Sünden und Übeltaten gegen Gott zu begehen;
172 Und sie trauerten auch um den Tod von Abinadi; und auch für die Abreise Almas und der Menschen, die mit ihm gingen, die durch die Stärke und Macht Gottes und den Glauben an die Worte, die Abinadi gesprochen hatte, eine Kirche Gottes gebildet hatten;
173 Ja, sie trauerten um ihre Abreise, denn sie wussten nicht, wohin sie geflohen waren.
174 Nun hätten sie sich gerne ihnen angeschlossen, denn sie selbst hatten einen Bund mit Gott geschlossen, ihm zu dienen und seine Gebote zu halten.
175 Und nun, seit dem Kommen von Ammon, war König Limhi auch einen Bund mit Gott eingegangen, und auch mit vielen von seinem Volk, ihm zu dienen und seine Gebote zu halten.
176 Und es begab sich: König Limhi und viele seiner Leute wollten getauft werden; aber es gab niemanden im Land, der Autorität von Gott hatte.
177 Und Ammon lehnte es ab, dies zu tun, da er sich für einen unwürdigen Diener hielt; deshalb bildeten sie sich damals nicht zu einer Gemeinde und warteten auf den Geist des Herrn.
178 Nun wollten sie gleich werden wie Alma und seine Brüder, die in die Wildnis geflohen waren.
179 Sie wollten getauft werden, als Zeugnis und Zeugnis dafür, dass sie bereit waren, Gott von ganzem Herzen zu dienen;
180 Trotzdem verlängerten sie die Zeit; und ein Bericht über ihre Taufe soll im Folgenden gegeben werden.
181 Und nun sollte sich das ganze Studium von Ammon und seinem Volk und von König Limhi und seinem Volk aus den Händen der Lamaniten und aus der Knechtschaft befreien.

 

Mosia, Kapitel 10

1 Und nun begab es sich: Ammon und König Limhi begannen, sich mit dem Volk zu beraten, wie sie sich aus der Knechtschaft befreien sollten;
2 Und sie veranlassten sogar, dass sich das ganze Volk versammelte; und dies taten sie, um die Stimme des Volkes in dieser Sache zu haben.
3 Und es begab sich: Sie konnten keinen Weg finden, sich aus der Knechtschaft zu befreien, es sei denn, sie nahmen ihre Frauen und Kinder und ihre Schafe und ihre Rinder und ihre Zelte und zogen in die Wildnis;
4 Denn die Lamaniten waren so zahlreich, dass es für das Volk Limhi unmöglich war, mit ihnen zu kämpfen, da sie daran dachten, sich aus der Knechtschaft durch das Schwert zu befreien.
5 Nun begab es sich: Gideon ging hinaus und stellte sich vor den König und sprach zu ihm: Nun, o König, du hast bisher oft auf meine Worte gehört, wenn wir mit unseren Brüdern, den Lamaniten, gestritten haben.
6 Und nun, o König, wenn du mich nicht als unnützen Diener befunden hast oder wenn du bisher meinen Worten in irgendeiner Weise zugehört hast und sie dir von Nutzen waren, so wünsche ich mir doch, dass du auf meine hörst Worte zu dieser Zeit, und ich werde dein Diener sein und dieses Volk aus der Knechtschaft befreien.
7 Und der König gewährte ihm, dass er sprechen durfte.
8 Und Gideon sprach zu ihm: Siehe, die Rückseite führt durch die hintere Mauer, auf der Rückseite der Stadt.
9 Die Lamaniten oder die Wachen der Lamaniten sind nachts betrunken; darum lasst uns unter diesem ganzen Volk eine Proklamation aussenden, dass sie ihre Schafe und Rinder sammeln, damit sie sie bei Nacht in die Wüste treiben.
10 Und ich werde gemäß deinem Befehl gehen und den Lamaniten den letzten Tribut an Wein zahlen, und sie werden betrunken sein; und wir werden durch den geheimen Pass links von ihrem Lager gehen, wenn sie betrunken sind und schlafen;
11 So werden wir mit unseren Frauen und Kindern, unseren Schafen und Rindern in die Wüste ziehen; und wir werden das Land Schilom umrunden.
12 Und es begab sich: Der König hörte auf die Worte Gideons.
13 Und König Limhi ließ sein Volk seine Herden sammeln; und er schickte den Lamaniten Wein als Tribut; und er schickte ihnen auch mehr Wein als Geschenk; und sie tranken reichlich von dem Wein, den König Limhi ihnen schickte.

14 Und es begab sich: Die Leute von König Limhi zogen bei Nacht mit ihren Herden und Herden in die Wildnis, und sie zogen um das Land Shilom in der Wildnis herum und bogen in Richtung des Landes Zarahemla ab, wobei sie geführt wurden von Ammon und seinen Brüdern.
15 Und sie hatten all ihr Gold und Silber und ihre Kostbarkeiten, die sie tragen konnten, mitgenommen; und auch ihre Vorräte mit ihnen in die Wüste; und sie setzten ihre Reise fort.
16 Und nachdem sie viele Tage in der Wildnis verbracht hatten, kamen sie in das Land Zarahemla und schlossen sich seinem Volk an und wurden seine Untertanen.
17 Und es begab sich: Mosia empfing sie mit Freude; und er erhielt auch ihre Aufzeichnungen und auch die Aufzeichnungen, die von den Leuten von Limhi gefunden worden waren.
18 Und nun begab es sich: Als die Lamaniten feststellten, dass das Volk Limhi das Land bei Nacht verlassen hatte, sandten sie eine Armee in die Wildnis, um sie zu verfolgen;
19 Und nachdem sie sie zwei Tage lang verfolgt hatten, konnten sie ihren Spuren nicht mehr folgen; darum gingen sie in der Wildnis verloren.

 

Mosia, Kapitel 11

Ein Bericht über Alma und das Volk des Herrn, die vom Volk König Noas in die Wildnis vertrieben wurden.
1 Nun war Alma vom Herrn gewarnt worden, dass die Heere von König Noah über sie kommen würden, und hatte es seinem Volk kundgetan, deshalb versammelten sie ihre Herden und nahmen von ihrem Getreide und zogen in die Wildnis vor dem Armeen von König Noah.
2 Und der Herr stärkte sie, sodass das Volk des Königs Noah sie nicht einholen konnte, um sie zu vernichten.
3 Und sie flohen acht Tagereisen weit in die Wüste.
4 Und sie kamen in ein Land, ja, sogar ein sehr schönes und angenehmes Land; ein Land des reinen Wassers.
5 Und sie schlugen ihre Zelte auf und fingen an, den Boden zu bestellen, und fingen an, Gebäude zu bauen usw.; ja, sie waren fleißig und arbeiteten außerordentlich.
6 Und das Volk wünschte sich, dass Alma ihr König sein sollte, denn er wurde von seinem Volk geliebt.
7 Er aber sprach zu ihnen: Siehe, es ist nicht ratsam, einen König zu haben; denn so spricht der Herr: Ihr sollt kein Fleisch über das andere stellen, und keiner soll sich für den anderen halten; darum sage ich euch: Es ist nicht ratsam, dass ihr einen König habt.
8 Wenn es jedoch möglich wäre, dass ihr immer nur gerechte Männer als Könige haben könntet, wäre es gut für euch, einen König zu haben.
9 Aber denkt an die Missetat von König Noah und seinen Priestern; und ich selbst wurde in einer Schlinge gefangen und tat viele Dinge, die in den Augen des Herrn abscheulich waren, was mir große Reue bereitete;
10 Dennoch hat der Herr nach viel Drangsal mein Schreien gehört und meine Gebete erhört und mich zu einem Werkzeug in seinen Händen gemacht, um so viele von euch zur Erkenntnis seiner Wahrheit zu bringen.
11 Dennoch rühme ich mich dessen nicht, denn ich bin unwürdig, mich meiner selbst zu rühmen.
12 Und nun sage ich euch: Ihr seid von König Noah unterdrückt worden und wart in Knechtschaft von ihm und seinen Priestern und seid von ihnen in Ungerechtigkeit gebracht worden; darum seid ihr gebunden mit den Banden der Ungerechtigkeit.
13 Und nun, da ihr durch die Macht Gottes aus diesen Fesseln befreit worden seid;
14 Ja, sogar aus den Händen von König Noah und seinem Volk und auch aus den Fesseln der Ungerechtigkeit, genauso wünsche ich, dass ihr in dieser Freiheit, mit der ihr befreit worden seid, fest stehen solltet und dass ihr niemandem vertraut, dass es sein wird ein König über dich;
15 Und vertraut auch niemandem als eurem Lehrer oder Diener, es sei denn, er sei ein Mann Gottes, der auf seinen Wegen wandelt und seine Gebote hält.
16 So lehrte Alma sein Volk, dass jeder seinen Nächsten lieben sollte wie sich selbst; dass es keinen Streit unter ihnen geben sollte.
17 Und nun war Alma ihr Hohepriester, er war der Gründer ihrer Kirche.
18 Und es begab sich: Niemand erhielt Vollmacht zu predigen oder zu lehren, außer durch ihn von Gott.
19 Darum weihte er alle ihre Priester und alle ihre Lehrer, und niemand wurde geweiht, außer den Gerechten.
20 Darum wachten sie über ihr Volk und nährten es mit Rechtschaffenheit.
21 Und es begab sich: Sie fingen an, im Land über die Maßen zu gedeihen; und sie nannten das Land Helam.
22 Und es begab sich: Sie vermehrten sich und gediehen über die Maßen im Land Helam; und sie bauten eine Stadt, die sie die Stadt Helam nannten.
23 Dennoch hält es der Herr für richtig, sein Volk zu züchtigen; ja, er prüft ihre Geduld und ihren Glauben.
24 Doch wer auf ihn vertraut, der wird am Jüngsten Tag erhöht werden.
25 Ja, und so war es mit diesem Volk.
26 Denn siehe, ich will euch zeigen, dass sie in Knechtschaft gebracht wurden und niemand sie befreien konnte als der Herr, ihr Gott; ja, sogar der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs.
27 Und es begab sich: Er befreite sie, und er zeigte ihnen seine mächtige Macht, und ihre Freude war groß.
28 Denn siehe, es begab sich: Während sie im Land Helam waren, ja, in der Stadt Helam, während sie das Land ringsum bestellten, siehe, ein Heer der Lamaniten war an den Grenzen des Landes.
29 Nun begab es sich: Die Brüder Almas flohen von ihren Feldern und versammelten sich in der Stadt Helam; und sie erschraken sehr wegen des Erscheinens der Lamaniten.
30 Aber Alma ging hinaus und stellte sich unter sie und ermahnte sie, sich nicht zu fürchten, sondern an den Herrn, ihren Gott, zu denken, und er würde sie befreien;
31 Deshalb beruhigten sie ihre Ängste und fingen an, zum Herrn zu rufen, er möge die Herzen der Lamaniten erweichen, damit sie sie und ihre Frauen und ihre Kinder verschonen würden.
32 Und es begab sich: Der Herr erweichte die Herzen der Lamaniten.
33 Und Alma und seine Brüder gingen hinaus und übergaben sich in ihre Hände; und die Lamaniten nahmen das Land Helam in Besitz.
34 Nun waren die Heere der Lamaniten, die dem Volk König Limhis gefolgt waren, viele Tage in der Wildnis verloren gegangen.
35 Und siehe, sie hatten diese Priester des Königs Noah an einem Ort gefunden, den sie Amulon nannten; und sie hatten begonnen, das Land Amulon in Besitz zu nehmen, und hatten begonnen, den Boden zu bestellen.
36 Der Name des Anführers dieser Priester war Amulon.
37 Und es begab sich: Amulon flehte die Lamaniten an; und er sandte auch ihre Frauen, die Töchter der Lamaniten, aus, um ihre Brüder zu bitten, ihre Ehemänner nicht zu vernichten.
38 Und die Lamaniten hatten Mitleid mit Amulon und seinen Brüdern und vernichteten sie nicht wegen ihrer Frauen.
39 Und Amulon und seine Brüder schlossen sich den Lamaniten an, und sie reisten in der Wildnis auf der Suche nach dem Land Nephi, als sie das Land Helam entdeckten, das Alma und seine Brüder besaßen.
40 Und es begab sich: Die Lamaniten versprachen Alma und seinen Brüdern, dass sie ihnen ihr Leben und ihre Freiheit gewähren würden, wenn sie ihnen den Weg zeigen würden, der in das Land Nephi führt.
41 Aber nachdem Alma ihnen den Weg gezeigt hatte, der in das Land Nephi führte, wollten die Lamaniten ihr Versprechen nicht halten; aber sie stellten Wachen rings um das Land Helam auf, über Alma und seine Brüder.
42 Und der Rest von ihnen ging in das Land Nephi; und ein Teil von ihnen kehrte in das Land Helam zurück und brachte auch die Frauen und Kinder der Wächter mit sich, die im Land zurückgelassen worden waren.
43 Und der König der Lamaniten hatte Amulon gewährt, König und Herrscher über sein Volk zu sein, das im Land Helam war; dennoch sollte er keine Macht haben, etwas gegen den Willen des Königs der Lamaniten zu tun.
44 Und es begab sich: Amulon gewann Gunst in den Augen des Königs der Lamaniten; darum gewährte der König der Lamaniten ihm und seinen Brüdern, dass sie zu Lehrern über sein Volk ernannt werden sollten;
45 Ja, sogar über das Volk, das im Land Schemlon und im Land Schilom und im Land Amulon war:
46 Denn die Lamaniten hatten all diese Länder in Besitz genommen; darum hatte der König der Lamaniten Könige über all diese Länder eingesetzt:
47 Und nun war der Name des Königs der Lamaniten Laman, da er nach dem Namen seines Vaters genannt wurde; und deshalb wurde er König Laman genannt.
48 Und er war König über ein zahlreiches Volk; und er ernannte Lehrer der Brüder Amulons in jedem Land, das von seinem Volk besessen wurde;
49 Und so begann die Sprache Nephis unter dem ganzen Volk der Lamaniten gelehrt zu werden.
50 Und sie waren ein untereinander freundliches Volk; dennoch kannten sie Gott nicht; auch die Brüder Amulons lehrten sie nichts über den Herrn, ihren Gott, noch das Gesetz Moses;
51 Sie lehrten sie auch nicht die Worte Abinadis; aber sie lehrten sie, dass sie ihre Aufzeichnungen führen sollten und dass sie einander schreiben könnten.
52 Und so begannen die Lamaniten an Reichtümern zuzunehmen und begannen miteinander Handel zu treiben und wurden groß und fingen an, ein gerissenes und weises Volk zu werden, was die Weisheit der Welt betrifft;
53 Ja, ein sehr schlaues Volk; Freude an allerlei Bosheit und Plünderung, außer unter ihren eigenen Brüdern.
54 Und nun begab es sich: Amulon begann, Autorität über Alma und seine Brüder auszuüben, und fing an, ihn zu verfolgen und zu veranlassen, dass seine Kinder ihre Kinder verfolgen sollten;
55 Denn Amulon wusste von Alma, dass er einer der Priester des Königs gewesen war und dass er es war, der den Worten von Abinadi glaubte und vor dem König vertrieben wurde; und deshalb war er zornig auf ihn, denn er war König Laman untertan;
56 Und doch übte er Autorität über sie aus und legte ihnen Aufgaben auf und setzte Aufseher über sie.
57 Und es begab sich: Ihre Bedrängnisse waren so groß, dass sie anfingen, mächtig zu Gott zu schreien.
58 Und Amulon befahl ihnen, mit ihrem Geschrei aufzuhören; und er stellte Wachen über sie, um sie zu bewachen, damit jeder, der Gott anrief, getötet werden sollte.
59 Und Alma und sein Volk erhoben ihre Stimme nicht zum Herrn, ihrem Gott, sondern schütteten ihm ihr Herz aus; und er kannte die Gedanken ihrer Herzen.
60 Und es begab sich: Die Stimme des Herrn erklang in ihren Bedrängnissen zu ihnen und sprach: Erhebt eure Häupter und tröstet euch, denn ich kenne den Bund, den ihr mit mir gemacht habt; und ich werde mit diesem meinem Volk einen Bund schließen und es aus der Knechtschaft befreien.
61 Und ich werde auch die Lasten erleichtern, die auf eure Schultern gelegt werden, sodass selbst ihr sie nicht auf eurem Rücken spüren könnt, selbst wenn ihr in Knechtschaft seid;
62 Und dies werde ich tun, damit ihr später als Zeugen für mich auftretet und mit Gewissheit wisst, dass ich, der Herr, Gott, mein Volk in seinen Bedrängnissen heimsuche.
63 Und nun begab es sich: Die Lasten, die Alma und seinen Brüdern auferlegt wurden, wurden leicht gemacht;
64 Ja, der Herr stärkte sie, damit sie ihre Lasten mit Leichtigkeit tragen konnten, und sie unterwarfen sich freudig und mit Geduld dem ganzen Willen des Herrn.
65 Und es begab sich: Ihr Glaube und ihre Geduld waren so groß, dass die Stimme des Herrn wieder zu ihnen kam und sprach: Seid getröstet, denn am Morgen werde ich euch aus der Knechtschaft befreien.
66 Und er sprach zu Alma: Du sollst diesem Volk vorausgehen, und ich werde mit dir gehen und dieses Volk aus der Knechtschaft befreien.
67 Nun begab es sich: Alma und sein Volk sammelten in der Nacht ihre Herden und auch ihr Getreide; ja, sogar die ganze Nacht hindurch sammelten sie ihre Herden.
68 Und am Morgen ließ der Herr einen tiefen Schlaf über die Lamanitäten kommen, ja, und all ihre Aufseher befanden sich in einem tiefen Schlaf.
69 Und Alma und sein Volk zogen in die Wildnis; und als sie den ganzen Tag gewandert waren, schlugen sie ihre Zelte in einem Tal auf, und sie nannten das Tal Alma, weil er ihren Weg in der Wildnis führte;
70 Ja, und im Tal Alma schütteten sie Gott ihren Dank aus, weil er barmherzig zu ihnen gewesen war und ihre Lasten erleichtert und sie aus der Knechtschaft befreit hatte;
71 Denn sie waren in Knechtschaft, und niemand konnte sie befreien, außer der Herr, ihr Gott.
72 Und sie dankten Gott, ja, alle ihre Männer und alle ihre Frauen und alle ihre Kinder, die sprechen konnten, erhoben ihre Stimme zum Lobpreis ihres Gottes.
73 Und nun sprach der Herr zu Alma: Beeile dich und bring du und dieses Volk aus diesem Land heraus, denn die Lamaniten sind erwacht und verfolgen dich;
74 Darum verschwinde aus diesem Land, und ich werde die Lamaniten in diesem Tal aufhalten, damit sie dieses Volk nicht weiter verfolgen.
75 Und es begab sich: Sie verließen das Tal und machten sich auf den Weg in die Wildnis.
76 Und nachdem sie zwölf Tage in der Wildnis gewesen waren, kamen sie in das Land Zarahemla; und König Mosia empfing sie auch mit Freude.
77 Und nun veranlasste König Mosia, dass das ganze Volk versammelt werden sollte.
78 Nun gab es nicht so viele Kinder Nephis oder so viele von denen, die Nachkommen Nephis waren, wie es vom Volk Zarahemla gab, das ein Nachkomme Muloks war, und diejenigen, die mit ihm in die Wildnis kamen ;
79 Und vom Volk Nephi und vom Volk Zarahemla waren nicht so viele wie von den Lamaniten: ja, sie waren nicht halb so zahlreich.
80 Und nun war das ganze Volk Nephi versammelt und auch das ganze Volk Zarahemla, und sie waren in zwei Körperschaften versammelt.
81 Und es begab sich: Mosia las seinem Volk die Aufzeichnungen von Zeniff vor und ließ sie vorlesen; ja, er las die Aufzeichnungen der Leute von Zeniff, von der Zeit an, als sie das Land Zarahemla verließen, bis sie wieder zurückkehrten.
82 Und er las auch den Bericht von Alma und seinen Brüdern und all ihren Bedrängnissen von der Zeit an, als sie das Land Zarahemla verließen, bis zu der Zeit, als sie wieder zurückkehrten.
83 Und nun, als Mosia mit dem Lesen der Aufzeichnungen fertig war, war sein Volk, das im Land verweilte, von Verwunderung und Verwunderung ergriffen, denn sie wussten nicht, was sie denken sollten;
84 Denn als sie die aus der Knechtschaft Befreiten sahen, wurden sie von überaus großer Freude erfüllt.
85 Und wiederum, als sie an ihre Brüder dachten, die von den Lamaniten getötet worden waren, wurden sie von Kummer erfüllt und vergossen sogar viele Tränen des Kummers;
86 Und wiederum, als sie an die unmittelbare Güte Gottes und seine Macht dachten, Alma und seine Brüder aus den Händen der Lamaniten und aus der Knechtschaft zu befreien, erhoben sie ihre Stimme und dankten Gott.
87 Und wiederum, als sie an die Lamaniten, die ihre Brüder waren, an ihren sündigen und verunreinigten Zustand dachten, wurden sie um das Wohlergehen ihrer Seelen von Schmerz und Angst erfüllt.
88 Und es begab sich: Die Kinder Amulons und seiner Brüder, die die Töchter der Lamaniten zur Frau genommen hatten, waren unzufrieden mit dem Verhalten ihrer Väter,
89 Und sie würden nicht länger nach den Namen ihrer Väter genannt werden, deshalb nahmen sie den Namen Nephi auf sich, damit sie die Kinder Nephis genannt und zu denen gezählt werden könnten, die Nephiten genannt wurden.
90 Und nun wurde das ganze Volk von Zarahemla zu den Nephiten gezählt, und dies, weil das Königreich niemandem übertragen worden war außer denen, die Nachkommen Nephis waren.
91 Und nun begab es sich: Als Mosia damit aufgehört hatte, zu den Menschen zu sprechen und vorzulesen, wünschte er, dass Alma auch zu den Menschen sprechen sollte.
92 Und Alma sprach zu ihnen, als sie in großen Gruppen versammelt waren, und er ging von einer Gruppe zur anderen und predigte dem Volk Umkehr und Glauben an den Herrn.
93 Und er ermahnte die Leute von Limhi und seine Brüder, all diejenigen, die aus der Knechtschaft befreit worden waren, dass sie daran denken sollten, dass es der Herr war, der sie befreit hatte.
94 Und es begab sich: Nachdem Alma das Volk viele Dinge gelehrt und mit dem Reden zu ihnen aufgehört hatte, wünschte sich König Limhi, getauft zu werden; und sein ganzes Volk wünschte, auch getauft zu werden.
95 Darum ging Alma hinaus in das Wasser und taufte sie; ja, er taufte sie in der Weise, wie er es mit seinen Brüdern in den Wassern Mormon tat;
96 Ja, und so viele, wie er taufte, gehörten der Kirche Gottes an; und dies wegen ihres Glaubens an die Worte Almas.
97 Und es begab sich: König Mosia gewährte Alma, dass er im ganzen Land Zarahemla Kirchen errichten könnte; und gab ihm Macht, Priester und Lehrer über jede Kirche zu ordinieren.
98 Nun geschah dies, weil es so viele Menschen gab, dass sie nicht alle von einem Lehrer geleitet werden konnten; auch konnten sie nicht alle das Wort Gottes in einer Versammlung hören; deshalb versammelten sie sich in verschiedenen Körperschaften, die sie Kirchen nannten;
99 Jede Kirche hat ihre Priester und ihre Lehrer, und jeder Priester predigt das Wort, wie es ihm durch den Mund Almas überliefert wurde;
100 Und obwohl es viele Kirchen gab, waren sie alle eine Kirche; ja, sogar die Gemeinde Gottes:
101 Denn in allen Kirchen wurde nichts gepredigt, außer Buße und Glaube an Gott.
102 Und nun gab es im Land Zarahemla sieben Gemeinden.
103 Und es begab sich: Wer auch immer den Wunsch hatte, den Namen Christi oder Gottes auf sich zu nehmen, der schloss sich den Kirchen Gottes an; und sie wurden das Volk Gottes genannt.
104 Und der Herr goss seinen Geist über sie aus, und sie wurden gesegnet und gediehen im Land.
105 Nun begab es sich: Viele aus der heranwachsenden Generation konnten die Worte König Benjamins nicht verstehen, da sie zu der Zeit, als er zu seinem Volk sprach, kleine Kinder waren; und sie glaubten nicht an die Überlieferung ihrer Väter.
106 Sie glaubten nicht, was über die Auferstehung der Toten gesagt worden war; sie glaubten auch nicht an das Kommen Christi.
107 Und nun konnten sie wegen ihres Unglaubens das Wort Gottes nicht verstehen; und ihre Herzen wurden verhärtet.
108 Und sie wollten sich nicht taufen lassen; sie würden auch nicht der Kirche beitreten.
109 Und sie waren hinsichtlich ihres Glaubens ein getrenntes Volk und blieben es auch in ihrem fleischlichen und sündigen Zustand immerdar; denn sie wollten den Herrn, ihren Gott, nicht anrufen.
110 Und jetzt, in der Regierung Mosias, waren sie nicht halb so zahlreich wie das Volk Gottes; aber wegen der Meinungsverschiedenheiten unter den Brüdern wurden sie zahlreicher.
111 Denn es begab sich: Sie täuschten viele mit ihren schmeichelhaften Worten, die in der Gemeinde waren, und veranlaßten sie, viele Sünden zu begehen;
112 Daher wurde es zweckmäßig, dass diejenigen, die Sünde begangen hatten und in der Kirche waren, von der Kirche ermahnt werden sollten.
113 Und es begab sich: Sie wurden vor die Priester gebracht und von den Lehrern den Priestern übergeben; und die Priester brachten sie zu Alma, dem Hohenpriester.
114 Nun hatte König Mosia Alma die Autorität über die Kirche gegeben.
115 Und es begab sich: Alma wusste nichts über sie, denn es gab viele Zeugen gegen sie; ja, das Volk stand auf und bezeugte seine Missetat in Hülle und Fülle.
116 Nun, so etwas war vorher in der Kirche nicht geschehen; darum war Alma in seinem Geist beunruhigt, und er ließ sie vor den König bringen.
117 Und er sprach zum König: Siehe, hier sind viele, die wir vor dich gebracht haben, die ihrer Brüder angeklagt sind; ja, und sie sind in mancherlei Übeltaten verstrickt worden.
118 Und sie bereuen ihre Missetaten nicht; darum haben wir sie vor dich gebracht, damit du sie richtest nach ihren Verbrechen.
119 Aber König Mosia sprach zu Alma: Siehe, ich richte sie nicht; darum übergebe ich sie in deine Hände, damit sie gerichtet werden.
120 Und nun war Almas Geist wieder beunruhigt; und er ging hin und fragte den Herrn, was er in dieser Angelegenheit tun sollte, denn er fürchtete, dass er in den Augen Gottes Unrecht tun würde.
121 Und es begab sich: Nachdem er Gott seine ganze Seele ausgeschüttet hatte, erklang die Stimme des Herrn zu ihm, nämlich: Gesegnet bist du, Alma, und gesegnet sind sie, die in den Wassern Mormon getauft wurden.
122 Du bist gesegnet wegen deines überaus großen Vertrauens allein in die Worte meines Dieners Abinadi.
123 Und gesegnet sind sie wegen ihres überaus großen Glaubens allein an die Worte, die du zu ihnen gesprochen hast.
124 Und gesegnet bist du, weil du unter diesem Volk eine Kirche errichtet hast; und sie werden bestehen, und sie werden mein Volk sein.
125 Ja, gesegnet ist dieses Volk, das bereit ist, meinen Namen zu tragen; denn in meinem Namen sollen sie genannt werden; und sie sind mein.
126 Und weil du mich wegen des Übertreters befragt hast, bist du gesegnet.
127 Du bist mein Diener, und ich schwöre dir, dass du ewiges Leben haben wirst; und du sollst mir dienen und in meinem Namen ausziehen und meine Schafe sammeln.
128 Und wer meine Stimme hört, wird mein Schaf sein; und ihn sollt ihr in die Gemeinde aufnehmen; und ihn werde ich auch empfangen.
129 Denn siehe, dies ist meine Kirche: Wer auch immer getauft wird, soll zur Buße getauft werden.
130 Und wer immer ihr empfangt, der soll an meinen Namen glauben; und ihm will ich frei vergeben:
131 Denn ich bin es, der die Sünden der Welt auf sich nimmt; denn ich bin es, der sie erschaffen hat; und ich bin es, der dem, der an das Ende glaubt, einen Platz zu meiner Rechten gewährt.
132 Denn siehe, nach meinem Namen sind sie gerufen; und wenn sie mich kennen, werden sie hervorkommen und ewig einen Platz zu meiner Rechten haben.
133 Und es wird sich begeben: Wenn die zweite Posaune ertönt, dann werden diejenigen hervorkommen, die mich nie kannten, und werden vor mir stehen;
134 Und dann werden sie erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, dass ich ihr Erlöser bin; aber sie würden nicht erlöst.
135 Und dann werde ich ihnen gestehen, dass ich sie nie gekannt habe; und sie werden ins ewige Feuer gehen, bereit für den Teufel und seine Engel.
136 Darum sage ich euch, wer meine Stimme nicht hören will, den sollt ihr nicht in meine Kirche aufnehmen, denn den werde ich am letzten Tag nicht aufnehmen:
137 Darum sage ich euch: Geht; und wer gegen mich übertritt, den sollt ihr richten nach den Sünden, die er begangen hat;
138 Und wenn er seine Sünden vor dir und mir bekennt und in der Aufrichtigkeit seines Herzens umkehrt, sollt ihr ihm vergeben, und ich werde ihm auch vergeben;
139 Ja, und so oft mein Volk umkehrt, werde ich ihnen ihre Verfehlungen gegen mich vergeben.
140 Und auch ihr sollt einander eure Verfehlungen vergeben; denn wahrlich, ich sage euch: Wer die Verfehlungen seines Nächsten nicht vergibt, wenn er sagt, dass er Buße tut, der hat sich selbst der Verurteilung unterworfen.
141 Nun sage ich euch: Geht; und wer von seinen Sünden nicht umkehrt, der soll meinem Volk nicht zugerechnet werden, und dies soll von nun an eingehalten werden.
142 Und es begab sich: Als Alma diese Worte gehört hatte, schrieb er sie auf, um sie zu haben und um die Leute dieser Kirche gemäß den Geboten Gottes zu richten.
143 Und es begab sich: Alma ging hin und richtete diejenigen, die in Ungerechtigkeit ergriffen worden waren, gemäß dem Wort des Herrn.
144 Und wer auch immer von seinen Sünden umkehrte und sie bekannte, den zählte er zum Volk der Kirche;
145 Und diejenigen, die ihre Sünden nicht bekennen und ihre Missetat nicht bereuen wollten, dieselben wurden nicht zu den Leuten der Kirche gezählt, und ihre Namen wurden ausgelöscht.
146 Und es begab sich: Alma regelte alle Angelegenheiten der Kirche;
147 Und sie fingen wieder an, Frieden zu haben und in den Angelegenheiten der Kirche überaus erfolgreich zu sein; umsichtig vor Gott wandeln; viele empfangen und viele taufen.
148 Und nun taten all diese Dinge Alma und seine Mitarbeiter, die über der Kirche standen; in allem Eifer wandeln, das Wort Gottes in allen Dingen lehren, alle Arten von Bedrängnissen erleiden; von all jenen verfolgt zu werden, die nicht zur Kirche Gottes gehörten.
149 Und sie ermahnten ihre Brüder; und sie wurden auch ermahnt, ein jeder durch das Wort Gottes, gemäß seinen Sünden oder den Sünden, die er begangen hatte; von Gott geboten, ohne Unterlass zu beten und in allen Dingen zu danken.
150 Und nun begab es sich: Die Verfolgungen, die der Kirche durch die Ungläubigen zugefügt wurden, wurden so groß, dass die Kirche anfing zu murren und sich bei ihren Führern über die Angelegenheit zu beschweren; und sie beschwerten sich bei Alma.
151 Und Alma legte den Fall ihrem König Mosia vor. Und Mosia beriet sich mit seinen Priestern.
152 Und es begab sich: König Mosia sandte eine Proklamation durch das Land ringsum, dass kein Ungläubiger einen von denen verfolgen sollte, die zur Kirche Gottes gehörten:
153 Und es gab in allen Kirchen ein striktes Gebot, dass es unter ihnen keine Verfolgungen geben sollte, dass es unter allen Menschen Gleichheit geben sollte; dass sie weder Stolz noch Hochmut ihren Frieden stören lassen sollten;
154 Dass jeder seinen Nächsten wie sich selbst achtet und mit eigenen Händen für seinen Unterhalt arbeitet;
155 Ja, und alle ihre Priester und Lehrer sollten mit ihren eigenen Händen für ihren Unterhalt arbeiten, in allen Fällen, außer in Krankheit oder großer Not: und indem sie diese Dinge taten, taten sie Überfluss an der Gnade Gottes.
156 Und es begann wieder viel Frieden im Land zu sein; und das Volk fing an, sehr zahlreich zu werden, und fing an, sich über das Antlitz der Erde zu zerstreuen;
157 Ja, im Norden und im Süden, im Osten und im Westen, große Städte und Dörfer in allen Teilen des Landes zu bauen.
158 Und der Herr besuchte sie und brachte ihnen Wohlstand, und sie wurden ein großes und wohlhabendes Volk.
159 Nun wurden die Söhne Mosias zu den Ungläubigen gezählt; und auch einer der Söhne Almas wurde zu ihnen gezählt, der nach seinem Vater Alma genannt wurde; dennoch wurde er ein sehr schlechter Mann und ein götzendienerischer Mann.
160 Und er war ein Mann vieler Worte und sprach dem Volk viel Schmeichelei aus; darum verleitete er viele des Volkes dazu, nach der Weise seiner Sünden zu handeln.
161 Und er wurde ein großes Hindernis für das Gedeihen der Kirche Gottes; die Herzen der Menschen zu stehlen und viel Zwietracht unter den Menschen zu verursachen; dem Feind Gottes eine Chance geben, seine Macht über sie auszuüben.
162 Und nun begab es sich: Während er im Begriff war, die Kirche Gottes zu zerstören: denn er ging heimlich mit den Söhnen Mosias umher, um die Kirche zu zerstören und das Volk des Herrn in die Irre zu führen, im Gegensatz zu die Gebote Gottes oder sogar des Königs;
163 Und wie ich euch gesagt habe, als sie umhergingen und sich gegen Gott auflehnten, siehe, da erschien ihnen der Engel des Herrn; und er stieg wie in einer Wolke herab; und er sprach wie mit einer Donnerstimme, die die Erde, auf der sie standen, erbeben ließ;
164 Und so groß war ihr Erstaunen, dass sie zur Erde fielen und die Worte nicht verstanden, die er zu ihnen sprach.
165 Dennoch rief er erneut und sprach: Alma, erhebe dich und trete hervor, denn warum verfolgst du die Kirche Gottes?
166 Denn der Herr hat gesagt: Dies ist meine Kirche, und ich werde sie aufrichten; und nichts wird es stürzen, außer es ist die Übertretung meines Volkes.
167 Und weiter sprach der Engel: Siehe, der Herr hat die Gebete seines Volkes erhört und auch die Gebete seines Dieners Alma, der dein Vater ist:
168 Denn er hat mit großem Glauben für dich gebetet, damit du zur Erkenntnis der Wahrheit gebracht wirst;
169 Deshalb bin ich zu diesem Zweck gekommen, um dich von der Macht und Autorität Gottes zu überzeugen, damit die Gebete seiner Diener gemäß ihrem Glauben erhört werden.
170 Und nun siehe, könnt ihr die Macht Gottes bestreiten?
171 Denn siehe, erschüttert meine Stimme nicht die Erde?
172 Und könnt ihr mich nicht auch vor euch sehen?
173 Und ich bin von Gott gesandt.
174 Nun sage ich dir: Geh, und gedenke der Gefangenschaft deiner Väter im Land Helam und im Land Nephi; und gedenke, wie Großes er für sie getan hat, denn sie waren in Knechtschaft, und er hat sie befreit.
175 Und nun sage ich zu dir, Alma, geh deinen Weg und trachte nicht mehr danach, die Kirche zu zerstören, damit ihre Gebete erhört werden können; und dies, selbst wenn du von dir selbst verstoßen werden willst.
176 Und nun begab es sich: Dies waren die letzten Worte, die der Engel zu Alma sprach, und er ging fort.
177 Und nun fielen Alma und diejenigen, die bei ihm waren, wieder auf die Erde, denn groß war ihr Erstaunen; denn mit eigenen Augen hatten sie einen Engel des Herrn gesehen; und seine Stimme war wie ein Donner, der die Erde erschütterte;
178 Und sie wussten, dass es nichts gab außer der Kraft Gottes, die die Erde erschüttern und sie zum Zittern bringen könnte, als ob sie auseinander brechen würde.
179 Und nun war das Erstaunen Almas so groß, dass er stumm wurde, dass er seinen Mund nicht öffnen konnte; ja, und er wurde schwach, selbst dass er seine Hände nicht bewegen konnte:
180 Darum wurde er von denen, die bei ihm waren, ergriffen und hilflos getragen, sogar bis er vor seinen Vater gelegt wurde.
181 Und sie erzählten seinem Vater alles, was ihnen widerfahren war; und sein Vater freute sich, denn er wusste, dass es die Macht Gottes war.
182 Und er ließ eine Menge zusammenkommen, damit sie bezeugten, was der Herr für seinen Sohn getan hatte, und auch für diejenigen, die mit ihm waren.
183 Und er ließ die Priester sich versammeln; und sie fingen an zu fasten und zu dem Herrn, ihrem Gott, zu beten, dass er Almas Mund öffnen möge, damit er sprechen könne;
184 Und auch, damit seine Glieder ihre Kraft erhalten könnten, damit die Augen des Volkes geöffnet würden, um die Güte und Herrlichkeit Gottes zu sehen und zu erkennen.
185 Und es begab sich: Nachdem sie für den Zeitraum von zwei Tagen und zwei Nächten gefastet und gebetet hatten, empfingen die Glieder Almas ihre Kraft, und er stand auf und fing an, zu ihnen zu sprechen, indem er sie bat, guten Trost zu spenden:
186 Denn, sagte er, ich habe meine Sünden bereut und bin vom Herrn erlöst worden; siehe, ich bin aus dem Geist geboren.
187 Und der Herr sprach zu mir: Wundere dich nicht, dass die ganze Menschheit, ja, Männer und Frauen, alle Nationen, Geschlechter, Sprachen und Völker, wiedergeboren werden müssen;
188 Ja, aus Gott geboren, von ihrem fleischlichen und gefallenen Zustand in einen Zustand der Rechtschaffenheit umgewandelt, von Gott erlöst, seine Söhne und Töchter werdend; und so werden sie zu neuen Geschöpfen; und wenn sie dies nicht tun, können sie in keiner Weise das Reich Gottes ererben.
189 Ich sage euch: Wenn dies nicht der Fall ist, müssen sie verworfen werden; und das weiß ich, denn ich war wie verstoßen.
190 Dennoch, nachdem ich durch viel Drangsal gewatet bin und fast bis zum Tod Buße getan habe, hat der barmherzige Herr es für angebracht gehalten, mich aus einem ewigen Brennen zu reißen, und ich bin aus Gott geboren;
191 Meine Seele ist von der Galle der Bitterkeit und den Fesseln der Ungerechtigkeit erlöst worden.
192 Ich war im dunkelsten Abgrund; aber jetzt erblicke ich das wunderbare Licht Gottes.
193 Meine Seele wurde von ewiger Qual zerstört; aber ich bin entrissen, und meine Seele ist nicht mehr gequält.
194 Ich verwarf meinen Erlöser und leugnete das, wovon unsere Väter gesprochen hatten;
195 Aber jetzt können sie voraussehen, dass er kommen wird und dass er sich an jedes Geschöpf seiner Erschaffung erinnert;
196 Er wird sich allen offenbaren; ja, jedes Knie wird sich beugen und jede Zunge vor ihm bekennen.
197 Ja, sogar am letzten Tag, wenn alle Menschen vor ihm stehen werden, um von ihm gerichtet zu werden, dann werden sie bekennen, dass er Gott ist;
198 Dann werden sie bekennen, die ohne Gott in der Welt leben, dass das Gericht einer ewigen Strafe gerecht über ihnen ist;
199 Und sie werden erbeben und zittern und unter dem Blick seines alles durchdringenden Auges zusammenschrumpfen.
200 Und nun begab es sich: Alma begann von dieser Zeit an, die Menschen und diejenigen, die zu der Zeit, als der Engel ihnen erschien, bei Alma waren, zu lehren:
201 Sie reisten im ganzen Land umher, verkündeten dem ganzen Volk, was sie gehört und gesehen hatten, und predigten das Wort Gottes in großer Drangsal, wurden von denen, die Ungläubige waren, sehr verfolgt und von vielen von ihnen geschlagen.
202 Aber trotz alledem vermittelten sie der Gemeinde viel Trost, bestätigten ihren Glauben und ermahnten sie mit Langmut und viel Mühe, die Gebote Gottes zu halten.
203 Und vier von ihnen waren die Söhne Mosias; und ihre Namen waren Ammon und Aaron und Omner und Himni; dies waren die Namen der Söhne Mosias.
204 Und sie reisten durch das ganze Land Zarahemla und zu allem Volk, das unter der Herrschaft von König Mosia war, und bemühten sich eifrig, alle Schäden, die sie der Kirche zugefügt hatten, wiedergutzumachen:
205 Sie bekannten alle ihre Sünden und veröffentlichten alles, was sie gesehen hatten, und erklärten die Prophezeiungen und die Schriften allen, die sie hören wollten:
206 Und so waren sie Werkzeuge in den Händen Gottes, indem sie viele zur Erkenntnis der Wahrheit brachten, ja, zur Erkenntnis ihres Erlösers.
207 Und wie gesegnet sind sie! Denn sie haben den Frieden veröffentlicht; sie veröffentlichten gute Nachrichten; und sie verkündeten dem Volk, dass der Herr regiert.

 

Mosia, Kapitel 12

1 Nun begab es sich: Nachdem die Söhne Mosias all dies getan hatten, nahmen sie eine kleine Anzahl mit sich und kehrten zu ihrem Vater, dem König, zurück und baten ihn, er möge ihnen gewähren, damit sie mit denen, die sie auserwählt hatten, hinauf in das Land Nephi,
2 damit sie das predigen könnten, was sie gehört hatten, und damit sie ihren Brüdern, den Lamaniten, das Wort Gottes mitteilen könnten, damit sie sie vielleicht zur Kenntnis des Herrn, ihres Gottes, bringen und sie von der Ungerechtigkeit des Gottes überzeugen könnten ihre Väter;
3 und damit sie sie vielleicht von ihrem Hass gegen die Nephiten heilen könnten, damit sie auch dazu gebracht werden könnten, sich über den Herrn, ihren Gott, zu freuen,
4 damit sie einander freundschaftlich verbunden seien und es in dem ganzen Land, das ihnen der Herr, ihr Gott, gegeben habe, keinen Streit mehr gebe.
5 Nun wünschten sie, dass jedem Geschöpf das Heil verkündet werden sollte, denn sie konnten es nicht ertragen, dass irgendeine Menschenseele zugrunde gehen sollte;
6 Ja, selbst der bloße Gedanke, dass eine Seele endlose Qualen ertragen sollte, ließ sie erbeben und zittern.
7 Und so wirkte der Geist des Herrn auf sie, denn sie waren die allerschändlichsten Sünder.
8 Und der Herr hielt es in seiner unendlichen Barmherzigkeit für richtig, sie zu verschonen; dennoch litten sie wegen ihrer Missetaten viel Seelenqual; und viel leiden, weil sie fürchten, dass sie für immer verstoßen werden.
9 Und es begab sich: Sie flehten ihren Vater viele Tage an, damit sie in das Land Nephi hinaufziehen könnten.
10 Und König Mosia ging hin und fragte den Herrn, ob er seine Söhne zu den Lamaniten hinaufziehen lassen sollte, um das Wort zu predigen.
11 Und der Herr sprach zu Mosia: Laßt sie hinaufziehen, denn viele werden an ihre Worte glauben, und sie werden ewiges Leben haben; und ich werde deine Söhne aus den Händen der Lamaniten befreien.
12 Und es begab sich: Mosia gewährte ihnen, hinzugehen und ihrer Bitte gemäß zu tun;
13 Und sie machten sich auf die Reise in die Wildnis, um hinaufzugehen, um das Wort unter den Lamaniten zu predigen: und ich werde im Folgenden über ihre Vorgehensweise berichten.
14 Nun hatte König Mosia niemanden, dem er das Königreich übertragen konnte, denn keiner seiner Söhne wollte das Königreich annehmen;
15 Darum nahm er die Aufzeichnungen, die auf den Messingplatten eingraviert waren, und auch die Platten Nephis und alles, was er aufbewahrt und bewahrt hatte, gemäß den Geboten Gottes,
16 Nachdem er die Aufzeichnungen, die sich auf den goldenen Platten befanden, die von den Leuten Limhis gefunden worden waren, die ihm durch Limhis Hand übergeben worden waren, übersetzt und niederschreiben ließ;
17 Und dies tat er wegen der großen Besorgnis seines Volkes, denn sie wollten über alle Maßen wissen, was es mit dem vernichteten Volk auf sich hatte.
18 Und nun übersetzte er sie mit Hilfe jener zwei Steine, die in den beiden Rändern eines Bogens befestigt waren.
19 Nun, diese Dinge wurden von Anfang an vorbereitet und wurden von Generation zu Generation weitergegeben, um Sprachen auszulegen;
20 Und sie sind von der Hand des Herrn bewahrt und bewahrt worden, damit er jedem Geschöpf, das das Land besitzen sollte, die Missetaten und Greuel seines Volkes aufdecken sollte;
21 Und wer diese Dinge hat, wird Seher genannt nach alter Weise.
22 Nun, nachdem Mosia die Übersetzung dieser Aufzeichnungen beendet hatte, siehe, gab es einen Bericht über die Menschen, die vernichtet wurden, von der Zeit ihrer Vernichtung bis zurück zum Bau des großen Turms, zu der Zeit, als der Herr die Sprache verwirrte die Menschen;
23 Und sie waren über die ganze Erde verstreut, ja, und sogar von dieser Zeit an bis zur Erschaffung Adams.
24 Nun verursachte dieser Bericht das Volk Mosia über die Maßen zu trauern; ja, sie waren voller Kummer;
25 Dennoch gab es ihnen viel Erkenntnis, worüber sie sich freuten.
26 Und dieser Bericht soll später niedergeschrieben werden; denn siehe, es ist ratsam, dass alle Menschen wissen, was in diesem Bericht geschrieben steht.

 

Mosia, Kapitel 13

1 Und nun, wie ich euch gesagt habe, nachdem König Mosia dies getan hatte, nahm er die Platten aus Messing und alles, was er aufbewahrt hatte, und übergab sie Alma, dem Sohn Almas;
2 Ja, alle Aufzeichnungen und auch die Dolmetscher, und übertrug sie ihm und befahl ihm, sie zu führen und zu bewahren und auch Aufzeichnungen über das Volk zu führen und sie von einer Generation zur anderen weiterzugeben, ebenso wie sie seit der Zeit, als Lehi Jerusalem verließ, überliefert worden war.
3 Nachdem Mosia dies getan hatte, sandte er aus durch das ganze Land, unter das ganze Volk, in dem Wunsch, ihren Willen darüber zu erfahren, wer ihr König sein sollte.
4 Und es begab sich: Die Stimme des Volkes kam und sprach: Wir wünschen, dass Aaron, dein Sohn, unser König und unser Herrscher sei.
5 Nun war Aaron in das Land Nephi hinaufgezogen, deshalb konnte der König ihm das Königreich nicht übertragen; auch würde Aaron das Königreich nicht auf sich nehmen;
6 Keiner der Söhne Mosias war bereit, das Königreich auf sich zu nehmen, deshalb sandte König Mosia erneut unter das Volk, ja, sogar ein geschriebenes Wort sandte er unter das Volk.
7 Und dies waren die Worte, die geschrieben standen; sagen: Siehe, o ihr mein Volk oder meine Brüder, denn ich schätze euch als solche; denn ich wünsche, dass ihr die Sache erwägt, die zu erwägen ihr berufen seid; denn ihr wollt einen König haben.
8 Nun erkläre ich euch, dass derjenige, dem das Königreich rechtmäßig gehört, abgelehnt hat und das Königreich nicht auf sich nehmen wird.
9 Und wenn nun ein anderer an seiner Stelle ernannt würde, siehe, ich fürchte, es würden Streitigkeiten unter euch aufkommen;
10 Und wer weiß, was mein Sohn, dem das Königreich gehört, nicht zornig werden und einen Teil dieses Volkes hinter sich herziehen würde, was unter euch Kriege und Streitigkeiten hervorrufen würde; das würde viel Blut vergießen und den Weg des Herrn verkehren; ja, und die Seelen vieler Menschen zerstören.
11 Nun sage ich euch: Lasst uns weise sein und diese Dinge bedenken, denn wir haben kein Recht, meinen Sohn zu töten, noch sollten wir irgendein Recht haben, einen anderen zu töten, wenn er an seiner Stelle eingesetzt wird.
12 Und wenn sich mein Sohn wieder seinem Stolz und seinen Eitelkeiten zuwenden sollte, würde er sich an die Dinge erinnern, die er gesagt hatte, und sein Recht auf das Königreich beanspruchen, was ihn und auch dieses Volk veranlassen würde, viel Sünde zu begehen.
13 Und nun lasst uns weise sein und uns auf diese Dinge freuen und das tun, was zum Frieden dieses Volkes beiträgt.
14 Darum werde ich dein König sein für den Rest meiner Tage;
15 Doch lasst uns Richter einsetzen, die dieses Volk richten nach unserem Gesetz, und wir werden die Angelegenheiten dieses Volkes neu ordnen, denn wir werden Weise zu Richtern einsetzen, die dieses Volk richten werden nach den Geboten Gottes.
16 Nun ist es besser, dass ein Mensch von Gott als von Menschen gerichtet wird, denn die Urteile Gottes sind immer gerecht, aber die Urteile der Menschen sind nicht immer gerecht;
17 Wenn es euch also möglich wäre, gerechte Männer als Könige zu haben, die die Gesetze Gottes aufstellen und dieses Volk nach seinen Geboten richten würden; ja, wenn ihr Männer für eure Könige haben könntet, die genauso tun würden, wie es mein Vater Benjamin für dieses Volk getan hat, dann sage ich euch: Wenn dies immer der Fall sein könnte, dann wäre es ratsam, dass ihr immer Könige zum Regieren hättet über dir.
18 Und auch ich selbst habe mich mit aller Macht und allen Fähigkeiten, die ich besessen habe, bemüht, euch die Gebote Gottes zu lehren und im ganzen Land Frieden zu stiften,
19 dass es keine Kriege, keinen Streit, keinen Diebstahl, keine Plünderung, kein Morden, noch jede Art von Ungerechtigkeit geben sollte;
20 Und wer Unrecht begangen hat, den habe ich nach dem Verbrechen bestraft, das er begangen hat, nach dem Gesetz, das uns von unseren Vätern gegeben wurde.
21 Nun sage ich euch: Weil nicht alle Menschen gerecht sind, ist es nicht ratsam, dass ihr einen König oder Könige habt, die über euch herrschen.
22 Denn siehe, wie viel Unrecht veranlaßt ein böser König zu begehen! ja, und welche große Zerstörung!
23 Ja, denkt an König Noah, seine Bosheit und seine Greuel; und auch die Bosheit und Greuel seines Volkes.
24 Siehe, welch große Zerstörung kam über sie; und auch wegen ihrer Missetaten wurden sie in Knechtschaft gebracht.
25 Und wäre da nicht das Eingreifen ihres allweisen Schöpfers und dies wegen ihrer aufrichtigen Reue, so müssten sie unvermeidlich bis jetzt in Knechtschaft geblieben sein.
26 Aber siehe, er befreite sie, weil sie sich vor ihm demütigten; und weil sie mächtig zu ihm schrien, befreite er sie aus der Knechtschaft;
27 Und so wirkt der Herr mit seiner Macht in allen Fällen unter den Menschenkindern und streckt den Arm der Barmherzigkeit gegen diejenigen aus, die ihr Vertrauen auf ihn setzen.
28 Und siehe, nun sage ich euch: Ihr könnt einen gottlosen König nicht entthronen, es sei denn durch viel Streit und das Vergießen von viel Blut.
29 Denn siehe, er hat seine Freunde in Ungerechtigkeit, und er hält seine Wachen um sich; und er zerreißt die Gesetze derer, die in Gerechtigkeit vor ihm geherrscht haben, und er tritt die Gebote Gottes mit Füßen;
30 Und er erlässt Gesetze und verbreitet sie unter seinem Volk; ja, Gesetze nach der Weise seiner eigenen Bosheit; und wer seinen Gesetzen nicht gehorcht; er lässt vernichten;
31 Und wer sich gegen ihn auflehnt, der wird seine Heere gegen sie in den Krieg schicken, und wenn er kann, wird er sie vernichten;
32 Und so verkehrt ein ungerechter König die Wege aller Gerechtigkeit.
33 Und nun siehe, ich sage euch: Es ist nicht ratsam, dass solche Greuel über euch kommen;
34 Darum erwählt euch durch die Stimme dieses Volkes, Richter, damit ihr gerichtet werdet nach den Gesetzen, die euch von unseren Vätern gegeben wurden, die richtig sind und die ihnen von der Hand des Herrn gegeben wurden.
35 Nun ist es nicht üblich, dass die Stimme des Volkes etwas Gegenteiliges von dem verlangt, was recht ist; aber es ist üblich, dass der kleinere Teil des Volkes das wünscht, was nicht richtig ist;
36 Darum sollt ihr dies beachten und es euch zum Gesetz machen, eure Geschäfte durch die Stimme des Volkes zu erledigen.
37 Und wenn die Zeit kommt, dass die Stimme des Volkes Ungerechtigkeit erwählt, dann ist die Zeit, dass die Strafgerichte Gottes über dich kommen werden;
38 Ja, dann wird er euch mit großer Zerstörung heimsuchen, so wie er bisher dieses Land besucht hat.
39 Und nun, wenn ihr Richter habt und sie euch nicht nach dem Gesetz richten, das gegeben worden ist, könnt ihr veranlassen, dass sie von einem höheren Richter gerichtet werden;
40 Wenn eure höheren Richter keine gerechten Urteile fällen, so sollt ihr eine kleine Anzahl eurer niederen Richter versammeln, die eure höheren Richter nach der Stimme des Volkes richten sollen.
41 Und ich gebiete dir, dies in der Furcht des Herrn zu tun;
42 Und ich befehle euch, dies zu tun, und dass ihr keinen König habt: dass, wenn diese Leute Sünden und Übeltaten begehen, sie auf ihr eigenes Haupt verantwortet werden.
43 Denn siehe, ich sage euch: Die Sünden vieler Menschen sind durch die Missetaten ihrer Könige verursacht worden; darum werden ihre Missetaten auf den Häuptern ihrer Könige verantwortet.
44 Und nun wünsche ich, dass diese Ungleichheit in diesem Land nicht mehr sein sollte, besonders unter diesem meinem Volk;
45 Aber ich wünsche, dass dieses Land ein Land der Freiheit ist und jeder Mensch seine Rechte und Vorrechte gleichermaßen genießen kann, solange der Herr es für richtig hält, damit wir leben und das Land erben können;
46 Ja, sogar so lange, wie einige unserer Nachkommen auf dem Antlitz des Landes bleiben.
47 Und noch viel mehr schrieb König Mosia an sie, indem er ihnen alle Prüfungen und Schwierigkeiten eines rechtschaffenen Königs darlegte;
48 ja, all die Seelenmühen für ihr Volk und auch all das Murren des Volkes gegenüber ihrem König; und er erklärte ihnen alles.
49 Und er sagte ihnen, dass dies nicht sein sollte; sondern dass die Last auf das ganze Volk komme, damit jeder seinen Teil trage.
50 Und er offenbarte ihnen auch alle Nachteile, unter denen sie sich abmühten, indem sie einen ungerechten König hatten, der über sie herrschte;
51 ja, all seine Missetaten und Greuel und alle Kriege und Streitigkeiten und Blutvergießen und das Stehlen und Plündern und das Begehen von Hurereien und alle Arten von Missetaten, die nicht aufgezählt werden können,
52 ihnen zu sagen, dass dies nicht sein sollte; dass sie den Geboten Gottes ausdrücklich widersprachen.
53 Und nun begab es sich: Nachdem König Mosia diese Dinge unter das Volk gesandt hatte, waren sie von der Wahrheit seiner Worte überzeugt;
54 Deshalb ließen sie ihren Wunsch nach einem König hinter sich und wurden überaus besorgt, dass jeder im ganzen Land die gleiche Chance haben sollte;
55 Ja, und jeder Mensch drückte seine Bereitschaft aus, für seine eigenen Sünden einzustehen.
56 Darum begab es sich: Sie versammelten sich im ganzen Land in Versammlungen, um ihre Stimme darüber zu erheben, wer ihre Richter sein sollten, um sie gemäß dem Gesetz zu richten, das ihnen gegeben worden war;
57 Und sie freuten sich über die Maßen über die Freiheit, die ihnen gewährt worden war.
58 Und sie wurden in ihrer Liebe zu Mosia stark; ja, sie schätzten ihn mehr als jeden anderen Mann:
59 Denn sie betrachteten ihn nicht als einen Tyrannen, der nach Gewinn trachtete, ja, nach dem Gewinn, der die Seele verderbt,
60 Denn er hatte ihnen keine Reichtümer abverlangt, noch hatte er Freude am Vergießen von Blut; aber er hatte Frieden im Land geschaffen, und er hatte seinem Volk gewährt, dass es von aller Art Knechtschaft befreit werden sollte;
61 Darum schätzten sie ihn, ja, über alle Maßen.
62 Und es begab sich: Sie ernannten Richter, um über sie zu herrschen oder sie nach dem Gesetz zu richten; und das taten sie im ganzen Land.
63 Und es begab sich: Alma wurde zum Obersten Richter ernannt; er ist auch der Hohepriester; sein Vater hatte ihm das Amt übertragen und ihm die Verantwortung für alle Angelegenheiten der Kirche übertragen.
64 Und nun begab es sich: Alma wandelte auf den Wegen des Herrn, und er hielt seine Gebote, und er richtete rechtschaffene Urteile; und es war beständiger Frieden im ganzen Land;
65 Und so begann die Herrschaft der Richter im ganzen Land Zarahemla unter allem Volk, das Nephiten genannt wurde: Und Alma war der erste und oberste Richter.
66 Und nun begab es sich: Sein Vater starb im Alter von zweiundachtzig Jahren, nachdem er gelebt hatte, um die Gebote Gottes zu erfüllen.
67 Und es begab sich: Mosia starb auch im dreiunddreißigsten Jahr seiner Regierung, er war dreiundsechzig Jahre alt, was insgesamt fünfhundertneun Jahre seit Lehis Abreise aus Jerusalem machte;
68 Und so endete die Herrschaft der Könige über das Volk Nephi; und beendeten so die Tage von Alma, dem Gründer ihrer Kirche.

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